<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"><title>Detlef Stern</title><link href="https://t73f.de/blog/" rel="alternate"></link><link href="https://t73f.de/blog/feed.xml" rel="self"></link><id>urn:uuid:aa5a06ed-0f68-3a34-ba63-0727c485eab3</id><updated>2024-02-18T14:20:00Z</updated><author><name></name></author><entry><title>Die lange Woche vom 12.2.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240212/" rel="alternate"></link><updated>2024-02-18T14:20:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:9ee5e5e4-848d-3ae7-a434-913468bc2f65</id><content type="html">&lt;p&gt;Narri-Narro. Diesmal: Steampunk. Immer wieder erstaunlich wie groß der Umzug in
&lt;code&gt;::1&lt;/code&gt; ist. Natürlich war auch KI ein Thema.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;bdquo;In a way we’re ALL in a massive queue leading to a coffin.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Lust auf Belletristik? Einfach mal eine Klausur bewerten. Dann ist sie
wieder da. (Verkrümelt sich mit &amp;bdquo;Nacht und Schimmel.&amp;ldquo;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr spaßig: in einer Studienkommissionssitzung gab es eine Beschwerde, weil
ich Projektmanagement in einer Vorlesung mit Rugby verglichen habe, auch und
gerade auf agiles Vorgehen bezogen. In der Klausur haben mehr als fünf
Studierende die Frage nach dem, was sie besonderes gelernt haben, mit meinen
Erläuterungen zu Rugby beantwortet. Gerade dadurch hätten sie das Thema besser
lernen können. Merke: bloß weil eine Person meckert, muss es nicht relevant
sein. Siehe unten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab demnächst soll es einen ÖPNV-Bus mit Werbung für den Dienstherren geben.
Vielleicht ist das der erste Schritt zu einer direkten Busverbindung zwischen
den Heilbronner Standorten. Nach fünf Jahren der Eröffnung des
Bildungsdisneyländcampus. Die Studierenden des neu eingerichteten Studiengangs
&amp;bdquo;Angewandte KI&amp;ldquo; würden such freuen. Nicht nur die. Demnächst wissen
wir mehr: Marketing oder echte Verbesserung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zettelstore kann in der Entwicklungsversion auf Weboberfläche direkt auf
das erste Suchergebnis weiterleiten. Mittels der Abfrage &lt;code&gt;[[Random
Page|query:PICK 1 | REDIRECT]]&lt;/code&gt; kommt man auf eine zufällig ausgewählte Seite.
Mittels &lt;code&gt;[[#zettelkasten|query:title=#zettelkasten role=tag | REDIRECT]]&lt;/code&gt; wird
der gerade aktuelle Zettel angesteuert, der das Schlagwort &lt;code&gt;#zettelkasten&lt;/code&gt;
beschreibt. Kleine Nützlichkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neulich bei Heise Developer:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Das Go Team hebt auf dem Go-Blog hervor, dass die im letzten Jahr
vorgestellte Version 2.2 der Programmiersprache zwei Verbesserungen am Router
des Pakets net/http aufzuweisen hat: Methodenabgleich und Wildcards. Diese
Funktionen erlauben es Entwicklern und Entwicklerinnen jetzt, häufige Routen
als Muster anstelle von Go-Code ausdrücken.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Auf dem im Original hinterlegten Link zu &amp;bdquo;Version 2.2&amp;ldquo; ist korrekt
von Version&amp;nbsp;1.22 die Rede. Die kam aber Anfang Februar 2024 heraus, nicht
letztes Jahr. Oder war mein Winterschlaf zu lang? Da selbst die häufig als
Quelle verunglimpften Praktikant:inn:en so einen Blödsinn nicht produzieren,
bleibt ein als &amp;bdquo;KI&amp;ldquo; bezeichneter Textgenerator übrig. Wobei ich
mich dann frage, warum ich einen Verlag bezahlen soll, der offenbar nur aus
menschlicher Dummheit besteht, nämlich der auf der Leitungsebene. Und ja, der
Rest des Textes ist nicht viel besser. Das schaffen meine Studierenden während
der Klausur besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heinrich Kümmerle wundert sich in seinem
&lt;a href="https://kuemmerle.name/ausflug"&gt;Ausflug&lt;/a&gt; über das Verhalten der SM-Süchtigen.
Warum sollte das vom Verhalten der anderen Süchtigen unterscheiden? Die einen
werden von einem Schluck getriggert, die anderen von einer Frage, die nicht ins
eigene Weltbild passt. Denken behindert beide, Reflexe zählen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach ja, zurück in &lt;code&gt;127.1&lt;/code&gt;. Das Ruderergometer erkennt mich noch, mag aber immer
noch keine Kartenansicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://alarmingdevelopment.org/?p=1632"&gt;Why no-code is
uninteresting&lt;/a&gt;. Fast ganz gut
zusammen, was ich zu No-Code, Low-Code, 4GL &amp;amp; Co an Bauchgrummeln hatte.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 5.2.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240205/" rel="alternate"></link><updated>2024-02-11T12:22:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:d0c2c90e-72e3-393a-a326-d06ce41fc0ab</id><content type="html">&lt;p&gt;Stephan List ist tot: &lt;a href="https://www.teamworkblog.de/2024/02/in-memoriam-stephan-list-1959-2024.html"&gt;In Memoriam Stephan List
(1959-2024)&lt;/a&gt;,
&lt;a href="https://tomsgedankenblog.social/2024/02/08/in-erinnerung-stephan-list/"&gt;In Erinnerung | Stephan
List&lt;/a&gt;.
Ich habe Stephan nicht zu gut gekannt. Wir lernten uns via Twitter kennen, als
es noch Twitter war, also grob 2009, 2010. Wir sprachen drei Mal recht intensiv
miteinander. Zwei Mal bei seiner &amp;bdquo;Lieblingspizza aus Heilbronn&amp;ldquo; und
dann noch einmal zu WebEx-Zeiten. Da hatte er seine Tätigkeit schon an den
Nagel gehängt und seinen Glauben gefunden. Memento mori.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf meinem Heimserverchen sind einige Dienste ausgefallen. Einfach weg. Zuletzt
der SMTP-Server (&amp;bdquo;Warum werden meine Mails nicht gesendet?&amp;ldquo;) und
dann der CalDAV/CardDAV-Server (&amp;bdquo;Schon wieder einen privaten Termin
verpasst!&amp;ldquo;). Beide laufen nun wieder. Beobachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://go.dev/doc/go1.22"&gt;Go 1.22&lt;/a&gt; ist veröffentlicht. Gleich mal den
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; etwas refaktorisiert und an die
Neuigkeiten angepasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist auch die Version, die ich für die neue &lt;a href="https://agiles-studieren.de/das/"&gt;Software zum Agilen
Studieren&lt;/a&gt; benötige. Aber immer noch fehlt
der (virtuelle) Server, um zu testen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück in &lt;code&gt;::1&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Tage später ist jemand aufgewacht oder fühlt sich für den (virtuellen)
Server zuständig. Man merkt das an den Fragen, die schon vor Monaten hätten
gestellt werden sollen. Und daran, dass jemand viel zu viele Personen in der
Mail via CC: informiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;bdquo;Chaos ist nichts anderes als Ordnung andersherum.&amp;ldquo; (Dussel zu
Donald, LTB577, S.&amp;nbsp;91)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt wieder neue Suchmaschinen (Suchtmaschinen?), z.B.
&lt;a href="https://stract.com/"&gt;Stract&lt;/a&gt;. Natürlich wären Findemaschinen besser. Es wird
Zeit für neue Suchmaschinen, wenn mir die etablierten auf den Begriff
&amp;bdquo;Karneval Umzug&amp;ldquo; erstmal seitenweise Umzugsdienste anbieten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://kopfzeiler.org/blog/2024/02/05/posting-disease/"&gt;&amp;bdquo;Posting
Disease&amp;ldquo;&lt;/a&gt;: &lt;em&gt;Vor
etwas mehr als zehn Jahren, meinen schlimmsten Twitter-Zeiten, war genau das
mein Blick auf die Welt: Hey, etwas Tolles gelesen &amp;ndash; twittern. Hey, etwas
im Alltag erlebt &amp;ndash; twittern. Hey, einen Snark auf die Weltlage im Kopf
&amp;ndash; twittern. (&amp;hellip;) Es hat tatsächlich etwas gedauert, davon
wegzukommen. Und es hat noch etwas länger gedauert, zu begreifen, dass es egal
ist, und dass niemand auf meine Gedanken oder mein Foto gewartet hat
(&amp;hellip;)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zettelstore v0.17 wird Anfang März herauskommen und die Basis für
Softwaretechniklabor im Sommersemester 2024 sein. Wenn nichts dazwischen kommt,
wie üblich. Also nicht solange die Luft anhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz übersehen, dass die &lt;a href="https://www.sixnationsrugby.com/"&gt;Six Nations&lt;/a&gt; schon
seit dem 2.2.2024 laufen. Zum Glück gibt es eine Konserve und ich kenne die
Ergebnisse nicht. Ist auch live spannend. Sowohl SCOFRA als auch ENGWAL waren
gestern vom Ergebnis eng, jeweils wurde ein Rückstand aufgeholt. Wer braucht da
Fußball oder anderes? Heute geht es mit IREITA weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;bdquo;You don't have to be like everybody else // You don't have to fit into
the norm // You are not here to conform&amp;ldquo; (Marina: Ancient Dreams in
a Modern Land)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://youtube.com/watch?v=o0dkc2gZQN0"&gt;Entenhausen ist
überall&lt;/a&gt;. Das kommt davon, wenn man
nach der Stella-Anatium-Theorie googelt. (Und ja, diese vertrete ich schon seit
der gymnasialen Oberstufe. Wie gut, wenn die Krankheit einen Namen hat.)&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 29.1.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240129/" rel="alternate"></link><updated>2024-02-03T17:27:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:67b73172-f1b6-3a73-a261-4a8b308f06c4</id><content type="html">&lt;p&gt;Klausurwoche. Immer etwas anstrengend, auch für mich. Ab nun wird die
Zeiteinteilung etwas freier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Klausur fand in einem recht großen Raum statt. Softwaretechnik. Der
eine oder die andere hat vielleicht bemerkt, dass es besser ist, wenn man auch
mal die Hausaufgaben macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zweite und letzte Klausur dieser Saison war auf vier Räume verteilt.
Projektmanagement. Am Ende des Tages freute sich der Schrittzähler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Klausur wollte jemand unbedingt das Mobiltelefon nutzen, obwohl diese
ausgeschaltet werden müssen. Da half mir, im sechzehnten Jahr meines
Prof-Daseins, meine Tätigkeit als Grundwehrdienstleistender in den 1980ern.
Keine Sorge, alle Beteiligten sind unverletzt, bis auf die eine
&amp;bdquo;Ehre&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für eine Klausur gab es sehr nettes, gut erläutertes Feedback im Nachgang. Sehr
jenseits des üblichen Meckerns, bei dem im Nachgang dann doch leider klar wird,
dass die/der Meckernde sich einfach nicht angemessen vorbereitet hat und einen
Schuldigen jenseits der eigenen Person sucht. Über das gute Feedback, habe ich
mich gefreut, DA.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und wieder abholen, obwohl die
Schule fußläufig erreichbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eltern, die den Schulranzen ihres Kindes tragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gut gemeint ist zu häufig langfristig schädlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele können links und rechts nicht unterscheiden. Links ist da wo das Herz
schlägt. Nicht politisch gemeint, sondern menschlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir leben in langweiligen Zeiten. Das Werfen von Suppe auf eine Glasscheibe ist
es wert, in den knappen 15 Minuten der Tagesschau gezeigt zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mag Bands mit zwei Schlagzeugen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie vermisse ich die Zettelkastenrunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstaunlich wie wenig Menschen mit Wahrscheinlichkeiten umgehen können. Liegt
das an der Flatrategesellschaft?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neues Dienst-iPad. Datenübertragung vom alten Dienst-iPad war erstaunlich
einfach und fehlerfrei. Selbst die Cookies wurden übertragen und ich konnte mit
dem &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; problemlos und ohne Neuanmeldung auf
dem neuen Gerät weiterarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Blog-Posts können ein Ablaufdatum haben, wie z.B. Posts auf Mastodon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ResearchGate delegiert Arbeit an die User äh Melkkühe: &amp;bdquo;Did &lt;em&gt;X&lt;/em&gt; author
this publication?&amp;ldquo; Der nächste Schritt auch dieser Plattform zur
&lt;a href="https://pluralistic.net/2022/11/28/enshittification/#relentless-payola"&gt;Enshittification&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://zettelstore.de/sx/"&gt;Sx&lt;/a&gt; ist unbeabsichtigt recht ähnlich zu Elisp
geworden. Merke ich, als ich diese Woche die Elisp-Doku durchlas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kaffeetrinken mit HK im Café. Nicht nur über die 100 Buga-, äh KI-Botschafter.
Auch über die Planung für das neue Semester und seine Aufgaben als
Lehrbeauftragter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Jungsgruppe beim Vorlesen findet es jetzt cool, ganz außer der Reihe ganz
leise in die Klasse zurückzukehren. Weil sie damit die Lehrerin überraschten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anweisung vom Ministerium: man darf in der heißen Phase des Wahlkampfs zur
Europa- und Kommunalwahl keinen offiziellen Kontakt mit den Kandidaten pflegen.
Zum einen spricht viel grundlegendes Misstrauen aus dem Text. Zum anderen bin
ich ratlos, wie ich mich dann verhalten soll. Keine Selbstgespräche mehr?
Sprechen dann die Kollegen nicht mehr mit mir? Darf/Soll/Muss ich den
dienstlichen Sitzungen fernbleiben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kunst geht immer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sind Stoiker Individualisten, oder gerade keine?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://cp-algorithms.com/others/tortoise_and_hare.html"&gt;Tortoise And Hare
algorithm&lt;/a&gt;. &amp;bdquo;Ick
bün all hier!&amp;ldquo; Den Algorithmus benötige ich für Sx. Der zweite Teil hat
mich überrascht, der Beweis ist aber einleuchtend. Wer als (.+-)?Informatiker
etwas auf sich hält, für den ist die umgebende Website sehr nützlich.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 22.1.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240122/" rel="alternate"></link><updated>2024-01-27T17:44:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:8c849e66-e55c-3c7e-b46e-df46716a577c</id><content type="html">&lt;p&gt;Endlich wieder viel mehr freie Zeiteinteilung. Und schon verschwinden die
Scheuklappen, Kreativität steigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Go erlaubt es, beliebige Dateien in das ausführbare Programm einzubetten. Der
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; nutzt das zum Beispiel für die
vordefinierten Zettel, wie die HTML-Templates. Das Einbetten erlaubt es auch,
Programmcode einer in Go implementierten Programmiersprache in ein ausführbares
Programm zu integrieren. So könnte man einen Generator schreiben, der zum
Beispiel &lt;a href="https://zettelstore.de/sx"&gt;Sx&lt;/a&gt;-Code zusammen mit dem Sx-Interpreter
als eigenes, selbständig ausführbares Programm erzeugt. Das Ganze wäre trivial
zu distributieren und zu installieren, ein Executable.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich freue mich immer, wenn ich geballte IT-Kompetenz erleben darf. Planvoll,
alles gut kommuniziert und wenn es funktioniert. So wie ein Kernsystem einer
Hochschule, das zur Prüfungsverwaltung. Fünf Tage vor dem Prüfungszeitraum
angeblich funktionierend, erhalte ich drei Tage später endlich die
Zugangsberechtigung. Natürlich alles anders als beim Vorgängersystem, ein
kleines PDF zur Anleitung. Zum Glück lasse ich meine Klausuren erst kommende
Woche schreiben. Je nach Fach könnte man mal wieder von den Fehlern anderer
lernen. Hmm, ich suche noch Klausuraufgaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wunderbar auch die Idee, in dieser Woche die für die Klausuren benötigten
Drucker in ein anderes Netzwerk mit anderem Authentifizierungssystem
umzuziehen, obwohl alles bisher gut funktionierte. Dank an CP, den
Umstellungsversuch in unserer Umgebung verhindert zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer noch keine Antwort auf meine Frage, wann das bestehende Netzwerk
abgeschaltet werden soll. Frage für einige Lehr-relevante Server.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wundert es kaum, dass die Beschaffung der (virtuellen) Server zur Ablösung
der Lehr-relevanten Server im Altnetz immer noch nicht weitergekommen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie meinte ein Kollege vor ein paar Jahren? &amp;bdquo;Die meisten werden
Professor, weil sie weder führen, noch geführt werden können.&amp;ldquo; Gilt
natürlich auch gegendert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Feier der vorlesungsfreien Zeit (und ein wenig aus Frust, siehe oben) am
Zettelstore herumgebastelt. Hauptsächlich an der Übersetzung von
&lt;a href="https://zettelstore.de/manual/h/00001007000000"&gt;Zettelmarkup&lt;/a&gt; in Sx-Code.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr schöne Frage: &lt;a href="https://shkspr.mobi/blog/2024/01/whats-the-incentive-to-tell-the-truth-on-surveys/"&gt;What's the incentive to tell the truth on
surveys?&lt;/a&gt;.
Zu viele Umfragen dienen anscheindend nur dazu, die Vorurteile der Fragesteller
zu bestätigen. Nicht nur bei Diversitätsumfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch eine Antwort zu einer Frage der letztwöchigen AMA-Session: &lt;a href="https://trunkbaseddevelopment.com/"&gt;Trunk-Based
Development&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://preslav.me/2024/01/26/thank-you-for-unsubscribing-rss-vs-newsletters/"&gt;Thank You for
Unsubscribing&lt;/a&gt;
ist nicht nur ein Plädoyer für RSS (&lt;em&gt;pull&lt;/em&gt;) und gegen Newsletter (&lt;em&gt;push&lt;/em&gt;). Sehr
schön: &lt;em&gt;Whether I have five loyal subscribers or five million makes no
difference to me. I don’t know how many you are, and what’s more important,
I don’t care. What I pay attention to is that my message comes out exactly the
way I want it - I am not writing with an audience in mind, but for myself.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Woche ist mir aufgefallen, wie sch...., äh, schlecht Suchmaschinen
geworden sind. Das Halluzinieren von Bing-getriebenen Suchmaschinen hat schon
vorher für Erheiterung gesorgt. Selbst jener Konzern, bei dem die Internetsuche
mal das Wesentliche war, liefert inzwischen nur Bullshit ab. Jedes Wort einer
Suchanfrage, das irgendwie etwas mit einem beworbenen Produkt zu tun haben
könnte, führt zu angeblichen Treffern, bei denen tatsächlich nur etwas beworben
wird. Wohl dem, der einen Zettelkasten aufbaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vermutlich sind die Ergebnisse so schlecht, damit alle nach mehr Ey-Ei rufen,
der Lösung aller Probleme, wenn man das eigene Denken einstellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne sind diese schlechten Ergebnisse mutmaßlich die Vorboten einer
gravierenden Veränderung. Bloß wohin?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schönes &amp;bdquo;Vorlesepatentreffen&amp;ldquo; mit HK im Café. Gutes Gespräch, aber
nicht nur über frustrierende Erlebnisse des Alltags.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Vorlesen in der Klasse hat wunderbar funktioniert. Besonders die
Jungsgruppe hat es mal geschafft, zuzuhören. Und dann haben sie gemerkt, was
man alles mitbekommt, wenn man sich nicht ablenken lässt. Gilt auch für alle
anderen Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://daftsocial.com/"&gt;Daft
Social&lt;/a&gt;, &amp;bdquo;The Anti-Social Social Network for
Minimalists.&amp;ldquo; Posts werden den Betreffzeile der Mails genommen, die man
an seine dort generierte Adresse sendet. Und es gibt einen RSS-Feed. Mehr
braucht es nicht. Zusatztipp für Androiden:
&lt;a href="https://f-droid.org/de/packages/de.grobox.blitzmail/"&gt;BlitzMail&lt;/a&gt;. Dank an HK
für den Tipp.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 15.1.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240115/" rel="alternate"></link><updated>2024-01-21T13:10:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:34b2bb05-aa05-3fe2-a534-fb25ce15af26</id><content type="html">&lt;p&gt;Letzte Vorlesungswoche. Viele abschließende Veranstaltungen. Erste Prüfungen.
Bürokratie allerorten. Neue Ideen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das letzte Review beim &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt; war
sehr erwartungskonform. Einerseits beruhigend, was die Qualität des Agilen
Studierens angeht. Andererseits traurig, was das Studieren im Allgemeinen
angeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin: bei einer Gruppe hatten alle alle Zusatzpunkte. Das gab es vorher
noch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit sind 78 Studierende zur Klausur zugelassen. 25 nahmen an der letzten
Fragerunde teil. Früher&amp;trade; war das die Veranstaltung, an der alle
teilnahmen. Quasi wie Weihnachten in der Kirche. Wenn schon die Gesellschaft
weniger kirchlich religiös wird, warum soll man auch an der Fragerunde vor der
Klausur teilnehmen? Insofern konsequent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fragerunde im anderen Klausurfach war besser besucht, ca. 45 von grob 60 zur
Klausur angemeldeten Studierenden. Viele waren aber wg. FOMO dabei, denn nur
ca. sieben stellten Fragen. Zwei Studentinnen hatten sich dagegen sehr gut
vorbereitet und deshalb nahmen die Antworten zu ihren Fragen der Großteil der
Zeit ein. Da es eine AMA-Session war, kamen auch fachfremde Fragen dran, wie
z.B. nach meinem
&lt;a href="https://www.duckipedia.de/Sein_Leben,_seine_Milliarden"&gt;Lieblingscomic&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Freitag sollte man angeblich alles zu den Prüfungen einsehen und Noten
eintragen können. Am Samstag kam die Mail. Mit dem Ergebnis: ich darf es nicht.
Mal sehen, ob ich meine Klausuren überhaupt veranstalten kann. Die
Systemumstellung war schon für viel früher (letztes Jahr) geplant gewesen.
Einmal wg. technischer Probleme verschoben. Einmal verschoben, weil es
überraschenderweise mehr Prüfungen als gedacht bedarf. Tss, tss, diese
Prüfungen. Vermehren sich wie die Hasen. Dafür darf ich mir in den
statistischen Eingeweiden Datencluster ansehen. Für meinen eigentlichen Job
fehlen mir die Berechtigungen. Und ja, das waren &amp;bdquo;Profis&amp;ldquo;, haben
dafür Geld bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abschluss der Projektstudie im vierten Semester war ganz ordentlich. Der
Kunde war zufrieden. Man sah bei den Studierenden den Wunsch etwas zu lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Abschluss der Projektstudie im siebten Semester war durchwachsen. Bei der
einen Gruppe war die Kundin zufrieden. Man sah, dass diese Gruppe im Laufe des
Semesters gelernt hat. Die andere Gruppe hat mehr Selbstverteidigung betrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Selbstverteidigung ist mutmaßlich eine Eigenschaft höherer Semester. In
einem Masterstudiengang stand eine Präsentationsprüfung an. Auch hier lag der
Fokus auf dem Verteidigen der eigenen Position, ohne andere Sichtweisen
integrieren zu wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Haben Studierende in höheren Semestern das Lernen verlernt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ich schon am Fragen bin:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist Python die angemessene Programmiersprache für Erstsemester der
Wirtschaftsinformatik? Für Erstis womöglich, aber ab wann sollte man
alternative Programmiersprachen lernen? Z.B. JavaScript, Go, Kotlin, Java,
C#,&amp;nbsp;&amp;hellip; Erstaunlich viele können war etwas zusammenbasteln, kennen
sich aber nicht mit komplexeren Datentypen aus. In Python ist alles ein
&lt;em&gt;dictionary&lt;/em&gt;, aka (Hash-) &lt;em&gt;map&lt;/em&gt;. Selbst im Abschlusssemester kennen zu viele
nicht den Unterschied zwischen &lt;em&gt;call-by-value&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;call-by-reference&lt;/em&gt;. Und
wundern sich darüber, dass die Software nicht das tut, was sie soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War die Lehre gut, wenn es keinen Widerspruch der Studierenden gab? Meine
These: nein. Lernen bedeutet, sich zu verändern. Die sieben Phasen der
Veränderung, beginnend mit Schock und Verneinung, oder das Modell nach Lewin,
beginnend mit dem Prozess, dass die Erwartungen nicht mehr der Realität
entsprechen, bestätigen mein These. Dagegen ist Wohlfühllehre, gerne zusammen
mit einer quasi versprochenen sehr guten Note, etwas anderes. Schon klar, so
gut wie alle Studierenden beschweren sich über Noten, die nicht sehr gut sind.
Kaum jemand beschwert sich, nichts oder wenig gelernt zu haben. Daher kommt
dann später der Praxisschock.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne: &lt;a href="https://schule-mathematik.blogspot.com/2024/01/mathe-konnte-spa-machen-betonung-auf.html"&gt;Mathe könnte Spaß machen - Betonung auf:
könnte&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andere Gedanken:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum muss in einer Demokratie Personenkult betrieben werden. Frage für die
Beförderung eines angeblich blaublütigen Menschen oder den Pups eines Menschen
mit viel Geld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedes mit einem Akku ausgestatteten Geräts ist von einem Tamagotchi kaum zu
unterscheiden. Lasst so ein Gerät mal einige Zeit ohne Beachtung und schon
muckt es herum, wenn man es dann doch einmal benötigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bewegung der Gesellschaft als Ganzes gleicht einem (gewichteten) Random
Walk. Jede/r zieht in die eigene Richtung und am Ende kommt etwas anderes,
gerne unerwartetes heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Akkreditierungsagentur möchte alle Felder in den Formularen ausgefüllt
bekommen. So sind nun einige, auch ich,  damit beschäftigt in die leeren Felder
so etwas wie &amp;bdquo;keine&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;n/a&amp;ldquo; einzutragen. Man hat ja
sonst nichts zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen unmittelbaren Kollegen habe ich in diesem Jahr noch gar nicht im
real-life gesehen, zwei erst letzten Freitag. Eine Kollegin nur im Vorbeigehen.
Bleiben zwei andere Kollegen, die man mal unter den Wochen gesehen und mit
denen man sprechen konnte. Was bedeutet das für kollegiale Absprachen oder gar
Zusammenarbeit? Aber ja, ich bin ein DiMiDo-Prof., andere eher MoMi- oder
MiDoFr-Prof. Trotzdem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://www.chris-kurbjuhn.de/?p=10179"&gt;Splitterbrötchen
(CMLXII)&lt;/a&gt;. Chris Kurbjuhn spricht es
aus: &lt;em&gt;Auf kommunaler Ebene ist es ziemlich eindeutig, wie man die AfD
erfolgreich bekämpft: In Orten, wo „Kümmerer“ Bürgermeister sind, also
Menschen, die sich um die Belange der Bürger kümmern und eine nachvollziehbare
Politik mit dem Ziel, das Leben der Menschen etwas leichter zu machen,
betreiben, machen die Nazi-Stinksocken keinen Stich. Damit wird auch das
bundespolitische Problem deutlich: Mit Merz und Scholz sind zwei Typen am
Start, die das haargenaue Gegenteil von Kümmerern sind.&lt;/em&gt; Das gilt ebenso für
manch eine/n Bürgermeister/in, die sich wohl mehr als Meister/in denn als
Bürger/in sehen. Oder für manche Gemeinderäte. Einige kümmern sich höchstens um
das eigene Wohl.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 8.1.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240108/" rel="alternate"></link><updated>2024-01-14T13:09:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:580fcb10-56d8-322e-b336-d87b758cb621</id><content type="html">&lt;p&gt;Vorletzte Vorlesungswoche. Kaum ist die eine vorlesungsfreie Zeit vorbei,
bereiten sich manche auch die nächste vorlesungsfreie Zeit vor.
Selbstoptimierung nennt man das wohl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hubschraubereltern kennt jeder. Ist wohl so ein Generationending. Dabei
vergessen jene: &lt;em&gt;memento mori&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon vor Anfang der Woche wurde die Frage gestellt, ob man ob der Proteste,
denen mittels Landwirtschaftsfahrzeugen besonderer Nachdruck verliehen wird,
die Lehrveranstaltungen nicht online stattfinden lassen sollte.
Diskussionslinie verlief grob auf Basis der Entfernung zum Dienstort. Natürlich
nur Korrelation, nicht Kausalität. Selbstoptimierung oder Hubschrauberdozenten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses rummeckern nervt. Mecker. Mecker. Mecker. BTW, wer nur fordert, aber
nicht einmal andeutend beispielhaft demonstriert, wie man etwas konkret besser
macht, meckert auch nur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Fach &amp;bdquo;Projektmanagement&amp;ldquo; waren nur grob 20&amp;nbsp;% der für die
Klausur angemeldeten da. Und diese hatten so gut wie keine Fragen vorbereitet.
Nur die nach einer Beispielklausur, die ich angekündigt nächste Woche zeige.
Anschließend wollte niemand Themen im Rahmen des &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen
Studierens&lt;/a&gt; bearbeiten. Wie auch? War ja so gut
wie keine Gruppe da. Und nein, es lag nicht an den Landwirtschaftsfahrzeugen.
Mutmaßlich bei 80&amp;nbsp;% das mit dem Kopf eines fluguntauglichen Vogels. Der
Rest ebenso vorurteilshaft FOMO. Nächste Woche ist ja auch noch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manchmal würde ich mich in meiner Behörde freuen, wenn dort so vorgegangen
würde, wie wir es von unseren Studierenden fordern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachfrage, ob der Landwirtschaftsfahrzeuge und des GDL-Streiks die Vorlesung
&amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo; und besonders die dazu gehörenden
Abschlusspräsentationen online stattfinden können. Ich bat diejenigen, die
keinen Weg sehen, pünktlich zu erscheinen, um eine Nachricht. Ergebnis: es gab
keine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür waren die Abschlusspräsentationen (es fehlte niemand, nur zwei konnten
attestiert aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen!) ein kleines
Highlight. Man sah, dass sich alles Mühe gegeben hatten. Natürlich wäre hier
und da Frau Sommer hilfreich gewesen. Mir machten die Präsentationen Freude und
irgendwann trauten sich auch die Studierenden Ihren Kommilitonen Fragen zu
stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum gibt es so wenig (Open-Source-) Blogging-Engines mit eingebautem
RSS-Feader, Activity-Pub und WebMention? Dann bräuchten viele nicht mehr in die
Mietswohnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Note to self: nie sofort auf eine Mail antworten. Auf der anderen Seite wird
die Antwortmail als Chatabsicht fehlinterpretiert, mitsamt weniger nachdenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Video-Tipp für Studierende: &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=eId19ggnE4E"&gt;Achieve ✨Critical Thinking✨ in School with
a Zettelkasten&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Zettelkasten. Im &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; wird
&lt;a href="https://zettelstore.de/manual/h/00001007000000"&gt;Zettelmarkup&lt;/a&gt; nun
experimentellerweise direkt in &lt;a href="https://zettelstore.de/sx/"&gt;Sx&lt;/a&gt; übersetzt. Ist
noch nicht abgeschlossen, sieht aber schon gut aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wollte ich nicht an der &lt;a href="https://agiles-studieren.de/das/"&gt;Software für das Agile
Studieren&lt;/a&gt; programmieren? Ja, aber wenigstens
mental benötige ich einen (virtuellen) Server, der in die cyberanfallgestärkte
Umgebung integriert sein sollte. In dieser Woche habe ich erfahren, dass
niemand in der Behörde weiß, wann das Altnetz abgeschaltet werden soll. Da
wundert einen auch nicht mehr die Nichtgeschwindigkeit des
Beschaffungsprozesses.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wandern meine Überlegungen auch mal zu einer für mich vernünftigen
Implementierung der Vanity-URLs von Go.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wissenschaft sollte das Vernichten von Gerüchten sein. Konjunktiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Blogspost, die beschreiben, wie man z.B. auch nur mit einem iPad bewaffnet
Software entwickeln kann, könnten das auch mal mit Kopfstand erläutern. Oder
mit Hand auf dem Rücken. Oder Unterwasser. Oder gleich auf dem Mond.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Mond: Cory Doctorow beschreibt in &lt;a href="https://pluralistic.net/2024/01/09/astrobezzle/#send-robots-instead"&gt;Kelly and Zach Weinersmith's "A City
On Mars"&lt;/a&gt;
die Lebensfeindlichkeit außerhalb der Erde. Die Ressourcen und Aufwände zur
Besiedelung von Mond, Mars &amp;amp; Co. könnte man sinnvoller für die Verbesserung der
hiesigen Umstände einsetzen. Zumal niemand ernsthaft dort draußen leben will.
Höchstens muss. Nämlich um die Roboter zum Rohstoffabbau zu warten. Der Rest,
die Phantasie und das Zeug stammt aus unserer Empathie und genügend vielen
Science-Fiction-Romanen und -Filmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Empathie und Medien: auch das ist ein Treiber für das, was manche mit
dem Marketingbegriff &amp;bdquo;künstliche Intelligenz&amp;ldquo; meinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr schön auch eine Stelle aus &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=v9f6twy70iM"&gt;What Happens As We
Die?&lt;/a&gt;: viele bekommen den Tod des
Angehörigen gar nicht mit, weil dieser ganz anders als im Film stattfindet.
Memento mori.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freitag war wieder Kaffeezeit mit Heinrich Kümmerle. Auch ein Highlight der
Woche. Neben der schönen Unterhaltung war die Umgebung auch, hmm, interessant.
Die eine Person, die unbedingt im Cafe mittels Telefon plärrende Musik hören
wollte. Oder wie es dort im Laufe der Zeit immer lauter wurde, weil alle lauter
wurden. Wird Zeit, dass der Umbau der Stadtbibliothek endet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hach, so eine Lesebrille ist etwas feines! Warum habe ich so lange die Augen
gekniffen? Je nach Entfernung, nutze ich sie auch als Brille für einen Laptop.
So freue ich mich umso mehr auf meine Bildschirmarbeitsplatzbrille.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Emacs muss leider noch etwas warten. Auch diesen Post erstelle ich mit Vim.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: &lt;a href="https://diagram.website/"&gt;Diagram
Website&lt;/a&gt;, ein Verzeichnis digitaler Gärten. Via:
&lt;a href="https://kopfzeiler.org/blog/2024/01/09/digitaler-untergrund/"&gt;Digitaler
Untergrund&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 1.1.24</title><link href="https://t73f.de/blog/2024/lange_woche_240101/" rel="alternate"></link><updated>2024-01-07T15:09:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:e544d747-b757-33fc-9668-71c81768c05f</id><content type="html">&lt;p&gt;Neues Jahr, neues Glück. Neuer Vorsatz? Eher nicht. Aber Schreiben tut gut.
Jetzt in anderem Format. Nicht chronologisch, sondern anderslogisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Urlaub. Im Teilzeitdorf. Urlaub ist kein Urlaub, wenn man per dienstlicher Mail
erreichbar ist. So also viel Ruhe und Gedanken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Beginn des neuen Jahres haben wir auf einer Bank vor dem Dorf verbracht.
Hunde mögen die Knallerei nicht. So waren wir weit davon entfernt und hatten
eine gute Sicht auf das Geschehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spazieren im Schnee, bevor dieser am 2.1. im Regen abgesoffen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An Regentagen endlich etwas renoviert. Sockelleisten, inzwischen gut
abgehangen. Handwerk tut bei dem ganzen virtuellen Zeugs auch mal gut.
Unsereiner merkt seine an anderen Stellen vorhandenen Muskeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Notizen pendel ich immer wieder zwischen Papier,
&lt;a href="https://kuemmerle.name/remarkable"&gt;eWriter&lt;/a&gt; und
&lt;a href="https://zettelstore.de"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;. Das wird auch so bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon seit Ende 2023 bastel ich an meinem eigenen Lisp herum:
&lt;a href="https://zettelstore.de/sx/"&gt;Sx&lt;/a&gt;. Eine schöne Abwechslung. Jede/r sollte ein
eigenes Lisp haben. Meine erkenntnisreichen Basteleien:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ein Environment ist mehr als ein Binding.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Symbole sind (intern) Zeichenketten, nicht mehr von einer Symbolfabrik
verwaltet.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Engine ist weg, das Environment reicht.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Das hat zu vielen Erleichterungen geführt, besonders der Wegfall der
Symbolfabrik. Auch der Zettelstore, der Sx verwendet, wurde dadurch kleiner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht sollte ich doch mehr Emacs nutzen. Das Sx-Basteln führte dazu, dass
ich auch anderen Lisp-Code besser lesen kann. Viele Innovationen stammen von
Emacs, auch aktuelle. In Vim &amp;amp; Co werden die höchstens teilweise nachgezogen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht nur die Mailruhe tat gut, ebenso die Socialmediaruhe. Hier und da noch
etwas getrötet. Sonst eher wenig gelesen. Besonders relevant: mein Verzicht
aufs &amp;bdquo;Teilen&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Favorsisieren&amp;ldquo; führt zu mehr
Klarheit. Ein RT oder ein Fav sind schnell geklickt. Sie sind ein Ausdruck von
(Denk-) Faulheit und fördern Hysterie. In einem gewissen Sinne ist die &lt;em&gt;lange
Woche&lt;/em&gt; ein Ersatz für RT und Fav, immer mit etwas zeitlichen und gedanklichen
Abstand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch dieses LinkedIn ist SM. Hatte mich dort mal eingeloggt. So schlimm. Da ist
dieses X fast schon ein Hort der Diskussionskultur. Was auch zeigt, dass es im
&amp;bdquo;Business&amp;ldquo; angeblich aufs Schwafeln ankommt, aufs Senden. Bloß, wer
soll da dann noch etwas lesen? Siehe auch
&lt;a href="https://kopfzeiler.org/blog/2024/01/06/linkedin/"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Mal kam doch durch: die eines Ehemaligen vom Gymnasium. Man möge doch
zustimmen, dass die Kontaktdaten an andere Ehemalige weitergegeben werden
dürfen. Immerhin fragen Sie diesmal. Man plane für dieses Jahr ein Abi-Treffen.
Witzigerweise wurde die Mail von einem gesendet, der mich zu Schulzeiten gerne
an den Rand gestellt hatte. Heute nennt man das wohl Mobbing, aber wir waren
damals keine Weicheier. War trotzdem nicht nett. Ich lese weiter. Ah, das
Orga-Komitee besteht nur aus diesen Andenrandstellern. Nun ja, mir fehlten jene
in den letzten Jahrzehnten nicht und umgekehrt war das nach bestandenem Abi,
vor dem ich denen Nachhilfe geben durfte, offenbar auch so. Ab in die runde
Ablage damit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Niklaus Wirth ist tot. Wohl kaum jemand konnte komplexe Sachverhalte in so
knappen Büchern darstellen. &amp;bdquo;Algorithmen und Datenstrukturen&amp;ldquo; und
&amp;bdquo;Compilerbau&amp;ldquo; sind meine Highlights. Schon zu Schulzeiten lernte
ich Pascal, ebenso an der Uni. Später Modula-2, Oberon. Ich habe immer
bedauert, dass sich C durchgesetzt hat. Immerhin ist etwas von ihm in Go
enthalten. Vorbildlich war, dass er nicht nur gute Ideen hatte, sondern diese
auch bis hin zur Hardware versuchte umzusetzen. Einer meiner Helden.
&lt;a href="https://kantel.github.io/posts/2024010401_rip_niklaus_wirth/index.html"&gt;Andere&lt;/a&gt;
&lt;a href="https://blog.fefe.de/?ts=9b69a7ca"&gt;Gedanken&lt;/a&gt; dazu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Laufe der Woche stürzten wir zurück zur Erde, äh, zur &lt;code&gt;127.1&lt;/code&gt;. Das
Ruderergometer hatte uns vergessen. Es begrüßte nach jedem Neustart mit einem
Firmwareupgradeversuch, der per Timeout zu einer Endlosschleife erwuchs. Ganz
endlos zum Glück dann doch nicht, aber nur per hartem Reset mit Verlust aller
Daten. Backup rulez.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Begrüßung ein Interview des Heilbronner Oberbürgermeisters: &lt;a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/ob-stadt-heilbronn-harry-mergel-rueckblick-ausblick-2023-2024-100.html"&gt;OB Mergel:
"Heilbronn wird zum Synonym für Künstliche Intelligenz
werden"&lt;/a&gt;.
HG meinte zurecht, dass sich damit zukünftig die Witze fast von selbst
schreiben werden. Laut einer Umfrage (Link habe ich verschludert, vielleicht
hat den jemand) sollen grob die Hälfte der Befragten sich vorstellen können,
dass Politiker problemlos durch eine &amp;bdquo;KI&amp;ldquo; ersetzt werden können. In
diesem Fall gäbe es dann wohl ein &amp;bdquo;MergelGPT&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist mir klar, dass dieses &amp;bdquo;KI&amp;ldquo; (oder &amp;bdquo;AI&amp;ldquo;
oder &amp;bdquo;Ey! Ei!&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;künstliche Intelligenz&amp;ldquo;) nichts
anderes als ein inhaltsleerer Marketingbegriff ist. Wenn es mit der natürlichen
Intelligenz nicht klappt, muss man den Begriff einer künstlichen Intelligenz in
den Ring werfen. &amp;bdquo;Arbeitskreis&amp;ldquo; ist zu abgedroschen. Vielleicht
sollte man mal den Begriff der Intelligenz klären. Da gibt es zu
unterschiedliche Ansätze. Und wo man dabei ist, auch die Begriffe Verstand und
Vernunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was wäre, wenn man KI als eine reine Kunstform auffassen würde? Ernsthaft! Dann
würde in die Diskussion viel mehr Ernst eintreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich gestehe am Modulhandbuch eines geplanten Studiengangs &amp;bdquo;Angewandte
KI&amp;ldquo; mitzuwirken. Aber ich schlafe ruhig, denn es geht bei mir um die
Fächer &amp;bdquo;Grundlagen Informatik&amp;ldquo; und
&amp;bdquo;Software-Entwicklungsprojekt&amp;ldquo;. Stay tuned.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum ersten Mal eine Lesebrille bestellt. Wir vergehen in der Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ruderergometer hat sich berappelt und konnte sowohl das für Weihnachten
avisierte Software-Update wie auch das Firmware-Upgrade einspielen. Stockholm,
ich komme! Wenn auch HK bei seinem Gerät die Hardware-Updates bekommt, können
wir mit unserem gemeinsam geplanten Post loslegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche. Dank dieser
Video-Serie verstehe ich vieles in Heilbronn etwas besser: &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=_oWFcdV71FU"&gt;Tales of the Undead
Beats&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.16</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_16/" rel="alternate"></link><updated>2023-11-30T18:17:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:de6b068d-ea4c-315b-aa49-6f1e016aa781</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_16"&gt;Version&amp;nbsp;0.16&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 31.&amp;nbsp;Release? Warum gibt es das
Release so schnell nach dem Release von &lt;a href="../zettelstore_0_15/"&gt;Version 0.15&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zweite Frage zuerst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Hintergründe hatte ich in meinem &lt;a href="../das/"&gt;letzten Post&lt;/a&gt; erläutert. Ich
werde die Software zum &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt; neu
implementieren (müssen). Zwar habe ich zwei Gehirnhälften und auch zwei
funktionierende Hände, aber trotzdem schaffe ich es nur, eine Software pro Zeit
zu programmieren. Ich habe ja noch einen
&lt;a href="https://www.hs-heilbronn.de/detlef.stern/"&gt;Hauptberuf&lt;/a&gt;. Also habe ich den
Zettelstore in einen Zustand versetzt, mit dem ich die nächste Zeit gut
weiterarbeiten kann. Zum Beispiel auch, indem ich über Erkenntnisse der neuen
Software berichte. Einen Post gibt es schon: &lt;a href="https://agiles-studieren.de/h/20231125201300"&gt;Erste Ideen für
DASgo&lt;/a&gt;. Wer nur diesen Post
liest: ja das Ganze dort ist auch ein Zettelstore.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was hat sich gegenüber der Vorversion geändert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zettelmarkup ist es nun möglich, Textteile zu markieren: &lt;code&gt;##Markierter
Text##&lt;/code&gt;. In der Web-Ansicht erscheint dann der Text, als wäre er mit einem
gelben Textmarker (sic!) markiert worden. Die Farbe lässt sich ggf per CSS
ändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Überall dort, wo Datum/Uhrzeit angegeben werden können, zum Beispiel in
Suchabfragen, dürfen diese unvollständig angegeben werden. So bedeutet
&amp;bdquo;2023&amp;ldquo; den Wert &amp;bdauo;20230101000000&amp;ldquo;. Unvollständig, hmm,
das ist nicht ganz vollständig. Es bedeutet, dass bei einem fehlenden
Bestandteil auch die untergeordneten Bestandteile fehlen müssen. Dürfte aber
klar sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der &lt;a href="../zettelstore_0_14/"&gt;vorletzten Version&lt;/a&gt; wurden Schlagwortzettel
eingeführt, um auf einer Metaebene die Bedeutung der Schlagworte beschreiben zu
können. Das funktioniert nun auch für die Rolle eines Zettels. (&lt;em&gt;Rollen&lt;/em&gt; sind
ja eine der Innovationen des Zettelstore. Sehr praktisch und noch von keiner
Konkurrenz abgekupfert.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wird auf einen Zettel verwiesen, so stehen unten in der Web-Ansicht des Zettels
diese verweisenden Zettel, in einer oder mehrerer Aufklappboxen, hübsch
sortiert. Manchmal möchte man diese Aufklappbox per Default geschlossen haben,
manchmal möchte man diese gar nicht sehen. Das lässt sich nun für jeden
einzelnen Zettel, für jeden angemeldeten Benutzer und global für einen
Zettelstore konfigurieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten werden es nicht direkt entdecken, die größte Änderung war die
Korrektur der Darstellung von typografischen Anführungszeichen. Jede natürlich
Sprache hat da ihre eigenen Regeln, gerne auch spezifisch für den einen oder
anderen Dialekt. Bisher hatte ich es mir einfach gemacht und für die
Web-Ansicht das sog. &lt;em&gt;Inline-Zitatelement&lt;/em&gt; von HTML verwendet (&lt;code&gt;&amp;lt;q&amp;gt;...&amp;lt;/q&amp;gt;&lt;/code&gt;).
Damit habe ich die Arbeit der Bestimmung der für die aktuelle Sprache korrekten
Anführungszeichen delegiert. Das war falsch. Denn damit werden Zitate
gekennzeichnet. Anführungszeichen werden aber auch für andere Dinge verwendet,
z.B. um Ironie zu kennzeichnen oder um ein Wort hervorzuheben. Versucht man in
dem meisten Web-Browsern die Anführungszeichen per Maus &amp;amp; Co zu selektieren, so
klappt das nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun verwaltet der Zettelstore die Anführungszeichen selbst. Er versucht die
aktuelle Sprache zu bestimmen (nicht aufgrund von &amp;bdquo;KI&amp;ldquo;, nein, es
gibt im Zettelmarkup dafür Attribute) und verwendet dann die jeweiligen
Anführungszeichen. Wenn diese geschachtelt werden, dann werden abwechselnd die
primären und die sekundären Anführungszeichen verwendet. Aktuell sind aber nur
die drei Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch programmiert. Andere hole ich
bei Bedarf nach. Wird keine dieser Sprachen im Text angegeben, so kommt das
Zeichen &amp;bdquo;&amp;quot;&amp;ldquo; zum Einsatz. Für diese Änderung musste ich den
Ablauf der HTML-Generierung umkrempeln, von einem Bottom-Up auf ein Top-Down.
Viel Arbeit, wenig Sichtbares.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten gibt es noch viele kleinere Änderungen und Fehlerkorrekturen. Für
einige geht mein Dank an die eine oder andere Studentin bzw. den einen oder
anderen Studenten, die den Zettelstore im Unterricht nutzen (müssen), im Fach
&amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außer Fehlerkorrekturen oder kleinen Änderungen sollte man in der nächsten Zeit
nicht viel erwarten. Also wird es eher eine Version&amp;nbsp;0.16.1,
0.16.2,&amp;nbsp;&amp;hellip; geben, als eine Version&amp;nbsp;0.17.0.
&lt;a href="https://agiles-studieren.de/das/"&gt;DASgo&lt;/a&gt; hat ab sofort Priorität.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wer weiß, vielleicht möchte ich mich etwas erholen und programmiere mal
eine Spielstunde lang am Zettelstore. Oder aus dem Kreis der erzwungenen oder
freiwilligen Nutzer kommt eine Anregung, die mich umdenken lässt.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Webseite agiles-studieren.de und DAS</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/das/" rel="alternate"></link><updated>2023-11-24T17:00:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:630f64d4-59c4-30ba-a696-15ee65768876</id><content type="html">&lt;p&gt;Seit &lt;a href="../../2013/agiles_studieren/"&gt;Oktober 2013&lt;/a&gt; lehre ich in einem Fach mit
der Methode &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agiles Studieren&lt;/a&gt;. Dank eines
&lt;a href="../../2018/sabbatical/"&gt;Sabbaticals&lt;/a&gt; feiere ich also am Ende dieses Semesters
ein kleines Jubiläum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Inzwischen ist viel passiert, nicht nur auf der didaktischen Ebene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit fünf Jahren wird die Website mit einer Software namens
&lt;a href="https://gohugo.io"&gt;Hugo&lt;/a&gt; betrieben. Jedesmal, wenn ich diese aktualisiere,
dann darf ich in den Eingeweiden herumbasteln. Nein, das ist kein &lt;em&gt;darf&lt;/em&gt;, das
ist leider ein &lt;em&gt;muss&lt;/em&gt;. Zum Glück generiert Hugo statische Webseiten, so dass
ich das Aktualisieren immer mal wieder aufschieben kann. Bis ich einen neuen
Computer einsetze und dann doch leider aktualisieren muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas länger setze ich eine selbst programmierte Software ein, um mir die
Durchführung des Agilen Studierens zu erleichtern. Diese Software, &lt;em&gt;DAS&lt;/em&gt;
genannt (für: Das Agile Studieren), ist mit Hilfe von Python implementiert,
intern nutze ich ein Web-Framework namens &lt;em&gt;Django&lt;/em&gt;. Die Software besteht aus
etwas mehr als 90 Python-Dateien und einigen anderen mehr. Um keinen Flohzirkus
hüten zu müssen, eine falsche Datei kann zur Laufzeit große Probleme machen,
nutze ich &lt;em&gt;Docker&lt;/em&gt; als Verpackungstechnologie. Und da ich schon Docker nutze,
hielt ich es irgendwann für eine grandiose Idee, damit auch meine
Entwicklungsumgebung zu virtualisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt, mehr als sechs Jahre später, halte ich das alles nicht mehr für eine so
gute Idee. Ich habe gelernt, wie aufwendig es ist, eine Python-Software mit
mehr als 13.000 Zeilen auf einem aktuellen Stand zu halten. Erschwert wird das
durch inkompatible Änderungen der Basissoftware. Aber auch Hilfssoftware ändert
sich alle 'nas lang. Das alles macht nur Arbeit, ohne dass ich die Software
wirklich weiter entwickeln kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Python mag eine gute Sprache für Prototypen sein oder für Software, die immer
in Bearbeitung ist. Aber kaum lässt man die Software etwas liegen, unsereiner
hat auch noch einen Hauptberuf, schon muss ich locker einen Tag, eine Woche,
einen Monat einkalkulieren, um überhaupt Änderungen durchführen zu können.
Nicht gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann kam ja noch der &lt;a href="../../2022/lange_woche_221031/"&gt;Cyberanfall&lt;/a&gt; dazu. Im
Zuge der Aufarbeitung (immer noch nicht abgeschlossen) gibt es die gute und
klare Anweisung, nur noch Software einzusetzen die regelmäßig aktualisiert
wird. Sicherheitslücken und so. Zum einen muss ich damit einiges an Zeit für
die Aktualisierung von DAS einplanen. Zum anderen wird seit Anfang diesen
Jahres eine verwendete Software nicht mehr weiter entwickelt. Es gibt nur noch
Aktualisierungen bei Sicherheitsproblemen und ähnlichen Dingen. De facto kann
man diese Bibliothek (&lt;a href="https://bleach.readthedocs.io/"&gt;Bleach&lt;/a&gt;) zwar noch
einsetzen, aber deren Zukunft ist sehr offen. Eine echte Alternative ist mir
nicht bekannt. Und so hinge der Betrieb von DAS direkt an der Lebensdauer von
Bleach. Von mir nicht beeinflussbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zeit für einen Wechsel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer dieses Blog liest, hat bestimmt mitbekommen, dass ich seit einiger Zeit an
der Software &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; herumprogrammiere. Das
mache ich nicht in Python, sondern mit Hilfe der Programmiersprache
&lt;a href="https://go.dev/"&gt;Go&lt;/a&gt;. Go ist eine wohltuend langweilige Programmiersprache.
Solide, stabil, verlässlich, ohne Flohzirkus. Funktioniert langfristig. Ich
habe mal in einer Spielstunde eine uralte Version des Quelltextes vom
Zettelstore restauriert und dieser konnte problemlos mit der aktuellen Version
von Go übersetzt und zum Laufen gebracht werden. So muss das sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hugo macht Probleme? Gut, seit gestern habe ich es durch den Zettelstore
ersetzt. Das bedeutet: die Website &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;https://agiles-studieren.de/&lt;/a&gt; ist ein
laufender Zettelstore. Alle Blogposts sind konvertiert. Gut, das Layout hat
sich geändert. Leider auch die URIs der Posts, wie Heinrich Kümmerle das sofort
bemerkte. Aber erst noch eine Adaptersoftware schreiben, das wollte ich nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und seit gestern beginne ich, eine neue Version von DAS zu implementieren. Sind
natürlich noch erste Schritte. Intern nenne ich diese &lt;em&gt;DASgo&lt;/em&gt;, womit die
gewählte Programmiersprache wohl klar ist. Wer mir beim Programmieren quasi
zuschauen will, kann sich den aktuellen Stand unter
&lt;a href="https://agiles-studieren.de/das/"&gt;https://agiles-studieren.de/das/&lt;/a&gt; gerne selbst ansehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als kleinen Blick auf die Kulissen der Technik vielleicht noch dies. Bisher
lief die Webseite &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;https://agiles-studieren.de&lt;/a&gt; bei meinem Hoster
&lt;a href="https://uberspace.de"&gt;Uberspace&lt;/a&gt;, den ich grundsätzlich empfehlen kann. Mir
war aber die Einrichtung eine laufenden Zettelstores dort zu aufwendig. Zumal
ich dort dann auch noch das für mich notwendige &lt;a href="../../2015/fossil/"&gt;Fossil&lt;/a&gt; in
Betrieb nehmen müsste. So läuft nun alles auf dem kleinen 1&amp;nbsp;€-Server eines
anderen Hosters, auf dem schon alles zum Zettelstore läuft. Der virtuelle
Server hat gerade einmal 418&amp;nbsp;MiB RAM (von denen gerade aktuell
190&amp;nbsp;MiB verfügbar sind). Small is beautiful.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der neu eingerichteten Webseite &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;https://agiles-studieren.de&lt;/a&gt; werde ich in
Zukunft wohl etwas mehr schreiben, Zettelstore sei dank. Dort geht es dann,
ganz nach Beta-art, nicht nur um die Didaktik der Lehre und um
Semesterrückblicke, sondern auch um meine Überlegungen, wie ich die Software
gestalten will. Vielleicht ist das nicht nur für meine Studierenden
interessant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Feedback is welcome!&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Markdown Lock-in</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/markdown_lockin/" rel="alternate"></link><updated>2023-11-04T14:40:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:8a05d100-596d-31a9-a27d-6fb9f10eac99</id><content type="html">&lt;p&gt;Schreibt jemand über Markdown, dann wird gerne auch erwähnt, dass einer der
Vorteile von Markdown dessen Portabiltät sei. Die Markdown-Texte würden sich
ohne größere Probleme von einem Produkt in ein anderes übertragen lassen.
Markdown als verbindende (Computer-) Sprache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gerade flattert mir ein Fediverse-Post herein:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;I can't install #obsidian on my work laptop because of its license. Are
there any other note taking apps that can handle or import an obsidian vault?
I haven't found anything similar to obsidians #dataview and #templater
plugins which I use heavily.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;#zettelkasten #notetaking&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;!-- https://indieweb.social/@Tiim/111348955307344792 --&gt;

&lt;p&gt;Wahrscheinlich hat die bedauernswerte Person das Marketing von Obsidian
gelesen:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Your knowledge should last.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obsidian uses open, non-proprietary files, so you're never locked in, and can
preserve your data for the long term.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Problem ist nur, dass dies offenbar nicht gilt, nutzt man eine der
Erweiterungen, aka Plugins.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber selbst das ganz normale, plugin-freie Obsidian nutzt nicht
&lt;a href="https://daringfireball.net/projects/markdown/"&gt;Markdown&lt;/a&gt; oder
&lt;a href="https://commonmark.org/"&gt;CommonMark&lt;/a&gt;, sondern einen eigenen Dialekt namens
&lt;em&gt;Obsidian Flavored Markdown&lt;/em&gt;. Schaut mal dort im Handbuch nach. Sprich, selbst
wenn man das Problem mit den Plugins löst, besteht die Möglichkeit, dass man
nicht Markdown, sondern einen der vielen Spezialdialekte verwendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichts mehr mit der gedachten Portabiltät, wie ich schon vor knapp vier Jahren
schrieb: &lt;a href="../../2019/markdown/"&gt;Markdown (leider)&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich hält sich meine Schadenfreude in Grenzen. Ich selbst kann mich nur
deshalb entspannt zurücklehnen, weil ich mit
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; eine eigene Software selbst programmiert
habe. Die nutzt ein eigenes Format. Auch, um damit Dinge möglich zu machen, die
mit Markdown nicht möglich sind. Markdown ist nur eine partiell
nutzerfreundlichere Variante von HTML, aber immer auch HTML. Zudem lässt sich
ein Einlese- und Analyseprogramm für Markdown nicht einfach programmieren. Ich
hoffe, dass &amp;bdquo;mein&amp;ldquo; Zettelmarkup wesentlich einfacher auch von
unbedarfteren Entwicklern mit Hilfe von anderen Programmiersprachen eingelesen
und analysiert werden kann. Aber das ist nur eine offene Wette, deren Ergebnis
nicht zu relevant ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Probleme mit Markdown sind dagegen in obigem Post wunderbar beschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein anderer Aspekt, der in diesem Post auch angerissen wird, ist das
Lizenzmodell dieser speziellen Software. Für private Zwecke kostet die
Verwendung nichts, wohl aber in einem kommerziellen (also: nicht-privaten)
Umfeld. Auf den Post gab es auch die Antwort, dass es wahrscheinlich einfacher
sei, die Lizenzkosten zu zahlen. Man könne die wohl auch hier und da von der
Steuer als betriebliche Ausgaben absetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir war das bis vor kurzem auch nicht klar: der vollständige Quelltext dieser
Software ist nicht frei verfügbar. Es gibt zwar einige
&lt;a href="../bye_github/"&gt;GitHub&lt;/a&gt;-Repositories, aber nur um Daten nach Obsidian zu
importieren, um einfacher dessen API zu nutzen, verschiedene Dokumentationen,
zur Hilfe bei der Anpassung an andere Sprachen und ein Beispiel, wie man selbst
Plugins programmieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Entscheidung ist das gute Recht der Autoren / Verwerter der Software.
Legt man als Nutzer Wert auf Langlebigkeit (die auch einmal zu definieren
wäre), so besteht das Risiko, dass z.B. der Anbieter der Software sein Werk vom
Markt nimmt und wir dann mehr solche Post wie den oben zu lesen bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um nicht missverstanden zu werden: ich bin in keiner Art und Weise von dem
relativen Erfolg dieser (und anderer) Software betroffen, auch wenn sich
Zettelstore eine ähnliche Motivation implementiert, die von den Hersteller der
anderen nur versprochen wird. Im Gegenteil, ich muss mich nicht mit Tausenden
Support-Anfragen herumschlagen, die meistens wohl doch nur schlecht
programmierte Plugins betreffen. Und ich habe als Nutzer meiner Software einen
langfristigen Vorteil, wenn auch keinen kurzfristigen. Ich (und meine Handvoll
Nutzer) habe ein geringeres Risiko, dass die Texte auf den Zetteln schwer
zugreifbar sein werden. Und zur Not darf jede Person die Software selbst an
eigene Bedürfnisse anpassen, dank einer &lt;a href="https://zettelstore.de/home/file?name=LICENSE.txt&amp;amp;ci=trunk"&gt;freien
Lizenz&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne sehe ich die relative Begeisterung für eine Software wie
Obsidian eher als Ausdruck einer Art Stockholm-Syndrom an. Trotz des gerne von
anderen gut und viel gelobten Markdowns muss man für die eigenen langfristig
dort abgespeicherten Daten an der Software auf Gedeih und Verderb festhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb: Markdown Lock-in.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.15</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_15/" rel="alternate"></link><updated>2023-10-28T16:20:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:4a12510f-2dad-310f-8135-1eaeccd7b69e</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_15"&gt;Version&amp;nbsp;0.15&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 30.&amp;nbsp;Release?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder einmal sind es nicht viele Änderungen. Die meisten betreffen
Fehlerkorrekturen. Insofern sollte man das Release auch bei sich einspielen,
sofern das ein freundlicher Systemadministrator nicht schon für einen erledigt
hat. Mal wurden zu viele Daten kopiert, z.B. bei der Erstellung eines
untergeordneten Zettels. Mal wurden zu wenig Daten angezeigt, etwa wenn eine
Beschreibungsliste im Zettelmarkup selbst keine Beschreibung enthielt. Oder es
wurde zu wenig angezeigt, wenn bei der Generierung einer Fehlermeldung selbst
ein Fehler auftrat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein anderer Fehler betraf die Suchanfragen. Man kann die Suche als Filter
betrachten: es werden nur die Zettel herausgefiltert, die zur Suche passen.
Diese Zettel lassen sich weiterverarbeiten. Zum Beispiel kann das Ergebnis des
Filterns in das RSS-Format umgewandelt werden. Oder, viel einfacher, soll die
Ergebnisliste nicht als Aufzählungsliste angezeigt werden, sondern als
nummerierte Liste. Dazu wird die Suchanfrage durch das Zeichen &lt;code&gt;|&lt;/code&gt; von den
Anweisungen zur Weiterverarbeitung getrennt. Zum Beispiel liefert die Abfrage
&lt;code&gt;ORDER REVERSE published LIMIT 10 | RSS&lt;/code&gt; die zehn zuletzt geänderten Zettel im
RSS-Format an. Ließ man die Leerzeichen um das Zeichen &lt;code&gt;|&lt;/code&gt; weg, also gab &lt;code&gt;ORDER
REVERSE published LIMIT 10|RSS&lt;/code&gt; an, so wurden nur Zettel zurück gegeben, die
das Wort "RSS" enthielten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an neuen Funktionen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die in der &lt;a href="../zettelstore_0_14/"&gt;letzten Version&lt;/a&gt; eingeführten Schlagwortzettel
können jetzt per API ermittelt werden. In der Web-Oberfläche wird nun auch
angeboten, fehlende Schlagwortzettel anzulegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher gab es die Möglichkeit, alle intern zwischengespeicherten Daten zu
aktualisieren. Das wird z.B. benötigt, wenn der Zettelstore auf einem System
läuft, dass externe Änderungen an Zetteln nicht an den Zettelstore
kommunizieren kann. Dies ist nun auch für einzelne Zettel möglich. Übrigens,
auch als letzter Schritt einer Suchanfrage. Aber ein Link
(&amp;bdquo;Reindex&amp;amp;ldquo) wird auf der Info-Seite eines Zettels dargestellt, damit
man sich die Syntax der Suchanfrage nicht merken muss. Dass ist analog zur
Suchanfrage für den Kontext eines Zettels.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, und neben einigen internen Änderungen, welche u.a. die Stabilität weiter
verbessern oder mir hoffentlich in Zukunft die Entwicklungsarbeit erleichtern,
war es das auch schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Release ist das letzte Release, dass den internen Befehl &lt;code&gt;(define NAME
WERT)&lt;/code&gt; bzw. &lt;code&gt;(define (NAME ARGS) BODY)&lt;/code&gt; im
&lt;a href="https://zettelstore.de/sx/"&gt;Sx&lt;/a&gt;-Code erlaubt. Wer nicht weiß, was das ist:
lesen Sie ruhig weiter, hier ist nichts zu sehen. Ansonsten: entweder &lt;code&gt;(defvar
NAME WERT)&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;(defun NAME ARGS BODY)&lt;/code&gt; verwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die oben angesprochenen Fehler, wie auch der letzte Absatz sind der eigentliche
Grund für dieses Release. Das Behalten des &lt;code&gt;(define ...)&lt;/code&gt; hätte notwendige
Vereinfachungen schwieriger gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manche Dinge, die ich mir für dieses Release vornahm, schiebe ich in die
Planung kommender Releases. Das betrifft die Log-Ausgabe oder weitere
Verbesserungen der Suchabfragen. Diese haben sich als komplexer als gedacht
herausgestellt. Kleine Ungenauigkeiten, die ich beim Prüfen entdeckte, zum
Beispiel meldete der HTML-Validator, dass Daten in einem HTML-Tag fehlen
würden, stellten sich als aufwändig zu ändern heraus. De facto muss ich einen
großen Teil der HTML-Generierung umstellen, so dass sie nicht mehr vom Kleinen
ins Große abläuft, sondern genau umgekehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eventuell gibt es noch gute Rückmeldungen meiner Studierenden. Da freue ich
mich drauf, wie auch auf Anregungen aus dem Kreis der anderen Nutzer und
Interessierten.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 25.9.23</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/lange_woche_230925/" rel="alternate"></link><updated>2023-10-01T17:09:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:a3dab355-2b73-35c6-800e-0489bd5b6ffb</id><content type="html">&lt;p&gt;Neues Semester, neues Glück. Na ja, eher neue Vorlesungszeit. Das Semester hat
ja offiziell schon am 1.9. begonnen. Und Hochschule ist nicht das ganze Leben.
Auch wenn es seit dieser Woche wieder meine Zeit strukturiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Semester bin ich wieder DiMiDo-Professor. Montags und Freitag habe
ich keine Lehrveranstaltungen. Montag war sowieso vorlesungsfrei, da
Erstsemester ankommen. Dieses Mal recht viele, trotz konservativer Zulassung.
Es wollten diesmal mehr in unserem Studiengang Wirtschaftsinformatik studieren.
Ob das einen künstlichen Hintergrund hat? An diesem Tag ist für andere mehr zu
tun, ich bereite mich auf Dienstag vor und übe mich in Empathie für jene, die
mit den Erstsemestern unmittelbar zu tun haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag, 9.45 Uhr, erste Lehrveranstaltung, Einführung in das
Projektmanagement. Für uns alle die erste Lehrveranstaltung seit Monaten. Wie
ging das noch mal mit diesen &amp;bdquo;Vorlesungen&amp;ldquo;? Wieder Agiles
Studieren, wieder Gruppeneinteilung, wieder 10&amp;nbsp;Gruppen, aber sonst einiges
anders. Die letzten beiden Semester hat Heinrich Kümmerle als Lehrbeauftragter
einige Studierende übernommen. Zu erfolgreich? Dieses Semester wollen nur noch
knapp 70&amp;nbsp;Studierende an der Veranstaltung teilnehmen. Wie üblich ist die
initiale Motivation groß. Mal sehen, ob die Studierenden auch ihre Hausaufgaben
zum nächsten Mal machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach wider Erwarten nicht nur eine Stunde Pause, sondern zwei. Ah, der neue
Kollege hat quasi meinen Zeitslot bekommen. Der andere neue Kollege, der nicht
ganz so neu ist, weil Absolvent, ist nun doch mein Bürogenosse geworden.
Ursprünglich war die Genossenschaft von Hierarchieseite als vorübergehend
avisiert. Nichts ist so beständig, wie das vermeintlich vorübergehende. Wir
werden nette Gespräche haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann Projektstudie für Viertsemester. Deren erste Projektstudie. Wie üblich mit
einigen Fragezeichen im Gesicht. Ergebnis: zwei Gruppen, zwei Themen, etwas
mehr Einsicht.  Wie üblich war die initiale Motivation vorhanden. Mal sehen, ob
die Studierenden auch ihre Hausaufgaben zum nächsten Mal machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann nach Hause geradelt, schönes Wetter. Dort bin ich etwas später einfach so
ins Bett gefallen. Diese Lehrveranstaltungen nach drei Monaten Pause sind dann
doch etwas anstrengend, auch für mich. Mitsamt den sechs, sieben Stunden
Stehen. Ungewohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch, 8 Uhr, die Frisur hält. Wie schon angedeutet mache ich das Fach
&amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo; dieses Semester alleine, sowohl Vorlesung (wie
bisher), als auch Labor (neu). Für das Labor kann ich noch nicht einschätzen,
was die Studierenden pro Zeiteinheit leisten können. Da ist flexible Planung
gefragt, nichts mit agil, auch nichts mit postagil. Immerhin wurde ich nun
endlich mal gezwungen, eine kleine einführende Präsentation für die Idee des
Zettelkastens im Allgemeinen und für den &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;
im Besonderen zu erstellen und zu halten. Für den ersten Wurf fand ich diese
grob in Ordnung. Lieblingsfrage aus dem Auditorium: &amp;bdquo;Und was schreibe ich
auf diese Zettel?&amp;ldquo; Deshalb wird das Labor wichtig. Im Theorieteil haben
die wenigsten Schwimmen, Fahrrad- oder Autofahren gelernt. Die praktischen
Übungen, die ersten ersten Schritte verliefen dafür ganz gut. Schon ein
komisches Gefühl, wenn auf einmal mehr als 50&amp;nbsp;Personen die eigene Software
herunterladen und installieren. Und bei fast allen hat es auf Anhieb geklappt.
Verspricht einiges für kommende Woche. Mal sehen, ob die Studierenden auch ihre
Hausaufgaben zum nächsten Mal machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einer kurzen Pause etwas Selbstverwaltung, also Fakultätsratssitzung. Ein
Wort, das es so nur im Deutschen geben kann. Berichte aus der Fakultät und den
Studiengängen. Fun fact: mit sechs Professor:innen, von denen die Hälfte
teilweise erhebliche Deputatsreduktionen haben, wuppen wir mehr Erstsemester
als der bisher größte Studiengang, bestehend aus elf (?) Professor:innen.
Qualität bleibt vergleichbar. Wie das wohl wird, wenn die drei offenen Stellen
besetzt sind? Ansonsten geht es bei der Sitzung um die anstehenden Wahlen in
geplant zwei Wochen. Sehr unterhaltsam und manches gelernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann nach Hause geradelt, schönes Wetter. Dort bin ich etwas später einfach so
ins Bett gefallen. Diese Lehrveranstaltungen und Sitzungstermine nach drei
Monaten Pause sind dann doch etwas anstrengend, auch für mich. Sechs, acht
Stunden permanente Aufmerksamkeit. Ungewohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag war entspannend, im Verhältnis. Projektstudie, aber siebtes
Semester. Diese Studierenden kennen das Prozedere schon. Ich langsam auch
wieder. Wir alle hatten diese drei Monate Pause. Die initiale Motivation war in
beiden Gruppen etwas unterschiedlich. Beobachten, wie sich das entwickelt. Mal
sehen, ob die Studierenden auch ihre Hausaufgaben zum nächsten Mal machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach ein Highlight der Woche: Treffen zum Essen mit Heinrich Kümmerle. Auch
er vermisst seine Lehrveranstaltung. Das könnten wir zum kommenden
Sommersemester mutmaßlich ändern. Ansonsten schon lange über viele kleine
nerdige Themen beim Lieblingsitaliener gesprochen. Diese
&lt;a href="https://kuemmerle.name/28-9-02023"&gt;Auszeit&lt;/a&gt; gefiel uns beiden. Da wir beide
auch Vorlesepaten in der gleichen Schule und sogar zur gleichen Schulstunde
sind, bietet sich eine Verstetigung an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach nach Hause gefahren, schönes Wetter. Und beschwingt viele Mails
bearbeitet, Abschlussarbeit (weiter) gelesen, am Zettelstore herumgebastelt,
ergogerudert. Wer weiß, vielleicht schreiben Heinrich Kümmerle und ich mal zu
letzterem einen gemeinsamen Post.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freitagvormittag weitergebastelt, gemailt, geprofessort. Um 14.00 Uhr begann
der Fakultätsworkshop, wobei &lt;em&gt;work&lt;/em&gt; wörtlich zu nehmen ist. Wir haben auch
jenseits unseres Studiengangs in der Fakultät einige neue Kolleg:innen
dazugewonnen. Zwei Kolleg:innen aus der Fakultät haben daher eine
arbeitsreiche, anstrengende Aufgabe vorgegeben, die wir gemeinsam lösten. Gut,
nicht alle aus der Fakultät waren dabei. Tatsächlich haben auch noch einige
abgesagt, was aber der gemeinsamen Aufgabenbewältigung keinen Abbruch trug. Wir
lernen uns kennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aufgabe war ganz einfach: für die &lt;a href="https://www.waldpaten-heilbronn.de/"&gt;Waldpaten
Heilbronn&lt;/a&gt; entfernten wir einen Zaun zum
Schutz vor Verbiss- und Fegeschäden. Vor zehn Jahren wurde der Aushub vom
Ausbau eines Gewerbe- und Industriegebietes, bestehend aus fruchtbarem Boden,
nicht als Autobahnschallschutzwand verwendet, sondern in den Stadtwald
gebracht, und dann mit jungen Bäumen aufgeforstet. Jetzt ist der Zaun
überflüssig, hier und da droht sogar Verletzungsgefahr für Tiere. Im Laufe des
erweiterten Nachmittags entfernten wir ca. 150&amp;ndash;200 Meter Drahtzaun, immer
wieder verwachsen mit seiner Umgebung. Der Leiter des Amtes für
Forstwirtschaft, Herr Schmutz, versorgte uns mit Werkzeugen und Erläuterungen
zum Thema Wald. Neben unserer Arbeit unterhielten wir uns über alles mögliche,
z.B. Vorlesepatentätigkeit, Tratsch, Rudern, Radfahren, Obstanbau,
Photovoltaikanlagen, &amp;hellip; Zum Abschluss gab es von den Waldpaten in Person
von Herrn und Frau von der Herberg gegrillte Würste, Camembert &amp;amp; Co. Gekühlte
Getränke waren auch vorhanden, Bierbänke auch, und so vertieften wir unsere
Gespräche. Zum Abschluss, die meisten waren schon losgegangen, recycelten wir
das mitgebrachte Wasser, gossen die Hochschulpflanzen, räumten alles auf und
ein, genehmigten uns noch ein Fläschchen, klönten und fuhren in der Dämmerung
nach Hause, schönes Wetter, es ging im Dunkeln brav bergab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So konnte ich noch locker rechtzeitig etwas Rugby im Fernsehen schauen.
Neuseeland gegen Italien, versprach ein spannendes Spiel zu werden. Wurde es
aber nicht, war trotzdem sehr unterhaltsam. Wer agile Methoden wie Scrum
einsetzt, sollte mal ein Scrum (Gedränge) gesehen haben. Und auch sonst ist
Rugby, leider hierzulande eine Randsportart, einer wirkliche
Mannschaftssportart. Fußball ist Individualsport dagegen. Die Weltmeisterschaft
soll angeblich das drittgrößte Sportevent sein, nach Olympischen Spielen und
Fußball-WM. Mal sehen, ob die Studierenden auch ihre Hausaufgaben zum nächsten
Mal machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Samstag war Pflege angesagt, Ruhe, Rudern, Lesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür heute am Sonntag noch die erfreuliche Nachricht, dass ich im nächsten
Jahr auch mal mein passives Wahlrecht ausüben kann. Dabei bin ich in keiner
Partei oder Wahlvereinigung Mitglied. Daher bin ich nur auf Position 36 (von
max. 40) der Liste der Freien Wähler Stadtverband Heilbronn. Stört mich aber
nicht. In den Gemeinderat kann ich trotzdem gewählt werden und/oder
(theoretisch) einige auf den Positionen vor mir überholen. Ist aber nicht mein
Ziel, wäre eher Zufall. Mir geht es mehr um den Perspektivwechsel. Und um das
Einbringen von vielen Aspekten der Informationstechnologie in das Verhältnis
Bürger:innen/Stadt. Da läuft mir zu vieles auf frag-würdigen Ebenen in
frag-würdigen Richtungen ab. Ich bevorzuge Fakten, aktives nachhaltiges Tun,
statt Hype, Schein und Eventismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und bevor jemand ob der Worte &amp;bdquo;Freie Wähler&amp;ldquo; zuckt: die Freien
Wähler Stadtverband Heilbronn sind Teil des Landesverbandes Baden-Württemberg,
beides Vereine, keine Partei, mit Fokus Kommunalpolitik. Im Gegensatz dazu ist
die &amp;bdquo;Landesvereinigung Freie Wähler Bayern&amp;ldquo; eine Partei mit aus
meiner Sicht sehr fragwürdigen, populistischen Inhalten, besonders kommuniziert
durch deren Vorsitzenden. Diese Partei hat den Fokus auf die Landespolitik,
nicht für Bürger:innen in den jeweiligen Gemeinden und Städten. Nicht nur die
letzten Äußerungen des großen Vorsitzenden dieser Partei haben mich persönlich
abgestoßen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit gefällt das Konzept der Freien Wähler Stadtverband Heilbronn, wie auch
ähnlicher Vereine, dass diese für die jeweilige Stadt oder Gemeinde etwas
konstruktives bewegen wollen, bei aller Diversität der Meinungen. Erhalt von
Pfründen (als Nicht-Partei erhält man keine staatliche Finanzierung), Klammern
an die Macht ist keine Option.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So oder so bin ich mal gespannt, wie das mit dem passiven Wahlrecht
funktioniert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, die langen Wochen hat es lange ich gegeben. Wird es wohl auch in Zukunft
nur sporadisch geben. Es gibt nicht so vieles, was extern berichtenswert ist.
Vieles bleibt im Zettelstore, manches wird in einem wissenschaftlichen Aufsatz
versteckt. Erwartungsmanagement.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.14</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_14/" rel="alternate"></link><updated>2023-09-23T15:10:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:3abaa17e-39a0-3c66-91da-83c77c78536a</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_14"&gt;Version&amp;nbsp;0.14&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 29.&amp;nbsp;Release?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gar nicht mal so viel. Das ist zum einen meinem Urlaub geschuldet und zum
anderen der Notwendigkeit, einige Produktmerkmale zum Vorlesungsbeginn
unterzubringen. Mit diesen Merkmalen sollen die Studierenden ab nächster Woche
in dem Fach &amp;bdquo;Softwaretechnik und mobile Systeme&amp;ldquo; praktisch
arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleich nach der Freigabe der &lt;a href="../zettelstore_0_13/"&gt;Version&amp;nbsp;0.13&lt;/a&gt; habe ich
alles zum Thema JSON-Kodierung von Daten aus der API entfernt. Soweit, so
angekündigt. Die Software wurde um grob ein Viertelgigabyte kleiner. Fun fact:
die Nutzung des neuen Sprachübersetzers für Go hat noch einmal ein halbes
Gigabyte gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir ging es eher weniger um den erfreulich verringerten Speicherverbrauch. Die
Studierenden sollten erst gar nicht in Versuchung kommen, das JSON-Format zu
nutzen, um es bei einem späteren Release wieder ausbauen zu müssen. Zum anderen
besteht nun die Möglichkeit, den Zettelstore nach WASM zu übersetzen, wodurch
er sogar im Browser selbst ausgeführt werden könnte. Einige
Go-Implementierungen haben mit manchen Elementen von Go Probleme, namentlich
mit der JSON-Kodierung und der dort verwendeten Metabeschreibung von Daten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die in der letzten Version eingeführten erweiterten Abfragemöglichkeiten
enthielten noch einige Altlasten. Diese habe ich beseitigt und die Syntax der
Abfrage vereinheitlicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neu hinzugekommen sind sogenannte &lt;em&gt;Schlagwortzettel&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;tag zettel&lt;/em&gt;). Das
sind Zettel, die ein Schlagwort inhaltlich beschreiben sollen. Aus einer der
Zettelkastenrunden der letzten Monate kam es zu einer entsprechenden
Diskussion. Ich fand die Idee ganz gut, da ich mich selbst immer wieder fragte,
was ich mir bei einem bestimmten Schlagwort eigentlich inhaltlich gedacht
hatte. Schlagworte sind ja nichts anderes als selbst definierte Suchabfragen,
bzw. eine nutzerdefinierte Indizierung für zukünftige Suchabfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere Person war in den Zettelkastenrunden diesem Merkmal kritisch
gegenüber eingestellt und meinte dies mit Strukturzetteln lösen zu können.
Meine nun praktische Erfahrung kann dies nicht bestätigen. Schlagwortzettel
sind wirklich hilfreich. Und ja, ich habe es schon mit Strukturzetteln
probiert. Bei Strukturzetteln fehlt mir entweder die Metaebene und/oder die
Möglichkeit direkt auf einen schlagwortspezifischen Strukturzettel zugreifen zu
können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seitens der API war nichts zu tun. Schlagwortzettel sind Zettel, die das
Schlagwort als Titel haben, mitsamt der Zettelrolle &amp;bdquo;tag&amp;ldquo;. Da
reicht eine einfache Abfrage der Art &lt;code&gt;title=TAG role:tag&lt;/code&gt;. Natürlich könnte es
mehrere Zettel mit diesen Daten geben. Dann nehme ich den mit der höchsten
Kennung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Web-Oberfläche werden die Schlagwortzettel angezeigt, wenn in einer
Suchabfrage Schlagworte angegeben sind. Aktuell ist das noch mittels obiger
Abfrage realisiert. Das wird sich in der nächsten Version ändern. Wird ein
Schlagwortzettel angezeigt, dann gibt es einen Verweis auf die Liste aller
Zettel mit diesem Schlagwort. Dieses wurde mit der letzten größeren Neuerung
dieser Version realisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jeder Zettel hat ein Metadatum &lt;code&gt;role&lt;/code&gt;, dass viel besser als ein Schlagwort die
Intention dieses Zettels. Interne Zettel des Zettelstores besitzen zum Beispiel
die Rolle &amp;bdquo;configuration&amp;ldquo;. Für die eigene Arbeitsweise kann man
sich selbst Werte festlegen. Ich nutze zum Beispiel die Rollen
&amp;bdquo;inbox&amp;ldquo; (für alles, was von außen mich erreicht),
&amp;bdquo;idee&amp;ldquo; (für eigene, unfertige Ideen), &amp;bdquo;material&amp;ldquo; (für
Materialien), &amp;bdquo;zettel&amp;ldquo; (für vollständig formuliert und einsortierte
Zettel) oder auch &amp;bdquo;struktur&amp;ldquo; (für die schon angesprochenen
Strukturzettel). Die Rollen &amp;bdquo;slide&amp;ldquo; und &amp;bdquo;slideset&amp;ldquo;
verwendet der &lt;a href="https://zettelstore.de/contrib/dir?ci=tip&amp;amp;name=presenter"&gt;Zettel
Presenter&lt;/a&gt; um daraus
Präsentationsunterlagen (inkl. Handout) für meine Lehrveranstaltungen zu
generieren. Ach ja, Schlagwortzettel haben die Rolle &amp;bdquo;tag&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Neuerung besteht darin, dass man für jede Rolle die Web-Oberfläche an
bestimmten Stellen anpassen kann. Aktuell sind es drei Stellen: im
&lt;code&gt;&amp;lt;head&amp;gt;&lt;/code&gt;-Bereich des HTML-Dokuments, in der Aktionszeile in der Zettel- und in
der Info-Ansicht, sowie die Zusatzinformationen unterhalb der Aktionszeile in
der Zettelansicht. Mit der Ergänzung von Informationen im &lt;code&gt;&amp;lt;head&amp;gt;&lt;/code&gt;-Bereich wird
der in &lt;a href="../../2022/zettelstore_0_5"&gt;Version&amp;nbsp;0.5&lt;/a&gt; eingeführte Spezialzettel
zur Ergänzung von rollenspezifischen CSS-Daten überflüssig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anpassung erfolgt mittels &lt;a href="https://zettelstore.de/sx/"&gt;Sx&lt;/a&gt;-Code, also dem
eingebauten LISP-Interpreter. Zur größeren Flexibilität und zur Strukturierung
kann dieser Code auf mehrere Zettel aufgeteilt werden, die notwendigen
Abhängigkeiten werden über die Vorgängerfunktion des Zettelstore spezifiziert.
Synergie allerorten! Je nach Bedarf kann es in Zukunft noch weitere Stellen geben, an
denen der HTML-Code für die Web-Oberfläche angepasst werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anekdote am Rande: wie schon angedeutet, erstelle ich meine
Vorlesungsunterlagen mit dem Zettelstore. Ein wenig nervte mich immer, dass die
in den Metadaten angegebenen Folientitel nicht in der Zettelansicht sichtbar
sind. Flugs habe ich zwei Sx-Funktionen erstellt, die dieses Problem lösten.
Nun werden für Zettel mit den Rollen &amp;bdquo;slide&amp;ldquo; und
&amp;bdquo;slideset&amp;ldquo; die entsprechenden Metadaten unterhalb der Aktionszeile
angezeigt. Und wieder ist ein Klick weniger nötig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten wurden, wie üblich, viele kleine Fehlerchen beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was plane ich für die nächste Version? Schon angesprochen habe ich die
Verbesserungen in der Arbeit mit Schlagwortzetteln. Es wird interne Änderungen
geben. Die letzte Go-Version hat ein eigenen Logging-Paket, das nun mein
eigenes ersetzen soll. Die ursprünglich für Version&amp;nbsp;0.14 geplanten
Verbesserungen der Suchabfragen schiebe ich auf die kommende Version.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eventuell gibt es auch gute Rückmeldungen meiner Studierenden. Da freue ich
mich drauf, wie auch auf die eine oder andere Anregung aus dem Kreis der anderen
Nutzer und Interessierten &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Radautofahrer</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/radautofahrer/" rel="alternate"></link><updated>2023-09-10T13:38:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:4545d89f-7f00-38b6-bdc0-11ac5b08dac5</id><content type="html">&lt;p&gt;Zu Beginn der übliche Disclaimer: ich bin multimodal unterwegs. Gerne gehe ich
zu Fuß. Wenn es sein muss, dann nutze ich mein Auto. Am liebsten fahre ich
Autobahn und Serpentinen. Bedeutet aber nicht, dass ich gerne Auto fahre. Ist
eher so ein von-A-nach-B-Ding. Als in einer echten Großstadt Aufgewachsener ist
für mich der ÖPNV etwas ganz Selbstverständliches. Und spätestens als
Gymnasiast wurde ich zum &lt;a href="../../2019/fahrrad/"&gt;Alltagsradler&lt;/a&gt;. Seit knapp einem
Jahr zusätzlich mit Kraft der Elektrochemie, sogar vom Dienstherrn gefördert.
Ich bin definitiv kein leidenschaftlicher Radfahrer, meine Fahrleistung wird so
um die 1000--2000&amp;nbsp;km pro Jahr sein. Wenig, aber relativ regelmäßig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum schreibe ich das? Ich bin kein Fahrradaktivist, auch wenn ich mit manchen
Organisationen hier und da übereinstimme. Ich bin auch kein Füßgängeraktivist,
kein ÖPNV-Aktivist, kein Auto-Aktivist, auch wenn ich mehr oder minder häufig
mit den dazu passenden Organisationen übereinstimme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde diese Regelung, dass Autos Radfahrer nun mit einem Mindestabstand
überholen müssen, beispielsweise ganz gut. Auch wenn sich gefühlt viele
Fahrerinnen von Premiumsvorfahrtsflatratemarken sich nicht daran halten und
gerne das Verkehrszeichen&amp;nbsp;277.1 ignorieren. Manchmal auch der eine oder
andere Lieferwagen oder eines der hiesigen ÖPNV-Fahrzeuge nicht. Deren fehlende
Bildung ist aber ein ganz anderes Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ein Auto hat innerorts grob die zwei- bis dreifache Geschwindigkeit wie ich
als Radfahrer, vom Vielfachen Impuls ganz zu schweigen. Außerorts ist es gerne
der Faktor sechs, auch wenn ich nicht immer verstehe, weshalb auf manchen
Sträßchen überhaupt 100&amp;nbsp;km/h erlaubt sind. Geschenkt. Ich bin über den
Mindestabstand froh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vergleicht man den Geschwindigkeitsunterschied aber einmal mit dem zwischen
Fahrrad und Fußgänger, dann kommt man auf ganz andere Faktoren. Da ist
innerorts schnell der Faktor fünf erreicht. Dank Kraft der Elektrochemie fahren
viele mit 25&amp;nbsp;km/h vorbei an jenen, die leicht flott mit 5&amp;nbsp;km/h zu Fuß
unterwegs sind. Gassigehende bekommen es mit Faktor acht zu tun. Und ich rede
hier nicht einmal von den Kampfradlern, die gerne mal auf ihren Rennrad mit
mehr als 35&amp;nbsp;km/h durch Fußgängerzonen brezeln und sich dann über
Autofahrer beschweren, die nicht schnell genug auf dem Zebrastreifen anhalten
und sie nicht durchlassen. Zumal diese gerne vergessen, dass es sich dabei um
einen Fußgänger(!)überweg handelt, nicht um einen Radfahrerüberweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum gibt es hier keinen Mindestabstand? Nur wegen des geringeren
Impulsunterschieds? Wirklich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt noch eine andere Art von Kampfradlern. Das sind häufig jene, die sich
schon als Auto einen Kampfwagen, aka SUV zugelegt haben. Oder es planen. Diese
Zeitgenossen (und -innen) fahren in ihrer Freizeit natürlich ähnlich gepanzert
wie ein Footballspieler ein elektrisch angetriebenes Fahrrad, vorzugweise ein
Mountainbike, natürlich in der Stadt oder im stadtnahen Umfeld. Besonders gerne
auch im Urlaub. Sie sind deshalb gepanzert, weil ihr Gefährt sie beherrscht.
Und dank der Panzerung ist es ihnen gleichgültig, dass sie bergab gerne mit
40-50&amp;nbsp;km/h gefühlt millimeterweise an Füßgängern vorbei düsen. Letztens an
einem dahinspazierendem Kindergarten beobachtet. Zum Glück hatten wenigstens
die Kinder etwas Disziplin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wird auf einen Mindestabstand zwischen Radfahrer:innen und Füßgänger:innen
verzichtet, weil diese Gruppe an Kampfradlern besonders ignorant erscheint? In
vielen Situationen denke ich mir, dass die Evolution einem normalerweise hilft.
Sollte der selbsternannte Querdenkende zum Querfahrenden werden, dann ist es
schnell aus mit dem Querdenken. Aber in diesem Fall hilft die Evolution den
Ignoranten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon angedeutet, hat das alles mit einer Art Aufrüstung zu tun. Autos
werden immer stabiler, auch um gegen andere Autos bestehen zu können. Andere
Verkehrteilnehmer rüsten nach. Jede ist auf ihrem individuellem Vorteil
bedacht, jeder auf seinem. Anders lässt sich dieser Wahnsinn für mich nicht
erklären. Nächste Evolutionsstufe ist mutmaßlich der Transportpanzer. Wären da
nur nicht die hohen Treibstoffkosten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In jeder Gruppe von Verkehrteilnehmern gibt es genügend viele, die nicht
angemessen teilnehmen. Menschen, die meinen, der Weg gehöre ihnen. Leider
regelt das weder &amp;bdquo;der Markt&amp;ldquo;, noch die Evolution. Diejenigen, die
es regeln könnten, sind offenbar eingebunden in die selbstgeschaffene
Bürokratie. Dabei ist das alles nicht kompliziert, gibt es schon lange im
Arbeitsschutz. Nur dass Verkehr wohl nicht unter die Arbeit fällt:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Gefahr vermeiden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gefahr ersetzen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Menschen von der Gefahr isolieren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Änderung des Verhalten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schutzausrüstung&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Nicht das Letzte zuerst, btw.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Bye, GitHub</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/bye_github/" rel="alternate"></link><updated>2023-09-06T17:11:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:35871eb1-d73c-3ed3-b3f7-121a7a713fb2</id><content type="html">&lt;p&gt;Wenn man eine Person, die sich mit Softwareentwicklung beschäftigt, bittet, ein
Beispiel für ein Versionsverwaltungssystem zu nennen, dann wird es mit großer
Wahrscheinlichkeit &lt;a href="../../2021/git/"&gt;Git&lt;/a&gt; sein. Git hat sich durchgesetzt, wie
IBM Mainframes, COBOL, VHS, DOS, Windows, Java, ohne ein wirklich sehr gutes
System zu sein. Es war gut genug, um die Weiterentwicklung von Linux
voranzutreiben. Ok, Mainframes sind cool. Aber ich lenke ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durchgesetzt hat sich Git aber nicht deshalb. Viele fingen an nur deshalb Git
zu nutzen, weil es mit GitHub einen Onlinedienst gab, mit dem man leicht
Softwareprodukte gemeinsam entwickeln kann, zunächst hauptsächlich &lt;a href="../../2022/free_open_source_software/"&gt;Free Open
Source Software&lt;/a&gt;. GitHub ließ sich
wesentlich einfacher als bisherige ähnliche Dienste benutzen und so lernte man
eben Git und nutzte weniger Subversion oder Mercurial (ebenfalls
Versionsverwaltungssysteme). Wenn Git für Linux verwendet wird, wer weiß,
vielleicht wird dann auch die eigene F/LOSS-Software mal so berühmt. Oder so
ähnlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie wurde GitHub damit zu einem sozialen Medium, zunächst für
Softwareentwickler. Wie auf anderen SM-Plattformen kann man anderen Usern
folgen und Sternchen vergeben. Bei gewissen &amp;bdquo;Leistungen&amp;ldquo; bekommt
man kleine Abzeichen und darf sich wichtiger fühlen. Einige nutzen GitHub, um
sich über die eigene Arbeit bei potentiellen Arbeitgebern / Auftraggebern
bekannt zu machen. Die ganz faulen können mittels GitHub auch Ihre eigene
Website betreiben lassen. Und ja, es gibt noch einige weitere automatisierte
Dienstleistungen dort, die manche für nützlich halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soziale Medien sind zunächst für Ihre User nützlich. Aber irgendwann wollen
ihre Betreiber damit Geld erwirtschaften. Dann werden sie für Ihre Kunden
nützlich, auf Kosten der User. Und später wollen die Investoren auch etwas vom
Kuchen abhaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei &lt;a href="../ade_twitter/"&gt;X&lt;/a&gt; lies sich das in letzter Zeit gut beobachten, quasi im
Zeitraffer. Früher waren es MySpace, Facebook, &lt;a href="../../2021/xing/"&gt;Xing&lt;/a&gt;,
&amp;hellip; Erst vor einigen Monaten fragte ich mich, ob GitHub sich dazugesellen
wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offenbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor einer Woche bekam ich von GitHub eine Mail, dass ich 2FA nutzen muss, wenn
ich auf GitHub noch relevante Dinge tun will. Nun ist
Zweifaktorauthentifizierung per se nichts Schlimmes. Ich nutze es für viele
selbst betriebene Dienste, seit einem Cyberanfall ist es auch beruflich
Pflicht. Sollte jemand mein Passwort erraten, so kann diese Person nicht auf
meine Onlinekonten zugreifen, sondern muss auch den zweiten Faktor besitzen,
meist eine auf einem separatem Gerät generierte sechstellige Zahl, alle 30
Sekunden wechselnd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist soweit nicht uvernünftig. Problematisch sind die Begründung für den
Nutzungszwang und dessen Randbedingungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kern der Begründung ist:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Protecting developers and consumers of the open source ecosystem, including
large enterprises, from these types of attacks is the first and most critical
step toward securing the supply chain.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Kein Unternehmen nutzt meine über GitHub bereitgestellte Software. Wer muss vor
einem Angriff auf mein Konto geschützt werden? Der Quelltext steht jeder Person
offen. Jede Änderung kann nachvollzogen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Randbedingung ist, dass ich auf mein Konto nie wieder zugreifen kann, wenn
mir der zweite Faktor abhanden kommt. Kein Support wird mir laut Aussage der
Mail von GitHub helfen. Der Zugang ist verloren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fasse einmal zusammen: kein Unternehmen nutzt die von mir erstellte
Software. Sollte es doch ein Unternehmen geben, dann sind dessen Mitarbeiter
offenbar damit überfordert, sich den Quelltext anzuschauen und interpretieren
zu können. Es scheint immer noch unrühmliche Praktik zu sein, sich jeden Sch...
herunterzuladen und ohne geschütztes Umfeld auszuprobieren, auch in
Unternehmen. Trotzdem möchten die Unternehmen von meiner geistigen Leistung
kostenfrei profitieren (dagegen habe ich nichts). Deshalb muss ich nun mein
Konto so &amp;bdquo;absichern&amp;ldquo;, mich potentiell aussperren, damit die
Mitarbeiter dieser Unternehmen ruhig ob ihres Unvermögens weiter schlafen
können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine auf GitHub am meisten gesternte Software ist der
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;. Wer hinsieht, bemerkt, dass es auf
GitHub nur eine Kopie ist. Das Original verwalte ich auf einer eigenen, selbst
betriebenen Website, mit Hilfe eines anderen
&lt;a href="../../2015/fossil/"&gt;Versionsverwaltungssystems&lt;/a&gt;. Jeden Morgen um 8 Uhr werden
mögliche Änderungen nach GitHub kopiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit gerät die ganze Aktion von GitHub zu einem Security-Compliance-Theater,
das keinen relevanten Effekt hat. Einige haben vielleicht ein besseres Gefühl,
besonders jene in den Unternehmen, die meine Software nicht nutzen. Gut, einen
Effekt hat es: potentiell sperre ich mich aus GitGub aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Sache mit dem zweiten Faktor hat einen Haken: wenn die sechsstellige
Zahl auf meinem Mobilgerät generiert wird und ich über dieses Mobilgerät auf
mein Konto zugreifen möchte, dann ist die Idee des zweiten Faktors ins Absurde
geführt. Und genau dies kontrolliert GitHub nicht, kann es auch nicht. Sprich:
so oder so muss jede einzelne Person eine Sicherheitsabwägung für das eigene
Konto machen und sich in diesem Sinne verantwortlich verhalten. Auch deshalb:
nichts als Security-Compliance-Theater zu Lasten der User.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück nutze ich GitHub nur als sekundäre Plattform für Versionsverwaltung.
Das meiste sind Kopien von an anderer Stelle verwalteten Originalen. Der Rest
degeneriert im Laufe der Zeit sowieso zu Müll. Da war ich meist zu faul zum
Löschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer GitHub intensiver nutzt, ist selbst schuld, war es schon immer. Nun geht es
offenbar den Weg, den letztens auch X begonnen hat zu beschreiten. Wie isst man
eigentlich Popcorn im Zeitlupe?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich selbst werde bei GitHub nichts mehr einstellen und alles archivieren. Ich
nutze dann nur nur die selbst betriebenen Systeme, Fossil, Gitea &amp;amp; Co. Für
diejenigen, die Versionsverwaltungssysteme nicht selbst betreiben möchten, gibt
es genügend Alternativen. Sogar solche, wo man nicht mit seinen Daten bezahlt,
z.B. Codeberg oder Sourcehut. Bis zum nächsten SM-Hype.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Tschüss, Tick, Trick und Track</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/tschuess_tick_trick_track/" rel="alternate"></link><updated>2023-08-13T20:51:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:ade1c200-3860-3d59-83b5-941f8b84d5bb</id><content type="html">&lt;p&gt;Nein, ich verabschiede mich nicht von den drei Neffen aus Entenhausen. Ich
verabschiede mich von drei baugleichen Computern gleichen Namens. Es sind
Lenovo Thinkpad T61, Baujahr 2008. Alle bisher im täglichen Gebrauch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Alter von grob 10 Jahren zogen die drei bei mir ein. Der Vorbesitzer mochte
nichts mehr mit ihnen anfangen. Sie waren etwas heruntergekommen. Für Windows
zu alt. Immerhin besaßen Sie jeweils 4 GiB RAM. Ich päppelte die drei mit
jeweils einer SSD auf und installierte Linux, genauer Debian. So bekamen sie
neuen Schwung. Vermutlich adoptierte ich sie auch weil mein erster Dienstrechner
von 2008&amp;ndash;2011 ebenfalls ein T61 war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tick wurde mein Entwicklungsrechner. Er verwaltete meine Musiksammlung, war
Teil meines &lt;a href="../../2019/tinc_vpn/"&gt;Borgnetzes&lt;/a&gt;. Auf ihm schrieb ich meine
Blog-Post, hier entstanden die nullten Versionen des
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Track wurde von meiner Frau genutzt. Sie kam recht gut mit Debian/GNOME klar,
nach etwas Eingewöhnung. LibreOffice sei Dank war Track wesentlich
künstlerischer kreativ unterwegs als Tick.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Track nutzte ich zum Experimentieren mit alternativen Betriebssystemen oder
Linuxdistributionen. Er sah so die Weite der Welt, der Welt der
Betriebssysteme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Computer sind hervorragend aufgebaut. Die Tastatur ist keine Sparversion.
Das Display ist im freundlichen 2:3-Format. Dank SSD und 4 GiB RAM sind sie
genügend schnell. Gut, das Touchpad hat etwas von einer Briefmarke. Stört uns
weniger, da wir sowieso lieber mit einer Computermaus arbeiten. Fast das
einzige Manko: die Akkus halten 5&amp;ndash;20 Minuten, nicht länger. So spielt das
relative Gewicht kaum eine Rolle, eine Steckdose in Nähe ist Pflicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch nun scheint die Lebensdauer der drei erreicht zu sein. Track lässt sich
gar nicht mehr starten. Selbst die Akkus seiner beiden Brüder konnten nicht
helfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei den dreien ist ein Graphikprozessor von NVIDIA verbaut, für den es seit der
letzten Debian-Version keinen eigenen Treiber mehr gibt. Nur noch den
nachgebauten Nuoveau-Treiber. Mit Umstieg auf Debian 12 blieben Tick und Trick
immer mal wieder hängen, um anschließend neu zu starten. Mutmaßlich bietet der
Treiber Graphikoperationen an, die nicht oder fehlerhaft ausgeführt werden.
Selbst der Rückbau von GNOME auf Xfce half nichts. Spätestens Firefox oder
Chromium legten beide immer wieder lahm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tick betrieb ich zuletzt nur noch im Textmodus. Tmux, Vim, Elinks &amp;amp; Co machen
es möglich. Seit gestern scheitert der Backup mittels
&lt;a href="../../2019/restic/"&gt;Restic&lt;/a&gt;. Permission denied. Noch ohne Erklärung für mich.
Ein Computer ohne Backup ist für mich nicht existent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit diesem Post erstelle ich den Blog nicht mehr auf Tick. Statt dessen kommt
ein Chromebook mit eingebauter Linux-VM zum Einsatz. Dies bedeutet leider, dass
die RSS/Atom-Informationen nun neue Kennungen erhalten und alle Post auf einem
RSS-Reader wieder erscheinen. Das entsprechende
&lt;a href="https://github.com/lektor/lektor-atom"&gt;Plugin&lt;/a&gt; verwendet dummerweise den
lokalen Dateipfad (und nicht die Basis-URL) als Ausgabgspunkt zum Generieren
der Kennungen. Das hatte ich vor Erstellung des ZettelBlog vermeiden wollen.
Nun ja, immerhin ließ sich die Software zum Generieren dieses Blogs überhaupt
installieren. In Python implementierte Produkte scheinen mit der Zeit ohne
aktive Pflege schneller brüchig zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tick, Trick und Track werden nicht mehr aktiv eingesetzt. Sie lagern. Bei
genügend Zeit werde ich eine Autopsie machen oder es noch einmal bei Tick und
Trick mit einer Neuinstallation versuchen, vielleicht mit einem der BSDs.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tschüss heißt ja nur Auf Wiedersehen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.13</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_13/" rel="alternate"></link><updated>2023-08-12T21:09:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:a90e0e66-87af-3981-b080-f341cc1e1994</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_13"&gt;Version&amp;nbsp;0.13&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 28.&amp;nbsp;Release?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Abfragemöglichkeiten wurden erheblich erweitert. Zum einen betrifft dies
das Umfeld des Suchoperators &lt;code&gt;CONTEXT&lt;/code&gt;. Musste in &lt;a href="../zettelstore_0_12/"&gt;Version
0.12&lt;/a&gt; anschließend eine Zettelkennung angegeben werden,
können es nun auch mehrere sein, aber vor dem &lt;code&gt;CONTEXT&lt;/code&gt;. Statt &lt;code&gt;CONTEXT&lt;/code&gt; sind
nun auch andere Direktiven erlaubt. &lt;code&gt;IDENT&lt;/code&gt; erlaubt, dass eine nachfolgende
Suche auf die angegebenen Zettel beschränkt ist. &lt;code&gt;ITEMS&lt;/code&gt; ermitteln auf Basis
die Zettel jene, die dort explizit aufgelistet sind. Damit wird zugleich den
API-Endpunkt &lt;code&gt;/o/{ID}&lt;/code&gt; ersetzt, dessen Funktionalität damit auch für die
Web-Oberfläche zugänglich gemacht wird. &lt;code&gt;UNLINKED&lt;/code&gt; ermittelt alle Zettel, die
zwar die Titel der angegebenen Zettel haben, aber auf diese &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; verweisen.
Hiermit wird analog der API-Endpunkt &lt;code&gt;/u/{ID}&lt;/code&gt; ersetzt. Alle Direktiven
ermitteln auf Basis der angegebenen Zettel weitere, so dass nicht nur eine
Direktive angegeben werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach den Direktiven werden bei einer Abfrage die Suchparameter angegeben. Auch
hier gab es Änderungen. Die früheren Präfix-/Suffix-Operatoren &lt;code&gt;&amp;lt;&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;&amp;gt;&lt;/code&gt;
wurden durch &lt;code&gt;[&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;]&lt;/code&gt; ersetzt. Damit ist es nun möglich die Operatoren &lt;code&gt;&amp;lt;&lt;/code&gt;
und &lt;code&gt;&amp;gt;&lt;/code&gt; als &amp;bdquo;kleiner&amp;ldquo; und &amp;bdquo;größer&amp;ldquo; zu interpretieren.
Entsprechend bedeutet ein &lt;code&gt;!&amp;lt;&lt;/code&gt; ein &amp;bdquo;nicht kleiner&amp;ldquo; bzw.
&amp;bdquo;größer oder gleich&amp;ldquo; (&lt;code&gt;!&amp;gt;&lt;/code&gt; analog). Damit können nun auch
Bereichsabfragen gestaltet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Web-Oberfläche gab es kleinere Änderungen. Schlagworte müssen im
Formular nicht mehr mit einem &lt;code&gt;#&lt;/code&gt; beginnen. Dieses Zeichen wird ggf.
automatisch ergänzt. Für die in der Version 0.12 eingeführten Metadaten
&lt;code&gt;superior&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;subordinate&lt;/code&gt; gibt es nun eine Aktion &amp;bdquo;child&amp;ldquo;, um
einen untergeordneten Zettel anzulegen. Das Metadatum &lt;code&gt;folge-role&lt;/code&gt; wird in der
Rollenangabe eines Zettels interpretiert und dargestellt. Die Ergebnisse einer
Abfrage können auch in anderen, von der API erlaubten Formaten angezeigt
werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Log-Ausgabe wird der Ort einer möglichen Konfigurationsdatei angegeben.
Dies ist gerade dann wichtig, wenn man mit mehreren Dateien experimentiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die folgenreichste Änderung wurde in API vorgenommen. Alle Aufrufe sind im seit
Version 0.11 eingeführten &amp;bdquo;data&amp;ldquo;-Kodierung möglich. Diese sind
nichts anderes als symbolische Ausdrücke (&lt;em&gt;s-expressions&lt;/em&gt;). Ab der kommenden
Version sind keine API-Aufrufe in der &amp;bdquo;JSON&amp;ldquo;-Kodierung mehr
möglich. Wer den Zettelstore-Client nutzt, muss nichts umstellen. Wer ihn nicht
verwendet, der schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die eine oder der andere wird sich wundern, weshalb der Zettelstore ein so
populäres Format wie JSON nicht mehr nutzt. Wer sich intensiver mit
Datenformaten beschäftigt hat, wird sich erinnern, dass vor nicht zu langer
Zeit andere Formate populär waren. XML ist nur ein Beispiel. Zwar mag es gut
Gründe geben, weshalb sich die Popularität von JSON nicht zu sehr ändern muss,
aber wer kann sich sicher sein. Da Langlebigkeit ein Entwurfskriterium des
Zettelstore ist, kommt hier nur ein Format in Frage, dass schon länger existent
ist. Und wer will, kann sich noch immer einen Adapter von/nach JSON schreiben.
Der andere Grund liegt in der Implementierungsspreche des Zettelstore
begründet. Es gibt mindestens eine Implementierungen von Go, welche die
JSON-Bibliotheken nicht unterstützen. Ich möchte nicht ausschließen, den
Zettelstore auch auf deren Ablaufumgebungen ausführen zu können, namentlich
bestimmte eingebettete Systeme und WASM.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine weitere Änderung würde nicht diejenigen betreffen, die am Quelltext des
Zettelstore und der davon abhängigen Produkte arbeiten wollen. Aus guten
Gründen nutze ich &lt;a href="../../2021/zettelstore_reloaded/"&gt;Fossil&lt;/a&gt; zur Verwaltung des
Quelltextes. Damit andere mittels Git auch darauf zugreifen können, spiegele
ich die in Fossil gespeicherten Informationen nach GitHub. Durch einen
zusätzlichen Mechanismus gaukel ich potentiellen Nutzen vor, alles sei unter
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;https://zettelstore.de/&lt;/a&gt; via Git zugänglich. Da das für den Zettelstore
selbst, dessen Client und der Zusatzsoftware, wie Zettel Presenter, gilt, macht
es die Handhabung beim Entwickeln etwas zäher. Zumal der Programmcode für die
symbolischen Ausdrücke und für SxHTML wiederum von Git verwaltet wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun habe ich alles nativ auf Fossil umgestellt. Wer den Quellcode in seine
eigene Software importieren möchte, muss Fossil installieren. Sonst geht es
nicht. Für mich hat es das Arbeiten, nach einigem Herumprobieren, erleichtert.
Warum musste ich herumprobieren? Anders als die meisten bisherigen
Programmiersprachen nutzt Go explizit Git. Will man ein externes Paket nutzen
und importieren, ist der Default-Mechanismus Git. Die Abhängigkeit zu
bestimmten Git-Diensten, wie GitHub, GitLab ist explizit in die
Standardwerkzeuge einprogrammiert. Fossil (und alle anderen
Verwaltungssoftware) ist da nur zweite Wahl, mit weniger Möglichkeiten. Das
gilt schon, wenn man seinen mit Git verwalteten Programmcode selbst hosten
möchte. All das ist schade. Aber für mich ist &lt;a href="../../2015/fossil/"&gt;Fossil&lt;/a&gt; das
wesentlich angemessenere Werkzeug, besonders im Vergleich zu
&lt;a href="../../2021/git/"&gt;Git&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten wurden, wie üblich, viele kleine Fehlerchen beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was plane ich für die nächste Version? JSON wird aus der API entfernt. Die
Hoffnung, durch das nicht mehr genutzte JSON-Paket die ausführbare
Zettelstore-Datei kleiner werden zu lassen, hat sich erfüllt. Die
Entwicklungsversion, die später zur Version 0.14 werden wird, ist locker ein
knappes Viertelgigabyte kleiner geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas mehr hat interessanterweise die gerade frisch herausgekommene Go-Version
1.21 gebracht. Hiermit wurden die ausführbaren Dateien nochmal um etwas mehr
als ein halbes Gigabyte kleiner.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Möglicherweise verbessere ich die Dauer von Suchabfragen, indem für die meisten
Fälle nicht mehr die relevanten Dateien gelesen werden müssen. So gut wie alles
wird ohnehin im Suchindex gespeichert, der im Hauptspeicher abgelegt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten plane ich Schlagwortzettel (Zettel, die Schlagworte beschreiben),
abkürzbare Zeitstempel für einfachere Suchanfragen und rollenspezifische
Templates für die Web-Oberfläche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die neue Version wird es auf jeden Fall im September 2023 geben, da sie Basis
für eine meiner Lehrveranstaltungen sein wird. Sprich: all das hier
angesprochene kann sich auch auf eine spätere Version verschieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Rückblick Sommersemester 2023</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/rueckblick_ss23/" rel="alternate"></link><updated>2023-08-04T16:47:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:b243b679-b70b-3209-a904-42c1bd34920f</id><content type="html">&lt;p&gt;Gestern habe ich alle Noten veröffentlicht. Drei Abschlussarbeiten harren noch
der Begutachtung, eine weitere sollte in spätestens zehn Tagen abgegeben sein.
Und damit ist dann das Sommersemester 2023 Geschichte. Etwas Zeit zum
Durchschnaufen bleibt. Dann geht die Planung für das Wintersemester 2023/4 los.
Aber zunächst ein kleiner Rückblick. Was war gut? Was war verbesserungswürdig?
Was war bemerkenswert?&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektmanagement (2. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zu diesem Fach schreibe ich normalerweise etwas auf einer separaten Seite. Ob
es die Seite &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;https://agiles-studieren.de/&lt;/a&gt; in aktueller Form weitergeben wird,
lasse ich einmal bewusst offen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl Heinrich Kümmerle als zusätzlicher Lehrbeauftragter im letzten
Wintersemester 2022/3 sehr gute Arbeit geleistet hatte, gab es immer noch zu
viele Studierende, die in diesem Fach keine Prüfung abgelegt hatten. Heinrich
Kümmerle sagte zu, auch in diesem Semester eine parallele Veranstaltung
anzubieten. Aber dieses Mal teilten wir die Menge an Studierenden anhand der
Matrikelnummer auf. De facto kamen alle zu mir, die im zweiten Studiensemester
waren, keinen Fehlversuch im Fach vorzuweisen hatten und auch noch nicht in
einen anderen Studiengang studierten. Heinrich Kümmerle bot seine Veranstaltung
für alle anderen Studierenden an. Er ging nach dem Modell der seminaristischen
Vorlesung vor, ich wie üblich nach dem Agilen Studieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei mir bildeten sich zum ersten Termin acht Gruppen, später kamen noch zwei
weitere dazu. Insgesamt 64 Studierende. Für Informatiker eine hübsche Zahl. Bei
ihm nahmen so grob 20 Studierende teil. Die Prüfung noch offen hatten einige
mehr als jene grob 84. Die restlichen zogen mutmaßlich alternative Lernmethoden
vor. Hoffentlich nicht die Methode Hoffnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank dieser Aufteilung plante ich nach der ersten Vorlesungswoche ein kleines
Experiment. Da in meiner Veranstaltung nur Studierende teilnahmen, die das Fach
noch nie besuchten und mutmaßlich wenig Kontakt zu denen mit entsprechender
Erfahrung hatte, wollte ich dieses Semester möglichst identisch zum letzten
Semester durchführen, inklusive gleicher Klausur. Alles was sich vom letzten
Semester unterschied waren die Studierenden selbst und ein wenig wegfallendes
Chaos zu Beginn des Semesters.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich bin ich während des Semesters auf die kommunizierten Bedürfnisse der
Studierenden eingegangen. So wie ich das immer tue. Wer Fragen stellte, bekam
die bestmögliche Antwort. In diesem Semester wurden meine impulsvorträge
stärker nachgefragt. Probleme in den Gruppen wurden spezifisch angegangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles andere blieb sehr ähnlich zum letzten Semester. Es gab wieder die vom
Prüfungsausschuss genehmigte Regelung zu den Zusatzpunkten. Die Gruppengröße
blieb fast unverändert. Und als in einer Fragestunde nach einer Altklausur
gefragt wurde, zeigte ich die gleiche Altklausur wie im letzten Wintersemester.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was kam heraus?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heinrich Kümmerle veränderte seine Klausur zum Vorsemester, natürlich. Die eine
oder andere Aufgabe wurde leicht angepasst, zum Beispiel indem Zahlen geändert
wurden. Dank seiner sehr individuellen Betreuung, teilweise waren nur 10
Studierende anwesend, fiel die Klausur leicht besser als im letzten Semester
aus. Die erreichten Punkte lagen
im Bereich von 5 und 91 Prozent der möglichen Punkte. Auch im letzten Semester
lag die Bestehensquote bei etwas mehr als 80 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine unveränderte Klausur fiel wesentlich schlechter als im letzten Semester
aus. Die Bestehensquote sank von knapp 80 Prozent auf 60 Prozent. Die
erreichten Punkte lagen im Bereich von 26 bis 96 Prozent. Die Anzahl der guten
und sehr guten Noten blieb unverändert, die Anzahl der durchschnittlich
erfüllten Anforderungen halbierte sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Woran das genau liegt, ist mir unklar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht waren die Studierenden durch den Cyberanfall des letzten Semesters
von sich aus aufmerksamer. Dagegen spricht die verbesserten Leistungen in
anderen Fächern (von anderen Studierenden). Zumal die Auswirkungen immer noch
nicht behoben sind. Auf Basis meiner Notizen habe ich versucht, mich möglichst
gleich zum letzten Semester zu verhalten. Vielleicht gab es da die eine oder
andere Interferenz oder eben keine Aktivierung. Klar, die Studierenden sind
andere. Und in der Vergangenheit fielen die Klausuren in diesem Fach im
Sommersemester besser als jene im Wintersemester aus, wofür es eine einfache
Theorie gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Softwaretechnik (3. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Unterschied zum letzten Semester mit den katastrophalen Ergebnissen in der
Klausurprüfung war das Setting wie früher. Ich lehre die eher theoretischen
Grundlagen, jemand anderes veranstaltet praktische Aufgaben. Auch dieses
Setting ist nicht besonders gut. Dazu später.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Studierende haben das Fach wieder ernstgenommen. Es gab gute Fragen, gute
Diskussionen. Und mit dem Stoff sind wir auch einigermaßen hingekommen.
Wunderbar wenig war nach Schema-F. Insgesamt war diese Lehrveranstaltung in
diesem Semester meine Lieblingsveranstaltung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ergebnisse der Klausurprüfung waren wesentlich besser als im letzten
Semester. Gut, schlechter als im letzten Semester ging es kaum. Etwa ein
Drittel haben die Prüfung nicht bestanden. Das ist weniger als in vielen
vorigen Semestern, auch in denen mit ähnlichem Setting. Natürlich ist eine
solche Quote nicht mein Ziel. Besser wäre eine Bestehensquote von mehr als 80
Prozent, ohne dabei nur triviale Aufgaben zu stellen. Im Mittel sieht man
hieran vielleicht, wie sehr sich studentisches Engagement in den Ergebnisse
niederschlägt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber leider nur im Mittel. Als ich die bewerteten Klausuren den Studierenden
zugeordnet habe, ich bewerte die Klausur ohne Kenntnis der jeweiligen Person,
wurde sichtbar, dass einige der besonders engagierten Studierenden leider doch
nicht bestanden haben. Vielleicht können wir die Ursachen persönlich in der
Prüfungseinsicht ermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im kommenden Semester ändere ich das Setting grundlegend. Beide
Teilveranstaltungen werde ich anbieten. Damit lassen sich die Inhalte besser
abstimmen, was in der Vergangenheit noch nie geklappt hat. Vorbehaltlich von
Änderungen werde ich, wie üblich, zwei Vorlesungsstunden die theoretischen
Grundlagen vorstellen. Unmittelbar anschließend sind dann vier
Vorlesungsstunden praktische Arbeiten gefordert, in denen wir das in der
Vorlesung vorgestellte vertiefen. Damit nehme ich zugleich eine geplante
Änderung der sich noch in Arbeit befindlichen neuen Studien- und
Prüfungsordnung vorweg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer sich für den praktischen Teil schon vorbereiten will, sollte sich den
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; ansehen und ausprobieren. So viel
Synergie muss sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektstudie (4. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In diesem Semester war ich positiv überrascht, dass sich mehr als 20
Studierende einfanden. Sonst war ich froh, wenn es zehn waren. Glücklicherweise
gab es einige externe Stakeholder, die ihr Thema bearbeitet haben wollten. So
gab es für alle genug zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie üblich waren zu Beginn alle motiviert. Wie leider ebenso üblich, waren
einige etwas frustriert, wenn sich die eigenen Pläne doch nicht verwirklichen
ließen. Das ist Teil des Lernens. In jeder Gruppe gab es trotz allem jemanden,
der versuchte, die anderen aus der mentalen Grube herauszuholen. Wenn auch
nicht immer mit dem gleichen Erfolg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt gab es zwei gute Gruppenergebnisse und zwei Ergebnisse, die eher
durchschnittlichen Anforderungen genügten. Zum Glück lernt man nicht nur von
den Ergebnissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mich freute die Einladung zu einem kleinen Treffen jenseits der Hochschule, in
einem Biergarten. Natürlich war die Teilnahme freiwillig und hatte auch nichts
mit einer Bewertung zu tun. So ergaben sich nette Gespräche, auch jenseits des
Studiums.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektstudie (7. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In dieser Veranstaltung haben wir uns gerne auch so über verschiedenes
unterhalten, wenn auch ohne Biergarten. Recht gut hat die eine Gruppe das schon
länger zu bearbeitende Thema der Anmeldung und Verwaltung von mündlichen
Prüfungen im Geschwisterstudiengang durchgeführt. Das andere Thema war die
Fertigstellung der Auskunftswebsite zum
&lt;a href="https://oepnv-transparenzregister.de/"&gt;ÖPNV-Transparenzregister&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Gruppen litten ein wenig durch den immer noch nicht in seinen
Auswirkungen bewältigten Cyberanfall. So blieb das eine oder andere an der
Kunst der Softwaretechnik auf der Stecke. Trotzdem können sich die Ergebnisse
sehen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Drittmittelprojekt des ÖPNV-Transparenzregster ist nun ausgelaufen. Hier
muss ich als am Projekt Beteiligter mutmaßlich noch etwas basteln, bevor der
Programmcode den Auftraggebern übergeben wird und die Website spätestens Anfang
nächsten Jahres abgeschaltet wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Kolloquium (7. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie schon im letzten Semester veranstaltete ich mit der Vertretungskollegin hat
Kolloquium. Dort stellen die Studierenden ihre Abschlussarbeiten vor, wie
hinterher auch ihre Ergebnisse. Immer eine gute Möglichkeit zu sehen, welche
Themen die anderen Kolleg:inn:en betreuen. Diesmal übernahm die
Vertretungskollegin die organisatorischen Aufgaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hatte uns das Kolloquium im Wintersemester insgesamt recht viel Freude
bereitet, so fanden wir dieses Semester mehr Schatten als Licht. Aber ja, es
gab auch helles Licht, Freude um manche Präsentation. Aber auch viel Schema-F
seitens der Präsentierenden. Manchmal versuchte der Schwanz auch mit dem Hund
zu wackeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freude gab es immer mal wieder im Anschluss, wenn wir beide aus lauter
Zuhörfrust unabhängig voneinander so gut wie die gleichen Entenhausen-Begriffe
in die Präsentationsunterlagen gekritzelt hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt bin ich froh, dass im nächsten Semester andere dort Veranstaltende
sind.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Was war sonst?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nette Gespräche mit Kolleg:inn:en, auch beim Kaffee. So langsam gewöhne ich
mich an die positiven Seiten des Bildungsdisneylandcampus. Trotzdem
erstaunlich, wenn man die Kollegen im Studiengang (gefühlt?) häufiger online
als in Präsenz gesprochen hatte. Aber es gibt auch Geschwisterstudiengänge. Und
es gab einen netten Fakultätsworkshop. Für mich als eher introvertierte Person
gab es viele nette Unterhaltungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab auch nette Briefe, Emails. Von Studierenden. Einmal sogar auf Papier.
Und vor der Klausur, nicht erst wenn man bestanden hat. Vielleicht ein Tipp, um
die Nervosität vor einer Prüfung zu verringern: dem Prüfer einen Brief
schreiben. Brief. Schreiben. Nicht Mail. Nicht tippen. Man muss ihn ja nicht
absenden. Habe ich in meinem Studium auch immer mal wieder gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Radfahren hat mir Freude gemacht. Oder der kleine Workshop zum agilen
Arbeiten mit Mitgliedern der Fakultät. Und trotz allen notwendigen Aktivitäten
konnte ich hier und da am Zettelstore basteln. Ein kleines Synergieprodukt.
Kein Projekt.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im nächsten Semester biete ich nur noch vier Lehrveranstaltungen an, erhöhe
aber zugleich mein Deputat. Zusätzlich freue ich mich über die eine oder andere
Anfrage auf Betreuung der Abschlussarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider verlassen uns zwei Vertretungsprofessor:inn:en. Das eine oder andere
Gespräch wird mir fehlen. Besonders jene mit viel offenem Lachen. Aber wer
weiß, wann man sich wieder trifft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür gibt es zwei neue, feste Kollegen. Den einen kenne ich schon länger. Der
andere ist wirklich neu. Bin gespannt, was beide uns für Impulse zum
gemeinsamen Arbeiten geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wann der Cyberanfall bewältigt wird, bleibt offen. Was es innerhalb der
Fakultät an Gesprächen gab, das fehlte in diesem Semester an reinen
Informationen zum Thema. Nicht einmal Gespräche. Immerhin geht es Schritt für
Schritt weiter. Wir dürfen uns immer überrachen lassen, wann welcher Schritt
erfolgt. Und ob die von mir betriebenen Systeme im nächsten Moment noch
verfügbar sind. Immerhin waren sie es in diesem Semester, meistens. Man ist ja
genügsam.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Ade, Twitter</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/ade_twitter/" rel="alternate"></link><updated>2023-07-24T18:14:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:383fcf7b-2a1b-3628-b290-dcb0480f419b</id><content type="html">&lt;p&gt;Ja, Twitter heißt jetzt X.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich nun bei diesem Dienst sehr still sein
werde. Auch nicht, dass mich das X irgendwie an das &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_gro%C3%9Fe_Diktator"&gt;Symbol
Hynkels&lt;/a&gt; erinnert, oder
an das des &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/X_Window_System"&gt;X Window Systems&lt;/a&gt;.
&amp;bdquo;Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt
markiert.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war mehr der Prozess seit meinem &lt;a href="../twitter_fediverse/"&gt;letzten Post&lt;/a&gt; zum
Thema, der meinen Entschluss vor einigen Tagen bereitet hatte. Das X war
maximal einer von vielen Tropfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eher schon das Einspielen massiver Werbung. Etwa jeder dritte Tweet war
Propaganda, oder Marketing, wie es heute heißt. Fast immer ging es dort um
Angebote, die mir moralisch sehr fragwürdig vorkamen. Cryptowährungen, also
Abzocke, alternative Fakten, halbseidenes KI-Geschwafel, teure Billigprodukte.
Und irgendwie schienen sich die Tweets derjenigen, denen ich
&amp;bdquo;folgte&amp;ldquo; dem anzugleichen. Mit der Konsequenz, dass ich mir dieses
Treiben vielleicht ein Mal pro Tag ansah.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch fehlende Resonanz ist ein Grund, auch im Vergleich zu meinem Account
im Fediverse. Das X scheint ein Wald zu sein, in den alle hineinrufen, aber
niemand zuhören will. Alle scheinen im Sendemodus zu sein, oder wie ich betäubt
vom Gekreische und Gesabbel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst ein &lt;a href="https://kuemmerle.name/24-7-02023"&gt;Heinrich Kümmerle&lt;/a&gt; verspürt
keine Lust, für solch eine Art &amp;bdquo;Dienst&amp;ldquo; sogar Geld zu bezahlen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So habe ich schon vor einiger Zeit meinen letzten offenen Account
&amp;bdquo;geschützt&amp;ldquo;, d.h. nur die mir folgen, können lesen, was ich
schreibe. Eine Person hat das bemerkt und mich nach Gründen gefragt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit diesem Post fliegt der Dienst von meinen Rechnern. Die App (zum
Datenabsaugen) war noch nie installiert. Es sind eher die automatisch
geöffneten Seiten oder das wohlplatzierte Bookmark, was ich entferne. Dort
hineinschreiben werde ich nichts mehr. Für alle Accounts ist das Archiv aller
Daten angefordert. Vielleicht nehme ich das zum Testen des
&lt;a href="https://zettelstore.de"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer mit mir kommunizieren möchte, muss das auf anderem Wege tun. Es gibt ja
noch viele davon. Der eine oder andere schreibt mir ja jetzt schon manch nette
E-Mail. &lt;a href="https://delta.chat/"&gt;Delta Chat&lt;/a&gt; ist eine dazu nette Ergänzung. Und
wenn mir nach etwas mehr oder minder &amp;bdquo;Sozialem&amp;ldquo; ist, dann schaue
ich ins &lt;a href="https://mastodon.social/@t73fde"&gt;Fediverse&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit diesem eX-Dienst werde ich es wie mit LinkedIn halten: wenn mir danach ist,
dann schaue ich hinein. Also eher sehr selten. Schreibt mir dort keine
Direktnachrichten mehr. Sie werden nicht gelesen, zumindest nicht zeitnah.
Nutzt E-Mail, das ist ein wirklich föderaler Dienst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es waren bis vor kurzem nette Jahre mit Twitter. Nun ist es etwas geworden, mit
dem ich mich nicht mehr zusammenfinden kann. Zeit für Neues.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.12</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_12/" rel="alternate"></link><updated>2023-06-05T15:49:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:4f9ea734-7da1-3e61-9826-cc05cfc87373</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_12"&gt;Version&amp;nbsp;0.12&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 27.&amp;nbsp;Release?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für einen normalen Nutzer gibt es eher wenig sichtbare Änderungen. So sind alle
Metadaten, deren Namen auf &amp;bdquo;-date&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;-time&amp;ldquo; endet,
automatisch vom Typ &amp;bdquo;Zeitstempel&amp;ldquo;, also eine Zeitangabe. Zusätzlich
wurde das Metadatum &amp;bdquo;expire&amp;ldquo; definiert, das angibt, wann der Inhalt
eines Zettels nicht mehr als gültig angesehen wird. Damit könnte man z.B.
DSGVO-relevante Zettel identifizieren und ggf. löschen. Ein weiteres Metadatum
kann einen übergeordneten Zettel spezifizieren (&amp;bdquo;superior&amp;ldquo;),
ensprechend wird &amp;bdquo;subordinate&amp;ldquo; vom Zettelstore automatisch
berechnet. In der Web-Oberfläche gibt es ggf. einen Abschnitt, wo Verweise auf
diese Zettel angezeigt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, Web-Oberfläche. Hier gab es die größte Änderung, allerdings nicht
unmittelbar einsehbar. Für alle Seiten der Web-Oberfläche werden sog.
&lt;em&gt;Templates&lt;/em&gt; genutzt, welche die Struktur der jeweiligen Seite vorgeben. Die
Templates selbst sind als (mitgelieferte) Zettel abgelegt und können ggf.
angepasst werden. Ursprünglich hatte ich die Templates so definiert, wie sie
von der Programmiersprache Go &lt;a href="https://pkg.go.dev/html/template"&gt;unterstützt&lt;/a&gt;
wurden. Der Zettelstore ist ja aktuell in Go programmiert. Würde sich das
ändern, so müsste ich die von Go bereitgestellten Funktionalitäten nachbauen,
will ich nicht die Templates ändern. Deshalb wechselte ich vor mehr als zwei
Jahren mit &lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_0_9"&gt;Version
0.0.9&lt;/a&gt; auf
&lt;a href="https://mustache.github.io/"&gt;Mustache&lt;/a&gt;, das in vielen Programmiersprachen
verfügbar ist. Damit war ich zunächst zufrieden, bis ich vor einigen Monaten
den generierten HTML-Code automatisiert überprüfte und viele Verletzungen des
HTML5-Standards feststellte. Hauptproblem: Mustache berücksichtigt nicht die
innere Struktur von HTML, sondern behandelt alles als unstrukturierte
Ansammlung von Zeichen (aka Zeichenkette). In der &lt;a href="../zettelstore_0_11/"&gt;Version
0.11&lt;/a&gt; habe ich alles bis auf die Templates umgestellt, um
gültiges HTML generieren zu lassen, jetzt waren die Templates selbst an der
Reihe. Wer also die Templates modifiziert hat, muss bei einem Update diese
Änderungen zurücknehmen, um sie dann in die neuen Templates neu zu integrieren.
So viele Nutzer sollten das aber nicht sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Technisch gesehen sind die neuen Templates nichts anderes als symbolische
Ausdrücke, wie man sie von LISP-Sprachen her kennen könnte. Und ja, nun enthält
der Zettelstore einen Interpreter einer LISP-ähnlichen Sprache. Wie weit dieser
weiter ausgebaut werden wird lasse ich mal offen. Ein EMACS wird der
Zettelstore sicher nicht, höchstens ein HyperCard für Nerds.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da symbolische Ausdrücke nun an viel mehr Stellen verwendet werden, habe ich
die &amp;bdquo;sexpr-Kodierung&amp;ldquo; von Zetteln in &amp;bdquo;sz-Kodierung&amp;ldquo;
umbenannt. Auch das ist eine inkompatible Änderung, die höchstens Nutzer des
&lt;a href="https://zettelstore.de/contrib/dir?ci=tip&amp;amp;name=presenter"&gt;Zettel Presenter&lt;/a&gt;.
Langfristig wird die &amp;bdquo;JSON-Kodierung&amp;ldquo; von Zetteln und API-Aufrufen
wegfallen und auch die durch symbolische Ausdrücke mit der
&amp;bdquo;data-Kodierung&amp;ldquo; ersetzt. Dies gilt schon jetzt für die
Authentifizierung mittels der API.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der in der letzten Version eingeführte &lt;code&gt;PICK&lt;/code&gt;-Operator bei Suchen hat eine
leicht geänderte Bedeutung erhalten. Bisher wählte dieser aus einer
Ergebnismenge eine Anzahl an Zettel zufällig aus und gab diese auch in einer
zufälligen Reihenfolge zurück. Nun wählt er nur zufällige Zettel aus, behält
aber die Reihenfolge bei. Das erleichtert das Arbeiten mit dem Zettelkontext
über den Suchoperator &lt;code&gt;CONTEXT Zettel-ID&lt;/code&gt;. Die Operatoren &lt;code&gt;RANDOM&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;LIMIT&lt;/code&gt;
erhalten so ihre früheren Bedeutungen zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, der Zettelkontext ist nun Teil einer Suchabfrage und kein eigener
API-Aufruf mehr. Damit lässt sich die Suche zum Beispiel bis zu einer
bestimmten Verknüpfungstiefe eines bestimmten Zettels beschränken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso wurden Suchoperatoren &lt;code&gt;=&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;:&lt;/code&gt; konsistenter umgesetzt. &lt;code&gt;=&lt;/code&gt; bedeutet
nun immer Gleichheit, während &lt;code&gt;:&lt;/code&gt; immer ein dem Typ des Metadatum passender
Vergleich ist. So bedeutet &lt;code&gt;title=Zettelstore&lt;/code&gt;, dass nur Zettel ausgewählt
werden, die genau diesen Titel besitzen. Dagegen bedeutet &lt;code&gt;title:Zettelstore&lt;/code&gt;,
dass Zettel ausgewählt werden, die den Begriff &amp;bdquo;Zettelstore&amp;ldquo; im
Titel enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten wurde, wie üblich, viele kleine Fehlerchen beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kleiner Fun-Fact: in diesem Release ist die Programmdatei des Zettelstore so
klein, wie seit Version 0.1 nicht mehr. Dies geht größtenteils auf das Konto
der neuen Templates. Dabei sind die Templates selbst nur um ca. 4&amp;nbsp;%
kleiner geworden. Dafür konnte der gesamte Programmcode um Mustache herum
entfernt werden und es ergaben sich weitere Vereinfachungen durch das neue,
einheitliche Modell der HTML-Generierung. Hier sprechen wir von einer Reduktion
von 10&amp;ndash;15&amp;nbsp;%.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was plane ich für die nächste Version? JSON wird perspektivisch aus der API
entfernt. Wer die API mittels des Zettelstore-Clients nutzt sollte keine
Umstellungsprobleme haben, da ich diesen entsprechend gleich mit anpasse.
Ohne JSON erwarte ich, dass die Programmdatei wieder etwas kleiner wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erwarte die eine oder andere interne Optimierung, evtl. eine weiter
Benutzerolle. Denn sollte es Zettel mit Programmcode in meiner LISP-Sprache
geben, dann könnte das die bisherigen &amp;bdquo;experts&amp;ldquo; überfordern. Der
Zettelstore soll zwar etwas nerdig bleiben, aber dennoch für unerfahrende
Nutzer sicher bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Blogroll</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/blogroll/" rel="alternate"></link><updated>2023-04-30T13:38:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:3334b694-6cde-3357-90bb-d49ccd53493e</id><content type="html">&lt;p&gt;Im Nachgang zu meinem &lt;a href="../twitter_fediverse/"&gt;letzten Post&lt;/a&gt; ist wohl nicht nur
Heinrich Kümmerle neugierig auf meine Blogroll geworden. Zu recht stellte er
fest, dass diese veraltet sein muss, auch weil sein Blog dort nicht enthalten
ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wie ein Blog ohne RSS/Atom-Feed kein Blog ist, ist ein Blog ohne
&lt;a href="../../../links/blogroll/"&gt;Blogroll&lt;/a&gt; eine rein egoistische Sache. Beide dienen
der Zusammenarbeit im Web.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als
&lt;a href="https://web.archive.org/web/20150501175914/http://blog.stuttgarter-zeitung.de/2009/03/15/"&gt;WFM&lt;/a&gt;
erstelle ich meine Blogroll nicht per Hand sondern per Software. Leider wollte
die bisherige Software nicht mehr arbeiten. Python, I'm looking at you! Mit
etwas Recherche und NI baute ich eine kleine Software in Go neu:
&lt;a href="https://codeberg.org/t73fde/opml2x"&gt;opml2x&lt;/a&gt;. Nichts weltbewegendes, nur ein
Werkzeug. Eines, dass trotzdem zeigt, wie manchmal ein deklaratives Vorgehen
gegenüber imperativer Programmierung Vorteile bietet. Die ganze Magie befindet
sich in den beiden Datenstrukturen &lt;code&gt;opmlDoc&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;opmlOutline&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So exportiere ich die abonnierten Blogs von meinem RSS-Reader als OPML und
konvertiere diese in eine Liste, die von meiner aktuellen Blog-Software
verwendet wird. Später ändere ich das natürlich in Zettelmarkup.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht findet ja ein Studierender einer bestimmten Vorlesung, eine die ich
halte, die Unschönheit bzgl. der gewählten größeren Architektur. Sonst wäre das
eine nette Prüfungsfrage. Soweit zur Einheit von Lehre und Profession.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Twitter und/oder Fediverse oder</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/twitter_fediverse/" rel="alternate"></link><updated>2023-04-23T12:51:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:7e6dc082-6272-3cf9-8a9d-fce49967053c</id><content type="html">&lt;p&gt;Das verflixte 16. Jahr. Zu meinem &lt;a href="../../2022/15_jahre_twitter/"&gt;15 Jahre
Twitter&lt;/a&gt; fragte ich mich, ob ich mich auf die
nächsten 15 Jahre freue. Um gleich die Antwort zu geben: nicht wirklich. Das
war im August&amp;nbsp;2022. Im Oktober/November&amp;nbsp;2022 übernahm ein etwas sehr
geldreicher Mensch Twitter. Und die schon im August angesprochene
Betroffenheitsmaschine wandelte sich in eine Panikmaschine. Gefühlt die Hälfte
derjenigen, denen ich auf Twitter folgte, wechselten ins Fediverse. Zuerst
halbherzig, indem sie ihren Twitteraccount spiegelten, viele dann auch
konsequent. Teilweise hatte das für mich etwas von Selbstmord aus Angst vor dem
Tod. Ich freute mich, dass mein schon länger existierender Account im
Fediverse, &lt;a href="https://mastodon.social/@t73fde"&gt;https://mastodon.social/@t73fde&lt;/a&gt;,
etwas lebendiger werden konnte. So bekam ich gut mit, wie die Neumieter im
Fediverse sich freuten, wenn sie jemanden aus dem Twitter-Stall nun auch dort
fanden. Aber auch ich erstellte neue Accounts, für &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;Agiles
Studieren&lt;/a&gt; und für
&lt;a href="https://zettelstore.de"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;. Entsprechende Twitteraccounts gab es
schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genügend viele blieben auf Twitter. Im Endeffekt war das alles ein Beispiel
dafür, wie bei vielen Programmiersprachen genutzter Hauptspeicher von freiem,
ungenutzten getrennt wird: &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Garbage_Collection"&gt;Garbage
Collection&lt;/a&gt;, auch wenn es
eigentlich nicht der &amp;bdquo;Müll&amp;ldquo; ist, der gesammelt wird, sondern die
wertvollen Artefakte. Und so wechselten ganze Filterblasen geschlossen ins
Fediverse, während andere geschlossen auf Twitter blieben. Damit entstanden nun
sowohl die &amp;bdquo;Judäische Volksfront&amp;ldquo; als auch die &amp;bdquo;Volksfront
von Judäa&amp;ldquo;. Die einen eher bestehend aus, durchaus nicht nur negativ
gemeint, Gutmenschen, Es-schon-immer-besser-wissenden. Die anderen aus, nicht
nur positiv gemeint, Pragmatikern, Es-schon-immer-besser-wissenden. Beide mit
genügend Propaganda, Marketing, Selbstbeweihräucherung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Anfangszeiten dieser Trennung habe ich in beiden Welten gerne einmal
einen jeweils identischen Tweet/Post geschrieben, um zu sehen, welcher Inhalt
wo Resonanz verursachte. Alles natürlich nicht allgemeingültig zu
interpretieren. Aber es gab Resonanz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Resonanz gibt es de facto seit einiger Zeit kaum noch. Ja, es reagieren jene,
mit denen ich auch persönlich verbunden bin. Danke dafür! Insgesamt auf beiden
Plattformen sind es vielleicht 10 Personen. Dafür braucht man nicht in sozialen
Medien sein, da reicht ein Messenger mitsamt zwei, drei, vier Gruppen. Wenn man
sich auf einen Messenger einigen könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unbekannte Menschen über soziale Medien kennenzulernen, das war einmal. Ohne
Twitter hätte ich nicht Stephan List, Thomas Michl und viele andere
kennengelernt. Thomas hat mich mit Heinrich Kümmerle bekannt gemacht. Viele
Gastvorträge sind nur deshalb zustande gekommen, auch wenn ich manchen nicht
mehr folge (und sie mir auch nicht mehr). Einblicke in neue Denkweisen, ob ins
mein fachliches oder in Soziologie, Philosophie, andere Logiken. Es wurde auch
mal kritisch gedacht, konstruktiv hinterfragt, auf relevante Beiträge
verwiesen, nicht nur auf interessante. All das gibt es so gut wie nicht mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Twitter und das Fediverse sind nur für Propaganda, Marketing da, selten auch
für Nachrichten. &lt;a href="http://scripting.com/2023/04/19/141920.html"&gt;Dave Winer&lt;/a&gt;
meinte es letztens ganz treffend:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;When you use the web to work with each other, you are using the web
correctly. Almost no one does that. Instead people use the web to draw
attention to themselves. The replies I get are mostly people trying to tag
their names along with something someone else wrote to get more flow for
them, more followers. It's a strategy. It's basically spam. It's not very
social imho.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Resonanz, Gespräche, das gibt es so gut wie nicht mehr. Und wenn, dann eher als
DADA. Oder es gibt Resonanz, wenn sich jemand in seinem Weltbild verletzt fühlt
und dabei übersieht, dass auch andere gültige Weltbilder gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Accounts zum Agilen Studieren und zum Zettelstore erhalten so gut wie gar
keine Resonanz mehr. Insgesamt folgen diesen beiden mehr als 270 Accounts, aber
niemand von denen will interagieren. Das mag an den Inhalten liegen, könnte man
meinen. Die haben sich aber nicht geändert. Also müssen sich die Menschen
hinter den Accounts geändert haben, und deren Netzwerk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &amp;bdquo;Gesetz&amp;ldquo; von Robert Metcalfe besagt, dass sich der Nutzen eines
Netzwerks grob quadratisch mit der Anzahl der Knoten im Netzwerk ändert. Wenn
sich also gefühlt die Hälfte meines aktiven Netzwerkes auf Twitter ins
Fediverse bewegt, dann sinkt der Nutzen für Twitter auf ein Viertel, ein
Viertel wandert ins Fediverse. Nach diesem Modell hat sich der Gesamtnutzen
halbiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erklärt in Teilen die fehlende Resonanz meiner anderen Accounts. Ich sehe
nicht, dass sich das ändern wird. Also werde ich die vier Nebenaccounts
demnächst schlafen legen. Die eine oder der andere könnte meinen Hauptaccounts
folgen. Vielleicht ergibt sich etwas daraus. Und sonst, siehe oben: Garbage
Collection.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was passiert mit den beiden Hauptaccounts? Erstmal wenig. Ich werde beobachten.
Auch hier: vielleicht ergibt sich etwas. Vielleicht werden Twitter und/oder das
Fediverse wirklich nützlich. Und wenn nicht? Dann mache ich das, was ich
sowieso selbst schon mache: niederschwellig Propaganda, Marketing.
Automatisiert meine Posts ankündigen. Irgendetwas &amp;bdquo;lustiges&amp;ldquo;
weiterleiten, bevorzugt aus Entenhausen. Publish or perish. Popcorn holen. Das
Blog pflegen, Zettelstore weiterbauen. Leben. Ungewöhnlich bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja und dann taucht immer noch die Frage auf, was man an Twitter und/oder am
Fediverse ändern müsse, damit es relevanter wird. Für Twitter ist der
Eigentümer zuständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Fediverse wiederholt sich einiges, was es vor zig Jahren auf Twitter gab.
Endlich habe man eine eigene Stimme, die von anderen gehört werden kann. Ja,
ist nichts neues. Und nein, niemand wird gezwungen, einem zuzuhören. Aber
Twitter wird ja von einem angeblich bösen Menschen betrieben, der auch viele
Menschen entlassen hat. Ob der Mensch böse ist, kann ich nicht beurteilen. Und
erstaunlicherweise wird Twitter weiter entwickelt und läuft aus technischer
Sicht. Waren die entlassenen Menschen dafür notwendig? Ich weiß es nicht, ahne
höchstens. Tatsächlich wird auch das Fediverse in der Mehrheit von Menschen
benutzt, die selbst keinen Blog o.ä. betreiben wollen und/oder können. Auf
Twitter war/ist man im Stall, dort ist man inzwischen und schon recht lange
Teil des Produkts. Das Fediverse ist da eher die Mietwohnung. Aber, aber, man
kann doch seinen eigenen Server im Fediverse betreiben. Stimmt. Wer das kann,
kann auch einen eigenen Blog betreiben. Umgekehrt gilt das nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus meiner Sicht ist die Stärke des Fediverse zugleich dessen größte Schwäche:
Dezentralisierung. Es gibt keinen zentralen Dienst, der eine Zensur o.ä.
durchsetzen könnte. Und wenn dies der Server tut, auf dem man zur Zeit ist, so
kann man häufig genug wechseln. Zugleich verhindert das die Anwendung des
Netzwerkeffekts. Das Fediverse ist fragmentiert, eine globale Suche gibt es
nicht. Jede Serverbetreiberin macht ihr eigenes Ding. Pluralistisch sagen die
einen. Die anderen erwidern: so pluralistisch wie eine Stadt aus lauter
Mietshäusern. So oder so gibt es genügend Eigensinn, manchmal auch erst nach
einiger Zeit, z.B. des Moderierens. So betreibt der Verein, in dem ich Mitglied
bin, selbst eines Mastodoninstanz. Würde ich dorthin wechseln? Never ever. Auch
wenn der Vorsitzende des Vereins, der mich gerne mal ausgrenzt, wohl keinen
direkten Zugriff auf diese Instanz hat, so hat doch jede Betreiberin einer
Instanz vollen Zugriff auf meinen Account und könnte im Zweifelsfall sogar
Tröts nachträglich ändern. Da bleibe ich lieber auf einer Instanz, wo ich eher
in der Masse nicht auffalle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ergo, das Fediverse ist keinen Deut besser oder schlechter als andere
&amp;bdquo;soziale Medien&amp;ldquo;. Nicht umsonst besitzt &amp;bdquo;Sado-Maso&amp;ldquo; die
gleiche Abkürzung. Unabhängig von der Plattform zeigen diese Medien, wie sehr
sie tatsächlich asozial sind. Kommt gerade herein: &lt;a href="https://kevquirk.com/anti-social-media"&gt;Anti-Social
Media&lt;/a&gt;. Was ich im August&amp;nbsp;2022
über Twitter schrieb, lässt sich auch aufs Fediverse übertragen. Warum auch
nicht, viele waren vorher auf Twitter. So ist es ebenfalls eine
Betroffenheitsmaschine, eine Plattform der Besserwisser und der überwiegenden
Einwegkommunikation. Da wird gekreischt und getrötet, auch wider besseres
Wissen. Nun nein, auch LinkedIn ist nicht besser, höchstens ebenfalls anders.
De facto führen uns soziale Medien in ein &lt;a href="https://www.alexmurrell.co.uk/articles/the-age-of-average"&gt;Zeitalter der
Durchschnittlichkeit&lt;/a&gt;.
Ergänzend dazu: SpongeBob S06E04a (&amp;bdquo;Normal ist das nicht / Not
Normal&amp;ldquo;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;TL;DR:&lt;/strong&gt; soziale Medien scheinen ihren Zenit schon länger überschritten zu
haben. Sie leben vom vergangenen Schein. Der Mensch als soziales Wesen benötigt
andere, aber nicht so viele. Alle sozialen Medien zeigen, wie asozial sie ab
einer gewissen Größe sind. Dank des Netzwerkeffekts sinkt der Nutzen mit der
Fragmentierung überproportional. Ich selbst lege meine Nebenaccounts schlafen
und werde nur noch über die beiden Hauptaccounts kommunizieren, wenn es mir
sinnvoll erscheint. Zum Glück kann ich dieses Blog betreiben, muss weder in
eine reine Mietwohnung oder in den Stall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer mir gute, nicht zu IT-technisch orientiere Blogs empfehlen kann: danke!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Das erinnert mich daran, mal meine &lt;a href="../../../links/blogroll/"&gt;Blogroll&lt;/a&gt; zu
aktualisieren.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update 1.6.23:&lt;/strong&gt; der obige Verein beteibt seine Mastodoninstanz nicht mehr.
War wohl zu aufwendig, selbst für die schwarze Seite der Macht.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 27.3.23</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/lange_woche_230327/" rel="alternate"></link><updated>2023-04-02T13:45:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:044cf160-b79e-3712-b86f-c3e7752d2919</id><content type="html">&lt;p&gt;Diese Woche war zwar relativ kurz, aber dennoch &amp;bdquo;lang&amp;ldquo;. Das
&amp;bdquo;lang&amp;ldquo; bezieht sich ja nicht auf die Dauer. Für andere schon. Und
in diesem Sinne wünsche ich S.L. alles Gute, vor allem Genesung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Montag ist WebEx-Tag. Diesmal nicht. Dafür hatte ich relativ freie
Zeiteinteilung, die ich hauptsächlich dazu nutzte, &lt;a href="../zettelstore_0_11/"&gt;Zettelstore
0.11&lt;/a&gt; freizugeben. Danach schnackte ich noch etwas mit
Heinrich Kümmerle, auch über die dienstägliche Lehrveranstaltung, aber auch
über alles andere. Nicht mittels WebEx, sondern Goto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Dienstag war gut zu sehen, was für einen Risikotyp die Studierenden in der
Mehrheit haben. Zumindest die im zweiten Semester im Fach Projektmanagement.
Die Termineinteilung beim &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt;
ergab nämlich, dass Lösungsvorschläge bis Karfreitag hätten abgegeben werden
müssen und ich bis inklusive Ostermontag Zeit hätte, diese zu bewerten. Damit
ergibt sich das Risiko, dass ich die Lösungsvorschläge nicht bewerten könnte,
sollte das VPN dann nicht funktionieren und die Studierenden somit am
Osterdienstag keine Rückmeldungen hätten. Statt dessen müssten sie bestimmt bis
Ostermittwoch warten. Als Risikobewältigungsstrategie schlug ich vor, entweder
die Lösungsvorschläge bis Kardonnerstag fertigzustellen oder die Lernphase
gleich um eine Woche zu verkürzen, also bis zum Freitag. Die Mehrheit stimmte
für diesen Freitag. Klausurfrage: um welchen Risikotyp handelt es sich?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin war das mal angewandtes Risikomanagement.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachmittags in der Siebtsemesterprojektstudie wies ich eine Gruppe in die
geheime Kunst des Schätzens ein und wie man diese Schätzung kommuniziert. Na
ja, so geheim ist das auch nicht und nicht mal Kunst. Man hätte sich schon in
Vorbereitung meinen Vortrag &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=Pj8Ctlko1aM"&gt;Aufwandsschätzungen in der
Softwaretechnik&lt;/a&gt; (im Rahmen der
Virtuellen Vorlesungsreihe Wirtschaftsinformatik) ansehen können, aber gut. Der
eigentliche Zweck war nicht unmittelbar die Schätzung, sondern die Überlegung,
was alles zu tun ist, damit die Schätzung überhaupt etwas mit einer Realität zu
tun hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Kolloquium. Nette Vorstellungspräsentationen, die wieder einmal die
Bandbreite der Wirtschaftsinformatik zeigen. Wieder einmal mit jemanden,
die:der diese Präsentation erst dann hält, wenn die eigentliche Abschlussarbeit
schon abgegeben ist. Was da an Feedback verschwendet wird. Bis ich auf die Idee
kam, dass dann offensichtlich kein Feedback gewünscht wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Softwaretechnik. Alle aufmerksam, außer die in den hinteren Reihen.
Scheint bei denen ein Ritual zu sein. In die Vorlesung gehen, ohne daran
teilzunehmen. Waren im Cafe alle Plätze schon voll?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Besprechung. Mit zwei der daran teilnehmenden Kolleg:inn:en klönte
ich vorab in unserem offenen Besprechungsbereich
(&amp;bdquo;Professorenlounge&amp;ldquo;), als zwei andere Kollegen um zusätzliche
15&amp;nbsp;Minuten baten, weil sie vorher noch etwas essen wollte. Alles klar,
geht klar. Dann kam noch der letzte verbliebene Kollege vorbei, der überrascht
ob des Besprechungstermins war. Er würde evtl. später dazu kommen. Und dann
waren auf einmal die 15 zusätzlichen Minuten um, und dann noch einmal
15&amp;nbsp;Minuten und dann noch fünf Minuten. Also insgesamt 35&amp;nbsp;Minuten,
oder &lt;a href="../../2022/20_minuten_weg/"&gt;20 Minuten&lt;/a&gt; nach den 15&amp;nbsp;Minuten. Ich zog
dan in aller Ruhe meine Radfahrkleidung an und fuhr nach Hause. Wieder einmal
zeigt die Regel ihren Nutzen. Die beiden Späterkommenden meinten, dass sie uns
Wartende vergessen hätten. Noch ein Argument für die Regel, besonders unter
gleichberechtigten Kollegen. Das Argument, der Termin sei ja bis soundsoviel
Uhr angesetzt, und ich hätte bis dann bleiben können, halte ich für wenig
haltbar. Wenn der Termin wirklich so viel später hätte beginnen können, dann
hätte man ihn ja entsprechend kürzer einplanen können. Nun ja. Die nächste
Verspätung kommt bestimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Kategorientheorie. Als Gespräch von Zweien geplant, wollte ich nur
als Zuhörer dabei sein. Rückblickend habe ich dann wohl recht viel gefragt. Als
jemand, der sich im Studium auch in Algebra, Rekursionstheorie und anderen
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturwissenschaft"&gt;strukturellen Fragen&lt;/a&gt;
vertieft hat, ist für mich die Kategorientheorie nie wirklich klar gewesen.
Vielleicht, weil es &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeiner_Unsinn"&gt;allgemeiner
Unsinn&lt;/a&gt; ist. Aber da viele
aus der Teilmenge funktionaler Programmiersprachen, insbesondere Haskell, das
Wort immer wieder fallen lassen, wollte ich es schon länger verstehen. Das
Gespräch, dass dann sehr mathematisch wurde, hat mich einen Schritt näher
gebracht. Die Struktur der Strukturen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag. Die Frisur hält. Die Regenfahrradhose war nur eine Fahrradhose.
Viertsemesterprojektstudie. Alle noch recht unerfahren, aber deshalb sind sie
ja dabei. Die Aufgabe der letzten 14&amp;nbsp;Tage war, die Arbeitsfähigkeit
herzustellen. Notwendige Software installieren, ggf. bestehende System zum
Laufen zu bringen, erste Anforderungen erheben, so etwas. Wenn unsereiner
fragt, ob das erledigt wurde, bekommt man so gut wie nie ein Nein. Dann helfen
Stichproben. Die Studierenden sollen mittels des Projektors zeigen, dass sie
arbeitsfähig sind. Ergebnis: einer von vier zufällig ermittelten Studenten
konnte das zeigen. Mal sehen, was in den Statusberichten zu den ersten zwei
Wochen steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach gab es viele kleine nette Gespräche. Und in einer Gruppe konnte ich
demonstrieren, was wissenschaftliche Herangehensweise ausmacht. Am Beispiel der
Frage, welche Datenbank verwendet werden sollte. &lt;a href="https://sqlite.org/"&gt;SQLite&lt;/a&gt;
oder MySQL. Die Befürchtung war, dass SQLite nicht &amp;bdquo;skalieren&amp;ldquo;
würde. Einige sokratische Fragen später war den Studenten klar, dass MySQL in
diesem Kontext definitiv nicht die Lösung war, wie geglaubt wurde. Ja, diese
Projektstudie macht in diesem Semester viel Spaß. Definitiv ein Kandidat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freitag. Vorlesen. Grundschule. Wir haben eine dritte Regel eingeführt. Der Popo
bleibt auf dem Stuhl. Seit Wochen versuchen die Schüler mein Alter herauszubekommen.
Die Schätzungen reichen von 35 bis 75. Etwas frustriert fragte mich ein Schüler,
warum ich mein Alter nicht sagen würde und statt dessen darauf bestand, selbst
eine bestimmte Suche im Web durchzuführen. Über meine Antwort dachte er dann eine
Zeit lang sichtbar nach. Ihr sollt nicht alles vorgekaut bekommen, sondern mal
selber denken lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gilt nicht nur für die Grundschule, oder für die Hochschule.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.11</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_11/" rel="alternate"></link><updated>2023-04-01T17:33:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:f0c4dfba-f656-3832-810a-6b4b8f9b6d92</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_11"&gt;Version&amp;nbsp;0.11&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es an relevanten Änderungen im nun 26.&amp;nbsp;Release?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele ist weggefallen, einiges davon &lt;a href="../zettelstore_0_10/"&gt;angekündigt&lt;/a&gt;. Die
Repräsentation von Zetteln im sog. ZJSON-Format ist gestrichen. Wer eine
strukturierte Repräsentation von den Inhalten eines Zettels benötigt, muss nun
das Sexpr-Format verwenden. Dies betrifft im Wesentlichen diejenigen, die auf
den Zettelstore über seine API zugegriffen haben, z.B. mit Hilfe des
Zettelstore Client.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher wurde der Titel eines Zettels als Zettelmarkuptext interpretiert. D.h.
man konnte dort etwas hervorheben, Fußnoten verwenden, auf etwas verweisen. Das
machte nur Probleme bei der Generierung. Zum Beispiel werden Zettel bei einer
Suche in der Web-Oberfläche über ihren Titel aufgelistet, inkl. Verweis auf den
Zettel. Wenn nun ein Titel einen Verweis enthält, dann wird dieser bei der
Auflistung ignoriert (und produziert ungültiges HTML). Fußnoten müssen bei der
Auflistung unterdrückt werden, sie am Ende der Auflistung darzustellen macht
viele weitere Probleme. Also, wer nun entdeckt, dass im Titel &amp;bdquo;lustige
Zeichen&amp;ldquo; auftauchen, hat wohl Zettelmarkup im Titel verwendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Web-Oberfläche werden Verweise auf externe Seiten mit Hilfe eines
kleinen Pfeils visualisiert. Dieser konnte über die Konfigurationseinstellung
&lt;code&gt;marker-external&lt;/code&gt; geändert werden. Da &lt;code&gt;marker-external&lt;/code&gt; beliebiges HTML
erlaubt, wäre dies ein potentielles Sicherheitsproblem. Außerdem, für das
Aussehen ist CSS zuständig. Also habe ich diese Konfigurationseinstellung
gelöscht, der Pfeil wird nun mittels CSS erzeugt. Wer diesen ändern möchte: das
CSS des Zettelstores ist in einem Zettel gespeichert, der natürlich geändert
werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Anweisung zur Suche gibt es nun die Möglichkeit, mit Hilfe von &lt;code&gt;PICK
n&lt;/code&gt; (&lt;code&gt;n&lt;/code&gt; ist eine positive ganze Zahl) sich aus der Liste der Suchtreffer &lt;code&gt;n&lt;/code&gt;
zufällige Elemente auszuwählen. Grob entspricht das einem &lt;code&gt;RANDOM LIMIT n&lt;/code&gt;,
wobei nun aber die Elemente zusätzlich sortiert werden können. &lt;code&gt;RANDOM&lt;/code&gt; ist nun
nur noch nötig, wenn man alle Suchtreffer zufällig sortieren möchte. Ein
&lt;code&gt;RANDOM LIMIT n&lt;/code&gt; wird intern auf ein &lt;code&gt;PICK n&lt;/code&gt; zurückgeführt. Beide Direktiven
können nicht zugleich angegeben werden, &lt;code&gt;PICK n&lt;/code&gt; überschreibt ein &lt;code&gt;RANDOM&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der sog. &lt;em&gt;Zettelkontext&lt;/em&gt; ist ein Weg, wie man zu einem bestimmten Zettel andere
relevante Zettel auflisten kann. Das geschah bisher über Verknüfungen zwischen
Zetteln. Problematisch waren dabei allerdings Zettel, die als Knotenpunkt
fungieren. Dadurch wuchs die Auflistung, viele irrelevante Zettel wurden
aufgelistet. Seit diesem Release werden Zettel, die als Knotenpunkt fungieren,
quasi besteuert. Intern erhalten sie wesentlich höhere Kosten als Zettel mit
weniger Verweisen. Gleichzeitig konnte ich mit diesem Kostenmodell relevante
Zettel auch über Schlagworte identifizieren. Je mehr Zettel es zu einem
Schlagwort gibt, desto teurer sind diese. Im Endeffekt funktioniert dieses
Modell in meinem eigenen Zettelstore ganz gut. Auch das
&lt;a href="https://zettelstore.de/manual/"&gt;Benutzerhandbuch&lt;/a&gt; des Zettelstore, das ja
selbst ein Zettelstore ist, bestätigt dies. So vermute ich, dass bei allen
Nutzern des Zettelstore, bei denen die Zettel einigermaßen verknüpft sind, der
Kontext eines Zettels nützliche, weil relevante Zettel auf dem Umfeld anzeigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die größte Änderung ist aktuell nur über eine neue Repräsentation von Zetteln
sichtbar, dem SHTML-Format. Das &lt;em&gt;S&lt;/em&gt; steht dabei für &lt;em&gt;Symbolischer Ausdruck&lt;/em&gt;.
Diese SHTML-Format ist dabei eine Vorstufe zum HTML-Format, das insbesondere in
der Web-Oberfläche verwendet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Monaten habe ich immer mal wieder überprüft, ob das HTML, das
der Zettelstore generiert, überhaupt gültiges HTML ist. Im Web-Browser sieht
alles soweit in Ordnung aus, aber Web-Browser sind sehr nachsichtig, was
ungültiges HTML angeht. Problematischer kann es werden, wenn das generierte
HTML nicht vom (graphischen) Web-Browser konsumiert wird, sondern von anderer
Software. Diese könnte bei ungültigem HTML aus dem Tritt kommen, zum Beispiel
Software, die HTML in Sprache übersetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immer wieder habe ich ungültiges HTML gefunden, immer wieder die jeweiligen
Stellen korrigiert. Schwierigkeiten macht nicht das eigentliche HTML, mit dem
Dokumente struktuiert werden (also den sog. &lt;em&gt;Tags&lt;/em&gt;), sondern Attributwerte,
Inhalte des &lt;code&gt;&amp;lt;script&amp;gt;&lt;/code&gt;-Tags, u.s.w. Je nach Inhaltstyp gelten unterschiedliche
Regelungen. Wenn man immer wieder Fehler macht, dann kann man Software
schreiben oder nutzen, damit diese Fehler vermieden werden. Sonst würden wir
noch in Assembler programmieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher generiert der Zettelstore HTML auf zwei Arten. Hauptsächlich in der
Umwandlung der inneren Zettelstruktur in HTML wird das HTML in den jeweiligen
internen Funktionen zusammengestellt. Dabei wird der HTML-Code als
unstrukturierte Zeichenkette aufgefasst. Um den HTML-Code für die Seiten der
Web-Oberfläche zu erzeugen, verwende ich sog. &lt;em&gt;Templates&lt;/em&gt;. Ein Template ist im
Wesentlichen HTML-Code mit Platzhaltern an den Stellen, an denen etwas variabel
sein muss. Der Zettelstore ist in der Programmiersprache &lt;a href="https://go.dev/"&gt;Go&lt;/a&gt;,
dass über eine recht gute
&lt;a href="https://pkg.go.dev/html/template"&gt;Template-Bibliothek&lt;/a&gt; verfügt. Da aber
Templates auch Zettel sein sollen, wäre man dan daran gebunden, den Zettelstore
in Go zu implementieren. Deshalb wird &lt;a href="https://mustache.github.io/"&gt;Mustache&lt;/a&gt;
verwendet, für das es viele Implementierung in so gut wie allen
Programmiersprachen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Post &lt;a href="https://www.devever.net/~hl/stringtemplates"&gt;Producing HTML using string templates has always been the wrong
solution&lt;/a&gt; gab mir den Anstoss zu
einer nachhaltigen Änderung. Der Post beschreibt gut, warum Templates, die nur
auf Zeichenketten basieren und die Struktur von HTML nicht kennen, prinzipielle
Nachteile besitzen. Das gilt besonders für Mustache, in Teilen auch für
Go-Templates. Viel besser ist es, auch aus Sicherheitsgründen, die innere
Struktur von HTML zu berücksichtigen. Die Idee von
&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/SXML"&gt;SXML&lt;/a&gt; sprach mich auch deshalb an, weil
der Zettelstore sowieso symbolische Ausdrücke mit Hilfe des Sexpr-Formats
unterstützt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So habe ich ein weiteres Projekt gestartet:
&lt;a href="https://zettelstore.de/sx/dir?ci=tip&amp;amp;name=sxhtml"&gt;SxHTML&lt;/a&gt;. Man erstellt
zunächst spezielle symbolische Ausdrücke, die dann von dieser Bibliothek in
HTML umgewandelt werden. Das SxHTML-Format ist also nichts weiter als die
innere Struktur eines zu generierenden HTML-Formats.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Innerhalb des Zettelstore wird für die HTML-Darstellung ein Zettel erst einmal
ins Sexpr-Format konvertiert, von dort aus ins SHTML-Format und dann ins
HTML-Format. Da alles intern passiert, wird kein Text generiert und im nächsten
Schritt gelesen. Intern sind das nur unterschiedliche Datenstrukturen, die
jeweils einem Zweck genügen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aktuell werden nur die Zettelinhalte nach SHTML und dann nach HTML überführt.
In den nächsten Releases werden die Mustache-Templates durch symbolische
Ausdrücke ersetzt. LISP-Sprachen bieten dazu den Template-Mechanismus mit Namen
&lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Quasi-quotation"&gt;Quasi-Quotierung&lt;/a&gt;. Die
Mustache-Bibliothek benötige ich dann nicht mehr, die entsprechenden Zettel
erhalten entweder andere Inhalte, eben die symbolischen Template-Ausdrücke,
oder es gibt neue Zettel und die bestehenden werden perspektivisch gelöscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Womit ich schon beim Ausblick bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die API nutzt an einigen Stellen noch das JSON-Format. In kommenden Releases
wird dies ebenfalls durch symbolische Ausdrücke ersetzt. Damit werden dann die
Bibliotheken zur Verarbeitung von JSON-Daten ebenfalls nicht mehr benötigt
werden. Dieser Umstieg wird aber noch etwas dauern, wie auch obige Umstellung
auf symbolische Template-Ausdrücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jemand auf Mastodon meinte, dass perspektivisch der ganze Zettelstore, also
auch die Software selbst, dann mit Hilfe einer LISP-Sprache implementiert
werden können, analog Emacs. Nun, da wird der Mond noch häufig die Erde
umkreisen. Ein Schritt nach dem anderen. Aber wenn das den Entwurfszielen des
Zettelstore dient, warum nicht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für das Release&amp;nbsp;0.12 werde ich das Sexpr-Format dokumentieren. Zettel
erhalten ein Metadatum, mit dem man das Ablaufdatum des Zettels angeben kann.
Dies ist mindestens in meinem Kontext relevant, denn mein Zettelstore enthält
Vorlesungsunterlagen und Notizen zu Abschlussarbeiten. Gerade die
personenbezogenen Daten sollte nach der Ablauffrist gelöscht werden. Ansonsten
habe ich wieder einige interne Optimierungen geplant. Mal sehen, ob davon eine
so umfangreich wie die Einführung des SHTML-Formats wird. Die Ideen für die
Client-Software (Zettel Mail, Zettel Presenter, Zettel Publisher) sind nicht
vom Tisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update 2023-05-31:&lt;/strong&gt; Die Bibliothek SxHTML ist umgezogen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 20.3.23</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/lange_woche_230320/" rel="alternate"></link><updated>2023-03-26T15:48:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:b79cab9a-aea0-3fbd-b343-190f567f2410</id><content type="html">&lt;p&gt;Zweite Vorlesungswoche. Immer noch mit Cyberanfall. Immer noch mit, hmm,
interessanter Kommunikation. Immer noch mit rein internem ILIAS. Dafür lichten
sich die Wirrnisse des Vorlesungsbeginns. Immer mit viel Spaß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Montag ist WebEx-Tag. Besprechung mit Bearbeiterin einer Abschlussarbeit.
Überhaupt, Abschlussarbeiten. Am Mittwoch meldete ich meine drei betreuten
Abschlussarbeiten an, womit ich für dieses Semester ausgebucht bin. Plusminus
Zwangszuweisungen. Hatte ich so komprimiert und dann so plötzlich auch noch
nicht. Der Rest des Montags steht dann gerne traditionell für freie
Zeiteinteilung. Diesmal konnte ich wieder am
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; basteln. Langsam läuft es in Richtung
eines neues Releases.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag geht es mit dem Fach Projektmanagement weiter. In meinem Teil der
Veranstaltung gab ich eine kleine Einführung. Sowohl in das Projektmanagement
selbst, wie auch in das Arbeiten im Kontext des &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;Agilen
Studierens&lt;/a&gt;. Und dann arbeiteten die Studierenden
selbst an den Themen und Lösungsvorschlägen. Ich wanderte von Gruppe zu Gruppe
und gab Tipps, Hinweise, zum Inhalt und auf der Metaebene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heinrich Kümmerle unterrichtet den anderen Teil der Studierenden eher
traditionell, was gewünscht wurde. Fast zeitgleich waren wir beide fertig, so
dass noch etwas Zeit für Espresso war. Im Gespräch zweier älterer weißer Männer
ging es irgendwie um Fitness und Gesundheit und ich betätigte mich wohl als
Influenz(a|er). Im Nachgang erinnerte ich mich, dass ich ihm noch ein, zwei
Werbepost in seinem Blog schulde. Bei mir gibt es keine Werbung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Siebtsemester in der Projektstudie schienen zu wissen, was sie benötigten.
So konnte ich nach kurzer Zeit quasi in Bereitschaft die liegengebliebene
elektrische Post erledigen. Später kam heraus, dass zumindest der eine oder
andere sich geirrt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im November&amp;nbsp;2020 hatte ich in der Personalabteilung einen Antrag gestellt.
Inhalt ist nicht so wichtig, vielleicht sogar vertraulich. Die Regeln der
Hochschule versprachen eine Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten. Danach
fragte ich immer mal wieder nach und erhielt lustige Schätzungen, wann der
Antrag bearbeitet sei. Wie sagte schon Douglas Adams? &amp;bdquo;I love deadlines.
I love the whooshing noise they make as they go by.&amp;ldquo; Whoosh, whoosh,
whoosh. Am Dienstag erhielt ich, einen Monat nach meiner letzten Rückfrage, vom
zuständigen Mitarbeiter:in die Nachricht, dass inzwischen die Zuständigkeiten
geändert wurden. Wer zuständig ist, schrieb sie:er nicht. Dafür, dass der
Antrag &amp;bdquo;schnellstmöglichst&amp;ldquo; bearbeitet wird. Manchmal frage ich
mich, wer für wen da ist: die Hochschule (-verwaltung) für die Studierenden,
Mitarbeiter:inn:en, Professor:inn:en, oder sind all diese Personengruppen dazu
da, das Prestige der Hochschule zu steigern und die Verwaltung möglichst in
Ruhe zu lassen? Wedelt der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund.
Ist wohl für manche noch ein Forschungsprojekt. Seit zwei Jahren wird der
Antrag schnellstmöglichst bearbeitet. So geht Behörde. Nun ja, andere Teile
dieser Behörde arbeiten immerhin, so gut es die Umstände zulassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kolloquium am Mittwoch war wieder mal recht nett und unterhaltsam. Bei den
Präsentationen gab es durchaus positive Überraschungen. Aber auch erwartbare
geringe Leistungen. Kein Wunder, wer nur zu den Pflichtterminen physisch
anwesend ist, hat Probleme, wenn es darauf ankommt. Manche der physisch
Anwesenden waren wiederum überrascht, dass wir Veranstalter das nicht zur
&amp;bdquo;aktiven Teilnahme&amp;ldquo; zählten. Aber insgesamt ein schöner Termin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Fach Softwaretechnik versuchte ich den Anwesenden klar zu machen, dass diese
vermeintlich theoretische Fach essentiell für das weitere Studium und spätere
Berufsleben ist. Es sei denn, man möchte nicht aktiv an der Erstellung von
Softwaresystemen arbeiten. Selbst für Hype-Themen a la &amp;bdquo;künstliche
Intelligenz&amp;ldquo; oder wenn es um große Datenbestände geht, ist eine gewisse
Strukturierung für den späteren Erfolg unbedingt notwendig. Mal sehen, ob der
Appell geholfen hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag ist die Projektstudie im vierten Semester dran. Nach dem Start
letzte Woche suchten noch viele Orientierung, die ich gerne versuchte zu geben.
Mitarbeit war gut, wohl auch das Lernen. So langsam kann ich dort meine Rolle
von der des Veranstalters in die des Coaches und/oder des erfahrenen
Entwicklers ändern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen Ende der Woche die Nachricht der Woche: die Hochschule rollt das neue VPN
aus. Unsereiner darf es schon nutzen, die Studierenden etwas später. Während in
den letzten Wochen am schlechten Beispiel gelernt werden konnte, ist dies ein
positiver Lichtblick.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, und am Freitag hatten meine Vorlesekinder der 3b und ich eine Schulstunde
Spaß. Beim Vor- und Selbstlesen, beim Rechnen im Binärsystem mit den Fingern,
aber auch bei anderen abgefahrenen Themen. Eine Schülerin hat sogar eine
Suchmaschine befragt, in welchem Jahr es die meisten Geburten gab, um mein
Alter herauszubekommen. Nice. Und erfreulich für mich zu merken, dass man etwas
bewirkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sonnabends geht es für uns häufig in die Innenstadt. Entweder Eis (bei dem
einzig vernünftigen Eiscafé) oder Panini (bei dem (fast) einzig vernünftigen
Geschäft für italienische Spezialitäten). Diesmal wurde es Eis. Und die
Entdeckung eines sehr serviceorientierten Optikers. Dafür waren die
Verkehrsbetriebe wieder einmal wenig serviceorientiert. Wozu gibt es diese
Displays mit der Anzeige der Ankunftszeit an manchen Haltestellen, wenn dort
nur der Fahrplan angezeigt wird, aber nicht dass der Bus ausfällt?
Service&amp;nbsp;0.0. Wahrscheinlich war das Faxgerät defekt. So ging es am
Neckarufer bei leichtem Regen für uns zu Fuß nach Hause. Heuschnupfen lässt
grüßen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kommende Woche könnte ich vielleicht das neues Release des Zettelstores
veröffentlichen. Mal sehen, ob ich Zuhörer des Gesprächs über Kategorientheorie
sein werde. Und ob es eine Antwort auf meine Rückfrage zum Antrag gibt.
Vielleicht weiß der Kanzler mehr.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 13.3.23</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/lange_woche_230313/" rel="alternate"></link><updated>2023-03-19T15:44:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:72e9434d-d46a-3600-85dc-0674eed34514</id><content type="html">&lt;p&gt;Beginn der Vorlesungszeit! Immer noch mit Cyberanfall. Dafür mit noch mehr
Fehlkommunikation als üblich. Aber der Reihe nach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da war geplant, das Lehr- / Lernmanagementsystem ILIAS am Wochenende vorher so
neu zu installieren, dass es auch von außerhalb des Hochschulnetzes zugreifbar
sein soll. Bis jemand auf die glorreiche Idee kam, dass man dann besser das
neue Authentisierungssystem zum Anmelden verfügbar machen müsste. Dummerweise
war das erst für diese Woche geplant. Wer da wohl alles mit wem nicht
gesprochen hatte? Zumal ein hiesiger IT-Dienstleister der größeren Art mit
dabei ist. Hat aber wohl eher wenig Domänenwissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So bliebt es erstmal bei den bisherigen Auswirkungen des Cyberanfalls.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Montags ist bei mir eher Tag der Online-Besprechungen. Jemand wollte die
&lt;a href="../../../hochschule/thesis/"&gt;Abschlussarbeit&lt;/a&gt; von mir betreut haben, mit vom
externen Unternehmen vorgegebenen Thema. Das Ursprungsthema wäre vor
10&amp;nbsp;Jahren aktuell gewesen, aber wir haben etwas gefunden. Und zugleich
wieder einen Irrtum zum Thema
&lt;a href="../../2018/sperrvermerkeritis/"&gt;Sperrvermerkeritis&lt;/a&gt; behoben. Kleine Botschaft
an mitlesende Unternehmensvertreter: die sind fast immer unnötig, häufig
schädlich. Zumindest im Bundesland Baden-Württemberg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einem Termin wurde ich versetzt. So konnte ich mal wieder meine kleine
&lt;a href="../../2022/20_minuten_weg/"&gt;Regelung&lt;/a&gt; anwenden und hatte so etwas zusätzliche
Zeit, mit dem Hund unterwegs zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Montags ist auch der Tag, an dem ich meist etwas zum
&lt;a href="https://zettelstore.de"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; programmieren kann. Während der letzten
Wochen habe ich die Generierung von HTML umgestellt. Vorher wurde HTML direkt
herausgeschrieben, nun per
&lt;a href="https://zettelstore.de/sx/dir?ci=tip&amp;amp;name=sxhtml"&gt;SxHTML&lt;/a&gt;, ein
S-Expression-basiertes Format, welches de facto nur eine andere XML-artige
Syntax ist. Generiert man HTML direkt, dann übersieht man gerne die eine oder
andere Regel, wie welche Zeichen an welchem Ort im HTML-Dokument zu kodieren
sind. Das macht nun SxHTML für mich. Und als Nebeneffekt, benötige ich bald
keine &lt;a href="https://mustache.github.io/"&gt;Template-Engine&lt;/a&gt; mehr. Für Insider:
Quasi-Quote macht es möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag ging es auch für mich mit den Vorlesungen los. Zunächst fing mich ein
Mitarbeiter mit der Botschaft ab, ein zu Vorlesungsbeginn auch von mir (und ihm
und weiteren) benötigtes IT-System würde keine Authentifizierungsdaten entgegen
nehmen. Letzte Woche funktionierte es noch. Wieder mal eine Änderung dank nicht
kommunizierter Cyberanfallumgehungsprojekte? Immerhin fiel mir ein Fix ein und
ich konnte das System auch für die erste Lehrveranstaltung, Projektmanagement,
einsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Fach wurde wie im letzten Semester mit Heinrich Kümmerle als
Lehrbeauftragten aufgeteilt. Wir hatten uns eine nette Aufteilung ausgedacht,
so dass jeder von uns beiden etwa die Hälfte der Studierenden betreuen kann,
jeder grob 60. Die 60&amp;nbsp;Studierenden waren auf jeden Fall bei mir im Raum,
wie geplant. Bei ihm erschienen etwa 25. Schön kuschelig. Da gibt es wohl
einige, die noch immatrikuliert sind, aber nicht mehr am Studienbetrieb
teilnehmen. Oder die lieber parallel ein Fach aus dem 3.&amp;nbsp;Semester belegen,
Projektmanagement im 2.&amp;nbsp;Semester eher mitlaufen lassen und sich bei der
Klausur wundern, weshalb sie in beiden Semestern durchgefallen sind und das
Studium der Wirtschaftsinformatik beenden müssen. Kann man sich nicht
ausdenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach klönte ich wieder mit einem Espresso mit Heinrich Kümmerle, äh wir
machten ein Debriefing / Retrospektive. Später kam noch eine Kollegin dazu.
Eine knappe Stunde später wollte ich dann in die nächste Lehrveranstaltung. Mir
kam ein Student entgegen und fragte, wo ich bliebe. Peinlich. Die Projektstudie
begann schon um 13.30&amp;nbsp;Uhr, nicht wie all die Jahre vorher um 14&amp;nbsp;Uhr.
Peinliche Macht der Gewohnheit. Immerhin waren die Studierenden noch anwesend.
Und mehr als avisiert. Zum Glück hatte ich noch ein Thema parat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch einmal bemerkte ich heute eine zeitliche Fehlrechnung, diesmal von letzter
Woche. Da meldete ich mich zu einer Zettelkastenrunde ran, nicht von mir
veranstaltet. Fehlrechnung, weil ich dann doch nur etwas sehr knapp dabei sein
konnte. Dafür gab es im Anschluss noch ein nettes Gespräch mit St.&amp;nbsp;L.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwochs um 8&amp;nbsp;Uhr findet diesmal das Kolloquium statt. Für die Uhrzeit
erstaunlich gut besucht. Zunächst gab es von mit eine kleine Einführung und
dann drei Präsentationen, mit Licht und Schatten. Manche Themen von
Abschlussarbeiten verstehe ich nicht. Bei denen bin ich auf die
Abschlusspräsentation gespannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach das Fach Softwaretechnik. Auch erstmal eine Einführung. Manches dazu
schrieb ich schon &lt;a href="../rueckblick_ws22/"&gt;letzte Woche&lt;/a&gt;. Und nach der
Mittagspause war eine Dienstbesprechung angesetzt. Zum Glück planen wir die in
Präsenz, im Unterschied zu anderen Studiengängen. Denn am Mittwoch
funktionierte der Zugang zum Webex höchstens sporadisch. Lag am WLAN des
Bildungsdisneyländcampus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und am Donnerstag war die andere Projektstudie an der Reihe.
4.&amp;nbsp;Semester. Mit so vielen Teilnehmer:innen, wie schon lange nicht. Vier
Gruppen. Nette Themen. Zwei neue Themen, zwei vom letzten Semester. Gefühlte
Motivation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Vorlesungswoche ist immer etwas anstrengender. Man weiß wie, was so
alles passiert. Zumal da ja einige mehr oder minder erfolgreich dabei sind, die
Auswirkungen des Cyberanfalls zu beheben. Siehe oben. Am Dienstag bekam ich
meine neuen Zugangsdaten. Am Mittwoch die Mail, diese bis Donnerstag zu
aktivieren, da am Freitag mit der Migration begonnen werden sollte. Nur, viele
hatten noch keine Zugangsdaten erhalten. Wäre auch zu komisch gewesen, dass
gerade hier die Behörde schnell agiert, wo doch zu viele Anträge mehrere Jahre
(!) zur Bearbeitung dauern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So bemerkten die Verantwortlichen am Donnerstag auch nicht den Stromausfall,
bzw. dass danach bestimmte IT-Systeme manuell (!) neu gestartet werden müssen.
Nichts mit dem Erfassen der Studierenden, die auf die Autorisierung warteten,
um mit dem Studieren zu beginnen. Und ich dachte, dass professionelle IT-ler
inzwischen auch mal mit den relevanten Stakeholdern kommunizieren können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freitag war wieder Vorlesen in der Dammgrundschule dran. Die Schüler:innen der
Klasse&amp;nbsp;3b freuen sich jedes Mal und ich damit auch. Manche haben ein gutes
Gedächtnis und wissen, was vor Wochen von mir vorgelesen wurde. Da das Buch,
aus dem ich vorlese, zufällig 128&amp;nbsp;Seiten hat, spielten wir etwas
&amp;bdquo;Zahlen verdoppeln&amp;ldquo;. Manche kamen bis 4096. Ich ergänzte noch etwas
nutzloses Wissen, indem ich ihnen zeigte, wie man mit einer Hand bis 31 zählen
kann, mit Zweien sogar bis 1023. Letzteres glaubten sie mir, ich musste nicht
alle Zahlen demonstrieren. Alle haben mutmaßlich gelernt, dass der
ausgestreckte Mittelfinger die Zahl vier repräsentiert und zwei davon die Zahl
132.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach durfte / musste ich die Datenerfassung vom Donnerstag vollenden. Zum
Glück liegt der Bildungsdisneyländcampus in der Nähe der Dammgrundschule.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die kommende Woche bleibt wohl unplanbar. Mal sehen, was sich die
Verantwortlichen zur Behebung des Cyberanfalls noch so alles ausdenken und
nicht kommunizieren, damit wir anderen eine maximale Überraschung erleben
dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und irgendwann dokumentiere ich auch mal, was aus der Zettelkastenrunde
geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update 2023-05-31:&lt;/strong&gt; Die Bibliothek SxHTML ist umgezogen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Rückblick Wintersemester 2022/3</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/rueckblick_ws22/" rel="alternate"></link><updated>2023-03-12T15:57:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:f693b7c7-0625-3938-af4f-efd50492e575</id><content type="html">&lt;p&gt;Morgen beginnt die offizielle Vorlesungszeit für das Sommersemester&amp;nbsp;2023.
Zeit, um noch einmal kurz innehalten und das letzte Semester im Rückblick
anzusehen. Viel habe ich ja schon mittel der &lt;a href="../../../admin/categories/journal/"&gt;langen
Wochen&lt;/a&gt; berichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wintersemester&amp;nbsp;2022/3 begann in der Hoffnung auf ein
&amp;bdquo;normales&amp;ldquo; Semester. So ganz ohne Notfallonlinelehre, richtig in
Präsenz, der für den Typ meiner Hochschule geplante Ablauf. Die ersten Wochen
war das auch so. Zwar hatten einige Umstellungsschwierigkeiten vom Online- auf
den Präsenzunterricht, nicht nur die Studierenden. Aber ich war auch mal froh
mit realen Menschen, hauptsächlich Studierende und Mitarbeitende, in Präsenz
über einige Wochen zusammenarbeiten zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann kam der Angriff auf die IT-Systeme der Hochschule, inzwischen
bekannt unter dem Namen &lt;em&gt;Cyberanfall&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Ende Oktober die Hochschule vom Rest des Internets getrennt wurde, da
schienen mir erstaunlich viele hilflos. Zu sehr hatten diese sich daran
gewöhnt, bequem vom heimischen Arbeitsplatz die Systeme der Hochschule zu
nutzen. Immerhin funktionierte WebEx, da wohl datenschutzaugenzudrückend auf
fremden Systemen betrieben, so dass eine erste Kommunikation möglich ist. Die
Systeme der Hochschule funktionierten fast alle, nur eben nur innerhalb des
Hochschulnetzes. Dafür mussten dann einige auf die Idee gebracht werden, auch
mal auf den Campus zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich fragte mich dann immer, wie ich mein Studium überhaupt abschließen konnte,
so ohne Internet und all den Bequemlichkeiten. Wie viele Stunden habe ich in
der Bibliothek verbracht? Wie häufig stand ich vor verschlossenen Türen, weil
jemand krank war? Wie konnte ich mich bloß mit meinen Kommilitonen abstimmen
und wie uns gegenseitig informieren, so ohne das Internet? Tja, liebe Leute,
früher hat man einfach miteinander gesprochen und hat nicht alle Erfahrungen
für sich behalten. Und man mag über den Bildungsdisneylandcampus sagen was man
will, die Bibliothek ist recht gut gelungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So begleitete uns der Cyberanfall durch das Semester.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für alle etwas schwieriger wurde es gegen Ende, weil das Prüfungssystem für
niemanden zugreifbar war und so die Anmeldung zu den Prüfungen etwas komplexer
(ungewohnter?) war als sonst. Und immerhin konnten seit etwa Ende November
Mails von außen zugestellt und nach außen versendet werden. Das war aber auch
die einzige Erleichterung für uns alle.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektmanagement (2. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zu diesem Fach schrieb ich etwas auf einer &lt;a href="https://agiles-studieren.de/2023/02/retrospektive-ws22/"&gt;separaten
Seite&lt;/a&gt;. Bitte dort
weiterlesen.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Softwaretechnik (3. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie auch im Fach &amp;bdquo;Projektmanagement&amp;ldquo; wurden die Prüfungsbedingungen
geändert, auf Anregung der Studierenden und meiner Kollegin, die eine
Teilprüfung durchführt. Bisher musst man die Klausur bestehen und erst, wenn
das der Fall war, wurde die bei der Klausur erreichte Note mit der Note der
Teilprüfung gewichtet verrechnet. Die Teilprüfung besteht fast nur aus einem
praktischen Teil, der die eher theoretisch angehauchte Veranstaltung
&amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo; abrunden soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die bisherige Regelung haben wir dahingehend geändert, dass es in jedem
Teilfach eine bestimmte Anzahl an Punkten vergeben wird und die Note auf Basis
der Gesamtpunkte berechnet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hat sich nicht bewährt. Nach Aussagen der Kollegin waren die Studierenden
bei ihr so fleißig, dass sie im Durchschnitt die
&lt;a href="../../2015/durchschnittsnote/"&gt;Note&amp;nbsp;1,3&lt;/a&gt; vergeben hat. Dafür haben die
Studierenden im Fach &amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo; eher wenig getan. Sie können
sich nun vielleicht praktisch mit Design Thinking durchwurschteln, wissen aber
offensichtlich weniger über Softwarearchitekturen, Testen, Web-Systeme oder so
kleine Dinge wie etwas über den Unterschied zwischen Parallelität und
Nebenläufigkeit. So bleibt die Praxis ohne Theorie blind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich gibt es Ausnahmen und auf die freue ich mich im kommenden Semester.
Mit denen konnte ich während der Vorlesungen diskutieren, dank deren
Selbst-Denken. Die meisten scheinen es sich einfach gemacht zu haben. Da wird
man sehen, ob das sich auswirken wird. Im kommenden Semester kehre ich zur
bisherigen Regelung zurück.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektstudie (4. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hier waren 10&amp;nbsp;Studierende zu Beginn anwesend und wollten teilnehmen, eine
Person überlegte es sich in den ersten Wochen anders. Diesmal waren die Themen
nicht von mir gestellt. Eine &lt;a href="../../../hochschule/thesis/"&gt;Absolventin&lt;/a&gt;
betreibt ein kleines Unternehmen und benötigte etwas konstruktive Beratung in
Form eines Prototyps für ein etwas spezielles CRM-System. Ein Kollege aus einem
anderen Studiengang wollte einen anderen Ansatz zum Controlling berechnet und
ggf. visualisiert haben. Beides nicht zu schwere Themen, da gab es in der
Vergangenheit wesentlich anspruchsvollere Aufgaben, Das CRM-System unterschied
sich kaum zu einigen Inhalten einer Lehrveranstaltung aus dem 2.&amp;nbsp;Semester.
Das Thema mit dem Controlling bestand im Wesentlichen aus der angemessenen
Abfolge von Grundrechenarten und etwas Fallunterscheidung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die Product Owner sich im Laufe des Semesters einigermaßen in das
jeweilige Thema eingearbeitet hatten, hatte ich bei vielen der anderen
Studenten das Gefühl, sie suchten noch das Icon für die Entwicklungsumgebung.
Das mag zu Beginn des Semesters noch üblich sein, sollte sich aber dann doch
schnell ändern. Was es so gut wie nicht tat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob das nun am Cyberanfall und seinen Auswirkungen lag, oder an etwas ganz
anderem, die Ergebnisse zum Ende der Vorlesungszeit lagen weit hinter dem
zurück, was bisher das Minimum war. Das lag nicht nur an fehlenden inhaltlichen
Fähigkeiten. Selbst einfach Aufgabe, wie das rechtzeitige selbstständige
Anmelden zu einer Teilprüfung haben zu viele nicht auf die Reihe bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ja. Für kommende Woche haben 28&amp;nbsp;Studierende angegeben, an der
Projektstudie teilnehmen zu wollen. Ich hoffe, diese bringen die notwendigen
Basiskenntnisse mit, auch wenn die Klausur zu &amp;bdquo;Softwaretechnik&amp;ldquo;
nicht zu gut ausgefallen ist.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Seminar (6. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie üblich, mussten die Teilnehmer sich selbst zu bearbeitende Probleme suchen.
Diesmal gab ich das Oberthema &amp;bdquo;IT-Systems for Healthcare&amp;ldquo; vor. Die
Herausforderung besteht, wie schon in den letzten Semestern, aus der
inhaltlichen Komfortzone herauszukommen und in einem relativ neuen Gebiet
wissenschaftliche Problemstellungen zu identifizieren und initial zu
bearbeiten. Damit dient das Seminar der unmittelbaren Vorbereitung für die
Thesis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Unterschied zu früheren Semestern habe ich auf ein internes Peer-Review
eines vorläufigen Standes der Papers verzichtet. Statt dessen mussten alle
Studierende neben der Abschlusspräsentation zwei weitere Präsentationen
durchführen: die erste sollte das zu bearbeitende Problem vorstellen, die
zweite sollte zu einer vertieften inhaltlichen Diskussion führen. Ohne
Benotung, aber mit Abzug auf die Gesamtnote, wenn die Präsentation fehlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das recht vernünftig geklappt. Es gab Termine, bei denen ich fast nichts sagen
musste, weil das die Studierenden übernahmen. Inklusive konstruktiver Kritik an
den Kommilitonen. In diesem Sinne meine Lieblingsveranstaltung in diesem
Semester.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die schriftlichen Arbeiten fielen etwas ab, aber das tut dem mutmaßlichen
Lernerfolg wenig Abbruch.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Projektstudie (7. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine der drei Gruppen wollte (und konnte) einen Monat früher beginnen, damit
für diese mehr Zeit für die Abschlussarbeit blieb. So hatte diese Gruppe auch
einen Monat weniger mit dem Cyberanfall zu kämpfen. Aber nicht deshalb hat
diese Gruppe sehr erfolgreich gezeigt, was sie im Laufe ihres Studiums gelernt
hatten. Und dank des Cyberanfalls haben diese einige bisher übersehene Fehler
der weiterentwickelten Software gefunden, der Prüfungsanmeldung (schon mal für
sich ein komplexer Vorgang) zur mündlichen Prüfung in einem
Geschwisterstudiengang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine der beiden anderen Gruppen, die regulär begonnen hatten, war mutmaßlich
etwas sehr abgelenkt. Vermutlich hatte die Mitglieder eine andere Priorität und
vernachlässigten das zu bearbeitende Thema dann doch recht umfangreich. Beinahe
wie die Studierenden in der Projektstudie aus dem 4.&amp;nbsp;Semester. Aus
diversen Gründen arbeitete in diesem Semester eine studentische Hilfskraft
(ebenfalls aus dem 4.&amp;nbsp;Semester) an dem etwas komplizierten, aber wenig
komplexen Thema. Dieser Student hat mehr Fehler gefunden, als die
Gruppenmitglieder gemeinsam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die letzte Gruppe hatte ein Fraunhofer-Institut als Stakeholder und war durch
den Cyberanfall am stärksten betroffen. Trotz einiger Schwächen hat es die
Gruppe einigermaßen gemeistert, das Thema zu bearbeiten. Es ging um die
Erstellung einer prototypischen Progressive Web-Application, auf Basis von
Vanilla-JS.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So waren in diesem Semester fast alle Noten vertreten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Kolloquium (7. Semester)&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach einigen Jahren war ich dieses Semester auch mal wieder an der Reihe, das
Kolloquium zu veranstalten. Dort sollen Studierende ihre Abschlussarbeit
vorstellen. Zu Beginn der Arbeiten geht es um eine unbenotete (Pflicht-)
Vorstellung des zu bearbeitenden Problems. Die Studierenden erhalten dabei
Rückmeldung, was meistens die Qualität der Abschlussarbeit verbessert. Kurz vor
oder nach der Abgabe handelt die dann benotete Präsentation um die erzielten
Ergebnisse, wie auch um den Weg dorthin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Veranstaltung habe ich gemeinsam mit einer Vertretungskollegin abgehalten,
wobei ich die organisatorischen Aufgaben übernahm. Ab kommender Woche übernimmt
es die Kollegin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die vorherigen Semester fand das Kolloquium rein online statt. Wohl auch aus
Bequemlichkeit. Ein paar Mal habe ich als Zuhörer teilgenommen. Das waren eher
ruhige Veranstaltungen, bei denen einer der Studierenden redete, nämlich wer
auch immer präsentierte. Ansonsten redeten die Kollegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben das Kolloquium als Präsenzveranstaltung abgehalten. Ebenso wurde die
Interpretation der Bewertungskriterien für die Abschlusspräsentation klarer
kommuniziert. Und im Unterschied zu früheren Semestern habe ich eine
einführende Präsentation gehalten, bei der ich die Besonderheiten des
Kolloquiums erläuterte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All das hat sich bewährt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man so will, dann ist die Abschlussarbeit der Höhepunkt des Studiums. Das
Kolloquium gibt den Studierenden die Möglichkeit diesen Höhepunkt, dessen
Inhalt sie maßgeblich mitgestaltet haben, zu präsentieren. Jahrelang haben die
Studierenden auf die Abschlussarbeit hinstudiert und nun haben sie die
Gelegenheit, darüber zu sprechen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In früheren Semestern war das Kolloquium eher eine Veranstaltung zum Abhaken.
Dieses Mal waren die meisten Teilnehmer auch als Diskutanten aktiv. Und es
wurden kritische Fragen gestellt, keine nach der Art des
Nichtkrähenaugeaushackens. Wir als Veranstaltende mussten immer wieder die
Diskussion aus Zeitgründen abbrechen, auch damit wir noch einige Rückfragen
stellen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar waren einige der Präsentierenden auch gegen Ende des Semester noch im
alten Muster, wohl weil sie nicht regelmäßig teilgenommen hatten. Und endlich,
nach vielen Jahren, gab es einige, die vernünftig darstellen konnten, wie ihre
Arbeit mit Quellen ablief. Ich meine inhaltlich, nicht nur formal nach
FettkeWebsterWatsonUndCo. Weniger Cargo Cult!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beinahe wäre das Kolloquium meine diessemestrige Lieblingsveranstaltung
geworden, aber im Vergleich zum grob ähnlich ablaufenden Seminar gab es hier
dann zwar viel Licht, aber auch ziemlich dunklen Schatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht ändert sich das ab kommender Woche.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für mich beginnt die Vorlesungszeit übermorgen. Da ich in der Vergangenheit
mehr Lehrveranstaltungen als normal abgehalten habe, trete ich dieses Semester
etwas kürzer. Das Seminar veranstaltet dieses Semester jemand anderes. Sonst
bleibt mein Portfolio gleich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Cyberanfall wurde bisher nicht behoben. Es gab einige Ankündigungen, mehr
nicht. Offenbar wissen viele Akteure (zu denen ich trotz Hilfeangebots nicht
gehöre) nicht, wer was wann tut. Projektmanagement im Spiegeluniversum. So
steht zu befürchten, dass es im laufenden Semester zu einigen überraschenden
Änderungen der Situation kommen kann. Angefangen damit, dass demnächst neue
Benutzerkennungen und Passworte vergeben werden, ein neues
Identitätsmanagementsystem eingeführt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber woanders läuft das wohl auch nicht anders ab und so wird einem nie
langweilig, dank Selbstbeschäftigung.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Heilbronner Land</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/heilbronner_land/" rel="alternate"></link><updated>2023-02-12T18:04:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:b4b43ed7-b2b1-3736-8897-3c04003e2f04</id><content type="html">&lt;p&gt;Dieses Wochenende waren wir ein wenig in Heilbronn und Umgebung spazieren. Am
Samstag ging es in die Heilbronner &amp;bdquo;Innenstadt&amp;ldquo;. Meine Frau erzählt
mir dann immer gerne, wie häufig Ihre Familie früher&amp;trade; von Ludwigsburg
nach Heilbronn fuhr, um dort gut einzukaufen. Heute sind in so gut wie allen
Städten nur noch Filialisten, Optiker und Dönerbuden zu finden. Kennt man eine,
kennt man alle. Hohe Mieten und Onlinehandel sei Dank.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier und da findet man inzwischen aber kleine Schilder, die auf eigene
Online-Shops hinweisen. Ob ich die wirklich finden und dann auch dort einkaufen
würde, ist etwas ganz anderes. Aber hier und da findet man noch einen kleinen
Laden jenseits des Einheitsbreis. &lt;a href="https://kuemmerle.name/gesucht-gefunden"&gt;Heinrich
Kümmerle&lt;/a&gt; verwaltet hierzu eine nette
Übersicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach einem kleinen
&lt;a href="https://www.heilbronn.de/shop-und-gastrofinder/adresse/gelatone.html"&gt;Eis&lt;/a&gt;
wollten wir uns einmal wieder das Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau
ansehen. Der Weg bedarf immer etwas Planung, denn das Gelände ist so etwas wie
die Insel der schwarzen Glückseligkeit. In einer sehr autofreundlichen Stadt
wie Heilbronn muss man dazu fast immer sehr befahrende Straßen entlang gehen,
oder ausreichend Ortskenntnisse mitbringen. In diesem Fall wäre auch ein
Paddelboot nicht falsch gewesen, aber das Wetter war nicht danach. Den kleinen
Schleichweg hinter dem Eisstadion kann man nehmen, sollte aber an der etwas zu
engen Stelle auf rasende Radfahrer aufpassen. Der andere Weg führt für
Fußgänger etwas ungünstig an der von der Straße zum Radweg umgebauten
Kranenstraße entlang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, und die Brücke, die schon zur Bundesgartenschau 2019 (!) fertig sein und
den Bahnhof mit dem Gebiet verbinden sollte, die ist noch nicht fertig. Die
lokale Zeitung titelte schön &amp;bdquo;der langsamste Blitz&amp;ldquo;, hat das Objekt
aber wohl selbst verdrängt. Wie fast alle in Heilbronn. In Vorbereitung zu
unserem kleinen Ausflug recherchierte ich etwas. Die letzten Treffer waren vom
September 2022. Vor einem knappen Jahr spendierte die Heilbronner
Regierungspräsidentin der Stadt noch etwas Landesgeld für die Brücke.
Vermutlich weil die übliche Kostensteigerung nicht eingeplant wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einerseits habe ich vor dem Bau von Brücken fachlichen Respekt. Da gibt es
einiges an Schwingungen zu beachten, die man auch nur teilweise simulieren
kann. Andererseits sind die Eigenschaften der verwendeten Materialien bekannt.
Weshalb eine Brücke mindestens fünf Jahre später als geplant fertiggestellt
wird, erschließt sich mir nicht. Vielleicht sollte man die Brücke nicht
&amp;bdquo;BUGA-Brücke&amp;ldquo; nennen, denn mit der Bundesgartenschau hat sie nichts
zu tun, außer dem peinlich falsch geplanten Fertigstellungstermin. Aber
vielleicht braucht sie auch keinen Namen, wenn sie dann doch Jahrzehnte später
schrottreif und unfertig abgerissen werden muss. In diesem Sinne kann ich mir
auch gut vorstellen, dass keine Person mit dieser Brücke identifiziert werden
möchte. Obwohl, mir fallen da einige passende Personen ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Möglicherweise erbarmt sich die hiesige schwarze Seite der Macht der Brücke.
Denn wenn erst die schwarze Schule fertig gestellt ist, werden die ganzen
Hubschraubereltern feststellen, dass dort die Landeplätze belegt sind und der
Fußweg des Nachwuchses vom Hauptbahnhöfchen zu lang und gefahrenvoll ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Hubschraubereltern. Heute waren wir in Talheim zum Faschingsumzug. Nach
langen Jahren des Darbens, Virus sei Dank, zog es viele in das Städtchen
südlich von Heilbronn. Ich schau mir solche Umzüge ab und an mal an, schwärme
aber nicht dafür. Das macht die Liebste. Entsprechend voll war es. Wir
ergatterten einen Platz hinter einigen Lütten mit ihren Eltern. Die Lütten
fanden einiges ganz nett, ihre Eltern waren eher verbissen. Die Schlacht um die
Bonbons. Die Eltern schubsten den Nachwuchs los, die Bonbons einzusammeln, als
ob es kein Morgen gibt und das Überleben von Lollis abhängt. Aber wehe, ein
Lolli war zerbrochen. Der muss dann natürlich entsorgt werden. Wie die Lütten
wohl in 20&amp;nbsp;Jahren mit ihren Lütten umgehen werden? Was wohl passiert sein
muss, dass Eltern heutzutage mit ihren Kinder so umspringen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manche Kostüme waren recht nett, einige im Umzug gaben sich viel Mühe. Man
sieht, dass einige Vereine Schwierigkeiten haben, aktiven Nachwuchs zu
bekommen. Gibt es auch bei vielen anderen Vereinen, auch bei denen mit
&lt;a href="https://euhn.eu/"&gt;Zukunftsbezug&lt;/a&gt;. Vielleicht ist das auch einer der Gründe,
weshalb mich die Atmosphäre ein wenig an Ballermann erinnert. Wenn schon
Vereine keine Struktur bieten, dann doch der gemeinsame Urlaub.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im letzten Post schrieb ich etwas über &lt;a href="../infrastruktur/"&gt;Infrastruktur&lt;/a&gt;.
Heute bekam ich einiges von fehlender Infrastruktur mit. Das kleine Talheim
wurde von unzähligen Autos heimgesucht. Von Ferne, wir kamen zu Fuß über den
&lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Haigern"&gt;Haigern&lt;/a&gt;, sahen diese in der Sonne wie
glitzernde Tautröpfchen im Spinnennetz der Straßen aus. Je näher wir dem
Veranstaltungsort kamen, desto mehr wurde daraus ein Verdrängungswettbewerb. Da
kann sich Heilbronn und Umgebung noch so sehr mit vermeintlichen Fahrrad- und
Fußgängerauszeichnugen schmücken, hier ist Autoland. Kein Fußgängerland, kein
Fahrradland, kein Digitalisierungs- oder gar KI-Land. Autos haben Vorrang,
alles andere maximal ein Feigenblatt. Jenseits aller Erkenntnis, denn Politiker
wollen sich wählen lassen und hier sind viele rund ums Auto beschäftigt, oder
hegen im schwarzen Umfeld ihren Auto-Fetisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gestern wollten wir dann doch nicht den Weg über die nicht freigegebene
Nicht-BUGA-Brücke nehmen und hatten Glück, dass eine Bushaltestelle in der Nähe
war, an der zufällig in 10&amp;nbsp;Minuten ein Bus hielt. Wie alle
Verkehrsverbünde scheint auch der hiesige von etwas, hmm, Beharrungsvermögen
gekennzeichnet zu sein. Manche mögen das für Unfähigkeit halten, oder für
Langsamkeit. Da werden neue Gebiete erschlossen, ein Bildungscampus gebaut,
aber der Verkehrsverbund ändert dazu nichts. Böse unterstellt, weil auch bei
den Römern dieser Weg nicht mit dem Bus bedient wurde. Auch nach drei Jahren
gibt es weder eine durchgehende Buslinie zwischen den beiden Heilbronner
Standorten meiner Hochschule, noch ein Fahrradweg. Nun ja, gestern war ja Happy
End.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute dagegen nicht. Wir wollten nicht mit dem Auto nach Talheim fahren.
Mitfahrgelegenheiten gab es leider doch nicht. Aber es gibt ja eine Buslinie
direkt nach Talheim. Und da die Römer in Talheim keinen Faschingsumzug
veranstalteten, sah auch niemand im Verkehrsverbund die Notwendigkeit, das
kleine 30-Personen-Mini-Bus-chen nur an diesem Tag durch einen etwas häufiger
als üblich (normal ist ein 1-Stunden-Takt, leider) fahrenden normalen Bus zu
ersetzen. So fuhr ein mit einer Sardinendose zu verwechselnder Minibus ohne
Halt an unserer Haltestelle vorbei. Verkehrssicher schien mir das nicht zu
sein. Offenbar hat der Verkehrsverbund einen Deal mit den hiesigen
Taxiunternehmen. Die anderen ca. 15&amp;nbsp;Personen, die mit uns warteten,
telefonierten sich verdächtig vertraut Taxis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir spazierten nach Hause, zum heimischen Auto, und fuhren auf den Haigern. Zum
Glück hatte kaum jemand die gleiche Idee. Der Spazierweg nach Talheim und
zurück tat uns und dem Hund ganz gut. Heute wird nicht gerudert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es scheint noch länger zu dauern, bis Transportinfrastruktur nicht mehr zu sehr
vom Massenindividualitätsverkehr abhängt. Besonders im Heilbronner Autoland.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Infrastruktur</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/infrastruktur/" rel="alternate"></link><updated>2023-02-05T13:17:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:976180f5-c15f-309e-bb76-cc6fe72d519a</id><content type="html">&lt;p&gt;Als &lt;em&gt;Infrastruktur&lt;/em&gt; wird gerne der Unterbau eines Systems bezeichnet, den
dieses benötigt, um seine Funktion auszuüben. Viele denken da zuerst an
Elemente wie Stromversorgung, Straßen, Entsorgung, vielleicht auch an saubere
Luft. Diese und weitere gehören zur Daseinsvorsorge der meisten Staaten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch auf anderen Ebenen gibt es Infrastruktur. Wenn man es genau überlegt,
benötigt jedes nicht-atomare System so etwas wie Infrastruktur. Eine Aufgabe
einer Hochschule ist es zum Beispiel, die Infrastruktur für Lehrveranstaltung,
inkl. Prüfungen bereitzustellen. Unternehmen benötigen Infrastruktur, um das
jeweilige Unternehmensziel zu erreichen. Manchmal ist das Ziel nicht nur
monetär definiert. Viele Organisationen benötigen Menschen, also ist die
Personalabteilung ein Teil der Infrastruktur. Tatsächlich ist die meiste
Verwaltung / Administration nichts als Infrastruktur. Eine Verwaltung forscht
nicht, sie leistet keine Lehrveranstaltungen, sie stellt nichts her. Sie
befähigt &amp;bdquo;nur&amp;ldquo; andere, die eigentliche Kernaufgabe zu erfüllen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich ist des einen Infrastruktur der anderen Kernaufgabe. Ohne regelmäßige
Reinigung der Gebäudeinfrastruktur würde vielen die Ausübung der Kernaufgabe
stinken. Wer reinigt, der möchte sich nicht mit der Herstellung von
Reinigungswerkzeugen und -material beschäftigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu häufig wird die Notwendigkeit der Infrastruktur nicht erkannt. Zum Beispiel
meinte ein Teilnehmer ein Onlinegesprächsrunde letztens, jeder Teilnehmer sei
frei, die Runde zu verlassen. Nun, das stimmt häufig genug nicht für den
Gastgeber des Gesprächs. Diese Person ist nicht frei. Wenn sie die Runde
verlässt, dann ist das Gespräch wenigstens für eine Zeit beendet. (Und ja, auch
ich weiß, wie man in diesem Fall die Rolle des Gastgebers zumindest manchmal
auf einen anderen Teilnehmer übertragen kann, wenn diese Person es möchte.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was für den einen Infrastruktur ist, das ist für andere Firlefanz. Wieder am
Beispiel von Onlinebesprechungen. Letztens las jemanden, der sich darüber
amüsierte, wie häufig sich Menschen bei Onlinebesprechungen vor Bücherregalen
inszenieren würden. Quasi als Beleg der Belesenheit. Kann sein. Kann aber auch
sein, dass die Bücher für diese Person eine Infrastruktur zur Wissensarbeit
darstellt. Warum soll diese extra für eine Onlinebesprechung weggeräumt werden?
Mit dem gleichen Recht könnte man behaupten, dass diejenigen, die sich den
Hintergrund herausrechnen lassen, damit angeben wollen, dass ihr Computer
leistungsfähig genug ist, oder dass sie den dazu notwendigen Befehl gefunden
haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr schön die Aussage mancher Studierender, nachdem die IT-Systeme meiner
Hochschule vom Internet &lt;a href="../../2022/drei_lange_wochen_221011/"&gt;getrennt&lt;/a&gt;
wurden, um einen Cyberangriff abzuwehren. Da wurde geklagt, man könne nicht
mehr auf das Lernmanagementsystem zugreifen (um Vorlesungsunterlagen
herunterzuladen) oder keine Bücher mehr ausleihen. Die Infrastruktur, der
Internetanschluss, wurde so schmerzlich vermisst, dass viele vergaßen, dass man
in diesem Fall auch ganz einfach vor Ort auf den Campus kommen kann. Dort waren
die Systeme lokal verfügbar, die Bibliothek geöffnet und nach ein, zwei Wochen
konnte man auch wieder elektronische Medien ausleihen. Geklagt wird immer noch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielen wird eine Infrastruktur erst dann bewusst, wenn diese nicht mehr
verfügbar ist. Das kann ein Cyberangriff sein, Naturkatastrophen, ein Krieg,
oder zu viel Schnee / Hitze beim Bahnfahren. Dann erst bemerken viele die
(gewollte) Abhängigkeit von einer Infrastruktur. Sie ist gewollt, da wir uns
auf andere verlassen, diese Infrastruktur bereitzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun könnte man probieren, sich dieser Abhängigkeiten zu entledigen. Beispiel
Stromversorgung: um unabhängiger zu werden, könnte man sich eine Solaranlage
aufs Dach stellen. Was ist, wenn man zur Miete wohnt? Einen Generator, der mit
Ölprodukten betrieben wird? Wie stelle ich halbwegs sicher, dass meine
Solaranlage auch im Winter genügend Strom liefert? Wie stelle ich die
Versorgung mit den Ölprodukten sicher? Und ehe man sich versieht, baut man eine
eigene Infrastruktur auf. Mit Folgen für die eigene Abhängigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne Frage ist der Aufbau einer Zweit-, Dritt-, Viertinfrastruktur in vielen
Fällen nicht falsch, besonders wenn diese auf einer anderen Strukturebene
erfolgt. Auch bei mir gibt es eine kleine Vorratsecke mit Ess- und Trinkbarem,
Kerzen, Streichhölzern, und was sonst noch so gerne empfohlen wird. Man muss
sich nur klar sein, dass hierfür Menschen und Ressourcen benötigt werden, die
dann für anderes nicht zu Verfügung stehen. Schon wieder eine Abhängigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zumal die meisten Ressourcen sehr endlich sind und somit so gut wie jede
Infrastruktur zwar gemeinsam genutzt, aber dennoch erheblich begrenzt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutet das für das Konzept der &lt;em&gt;Freiheit&lt;/em&gt;, sofern damit mehr
als die Freiheit der Person gemeint ist?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bin ich frei, Infrastruktur in beliebigem Ausmaß zu nutzen? Natürlich nicht.
Die Begrenztheit der Infrastruktur setzt dem Grenzen, zumal man dann andere in
der Freiheit beschränkt, diese Infrastruktur ebenfalls wenigstens halbwegs
angemessen zu nutzen. Oder: die Nutzung einer Infrastruktur verringert die
Verfügbarkeit einer anderen. Beispielsweise Straßennutzung und saubere Luft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer sich in diesem Sinne Freiheiten herausnimmt, also andere in ihren
Freiheiten erheblich beschränkt, sollte sich nicht auf den Begriff &lt;em&gt;Freiheit&lt;/em&gt;
berufen. Diese Person / Gruppierung darf gerne eine &lt;em&gt;eigene&lt;/em&gt; Infrastruktur
aufbauen. Passiert zum Beispiel in den &lt;em&gt;Gated Communities&lt;/em&gt;. Bloß übersehen
diese dann, dass die Community dann besser unter einer eigenen Glasglocke
gebaut werden sollten. Oder die Person / Gruppierung könnte Vorschläge machen,
wie Infrastruktur den neuen Bedürfnissen angepasst werden könnte, ohne das dies
bei zu vielen anderen erhebliche Einschränkungen bedeutet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne ist niemand frei, höchstens hoffentlich als Person. Aber selbst
als Personen sind wir soziale Wesen, benötigen also andere, also eine
Infrastruktur, also Abhängigkeiten. Selbst wenn man das Niveau einer Amöbe
einnehmen möchte. Dann verliert man das Bewusstsein für diesen Aspekt des
Lebens, was aber nichts ändert. Außer die Freiheit der Person, so als Amöbe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ehe ich es vergesse: natürlich gibt es auch Infrastrukturen in Systemen der
Informatik &lt;code&gt;;)&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.10</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zettelstore_0_10/" rel="alternate"></link><updated>2023-01-25T19:33:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:84fbd12f-5e12-31ed-a3a4-d7bbd5a93104</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_10"&gt;Version&amp;nbsp;0.10&lt;/a&gt;
ist seit gestern verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den
Zettelstore zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore
Client&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist das 25.&amp;nbsp;Release des Zettelstore. Versionen&amp;nbsp;0.0.1
bis&amp;nbsp;&lt;a href="../../2021/zettelstore_0_0_15/"&gt;0.0.15&lt;/a&gt; und
Versionen&amp;nbsp;&lt;a href="../../2021/zettelstore_0_0_16/"&gt;0.1&lt;/a&gt; bis&amp;nbsp;0.10.0. Kleiner
Tusch. Hätte ich damals so nicht gedacht, als ich mit dem Zettelstore begann.
Scheint mir ernst damit zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den normalen Anwender hat sich nicht zu viel geändert. Im wesentlichen sind
es zwei Merkmale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer nach einer Suchanfrage ggf. nach unten blättert, sieht jetzt unten rechts
einen Button mit der Bezeichnung &amp;bdquo;Save As Zettel&amp;ldquo;. Damit lässt sich
das Ergebnis der Suche quasi einfrieren. Genauer: in einen neuen Zettel
übernehmen. Die Idee dazu kam mir beim Verzetteln von Armin Hanisch'
&lt;a href="https://www.arminhanisch.de/2022/01/info-management/"&gt;Persönliches
Informationsmanagement&lt;/a&gt;.
Diese Funktion ist ganz nützlich beim Kuratieren von Zetteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die andere Änderung betrifft ebenfalls die Suche, hier das verarbeitende
Filtern der Ergebnisse. Der Filterbegriff &amp;bdquo;KEYS&amp;ldquo; liefert eine Liste
aller verwendeten Metadatenschlüssel der jeweiligen Suche. Mithin liefert &lt;code&gt;|
KEYS&lt;/code&gt; die Liste aller verwendeten Metadatenschlüssel. Ist sehr nützlich, um
Verschreiber oder zu ähnliche Schlüsselbegriffe zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine andere Änderung betrifft die Nutzer der API.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Hochschule lehre ich, was im Kontext des Web sog. &lt;em&gt;Ressourcen&lt;/em&gt; sind.
Jede Ressource hat eine eindeutige Kennung. Die meisten kennen diese Kennung
umgangsspachlich als URL. Ein Ressource besitzt zusätzlich sog.
&lt;em&gt;Repräsentationen&lt;/em&gt;. D.h. eine Ressource kann unterschiedlich dargestellt
werden. So kann ein Lied durch die entsprechendne Geräusche repräsentiert
werden, wie auch durch die Noten oder den Liedtext.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich hierüber in einer Vorlesung sprach, fiel mir auf, dass ich dies beim
Zettelstore anders gemacht hatte. Beim Zettelstore sind Zettel ein Ressource.
Ein Zettel kann als Zettelmarkuptext repräsentiert werden, als HTML-Text, als
Markdowntext (für die Unbelehrbaren &lt;code&gt;;)&lt;/code&gt;) oder als symbolischer Ausdruck
(S-expression). Letzterer stellt die interne Zettelmarkupstruktur dar. Der
Zettel kann zusätzlich interpretiert werden, etwa um Transklusionen auszulösen.
Zusätzlich kann man den gesamten Zettel betrachten, nur die Metadaten oder nur
den Zettelinhalt. Insgesamt gibt es mehr als 40&amp;nbsp;Möglichkeiten der
Repräsentation, aber dafür verwendete ich sechs unterschiedliche URLs, also
sechs unterschiedliche Kennungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich den Zettelstore demnächst zum Gegenstand von Lehrveranstaltungen machen
werde, dieser also &lt;em&gt;studiert&lt;/em&gt; werden soll (nein, wirklich!), ist es besser,
wenn dessen Struktur dem anderer Lehrinhalte entspricht. Und nebenher, dadurch
ist der Programmcode auch noch kleiner und (hoffentlich) verständlicher
geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzlich wurde der Zettelstore Client angepasst. Wer diesen verwendet, sollte
darauf achten, dass die Version&amp;nbsp;0.9 des Clients nicht mehr zu einem
Zettelstore in der Version&amp;nbsp;0.10 passt, wie auch umgekehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das war es auch schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Version&amp;nbsp;0.11 fällt die Repräsentation von Zetteln im Format ZJSON
ersatzlos weg. Statt dessen ist nur noch das Format S-Expression (sexpr)
verfügbar, um die interne Struktur eines Zettels darzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ZJSON hatte ich analog dem JSON-Format zum Ex- und Import von
&lt;a href="https://pandoc.org/"&gt;Pandoc&lt;/a&gt; entwickelt. Dahinter stand die Hoffnung, Zettel
mittels Pandoc in diverse andere Formate konvertieren zu können. Inzwischen ist
mir klar, dass dies nicht durch den Zettelstore selbst, sondern durch eine
andere Software zu realisieren ist. Diese Software nutzt dabei die API des
Zettelstore. Warum? Sonst müsste ich den Zettelstore ändern, wenn Pandoc sein
JSON-Format ändert. Eine Abhängigkeit mehr. Eine sehr wichtige Anforderung an
den Zettelstore ist die Langlebigkeit und damit eine perspektivisch kleine
Anzahl von zukünftigen Änderungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich hätte ich auch ZJSON beibehalten können und statt dessen das
S-Expression-Format entfernen können. Auch hier spielt die gewollte
Langlebigkeit eine Rolle. JSON (ZJSON ist nur ein bestimmtes JSON-Format) wird
zwar von vieler aktueller Software verwendet. Es steht zu hoffen, dass es nicht
zu häufig geändert wird. Aber im Vergleich zu S-Expressions ist JSON ein Baby.
S-Expressions werden etwa seit 1960 verwendet, als Datenformat für
LISP-Sprachen. Dieses Format hat vieles überdauert, ist also definitiv
langlebig. Software, die dieses Format einliest, ist mit so gut wie jeder
Programmiersprache relativ einfach zu realisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten habe ich aktuell eher wenig geplant. Die Ideen für die
Client-Software (Zettel Mail, Zettel Presenter, Zettel Publisher) sind nicht
vom Tisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zwei lange Wochen vom 9.1.23, 16.1.23</title><link href="https://t73f.de/blog/2023/zwei_lange_wochen_230109/" rel="alternate"></link><updated>2023-01-21T21:34:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:d5bc8a02-ea1c-3000-9e15-e56eb02a027c</id><content type="html">&lt;p&gt;Ende der Vorlesungszeit! Kaum hat das neue Jahr begonnen, endet schon etwas.
Zwei Wochen relativ konzentrierte Arbeit. Abschlusspräsentationen.
Vorüberlegungen zu summativen Bewertungen. Auf allen Seiten. Natürlich noch mit
Cyberanfall (aka Käseglocke).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses schöne Wort fiel auf einer Dienstbesprechung, die eigentlich eine
Besprechung für eine neue Studien- und Prüfungsordnung sein sollte, es aber
dann doch kaum war. Prioritäten. Aber ja, die Hochschule hat immer noch einen
Anfall von Cyber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitte Dezember wurde noch angekündigt, dass manch ein System ab Mitte Januar
auch außerhalb der Hochschule zugreifbar sein sollte. Aber warum soll der
Betrieb von IT-Systemen auch anders als anderswo laufen, zumal eine Hochschule
zugleich eine Behörde ist. Jemand mit mehr Insiderwissen, dank Amt, meinte
letztens zu mir, dass eine Bestellung nicht geliefert wurde und nun das Ganze
eher auf Anfang März verschoben werden soll. Da bleibt nur zu hoffen, dass der
Betrieb im Sommersemester nicht noch mehr beeinträchtigt wird. So oder so ein
Lehrbeispiel für häufig anzutreffendes Projektmanagement.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mit der Behörde wird immer ernster genommen. Also muss man für jeden Unsinn
Formulare ausfüllen. Zum Ausgleich verlängert sich die Bearbeitung der Anträge,
der Beschaffungen. Die Bearbeitungsdauer eines bestimmten Antrags hat sich von
sechs Monaten auf durchschnittliche 2,4&amp;nbsp;Jahre verlängert. Da erstarrt jede
Änderung. Und die Behördenleitung wundert sich ob der geringen Bereitschaft von
Kolleg:innen sich auch kurzfristig zu engagieren oder ob deren inneren
Emigration.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Personen haben in diesen zwei Wochen geholfen, dass ich diese Welt besser
verstehe. Eine Person erklärte mir, dass der Fokus einer öffentlichen
Verwaltung darin besteht, den eigenen Ar... zu retten, keine Fehler zu machen.
Im Zweifelsfall ist diese untätig. Wer nicht arbeitet, kann keine Fehler
machen. Egal, ob es der verwalteten Organisation schadet. Die andere Person
half mir viele Äußerungen einer bestimmten Gruppen von Personen zu verstehen.
&amp;bdquo;Sozialwissenschaftlich ausgebildete Menschen sind darauf trainiert zu
polemisieren.&amp;ldquo; Wer auf die Kraft seiner Worte vertrauen muss, dem bleibt
wohl wenig anderes übrig. Zumal das auch schon für die Lehrer dieser Personen
zutraf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht schreibe ich darüber einmal separat. Einige Zettel sind schon
angelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klaus Kusanowsky und ich haben auch den zweiten
&lt;a href="../../2022/zettelcast/"&gt;Zettelcast&lt;/a&gt; aufgenommen. Diesmal geht es um
Bewertungsprobleme. Die anderen Mitglieder der Zettelkastenrunde waren noch
nicht bereit. Mittwoch fand die Runde erneut statt. Diesmal gab es mindestens
zwei Pärchen. Bin gespannt, wer was wann worüber aufnimmt und veröffentlicht.
Sonst unterhalte ich mich wieder mit Klaus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eindeutige Lieblingsveranstaltung war dieses Semester das &amp;bdquo;Seminar
IT-Systems.&amp;ldquo; Die Teilnehmer und -in haben sich auch bei den
Abschlusspräsentationen ins Zeug gelegt, wie schon vorher zu den
Zwischenpräsentationen. Besonders gefielen mir die Diskussionen, bei denen ich
nicht zu aktiv sein musste. Was dort untereinander an Fragen gestellt wurde,
was bemerkt wurde, das war immer gutes Niveau. Besonders bei denen, die sich
vorbereitet hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch in den anderen Veranstaltungen gab es Lichtblicke. Die waren aber im
Seminar an der Wochenordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite Platz geht an die Vorlesung &amp;bdquo;Softwaretechnik.&amp;ldquo; Viele
haben aktiv mitgearbeitet, manche stellten gute Fragen. Andere bemerkten alles,
wieder andere machten zu allem eine Bemerkung. Aber wenn von ca.
70&amp;nbsp;angemeldeten Prüflingen permanent nur&amp;nbsp;30 anwesend waren, auch beim
letzten Termin, dann bedient das bei mir gewisse Erwartungen. Aber immerhin
besser als bei &amp;bdquo;Projektmanagement&amp;ldquo;: 50&amp;nbsp;Prüflinge,
15&amp;nbsp;kamen zur abschließenden Veranstaltung. (Für Insider: das kann
bedeuten, dass die Aufteilung dieses Semesters im nächsten nicht beibehalten
wird.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kolloquium war größtenteils erfreulich, wenn auch mit erheblichem
&amp;bdquo;Hand-auf-Stirn&amp;ldquo;-Faktor. Wenn man die Abschlussarbeit (Thesis) als
Höhepunkt des Studiums ansieht, so haben immerhin einige die dazu angemessenen
Prioritäten bestimmt. Für mich interessant war, dass die meisten
Abschlussarbeiten sich zwar vordergründig mit manch hippen oder ex-hippen Thema
beschäftigte, aber vom Hauptteil sich auf Fächer des erweiterten Grundstudiums
bezogen (1.-3.&amp;nbsp;Semester). Projektmanagement, Anforderungsanalyse,
Statistik. So etwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Projektstudien lassen mit eher ratlos zurück. Eine von insgesamt fünf
Gruppen hat mutmaßlich gut bis sehr gut gearbeitet und das, was man im
bisherigen Studium so lernen sollte, aus vernünftig angewendet. Andere Gruppen
zeigten kurz vor der Abschlusspräsentation, dass sie grundlegendes Wissen
vermissen ließen. Wer Software erstellt und erst Tage / Minuten vor Ende
überlegt, was in einer Build-Beschreibung stehen muss, bei denen weiß ich
nicht, was diese in den Monaten vorher getan haben, außer im schlechten Sinne
herumzubasteln. Dabei gab es genügend Angebote der Hilfe. Ein Lichtblick:
während zwei Gruppen im 7.&amp;nbsp;Semester weniger gute Leistungen mit dem
Cyberanfall zu erklären versuchten, waren die Gruppen im 4.&amp;nbsp;Semester da
klarer. Sie schoben die Ursachen nicht auf externe Ereignisse. Bereiten sich da
manche im 7.&amp;nbsp;Semester mental auf die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung
vor? Böse gefragt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht leben wir in einer Gesellschaft, die weniger gestalten will, als
sich über Fehler anderen sozial-medial aufzugregen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unabhängig davon lasse ich mich überraschen, wenn ich die Ergebnisse, ob nun
von Klausuren, Seminararbeiten oder von Projekten ansehen werde und bewerten
muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange Wochen gibt es erstmal nicht. Vielleicht gibt es auch schon genug davon.
Vermutlich kann ich zukünftige Teilnehmer auf einen bisherigen Post verweisen,
so häufig sich hier etwas wiederholt. Inzwischen kümmere ich mich um meinen
Zettelkasten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Feedback is welcome!&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelcast</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zettelcast/" rel="alternate"></link><updated>2022-12-29T19:35:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:d7c63089-885c-372f-8a43-75eec463fef1</id><content type="html">&lt;p&gt;Gewissermaßen zum Abschluss der Zettelkastenrunde Season&amp;nbsp;02 (S03E01 findet
am 4.1.23 statt), haben sich &lt;a href="https://www.youtube.com/@kusanowsky"&gt;Klaus
Kusanowsky&lt;/a&gt; und ich am 21.12.22 online
länger darüber unterhalten, wie wir gelernt haben zu lernen. Lernen als erster
Schritt hin zu einem Zettelkasten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze ist ein klein wenig biographisch geworden, aber wir sind keine
&lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=upYlxx6aGVQ"&gt;Experten&lt;/a&gt;, sondern Teil der
&lt;code&gt;#selbsthilfegruppeZK&lt;/code&gt;. Beim Nachhören habe ich einiges in meinem
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelkasten&lt;/a&gt; verzetteln können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 4.1.23 werden wir ab 18 Uhr online mit den anderen Teilnehmern besprechen,
wie wir das Format weiter entwickeln wollen. Wir haben es schon einmal
&lt;em&gt;Zettelcast&lt;/em&gt; getauft, grob eine Art verteilter Podcast rund um Zettelkästen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verteilt? Ja, es gibt keinen zentralen Koordinator und auch keinen zentralen
Ort der Ablage. Jeder Teilnehmer pflegt sein eigenes Verzeichnis. Meines wird
diese Seite sein. Auch wer sich wann mit wem unterhält, wird nicht zentral
koordiniert. So entsteht im Laufe der Zeit ein riesiges virtuelles Gespräch mit
vielen Personen. Deren Intensität und Tiefe kann eine virtuelle, vierzehntägige
Besprechung nicht leisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Feedback gerne an die jeweiligen Teilnehmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fröhliches Hören!&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;table&gt;
&lt;thead&gt;&lt;tr&gt;
&lt;th style="text-align:left"&gt;Datum&lt;/th&gt;
&lt;th style="text-align:center"&gt;Link&lt;/th&gt;
&lt;th style="text-align:left"&gt;Teilnehmer&lt;/th&gt;
&lt;th style="text-align:left"&gt;Titel&lt;/th&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;2022-12-21&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:center"&gt;&lt;a href="../../../media/20221221_zettelcast.mp3"&gt;&amp;#x1f50a;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;Klaus K., Detlef S.&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;Wie wir gelernt haben zu lernen&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;2023-01-11&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:center"&gt;&lt;a href="../../../media/20230111_zettelcast_2.mp3"&gt;&amp;#x1f50a;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;Klaus K., Detlef S.&lt;/td&gt;
&lt;td style="text-align:left"&gt;Bewertungsprobleme&lt;/td&gt;
&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 12.12.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221212/" rel="alternate"></link><updated>2022-12-17T19:09:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:af85142b-f29f-30c7-bdf8-8ba9f0d28b3f</id><content type="html">&lt;p&gt;Auf viele Erkältungen ist Verlass. Pünktlich zum Wochenbeginn klang meine etwas
ab. Also viel weniger Schniefdelirium.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Montag hatte ich mir sicherheitshalber relativ frei gehalten. So konnte ich
das Release &lt;a href="../zettelstore_0_9/"&gt;Zettelstore&amp;nbsp;0.9.0&lt;/a&gt; veröffentlichen. Und
natürlich war ich als braver Beamter nicht untätig und habe, wie von mir
verlangt, die allgegenwärtige Bürokratie bedient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag mal wieder &amp;bdquo;Einführung in das Projektmanagement&amp;ldquo;. Von
potentiell 60&amp;nbsp;Studierenden waren gerade mal 15 anwesend. Kaum jemand hatte
Fragen, die meisten wollten angeblich mit ihren Gruppen gemeinsam an den Themen
des Projektmanagements beim &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt;
arbeiten. Ein klarer Fall, dass da etwas nicht stimmen kann. Auf meine
Rückfrage hin, wurden meine Befürchtungen verneint. Gut, sind ja alles
erwachsene Menschen. Angeblich, aber auf jeden Fall aus juristischer Sicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich bestätigten sich meine Befürchtungen am Freitag, als ich die
Lösungsvorschläge der Gruppen bewertete. Die Erfolgsquote der Gruppen lag bei
durchschnittlich 45%, mit einem Maximum von 56%. Das bisherige Maximum der
Erfolgsquote liegt bei 83%. Die meisten Gruppen bearbeiteten die Themen viel zu
wenig angemessen. Und dazu wurde von den anderen Gruppenmitgliedern diese
Bearbeitung zu unkritisch zugestimmt. Vorhandene Fähigkeiten, wie das halbwegs
vernünftige Erstellen eines Projektstrukturplans, scheinen verschwunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir ist nicht klar, woran das liegt. Vielleicht an der allerorts angeblich
steigenden Weihnachtsseligkeit, unabhängig von Religion und Glauben? Oder an
den paar Bonuspunkten, die in den Themen versteckt sind? An dem
Cybercybervorfall an der Hochschule? Letzterer wäre auf jeden Fall eine bequeme
Ausrede, denn das eigene Denken sollte durch ungenügenden Internetzugang nicht
zu sehr beeinträchtigt sein. Andernfalls hätten viele ganz andere Probleme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ja.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Freitag unterhielt ich mich noch mit Heinrich Kümmerle. Wie er in seinem
&lt;a href="https://kuemmerle.name/17-12-02022"&gt;Post von heute&lt;/a&gt; gut festhielt, scheinen
nicht nur Hochschüler Probleme mit ihrer Bildung zu haben, allen schwarzen
Bildungsanstrengungen zum Trotz. Vielleicht ist Einwanderung eine Lösung, um
die Stellen besetzen zu können, für die eine gewisse Qualifikation nötig ist.
Die anderen erledigen die Aufgaben, die früher den Einwanderern zugewiesen
wurde, sofern diese Aufgaben nicht bald wegautomatisiert werden. Aber ich
bleibe optimistischer als Heinrich. Natürlich klönten wir nicht nur darüber.
Auch über aktuelle Sprachmodelle, die manche für intelligent halten. Oder über
&amp;bdquo;bemerkenswerte&amp;ldquo; Geräte, wie einen eWriter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber dann mussten wir weiter. Er zu einer Krisensitzung. Ich zu einer
Online-Gremiensitzung. Kaum etwas ist schlimmer. Im Vergleich dazu war sogar
die Fakultätsratssitzung am Mittwoch vergnügungssteuerpflichtig. Auch nach zig
Jahren scheinen viele Kolleg:inn:en noch nicht die Besonderheiten solcher
Online-Sitzungen zu kennen. Aber wie bei allen Sitzungen, auch in physischer
Präsenz, scheint es immer welche zu geben, die ihre gefühlte Wichtigkeit meinen
betonen zu müssen. Zum Glück kann man auch mal auf stumm stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Fakultätsratssitzung. Entgegen der Agenda verlief diese fast straff
organisiert, was ich nicht schlecht finde. Hätte man pünktlich begonnen, hätte
man sogar den geplanten Endzeitpunkt eingehalten. Erkenntnisse? Einige. Fallen
aber meist unter das Dienstgeheimnis. Bis auf: Geschichte wiederholt sich mal
im kleinen. Ursprünglich geplant war der Zusammenschluss zweier größerer
Einheiten zu einer neuen Einheit. Tatsächlich wird das ein Assimilieren mancher
kleiner Einheiten in die größere Einheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Zettelkastenrunde. Diesmal mit etwas weniger Beteiligung. Manche
sagten ab, manche nicht. Ist ja informell. So waren wir zu fünft. Diskutierten
über einen möglichen Podcast und eine Art Mailingliste. Den Rest der Zeit
nutzten wir, um über unsere Verzettelungsbedürfnisse und -lösungen zu
berichten. Mir gefällt an der Zettelkastenrunde auch, dass wir den großen
Spagat aushalten: Anfänger mit ein paar Zettelchen, bis hin zu
Langzeitverzettlern mit einer Zettelanzahl im fünfstelligen Bereich. Am 4.1.23
ist von 18-19&amp;nbsp;Uhr die nächste Runde. Alle müssen Hausaufgaben machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag. Projektstudie, 4. Semester. Wenig Fragen, die meisten fahren auf
Sicht. Ähnliches Gefühl wie beim Fach Projektmanagement. Nur das Feedback kam
nicht diese Woche. Was wohl nächste Woche präsentiert wird?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag. Kolloquium. Alles Vorstellungspräsentationen, geplante
Abschlussarbeiten. Wer dort auch immer präsentierte, vergaß einen wichtigen
Schritt beim wissenschaftlichen Arbeiten: Validation der Ergebnisse. Immerhin
waren die Problemstellungen vernünftig und meist nachvollziehbar präsentiert.
Unabhängig von diesen Präsentationen frage ich mich, weshalb so viel auf
Formalien geachtet wird und so wenig auf den Inhalt. Klar, ein Plagiat oder
ungenaues Zitieren ist ein formaler Aspekt, der auch zu Abzügen in der Note
führt. Bevor man etwas abziehen kann, muss etwas vorhanden sein, der Inhalt.
Wie in vielen Bereichen beschleicht mich der Verdacht, dass viel zu viele nur
in der Lage sind, Formulare auszufüllen, vorgefertigte Schablonen für das
eigene Denken. Ist kein spezifisches Problem der Studierenden im Studiengang,
ist viel allgemeiner. Was es nicht besser macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag. Seminar. Hier zeigt es sich, dass es besser gehen kann. Einige
präsentieren ihre Inhalte. Andere geben Rückmeldungen, Feedback, Tipps. Und für
das Formale treffen sich alle separat, damit das nicht jeder einzeln machen
muss. Ja, genau so! Lieblingsveranstaltung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und sonst?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas Schnee hat sich nach Heilbronn verirrt. Mit dem Pedelec klappt das recht
gut, wenn man sich angemessen anzieht. Am ersten Tag waren die Handschuhe dünn,
die Finger kalt. Unsereiner lernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob die Stadt Heilbronn lernen kann? Offenbar wurde noch nicht an alle
Abteilungen kommuniziert, dass die Kranenstraße zwar ein Fahrradweg ist (was
manche Fußgänger nicht wissen / wollen), man aber diese Nicht-Auto-Straße
trotzdem besser räumen sollte. Dank der Kombination von leichtem Tauwetter mit
anschließendem Frost befahre ich diesen Weg sicherheitshalber nicht. Oder
wartet die Stadt Heilbronn, dass der schwarze Teil aktiv wird?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser schwarze Teil kann es auch nicht unbedingt besser. Am
Bildungsdisneyländcampus gut zu beobachten. Wenn Flächen mit glatten
Steinplatten zugepflastert werden, dann wird es bei Schnee und Eis, hmm,
interessant. Anscheinend soll der Campus absichtlicherweise immer aufwändig
gepflegt werden. Bauarbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen. Ständig muss
geputzt, gebohrt, gewienert werden. In Absprache mit wem auch immer (ein Schelm
weiß mit wem), um manuellen Aufwand zu generieren? Als Auffangnetz für
diejenigen mit Bildungsproblemen, siehe oben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Kälte bringt es noch weniger Spaß, mehrere Phasen an einer für Fußgänger
und Radfahrer roten Ampel zu stehen, während kaum Autos die Straße benutzen.
Und wieso muss man am Europaplatz explizit per Schalter auf der Fußgängerseite
Grün anfordern? Damit man das an der zweiten Ampel wieder machen muss? Jenseits
aller Gerüchten oder gar Auszeichnungen: Heilbronn ist fest in Hand der
Autofahrerlobby. Und ja auch ich fahre manchmal Auto.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei sollte doch in Bezug auf Europa für die Menschen alles auf Grün stehen,
nicht für mobile Maschinen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.9</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zettelstore_0_9/" rel="alternate"></link><updated>2022-12-17T18:11:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:d3ff38c3-9070-3baf-a734-343ca9f6e049</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_9"&gt;Version&amp;nbsp;0.9&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was hat sich geändert?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter den Kulissen einiges, direkt sichtbar eher weniger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Testen des Zettelstores, nicht nur manuell, nicht nur mit
selbstgeschriebenen Test, sondern auch mit tausenden von virtuellen Affen, die
auf der Tastatur herum tippen, hat einige interessante Ergebnisse erbracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis auf eine kleine, unschöne Eigenschaft, ist das Einlesen von Zettelmarkup
stabil. Natürlich ist die gefundene unschöne Eigenschaft inzwischen behoben.
Das Einlesen von ASCII- / Unicode-Zeichen als Diagramm bricht ebenfalls nicht
ab, weist aber noch inhaltliche Fehler auf. Dagegen zeigte der Text der
Go-Portierung von &lt;a href="https://pikchr.org/"&gt;pikchr&lt;/a&gt; erhebliche Qualitätsmängel auf.
Dies machte mir die Entscheidung leichter, pikchr als Syntax nicht mehr zu
unterstützen. Da die Go-Portierung wiederum auf einer Go-Portierung eines
Sprachübersetzergenerators basiert, der selbst genügend Fehler aufweisen könnte
(meine begründete Vermutung), wäre eine Korrektur des Go-Quelltextes von pikchr
viel zu aufwändig. Zumal pikchr eher eine kryptische Sprache ist, deren
Ergebnisse nicht unmittelbar einsichtig sind. Was wiederum einer Anforderung
des Zettelstores widerspricht: es muss auch ohne Zettelstore funktionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür habe ich die ASCII- / Unicode-Zeichen-basierten Diagramme wieder als voll
unterstützte Syntax (&amp;bdquo;draw&amp;ldquo;) implementiert. Das bedeutet, diese
Diagramme sind nicht unbedingt Teil eines Zettelmarkup-Textes, sondern können
auch als eigenständiger Zettel abgespeichert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie bekannt, hält sich meine Begeisterung für &lt;a href="../../2019/markdown/"&gt;Markdown&lt;/a&gt;
zur langfristigen Speicherung von Informationen in sehr engen Grenzen. Schon
länger gibt es die Möglichkeit, Zettel als
&lt;a href="https://commonmark.org/"&gt;CommonMark&lt;/a&gt; abzulegen. Ich nutze dies, um
Markdown-Daten mit geringem Aufwand in Zettelmarkup konvertieren zu können und
damit langlebig zu machen. Nun gibt es auch die umgekehrte Möglichkeit, (eine
Teilmenge von) Zettelmarkup als CommonMark darzustellen. Diese Möglichkeit ist
etwas eingeschränkt, da Zettelmarkup wesentlich mächtiger ist. In Zukunft
werden wohl Elemente, die es so in Markdown / CommonMark nicht gibt, wenigstens
teilweise als HTML übersetzt. Denn jedes HTML-Dokument ist ein
Markdown-Dokument.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seitens der Web-Oberfläche gibt es nun endlich die Möglichkeit, Bilddateien und
ähnliches als Zettelinhalt hochzuladen. Damit müssen diese nicht manuell in das
Zettelverzeichnis kopiert werden, mit dem angemessenen Namen. Zusätzlich habe
ich das Format &lt;a href="https://developers.google.com/speed/webp"&gt;WebP&lt;/a&gt; als
unterstütztes Bildformat aufgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher konnte eine Fußzeile mittels Konfigurationseinstellung als HTML-Code für
den Zettelstore angegeben werden. Das nutzte z.B. das
&lt;a href="https://zettelstore.de/manual/"&gt;Zettelstore-Handbuch&lt;/a&gt; zur Angabe des
Impressums und der Datenschutzhinweise. Nun kann statt des HTML-Codes einfach
die Identifikation eines Zettels angegeben werden. Das erlaubt weitere
Möglichkeiten, z.B. mittels dynamischer Listen. Zusätzlich ist diese
Konfiguration nicht nur global für den gesamten Zettelstore erlaubt, sondern
auch für jeden angemeldeten Benutzer. Wer einen im Web erreichbaren Zettelstore
anonym nutzt, der muss Impressum &amp;amp; Co lesen können. Wer angemeldet ist,
benötigt evtl. andere Informationen im Fußbereich. Bis zur nächsten Version
0.10.0 ist die Angabe des HTML-Codes noch möglich, danach wird sie
abgeschaltet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ganz ähnlich zum Fußbereich kann auch der Startzettel sowohl global für einen
Zettelstore konfiguriert werden, wie auch für jeden angemeldeten Benutzer
einzeln. Damit gibt es in diesem Fall zwei Zettel, die auf der Web-Oberfläche
schnell erreichbar sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eher Kleinigkeiten sind die Unterstützung für ein Fav-Icon (wer kleine Bildchen
im Browser-Tab mag) oder eine erste Version eines Cheat Sheets für
Zettelmarkup. Der Kontext eines Zettel bevorzugt nun Folgezettel vor normalen
Verknüpfungen. Viele kleine Fehler und Ungereimtheiten sind beseitigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, das war es auch schon. Mein sonstiges Leben ist dank des
Cybercybervorfalls an meiner Hochschule nicht weniger aufwändig geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was kommt in Version 0.10.0?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie oben geschrieben: dann ist es nicht mehr möglich, den Fußbereich per
HTML-Code in der Konfiguration anzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenfalls werden einige API-Endpunkte vereinfacht. Der Endpunkt &lt;tt&gt;/z&lt;/tt&gt;
arbeitet mit Zetteln im Reintext, &lt;tt&gt;/j&lt;/tt&gt; mit Zetteln als JSON, &lt;tt&gt;/m&lt;/tt&gt;
mit Metadaten als JSON, &lt;tt&gt;/p&lt;/tt&gt; kodiert eingelesene Zettel in ihrer
Struktur, &lt;tt&gt;/v&lt;/tt&gt; macht das für eingelesene und interpretierte Zettel.
Dabei sind dies nur unterschiedliche Repräsentationen des jeweils gleichen
Zettels. Daher werden diese Endpunkte mit dem Endpunkt &lt;tt&gt;/z&lt;/tt&gt;
vereinheitlicht. Zunächst erfolgt die Selektion der Repräsentation per
Query-Parameter, in einer zukünftigen Version auch durch den HTTP-Header.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten habe ich aktuell eher wenig geplant. Die Ideen für die
Client-Software (Zettel Mail, Zettel Presenter, Zettel Publisher) sind nicht
vom Tisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 5.12.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221205/" rel="alternate"></link><updated>2022-12-11T17:30:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:9d646c8d-29d7-312a-9cbf-86a44115eec4</id><content type="html">&lt;p&gt;Schnief.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter diesem Motto stand diese lange Woche, die dann doch kurz ausfällt. Wie
meinte letztens mein Arzt? Mit Medikament dauert die Erkältung 6,5&amp;nbsp;Tage,
ohne Medikament sind es 7&amp;nbsp;Tage. Nur mit der Anzahl der Tage hat er nicht
recht, inzwischen sind es 11&amp;nbsp;Tage. Aber wie sangen die Beatles?
&amp;bdquo;I've got to admit it's getting better // A little better all the
time.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So habe ich den Montag beinahe verschlafen. Dafür habe ich mich Dienstag und
Mittwoch an die Hochschule geschleppt, äh gepedelect. Dank ausreichender
Motorleistung muss ich die Pedale nur streng ansehen, und das Gefährt
beschleunigt auf 17&amp;nbsp;km/h. Da brauche ich weniger Anstrengung, als wenn ich
zu Fuß gehen würde. Denn ich empfand einige Termine am Dienstag und Mittwoch
als wichtig genug. Zumal ich am Montag nicht die Lösungsvorschläge zum Agilen
Studieren bewerten konnte. Das holte ich am Dienstag nach, hörte mir einige
Diskussionen zu den Seminararbeiten an. Mittwoch probierte ich aus, ob meine
Stimme eine Vorlesungsstunde aushält (kann sie) und war dabei, als eine Gruppe
Ihren Projektabschluss absolvierte. Puh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab Mittwochnachmittag war ich wieder zu Hause und habe mich gepflegt. Den Input
zur versäumten Besprechung für eine neue SPO hatte ich schon vorher gesendet,
die Projektstudie am Donnerstag kann auch mal alleine arbeiten. Und meine
Anwesenheit im Kolloquium ist auch mal entbehrlich. Zumal die einzig zu
vergebende Note jemand bekommt, den ich für die Thesis betreue. Um nicht den
Verdacht eines Bias entstehen zu lassen, enthalte ich mich da sowieso einer
Benotung. Das macht dann meine Co-Veranstalterin. So schlief ich Donnerstag,
Freitag, Sonnabend, Sonntag mal aus. Tut gut und hilft. &amp;bdquo;It's getting
better.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rest der Zeit drömelte ich vor mich hin. Der
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; erhielt etwas Pflege. Programmieren tut
mir gut. Vielleicht veröffentliche ich demnächst die Version&amp;nbsp;0.9. Mit
etwas Popcorn, äh Hustenbonbons ist auch dieses &amp;bdquo;Social Media&amp;ldquo;
erträglich. Ob nun Twitter oder Fediverse. Besonders wenn man auf etwas Abstand
achtet. Ich will ja keinen anstecken. Ein wenig andere Blog-Posts lesen,
besonders die Guten. Dinge langsamer angehen. Gedanken über eine
Arbeitsumgebung zum digitalen Verzetteln machen. Wer eine für das analoge
Verzetteln sucht: einfach mal bei Klaus K. nachschauen. Indieweb,
Fediverse-Protokolle, Zettel, Ideen zu Blog-Posts, zu neuer Software alles
verschwimmt miteinander.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit gestern gelingt mir das klarere Denken besser. Ob nun 7&amp;nbsp;Tage oder 13.
Das ist mir egal. Ende in Sicht. Nicht meines. Das der Erkältung. Hoffentlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und so freue ich mich auf die kommende Woche. Diskussionen mit Heinrich
Kümmerle, mit den Seminaristen, dem Gastvortrag, den Bacheloranten, dem
Projektarbeitern. Und mit wem sich sonst etwas ergibt. Nicht zu vergessen, die
Zettelkastenrunde. Wohl die letzte für dieses Jahr. Mal sehen, ob es eine S03
geben wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Raschel.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 28.11.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221128/" rel="alternate"></link><updated>2022-12-03T17:27:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:37e05d20-85d4-3d0a-aba9-4db70ae9705c</id><content type="html">&lt;p&gt;Cyberangriff, Black Friday, irgendwie komme ich da durcheinander. Die
Käseglocke ist noch immer an der Hochschule, aber etwas durchlässiger. Seit
Montag werden wieder Mails von außerhalb der Hochschule in beide Richtungen
durchgelassen. Leider nur der Mailverkehr, IMAP, SMTP, POP3 und wie sie alle
heißen sind immer noch blockiert. Aber immerhin so etwas wie Fortschritt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutete, dass ich am Dienstag alle Mails der letzten Wochen bekam. Knapp
80, also überschaubar in der Unübersichtlichkeit der Mailanzeige von Outlook.
Erst mal prüfen, welche Mail schon beantwortet wurde und welche nicht.
Ergebnis: keine blieb unbeantwortet. Also half mein Notfallplan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nachteil? Nun kommen wieder die ganzen Spam-Mails. Eine beinahe nett
gemacht. Angeblich wollte mein Rektor, dass ich nicht per Webex antworte,
sondern per Mail. Reply an Googlemail. Netter Versuch, der die relative Energie
zeigt, wie manche einen Fuß in die Tür bekommen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Dienstag beginnt mit dem Radeln, äh Pedelecen zum Bildungsdisneyländcampus.
Immer mit einem Lächeln im Gesicht. Mein Dienstzweirad besitzt recht kleine
Räder, 20&amp;nbsp;Zoll, im Gegensatz zum privaten Zweirad mit 28&amp;nbsp;Zoll. Meine
Befürchtung, damit nun ein Schlaglochsuchgerät zu haben, erfüllt sich nicht.
Die kleinen Rädchen sind erstaunlich stabil und gleichzeitig flexibel. Der
Mantel ist der eines Lastenrades, aber nur mit 3&amp;nbsp;bar Luftdruck. Was nun
nicht bedeuten soll, dass die Stadt Heilbronn die ganzen Schlaglöcher so lassen
kann. Angenehm und schonend sich die Schlaglöcher nicht, und es werden mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin wird diese Saison das Laub nicht mehr auf dem Radweg gelagert, bevor
es eingesaugt wird. Dafür ein dickes Danke!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was noch ausbauwürdig ist, das sind die Ampelsteuerungen am Neckarturm und am
Europaplatz. Beide so sehr für die Autofahrer:innen optimiert, dass andere
Verkehrsteilnehmer lange warten dürfen. So sehr optimiert, dass man auch mal
zwei Ampelphasen der Autos warten muss, bis man die Ampelanlage hinter sich
lassen kann. Radfahrstadt Heilbronn, sponsored by local car industry?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dienstag beginnt am Bildungsdisneyländcampus der Tag mit dem Fach
&lt;em&gt;Projektmanagement&lt;/em&gt;. Stimmt nicht, zuerst mit einem kleinen Klönschnack mit
Heinrich Kümmerle, der das Fach für eine andere Gruppe unterrichtet. Nachdem
ich in den letzten Wochen immer mal wieder die Anwesenheit im Detail
feststellte, sind nun diesmal etwa 40&amp;nbsp;Studierende anwesend. Meine Appelle,
denn mehr kann und will ich nicht machen, doch die gemeinsame Zeit für das
Arbeiten in den Gruppen zu nutzen, wird nur von einem kleinen Teil so
umgesetzt. Selbst eine Impulsvorlesung wollten nur zwei von acht Gruppen hören.
Wahrscheinlich geht es um Badehandtücher, die in der Bibliothek gelassen
wurden, um Lernplätze zu reservieren. So hat jede:r eigene Prioritäten. Dafür
gibt es in der Mittagspause einen netten Kaffeeschnack mit Heinrich Kümmerle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Mittagspause geht es mit dem Seminar weiter. Diesmal stellen zwei
Studierende Ihre Inhalte im Detail vor. Ich mache mir schon meine Gedanken, was
ich als Feedback geben kann, da melden sich viele andere und geben ebenfalls
gutes Feedback. Bis auf ein paar kleine dezente Hinweise meinerseits beschränkt
sich meine Rolle als Facilitator. Wunderbar. Mich freut, wie sehr die
Studierenden das kritische Denken konstruktiv anwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beschwingt pedelece ich ins Home-Office, um die Nachrichten per Webex zu
bearbeiten. Und Mittwochmorgen ebenso wieder in den Bildungsdisneyländcampus,
wenn auch etwas stärker gegen die fehlende Wärme isoliert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vorlesung zum Fach Softwaretechnik ist bei mir beinahe Routine. Irgendwann
baue ich dort einmal den &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; ein, aber bis
dahin studieren wird Web-Systeme etwas abstrakter. Routine auch hier bei den
Studierenden. Die an der Hochschule geltende Regelung mit den Masken wird brav
umgesetzt. Viel wichtiger: wer sich aufmacht, um am Mittwoch um 8&amp;nbsp;Uhr in
der Vorlesung zu sein, der nutzt dieses Angebot. Zumindest viele.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach Projektstudie, 7.&amp;nbsp;Semester. Auch Routine, leider auch bei manchen
Studierenden. Man muss immer erkennen können, wann Routine und wann besondere
Wachsamkeit priorisiert werden sollte. Dazu müsste man wissen, dass etwas im
Projekt nicht so ganz stimmt. Nun ja. Wer es nicht auf die weiche Tour erfahren
will, bevorzugt wohl die mittelhartweiche. Die Gruppe, die einen Monat
Vorsprung hat, plant die Projektabnahme nächste Woche. Jut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Mittwoch so gegen 11&amp;nbsp;Uhr lief das Zertifikat für unseren Gitlab-Server
aus. Erneuern geht nur, wenn der Server Zugang zum Internet hat. Da ist sie
wieder, die Käseglocke. Im Laufe der wird langsam klar, was das wirklich für
Auswirkungen hat. Wohl dem/der, die/der wachsam war und etwas Risikomanagement
betrieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Abend, um 18&amp;nbsp;Uhr dann mein kleines Highlight der Woche:
Zettelkastenrunde, S02E04. Im Vorwege gab es viele Absagen. Einige Neue wollten
teilnehmen, dann aber wohl dich nicht. So waren wir zu sechst. Christian war
neu dabei und gab den Experten. Jonas stellte sein Arbeiten mit der Software
&lt;a href="http://zettelkasten.danielluedecke.de/"&gt;Zettelkasten&amp;nbsp;3&lt;/a&gt; vor. Aus vielen
Gründen möchte er eine andere Software nutzen. Den Grund der recht langen
Wartezeiten konnten wir direkt nachvollziehen. Gut, Jonas hat bisher grob
19.000 Zettel erstellt. Für mich gab es eine Bestätigung, bei der Arbeit mit
Quellen auf &lt;a href="https://www.zotero.org/"&gt;Zotero&lt;/a&gt; zu setzen. Das scheint eine immer
nützlicher werdende Software zu sein. Jonas zeigte auch sein persönliches
Key-Feature, die Schreibtischfunktion. Schorsch moderierte wieder wunderbar,
Chris und Markus stellten gute Fragen. Nächstes Mal am 14.12, S02E05.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Donnerstag gab es bei der nächsten Projektstudie, diesmal die im
4.&amp;nbsp;Semester. Wieder etwas Zurückhaltung. Nun ja. Mal sehen, wer meine
Tipps als erstes umsetzt. Ich habe da so einen Verdacht. Kolloquium fiel
mangels Masse aus, findet wieder am 8.12 statt. Trotzdem immer wieder
faszinierend, wie meine Co-Veranstalterin und ich Abschlusspräsentationen fast
identisch bewerten, manchmal bis auf den Punkt gleich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann muss ich beim Pedelecen wohl zu wenig auf wärmende Kleidung
geachtet haben. Es kann auch der Probealarm vom vorherigen Donnerstag gewesen
sein. Seitdem schniefe ich vor mich hin, lasse mich pflegen, stecke vielleicht
andere an. Als guter Beamter müsste am Montag alles vorbei sein. Aber was ist
schon normal in diesen Zeiten, die manche nicht als solche erkennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schnief.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zwei lange Wochen vom 14.11.22, 21.11.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zwei_lange_wochen_221114/" rel="alternate"></link><updated>2022-11-26T17:14:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:c3afba68-9391-3ec5-a9be-b91d29a7e7ed</id><content type="html">&lt;p&gt;Letztens schon wieder eine lange Woche ohne lange Woche. Heinrich macht sich
Gedanken. Ich habe eine gute Ausrede: K1 war mit bisher unbekanntem Partner zu
Besuch. Zugleich Abwechslung von der Käseglocke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, Käseglocke ist noch immer. Manche haben die zweite der sieben Phasen der
Veränderung überwunden. Gefühlt die Hälfte nicht, egal welche Gruppe der
Hochschulangehörigen. Dafür hat diese Gruppe eine neue Ausrede gefunden. War ja
auch beinahe langweilig, immer diese Viren vorschieben zu müssen. Nun scheinen
die pösen Häcker der Grund für den nächsten Notbetrieb zu sein, für das Nicht-
oder Wenig-Arbeiten. Derweil kümmert sich die andere Hälfte darum, dass die
Kernaufgabe einer Hochschule erhalten bleibt. Seit mehr als drei Jahren kein
Notbetrieb, trotz neuen Standorts, inklusive Vorlesungen auf einer Baustelle,
trotz einer Pandemie, trotz Cybercybervorfalls.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während für die einen das Jammern auf verschiedensten Ebenen der Normalfall zu
sein scheint, freue ich mich mit denen, die denken und handeln können. Das kann
eine studentische Gruppe in einer Projektstudie sein, manche Teilnehmer meines
Seminars, die eine oder der andere Hochschulmitarbeiterin, oder der Kollege,
der sein Wissen nicht vollständig für sich behält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch meine Routine hat sich geändert. Morgens auf dem Dienst-iPad mögliche
Nachrichten via Webex prüfen. Dann zum Bildungsdisneyländcampus in die
Käseglocke. Inhalt des USB-Sticks synchronisieren. Interne Mails prüfen und
antworten. Lehrveranstaltungen durchführen. Persönlich klären, was persönlich
geklärt werden sollte. USB-Stick synchronisieren. Ab ins Home-Office. USB-Stick
synchronisieren. Webex prüfen. Tun, was nur außerhalb der Käseglocke getan
werden kann. USB-Stick synchronisieren. Fertig. Bis auf die kleinen
Überraschungen natürlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So läuft das Semester, wie schon die ganzen Semester vorher gerade in die Phase
der Ununterscheidbarkeit. Vieles verschwimmt, vor- und rückblickend, bei aller
Konzentration auf den Moment. Auch das tut mal gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den ersten Wochen der Käseglocke bin ich kaum dazu gekommen, am
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; zu bauen. Das klappte erst gestern mal
für mehrere Stunden. Für relative Ablenkung sorgt auch die neue
Zettelkastenrunde, 2nd season. Auch &lt;em&gt;Selbsthilfegruppe Zettelkasten&lt;/em&gt; genannt.
Ich freue mich schon auf Episode&amp;nbsp;5.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon länger geplant, nun endlich realisiert, darf ich ein Dienstpedelec
nutzen. Als Flachlandgeborener gibt es hier für mich einige fiese Steigungen,
bei denen mir nun die Segnungen der Chemie helfen. Nach knapp zwei Wochen
Nutzung ist mir klar geworden, dass ein Pedelec kein eBike ist, also kein
Fahrrad. Es ist auch kein eMofa. Das Fahren damit trainiert mehr als gedacht.
Es mildert manche Härten ab. Viele Radfahrer nervt nicht das Bremsen, aber das
dann notwendige Anfahren. Dieses Problem fällt mit einem Pedelec weg. Auf
freier Strecke bin ich mit 25&amp;ndash;30&amp;nbsp;km/h schneller unterwegs, bei mehr
(Fuß-) Verkehr bin ich langsamer und aufmerksamer unterwegs als vorher mit dem
Fahrrad. Das Fahren im Regen macht zwar immer noch keinen Spaß, ist aber
erträglicher. Früher war ziemlich wenig alles besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon länger nutze ich auch andere technische Innovationen, welche den einen
oder anderen Aspekt bereichern. Ein Ruderergometer, zum Beispiel. Seit einigen
Monaten im Haushalt. Mal eben das Boot ausfalten und zu Wasser lassen, das
macht man eher nicht. Aber in einer Pause im Home-Office eine kleine virtuelle
Runde, das schon. Oder ein eWriter. Schreiben, synchronisieren (auch ohne
Klaut), nutzen. Heinrich Kümmerle wartet dazu auf meinen Gast-Post. In diesem
Blog mache ich keine bewusste Werbung für kommerzielle Produkte. Und auch mein
Zettelstore gehört zu den technischen Annehmlichkeiten. Bei allem technischen
Fortschritt sollte man die Organisation des eigenen Umfeld trotzdem nicht
anderen überlassen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir ist klar, in welchen Kontexten ich mich dabei bewege. Ein Fahrrad benötigt
weniger Ressourcen als ein Pedelec. Papier ist ein annehmbarer Ersatz für einen
eWriter. Es muss auch nicht jede:r ein Ergometer besitzen, eine gemeinsame
Nutzung wäre erstrebenswert. Dann hätte Heilbronn auch vernünftige Radwege, der
Bildungsdisneyländcampus keinen Fokus auf Autos und sogar Duschen, ich wäre
weniger vergesslich und man könnte sich auf die Eigenverantwortung der Menschen
wie der Unternehmen verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das tut der Freude keinen Abbruch, wenn im Kolloquium jemand endlich, nach
langer langer Zeit, das höchstbewertete Kriterium berücksichtigt, und am
konkreten Beispiel die Quellenarbeit in der eigenen Thesis darstellt. Oder wenn
man in einer Vorlesung den positiven Effekt der Käseglocke bemerkt: die
Studierenden hören zu, auch weil der Zugang zum Internet schwieriger geworden
ist. Das lässt beinahe den Inhalt manch eines Projektstrukturplans aus einer
anderen Veranstaltung vergessen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer weiß, vielleicht überlegt sich die gefühlt andere Hälfte der
Hochschulangehörigen einmal, die zweite Phase der Veränderung zu überwinden, um
nicht immer Ausreden erfinden zu müssen. Aber da sind wir wieder bei der
Eigenverantwortung.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Nach 20 Minuten bin ich weg</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/20_minuten_weg/" rel="alternate"></link><updated>2022-11-14T18:36:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:34e544a1-e24f-3d45-8bc8-b2ca99b28dae</id><content type="html">&lt;p&gt;Der berufliche oder ehrenamtliche Alltag ist bei vielen durch eine Reihe von
Besprechungen geprägt. Manche Tätigkeiten, besonders die in leitender
(leidender?) Position, scheinen nur aus Besprechungen, neudeutsch Meetings, zu
bestehen. Um einmal Zeit ohne Besprechungen verbringen zu können, vereinbaren
einige sogar Besprechungen mit sich selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ganze Konstrukt wird fragil, wenn Besprechungen später als erwartet
beginnen. Dann probieren einige, mein früheres Selbst eingeschlossen, die
&amp;bdquo;verlorene Zeit aufzuholen&amp;ldquo;. Das klappt selten, da schon die
Besprechungstermine selbst eng geplant sind. Besonders amüsant sind dann jene
Zeitgenoss:inn:en, die selbst zu spät erscheinen und dann darauf bestehen, dass
ihnen erst einmal der aktuelle Stand der Besprechung dargelegt wird. Mit dem
Ergebnis, dass auch diese Besprechung zu spät endet, die nächsten noch später
beginnen und die letzte Besprechung des Tages im Zweifelsfall tief im
Überstundenzeitraum beginnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach meiner Beobachtung sind Besprechungen sehr wahrscheinlich zu einer
signifikanten Verspätung verurteilt, wenn mehr als ein Drittel der ursprünglich
geplanten Zeit ungenutzt verstreicht. Das gilt selbst, wenn man Termine etwas
großzügiger plant, mit kleinen Pausen zwischendurch. In den Zweidrittel der
restlichen Zeit wird man das eigentliche Ziel der Besprechung tendenziell nicht
erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also sage ich solche verspäteten Besprechungen ab. Das gilt selbst für meine
Sprechstundentermine, die meistens nur 14&amp;nbsp;Minuten dauern. Den so freien
Resttermin kann man sinnvoller nutzen, als durch ein Gespräch zu hetzen, dass
dann keines mehr ist, sondern ein Wettbewerb um den schnellsten Sprecher. Da
hört keiner mehr hin, nicht einmal die Sprecherin selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das gilt auch umgekehrt: wenn ich mich um mehr als ein Drittel der geplanten
Zeit verspäte, dann frage ich nach, ob der Besprechungstermin so noch sinnvoll
stattfinden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum lautet der Titel dieses Posts &amp;bdquo;Nach 20&amp;nbsp;Minuten bin ich
weg&amp;ldquo;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Berechnung des Drittels verwende ich als Maximum eine Stunde, also
maximal 20&amp;nbsp;Minuten. Bei jeder Besprechung sollte man nach einer Stunde
eine kleine Pause einlegen. Sonst bespricht man sich nicht mehr effektiv. Die
Pause muss sein, schon um sich selbst zu sammeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, es gibt diese unseligen Marathonbesprechungen, wo nur das Sitzfleisch
zählt. Da zählt auch nur die Anwesenheit, nicht das Argument, nicht die
konstruktive Diskussion. Ich will dort nicht sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich gibt es, wie bei jeder Regel, auch Ausnahmen. Das müssen nicht nur
Ober-schlägt-Unter-Spielchen sein. Letztens wollte ich mich mit einer
potenziellen Auftraggeberin treffen. Ein mühselig verhandelter Termin. Der
Chef-Chef sollte dabei sein. Genau der verspätete sich um 30&amp;nbsp;avisierte
Minuten. Also sagte ich explizit ab. Der Kompromiss sah dann so aus, dass wir
den ganzen Smalltalk zu Beginn einfach nicht machten und gleich zur Sache
kamen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenbeispiel: bei einer früheren Sitzung kam der damalige Vorsitzende zu spät.
Zuerst hieß es, dass es 20&amp;nbsp;Minuten sein sollten. Gut, wir warten. Dann
40&amp;nbsp;Minuten. Hmpf. Dann eine Stunde. Kurz darauf erschien er. Mit zwei
Stunden Verspätung endete die Sitzung. Zum Glück war es keine Stehung. Und ja,
der Vorsitzende hatte gewiss gute Gründe und viele andere hatten auch eine
längere Anreise. Trotzdem ist mir auch dann ein Ende mit Schrecken lieber als
ein Schrecken ohne Ende.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur letzten Fachbeiratssitzung wäre ich mit einer Verspätung von einer Stunde
erschienen. Manchmal hat man noch einen Erstberuf. Ich habe dem Vorsitzenden
rechtzeitig abgesagt. Ich hätte dann nichts Wesentliches mehr beitragen können,
außer meiner reinen Anwesenheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb: nach einem Drittel der ungenutzten Besprechung bin ich weg, spätestens
nach 20&amp;nbsp; Minuten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Leben ist zu kurz, um in schlecht geplanten Besprechungen rumzusitzen und
sich an den alten Keksen zu erfreuen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 7.11.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221107/" rel="alternate"></link><updated>2022-11-14T14:11:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:f6a89592-f164-3e6a-bb39-72333aba15c7</id><content type="html">&lt;p&gt;Irgendwie war dies eine nette Woche. Irgendwie. Natürlich gibt es den üblichen
Wahnsinn, der sich diesmal allerdings auf Verkehrsteilnehmende beschränkte.
Gefühlt scheinen immer mehr Kinder von Hubschraubereltern auf den Wegen
unterwegs zu sein. Diese haben gelernt, dass andere für sie aufpassen. Sieht
man ja auch an anderen Aspekten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der zweiten Woche des Cybercyberangriffs hat sich die Mehrheit an die neuen
Verhältnisse gewöhnt. Irgendwie ist so eine Änderung auch mal ganz gut. Dann
müssen alle mal wieder selbst denken und nicht mental auf Autopilot fahren. Die
Situation ist immer noch ernst und die Experten geben immer noch alles. So die
FAQ, die immer mal wieder aktualisiert wird. Die Minderheit, die noch
mutmaßlich Mails versendet und sich wundert, weshalb niemand antwortet, muss
sich wohl noch bequemen. Wer nicht will, die hat schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Seminar beginnt langsam ein Seminar zu werden. Und mangels verfügbarem
Zugriff auf die große weite Internetwelt wird in den Vorlesungen mehr zugehört.
Ob mehr verstanden wird? Das wird sich noch zeigen. Und immer noch ist gut zu
erkennen, wer es sich im Kolloquium vor dem eigenen Vortrag einfach gemacht
hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel wichtiger war für mich, wie ich durch den Kontrast zu anderen Denkweisen
gerade diese Woche gelernt habe. Das kann das Gespräch mit dem Lehrbeauftragten
sein, der sich dem Fach &amp;ldquo;Projektmanagement&amp;ldquo; als soldatischer
Geisteswissenschaftler ganz anders nähert als ich als Strukturwissenschaftler
mit technischem Einschlag. Auf einmal verstand ich, warum ich manches seit 2008
lehre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oder mit Herrn Q.&amp;nbsp;P., alias A.&amp;nbsp;T., der wohl eigentlich K.&amp;nbsp;K.
heißt, auf Twitter. Irgendwie im Umfeld Zettelkasten, Ent-lernen, wissend nicht
wissen, mutmaßlich Soziologie mit ganz eigenen (im mehrfachen Sinne) Vokabeln.
Da hinterfrage ich gerne, im Geheimen, huch, mein Selbstverständnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Na gut, etwas lästern muss ich doch. Am Freitag habe ich wieder der dritten
Klasse vorgelesen, nun nach knapp drei Jahren Pause. Was ich dort im
Klassenraum dieser Grundschule sah, das hätte ich auch ganz gerne am
ach-so-stylischen Bildungsdisneyländcampus: eine digitale Tafel. Wieder
ein Indiz, dass im hiesigen schwarzen Konzern in Ausstattungen gedacht wird,
die den 80ern entsprechen, wären da nicht die HDMI-Anschlüsse für die
Projektoren. Seufz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mich freut: auch neue Kolleg:inn:en bewerten studientische Leistungen recht
schnell recht ähnlich. Liegt vielleicht auch an der Hochschulform, dass nicht
jede:r ein:e selbst gefühlte:r Wissensfürst:in ist. Wo waren wir? Ach ja.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso: die wöchentlichen Gespräche mit Heinrich Kümmerle, bei einem Kaffee.
Mal über Projektmanagement (aus gegebenem Anlass), über den
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;, über Twitter/Mastodon und andere mehr
minder als mehr soziale Medien, Alternativen zu allem, aber nicht zu guter
Musik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos, gegen Ende der Woche habe ich mich ein wenig in den Konsum gestürzt.
Schon länger habe ich eine Alternative zum eigenen Fahrrad gesucht, die sich
vielleicht in Form eines Dienst-Nicht-Fahrrades manifestiert. Der Händler rief
an, gefühltes Wunschgefährt sei zur Probe da. Freitag zur Probe probegefahren.
Passt. Bestellprozess angetriggert. Mal sehen, wie das klappt, sind ja vier,
fünf Parteien involviert. Auch aus dem Grund, weshalb es am
Bildungsdisneyländcampus definitiv never ever um die Umwelt geht
(Parkplatzgebühren), sondern nur um den schönen Schein. Wie meinte ein Kollege:
Ziellinie einer Person.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch mehr Konsum, in Form von Audiotechnik. Einer der Gründe für mein heutiges
Dasein liegt darin begründet, dass ich mich in meiner Jugend mit HiFi
beschäftigte und der dann aufkeimenden Digitaltechnik, aka CD &amp;amp; Co. So ganz ist
das über die Jahre nicht verschwunden, war danach aber nie ein Hobby, auch des
Geldes wegen. Bis ich letztens mal die vorhandenen Geräte etwas anders
zusammenstöpselte, auch mit einem robusteren Kabel. Der Vergleich von
Streaming-Dienst, CD und deren gerippter Variante trieb mir dann doch einige
Tränen in die Augen, ob der Erkenntnis. Diese wuchs mit dem Ausprobieren eines
recht guten Kopfhörers aus städtischer Produktion. Mein Ergebnis: wer Musik
wirklich entdecken will, sollte sich beschränken. Der ganze Rest ist für
Nebenhermusik (die der eigenen Konzentration für geistige Arbeit nicht wirklich
nützt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne war es eine Woche der aktiven und konsumierenden Erkenntnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal sehen was Woche drei des Cybercyberangriffs bringen wird.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 31.10.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221031/" rel="alternate"></link><updated>2022-11-05T14:53:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:c1559542-dcf5-3cca-965a-04533ea1eb0e</id><content type="html">&lt;p&gt;Mal wieder eine lange Woche, die etwas kürzer war. Was sie nicht weniger neu
gemacht hatte. Brückentagsfreundlich der hiesige kirchliche Feiertag. Besonders
für mich als DiMiDo-Prof. Warum es in einem angeblich säkularen Staat
/ Bundesland so viele kirchliche Feiertage (und stille Tage) gibt, habe ich
noch nie verstanden. Aber gut, nicht meine Baustelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso nicht meine unmittelbare Baustelle der Cybercyberangriff auf meine
Hochschule. Betroffen und beeinträchtigt bin ich damit natürlich auch. Aber
weitergehende Informationen bekomme ich nicht und darf mir alles zwischen den
Zeilen der manchmal freiwillig oder unfreiwillig komisch formulierten
offiziellen Meldungen herauspulen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne mutmaßlich ist es wohl ein technisch ähnlich gelagerter
Vorfall, wie letztens bei einem lokalen Medienunternehmen. Ich kann nicht
entscheiden, ob es wirklich ein Angriff war oder ob die Tür einfach offenstand
und Vandalen eindrangen. Vor &lt;a href="../../2020/linux_windows/"&gt;2&amp;nbsp;Jahren&lt;/a&gt; schrieb
ich etwas über meine Erkenntnisse von 2015: &amp;bdquo;Dank einer nicht zu neuen
Version des vom RZ betriebenen Mail-Servers&amp;nbsp;&amp;hellip;&amp;ldquo;. Allerdings
ist mir nicht bekannt, ob nicht doch auf eine aktuellere Version umgestiegen
wurde. Nun ja, wie steht es so schön in der FAQ zum Thema? &amp;bdquo;Das
Expertenteam gibt alles,&amp;nbsp;&amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn auch der Mailverkehr de facto ausgesetzt ist, funktionieren einige
hochschulinternen Systeme im Hochschulnetz. Das Lernmanagementsystem, unsere
studiengangsinterne Entwicklungsplattform, auch meine Software zu &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;Agiles
Studieren&lt;/a&gt;. Letztere erst nach einer kleinen
Umkonfiguration). Korrelation oder Kausalität, dass alle diese Systeme nicht
unter Windows betrieben werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis auf die fehlende Mail erinnert mich das an meine Doktorandenzeit Mitte der
1990er Jahre. Hochschulintern gab es eine ausreichende Netzwerkverkabelung. Für
die gesamte Hochschule, d.h. für ca. 6000&amp;nbsp;Stakeholder, stand ein
Internetzugang mit 64&amp;nbsp;KiB/s Bandbreite zur Verfügung. Also grob 10 Bit/s
für jeden. Nicht so viel mehr als heute. Für Mails &amp;amp; Co musste man an die
Hochschule kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne waren diese Woche nicht zu viele physisch an der Hochschule,
mehr wäre besser gewesen. Aber nun gut, wozu haben denn die Studierenden ihre
geheimen WhatApp-Gruppen? Leider nutzen nicht alle das hochschulweite,
funktionierende (außerhalb des Hochschulnetzes) WebEx. Das macht die
Kommunikation schwieriger, wenn nicht unmöglich. Mal sehen wie ich mein Problem
mit der Benachrichtigung zur Prüfungseinsicht am 18.11. löse. Wird wohl auf
Ankündigungen in den Lehrveranstaltungen, Hinweise im Lernmanagementsystem,
auch auch auf traditionelle Zettel an schwarzen Brettern und (Glas-) Türen
herauslaufen. Müsste klappen, denn schon immer verbreiteten sich
&lt;a href="../../2015/geruechte/"&gt;Gerüchte&lt;/a&gt; in diesem Biotop extrem schnell. Diesmal
hoffentlich nicht leider.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder auch schön zu sehen, auch an mir selbst, wie man die sieben Phasen der
Veränderung durchläuft. So wie im März &amp;nbsp;2020 oder Ende Februar diesen
Jahres zum Beispiel. Wenn auch manche immer noch in der zweiten Phasen stehen
bleiben. Sieht man auch am anderen Ereignis letzter Woche, dass eher weltweite
Reaktionen auslöste. Nun wandern die &amp;bdquo;Menschen mit trainierten
Verbesserungsmuskel&amp;ldquo; von der einen SM-Plattform zur dezentralen
SM-Plattform. SM bleibt SM.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin durchlaufen einige die sieben Phasen etwas schneller und so steht zu
hoffen, dass wir uns an der Hochschule gemeinsam neue Abläufe definieren und
uns anpassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr positiv war für mich in dieser kurzen Vorlesungswoche die Qualität der
Präsentationen des (Bachelor-) Kolloquium. Das erste Mal, dass ich nicht
innerlich die Hand an die Stirn führen musste. Nicht alles perfekt, aber ich
bemerke gute Fortschritte. Hält hoffentlich an, vielleicht hilft ja meine
Manöverkritik am Ende etwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonders beeindruckt haben mich &amp;bdquo;meine&amp;ldquo; Studierenden im Fach
&amp;bdquo;Projektmanagement&amp;ldquo;. Obwohl man für die Bearbeitung der Themen beim
agilen Studieren an die Hochschule kommen musste, wurde fast die Maximalanzahl
der möglichen Lösungsvorschläge abgegeben. Gut, einige Gruppen haben
kooperiert. Ist aber nicht schlimm. Beachtenswerte 134&amp;nbsp;von
179&amp;nbsp;Lösungsvorschlägen wurden erfolgreich bearbeitet. Dafür bin ich am
Freitag gerne extra in die Hochschule gefahren, um den Gruppen Feedback zu
geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der so erfreulichen Bewertung traf ich mich am Freitag mit Heinrich
Kümmerle. Immerhin wurde ich wenigstens auf dieser Fahrradfahrt nicht beinahe
von einem Auto beinahe angefahren. Am Donnerstag fuhr jemand in einem schwarzen
Premiummodell mit dem Stern am Stern, also mir, zentimeterweise vorbei. Auf
meinen Hinweis, dort vorne stünde ein Schild, welches das Überholverbot von
Zweirädern signalisiert, meinte der Fahrer nur, dass er überall Radfahrer
überholen dürfe. Leider kein Einzelfall, wohl auch nicht nur in Schwarzbronn,
äh, Heilbronn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Gespräch mit Heinrich Kümmerle dehnte sich ob der vielen Themen aus. Er ist
ja bei uns an der Hochschule Lehrbeauftragter für Projektmanagement. So
lästerten wir über die Zertifizierungsindustrie, ob nun PMI, IPMA, Scrum. Beim
Lästern bleibt es bei uns natürlich nicht, wir schmiedeten auch konstruktive
Pläne. Ebenso natürlich ging es um den &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt;,
die neuen Möglichkeiten der &lt;a href="../zettelstore_0_8/"&gt;Version&amp;nbsp;0.8&lt;/a&gt;, wie man
damit selbst Präsentationen erstellen kann, und über Ideen das Ökosystem zu
erweitern. Stichworte: &lt;em&gt;Zettel Mail&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Zettel Blog&lt;/em&gt;,
&lt;a href="../../2016/indieweb/"&gt;IndieWeb&lt;/a&gt;, Zettelkastenrunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, die Zettelkastenrunde scheint wieder zu leben. Am Mittwoch fand das zweite
Event dazu statt, also S02E02. Mir gefällt das konstruktive Miteinander, auch
bei inhaltlichen Differenzen. Die Gruppe war recht divers. Einige überlegen,
etwas mit einem Zettelkasten zu machen. Andere arbeiten damit schon Jahre,
Jahrzehnte. Jeder gab und nahm. Schön auch, dass ich Orga nicht an mir hängen
bleibt, wie noch in S01. So kann auch mir meine Notizen machen, weil jemand
anderes die Moderation übernimmt. Eine wirklich gute Gesprächsrunde im nicht zu
großen Kreis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;S02E03 findet am 16.11 um 18-19 Uhr statt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachgang gab es auf Twitter und Mastodon noch den einen oder anderen netten
Austausch. Zumindest ein Hashtag gibt es, &lt;code&gt;#selbsthilfegruppeZK&lt;/code&gt;. Das trifft es
gut, denn es gibt hier nicht das absolute Expertentum, (fast) nur praktische
Erfahrungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wort &amp;bdquo;Selbsthilfegruppe&amp;ldquo; sollte viel häufiger zum Einsatz
kommen, nicht nur bei &lt;a href="../../2019/agilitaet/"&gt;Agilität agilisierenden
Agilisten&lt;/a&gt; oder anderen Kulten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die guten Gespräche diese Woche haben mich dann auch motiviert, mir wieder
etwas für den Zettelstore zu überlegen. Nachdem ich am Montag die
&lt;a href="https://pikchr.org/"&gt;pikchr&lt;/a&gt;-Graphik entfernt habe (zu komplex), wollte ich
dem Zettelstore um etwas ergänzen. Ein dringendes Problem bleibt das Hochladen
von Bildern im Binärformat (nicht immer klappt es mit SVG). Aber ich merke, das
die Welt drumherum &lt;a href="../../2019/markdown/"&gt;leider Markdown&lt;/a&gt; verwendet. Selbst
Schuld. Aber für kurzlebige Dokumente nicht ganz unnütz. So wird es wohl auch
einen Markdown-Encoder geben, der Zettelinhalte nach Markdown übersetzt. Den
umgekehrten Weg gibt es schon länger. Damit lässt sich der Zettelstore auch in
diesem Umfeld gewinnbringend integrieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber erstmal ist Wochenende, das neue LTB wurde geliefert. Das gilt es zu
studieren.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.8</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zettelstore_0_8/" rel="alternate"></link><updated>2022-10-31T20:40:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:38b9e246-7f74-3f92-bb69-169421c2909a</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_8"&gt;Version&amp;nbsp;0.8&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es neues?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht so viel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hauptsächlich habe ich die in &lt;a href="../zettelstore_0_7/"&gt;Version&amp;nbsp;0.7&lt;/a&gt;
angekündigten Abkündigungen umgesetzt. Schlagworte (a.k.a Tags) können nun nur
noch in den Metadaten angegeben werden, nicht mehr im Inhalt eines Zettels. Das
hat intern vieles vereinfacht. Den API-Endpunkt &lt;code&gt;/m&lt;/code&gt; gibt es nicht mehr. Dessen
Funktionalität wurde in Version&amp;nbsp;0.7 durch die &lt;em&gt;Queries&lt;/em&gt; bereitgestellt.
URL Query-Parameter, die mit einem Unterstrich beginnen, wurden entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Zuge dieser Änderungen gibt es nun einen neuen API-Endpunkt &lt;code&gt;/q&lt;/code&gt;, mit dem
Queries auch per API ausgeführt werden können. Der Endpunkt &lt;code&gt;/z&lt;/code&gt; ist nun de
facto nur ein Alias für &lt;code&gt;/q&lt;/code&gt;, da &lt;code&gt;/q&lt;/code&gt; mehr Möglichkeiten bietet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer nutzt eigentlich die API (und nicht nur das Web-Interface)? Mich
interessieren eure Anwendungsfälle.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Sicherheit&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Ich habe viele kleine Dinge integriert, die es schwerer machen sollen, einen
Zettelstore unsicher zu betreiben. Natürlich gibt es keine absolute Sicherheit.
Ebenso kann ein versierter Betreiber den Zettelstore unsicher betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst habe ich die Möglichkeit eingeschränkt, dass in Zetteln gespeichertes
HTML ausgegeben wird. In HTML kann potentiell JavaScript eingebettet werden,
das wiederum mehr oder minder beliebige Aktionen ausführen kann. Das ist
besonders relevant, wenn man den Inhalt nicht selbst geschrieben sondern
irgendwoher kopiert hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon immer wird der HTML-Code nicht ausgegeben, wenn dieser bestimmte Inhalte
hat, z.B. ein &lt;code&gt;&amp;lt;script&amp;gt;&lt;/code&gt;-Tag. Sollte es in Zukunft weitere Möglichkeiten geben,
wie JavaScript in HTML eingebettet werden kann, dann hilft das wenig. Der
Zettelstore soll langlebig sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt aktuell drei Arten, wie man HTML-Inhalte in den Zettelstore bringt. Am
einfachsten über einen Zettel mit Syntax &amp;bdquo;html&amp;ldquo;. Was viele nicht
wissen (oder gerne ignorieren): jeder HTML-Inhalt ist zugleich auch
Markdown-Inhalt (genauer: das, was im HTML-&lt;code&gt;&amp;lt;body&amp;gt;&lt;/code&gt;-Tag steht). Also sind
Markdown-Zettel ähnlich vulnerabel. Und auch in Zettelmarkup ist es potentiell
möglich, HTML anzugeben: über das Konzept der Inline-Zettel. Ein Inline-Zettel
kann wiederum als Syntax &amp;bdquo;html&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;markdown&amp;ldquo;
/ &amp;bdquo;md&amp;ldquo; haben (oder selbst wieder &amp;bdquo;zmk&amp;ldquo; und dieser
Inline-Zettel enthält selbst wieder Inline-Zettel &amp;hellip;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die HTML-Ausgabe dieser drei Arten steuern zu können, gibt es die
Konfigurationsvariable &lt;code&gt;insecure-html&lt;/code&gt;. Ist sie nicht gesetzt, wird kein
HTML-Inhalt ausgegeben. Ansonsten gibt es die Werte &amp;bdquo;html&amp;ldquo;,
&amp;bdquo;markdown&amp;ldquo; und &amp;bdquo;zettelmarkup&amp;bdquo;, welche sukzessive
HTML-Inhalte erlauben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus werden nun im Zettelmarkup jene Entities ignoriert, welche schon
in HTML nicht erlaubt sind, z.B. &lt;code&gt;&amp;amp;#1;&lt;/code&gt;. Damit könnte man sich sonst das Leben
unnötig schwer machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzlich warnt der Zettelstore, wenn auch externe Computer auf ihn zugreifen
könnten, aber keine Authentifizierung aktiviert ist.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Arbeiten mit Zetteln&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Bisher ist es möglich, einen bestehenden Zettel zu kopieren oder von einem
bestehenden Zettel einen Folgezettel zu erstellen. Je nachdem, wie man sich
verzettelt (also seinen Wissenstransferprozess gestaltet) sind beide
Möglichkeiten nützlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist es zusätzlich möglich, eine neue Version eines bestehenden Zettels zu
erstellen. Die neue Version erhält eine neue Identifikation, verweist auf das
Original (wie ein Folgezettel), enthält aber den Inhalt des Originalzettels
(wie eine Kopie). Das ist hilfreich, wenn man veraltete Inhalte nicht löschen
möchte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bilder aus dem in Version&amp;nbsp;0.7 eingeführten Asset-Verzeichnis können nun
mittels Transklusion in einen Zettel eingebettet werden.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Felerchen&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die Schlagwortwolke (a.k.a Tag Cloud) wird gebildet, indem das Schlagwort je
nach Anzahl der Zettel, die dieses Schlagwort angeben, größer oder kleiner als
andere Schlagworte angezeigt werden. Den Algorithmus zur Größenanpassung habe
ich geändert. Zumindest in meinem Zettelstore erkenne ich relevante Schlagworte
nun besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wurde eine Zetteldatei manuell aus dem entsprechenden Verzeichnis gelöscht, so
hat der Zettelstore dies zu häufig nicht erkannt. In der Folge gab es eine
recht heftige Fehlermeldung, die nur durch einen &amp;bdquo;Reload&amp;bdquo; behoben
werden konnte, oder durch einen Neustart des Zettelstores. Durch eine Korrektur
konnte ich diesen Fehler nicht mehr reproduzieren, auf allen unterstützten
Betriebssystemen. Ausschließen lässt sich dieses Verhalten prinzipiell nicht
(nämlich wenn das Betriebssystem nicht mitteilt, dass eine Datei gelöscht
wurde), es wird aber nun wesentlich seltener auftreten.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Kleinigkeiten&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Der RSS-Feed enthält nun auch Kategorien, auf Basis der Schlagworte der Zettel.
Und es gibt einen rudimentären Atom-Feed, falls jemand einen RSS-Reader nutzt,
der RSS&amp;nbsp;2.0 nicht unterstützt.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Und sonst?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die nächste Version&amp;nbsp;0.9 ist schon in Arbeit. Obwohl, so richtig auch
nicht. Ich habe begonnen, den Quelltext weitergehend und automatisiert zu
testen. Dabei habe ich kleinere Unschönheiten entdeckt. Etwa, wenn man im
Zettelmarkup 5000-mal das Zeichen &lt;code&gt;[&lt;/code&gt; hintereinander angegeben hat, dann
dauerte es bis zu einer Minute, bis die Web-Oberfläche den Zettel darstellte.
Wer will, kann das ja mal in Version&amp;nbsp;0.8 ausprobieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich überlege, dass man in der Web-Oberfläche auch Bilder hochladen kann. Bisher
muss man die Dateien direkt ins Dateiverzeichnis der Zettel kopieren und den
Namen als gültige Zettelidentifikation angeben. Besonders wenn man seinen
Zettelstore auf einem separaten Computer betreibt ist das sonst etwas nervig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann hatte sich ein Nutzer des Zettelstores sehr positiv über die
SVG-Integration geäußert. Danke für das Feedback, unbekannte
&amp;bdquo;Wühlratte&amp;ldquo;. Das hat mich bestärkt, auch in Zukunft auf (relativ)
zukunftssichere Dateiformate zu setzen, wie eben SVG.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zugleich denke ich darüber nach, ob ich das in Version&amp;nbsp;0.7 frisch
eingeführte &lt;a href="https://pikchr.org/"&gt;pikchr&lt;/a&gt; wirklich im Zettelstore belassen
soll. De facto ist es ein Frontend zu SVG. Pikchr ist nicht unmittelbar zu
verstehen, d.h. man bräuchte den Zettelstore, um Zettel mit der Syntax
&amp;bdquo;pikchr&amp;ldquo; zu verstehen (oder das Originalprogramm). Und beim oben
angesprochenen automatisierten ist mir zudem die frag-würdige Qualität der
Portierung des Originalprogramms nach Go aufgefallen. Dahinter steckt eine
recht aufwändige Werkzeugkette, die ich auf Dauer pflegen müsste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aktuell verwende ich Pikchr bei mir in genau zwei Zetteln. Alternativ könnte
man das Orginalprogramm nutzen und das resultierende SVG in einen Zettel
kopieren. Fertig. Eventuell könnte man auch den Pikchr-Code in einen eigenen
Zettel kopieren und beide Zettel miteinander verknüpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt auch so viele andere wunderbare Software, um SVG zu erzeugen. Ob nun
&lt;a href="https://inkscape.org/"&gt;Inkscape&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://app.diagrams.net/"&gt;https://app.diagrams.net/&lt;/a&gt; oder andere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht so: in Version&amp;nbsp;0.9 wird es kein Pikchr geben, es sei denn,
jemand gibt mir rechtzeitig einen guten Grund, es im Zettelstore zu belassen.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Und sonst? (2)&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Zwar kann der Zettelstore schon jetzt als (einfache) Blogging-Engine verwendet
werden (und er wird so verwendet). Spätestens seit die SM-Welt dank eines
reichen Menschens in Bewegung gekommen ist, denke ich über eine Client-Software
für den Zettelstore nach, die sich besser in die Blogosphäre integrieren kann,
inklusive &lt;a href="../../2016/indieweb/"&gt;IndieWeb&lt;/a&gt;-Integration.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch das Thema &lt;em&gt;Zettel Mail&lt;/em&gt; ist noch aktuell. Etwas zeitlich entfernter auch
eine bessere Oberfläche, inklusive &amp;bdquo;Schreibtisch-Funktion&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offenbar konsolidiert sich der Zettelstore langsam und es bilden sich weitere
Einsatzmöglichkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Still digging.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Drei lange Wochen vom 11.10.22, 18.10.22, 25.10.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/drei_lange_wochen_221011/" rel="alternate"></link><updated>2022-10-29T21:16:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:a0ed617e-16d8-32dc-9dd0-5e02125a7c09</id><content type="html">&lt;p&gt;Dritte Vorlesungswoche. Vierte Vorlesungswoche. Fünfte Vorlesungswoche.
So richtig komme ich gar nicht mehr hinterher. Und irgendwie waren es nicht
immer wirklich lange Wochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis Donnerstag war die dritte Vorlesungswoche beinahe normal. Business as
usual. Voller Raum im Fach Projektmanagement. Der ursprünglich angefragte
Lehrbeauftragte sagte kurzfristig ab. Die Suche geht weiter (mit gutem
Ausgang). Im Seminar haben immer noch nicht alle gelernt, sich besser
vorzubereiten. In Softwaretechnik waren einige aufmerksam. Die Projektstudie im
7.&amp;nbsp;Semester läuft. Die im 4.&amp;nbsp;Semester ist noch etwas träge. Und im
Kolloquium etabliert sich meine Kritik zum Abschluss. Eine Studentin fragte, ob
ich auch das Kolloquium im Masterstudiengang machen würde. Ich verneinte.
Schade, bei Ihnen lernt man einiges.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann am Donnerstagabend, pünktlich zum Dienstschluss (kleiner Scherz),
da wurde mein Kopf schwer, schmerzte. Die Nase lief, obwohl ich lag. Der Körper
fühlte sich an, als hätte ich einen Viertelmarathon gelaufen. Freitag wurde es
nicht besser, dieser Tag verlief sich im Nebulösen. Samstag nach 13 Stunden
Schlaf wollte der Kreislauf erstmal nicht, puh! Sonntag wurde es besser und am
Montag habe ich drei Tests gemacht. Erst den Selbsttest, dann den Schnelltest
und dann noch einen PCR-Test. Alle positiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also ab in die Absonderung. Was ich als Kind nie sein durfte, musste ich nun
sein: Stubenhocker.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin war mein Verlauf einer der milden Sorte, wenn auch nicht zu mild. Also
wieder in die alte Routine der Notfallonlinelehre. Klappte von meiner Seite
technisch ganz gut, wenn auch nicht unbedingt bei allen Studierenden. Wie
üblich versagten ganz plötzlich die Kameras. In meinen Vorlesungen bei zwei
Drittel der Angemeldeten. In den höheren Semestern scheinen die Kameras wieder
besser zu funktionieren. Nun ja, business as usual.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab Freitag ging es mir auch körperlich wieder besser, die Tests am Montag waren
negativ, also positiv für mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Fach Projektmanagement haben wir nun doch einen Lehrbeauftragten gefunden.
Danke Heinrich! Die Veranstaltung kann nun aufgeteilt werden, damit wir den
Studierenden bessere Möglichkeiten des Studierens bieten können. Wenn auch ein
Dekan seine ursprüngliche Aussage zwischenzeitlich vergessen hatte und alles
erst am Montag geklärt werden könnte. Und ja, mit etwas homogeneren Gruppen
macht auch die Lehre mehr Spaß. Hoffentlich merken manche Studierenden
rechtzeitig, dass man ach mal an die Hochschule kommen sollte, wenn man
angeblich studiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie hat ein Kaffeeautomat seinen Weg in unser Gebäude gefunden. Hat ja
auch nur 5 Jahre (?) gedauert. Kaffee gut, alles gut. So konnte ich mit dem
frisch gebackenen Lehrbeauftragen beim Kaffee ein erstes Debriefing machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Seminar haben nun doch fast alle gelernt sich vorzubereiten. Und unter
Zeitnot nicht in Panik zu verfallen, sondern schneller zu denken. Ja, es war
Deadline. Wer wollte, hat ein Problem gefunden, das nun bearbeitet werden kann.
Nett auch die Erkenntnis eines Studenten: das Seminar sei ja teilweise wie im
Kolloquium. Ja, genau, wir lehren nicht für die Tonne, sondern die Fächer bauen
aufeinander auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Dienstag mailte der Kanzler (der Hochschule, nicht der andere) an alle eine
Erinnerung der Maskenregeln. Die habe ich gleich Mittwochmorgen ausprobiert.
Erstaunlich, wie häufig so eine Mail nicht oder unvollständig gelesen wird.
Immerhin musste niemand den Raum verlassen, denn einige hatten für andere eine
Zweitmaske dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kolloquium bringt tatsächlich in Präsenz viel mehr Spaß als Online.
Besonders, wenn die Präsentierenden meine Kritik zu früheren Terminen
berücksichtigen. So wurde wieder gut diskutiert, ohne dass man zu sehr in die
Grundlagen aus dem zweiten, dritten Semester zurückfallen zu müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, und dann wäre eigentlich diese fünfte Vorlesungswoche vorbei. Eigentlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Freitagnachmittag ist die Internetverbindung der Hochschule zum Rest der
Welt getrennt. IT-Sicherheitsvorfall. D.h. einige Kollegen und Mitarbeiter
haben viel zu tun. Unsereiner weiß leider auch nicht mehr. Weitere
Informationen gibt es nicht. Also gibt es auch keine Mails, die der
Beantwortung harren. Kein Zugriff auf die Software für das Agile Studieren.
Kein Zugriff auf das lokale GitLab. Ebenso wenig zum Lehrmanagementsystem.
Nur das extern gehostete WebEx ist nutzbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu meinem persönlichen Glück ist die nächste Woche dank des kirchlichen
Feiertags noch kürzer. Ich hoffe, meine Befürchtung eines Windows-basierten
IT-Sicherheitsvorfalls erfüllt sich nicht. Ein Ausfall der IT-Systeme wäre
nicht so gut. Da sieht man wieder, wie sich die Abhängigkeiten geändert haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So bleibt mir etwas mehr Zeit, um über einen Gastpost bei Heinrich Kümmerle
inhaltlich nachzudenken, oder über eine Blogging-Engine auf Basis des
Zettelstore.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Übernahme von Twitter scheint einige in Panik zu versetzen. Viele wechseln
ins Fediverse. Deren Server hört man schon vom Weiten stöhnen, ob der Last. Da
sieht man einmal, wie langweilig einigen am Samstag ist. Dabei ist die
nachhaltigere Lösung nicht die kostenlose, jederzeit kündbare
Internetmietwohnung, auf welcher SM-Plattform auch immer. Statt dessen sind
Blogs mein Mittel der Wahl, schon seit 2006 (wenn auch sporadisch). RSS/Atom
gibt es als Standards, das IndieWeb ist auch nicht weit. Wenn man so will: das
Interneteigenheim. Und ja, mir ist klar, dass die meisten ihre Server irgendwie
mieten. Ein eigener Blog scheint aber für viele noch Neuland zu sein.
Mit der Sicherheit der eigenen Website lässt sich leichter SM betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal sehen, wie sich der Zettelstore auf diesem Gebiet schlägt. Still digging.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 4.10.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_221004/" rel="alternate"></link><updated>2022-10-09T15:49:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:3a798ff3-eba6-3608-b049-9745c037cdf5</id><content type="html">&lt;p&gt;Zweite Vorlesungswoche. Die Frisur hält. Die lange Woche war diesmal ja auch
nicht so lang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Chaos der ersten Woche hat sich etwas gelegt. Auch einmal Zeit,
zwischendurch durchzuschnaufen und andere Gedanken zu denken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Fach Projektmanagement ist der Raum wieder so voll, wie in der letzten
Woche. Aber locker zwanzig neue Gesichter. Was haben die letzte Woche gemacht?
Erfahren, das ein Studium ein wenig ernst genommen werden sollte? Wer weiß. Und
was machen die anderen zwanzig diese Woche? Fragen über Fragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür waren die Ergebnisse beim &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt;
größtenteils annehmbar. Bei 152 von 225&amp;nbsp;Lösungsvorschlägen gab es einen
Daumen nach oben. Für das erste Mal recht vernünftig. Vielleicht hilft es
tatsächlich, die Gruppen nach Kohorten vorzuselektieren. Was zum Forschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Seminar hat die Mehrheit erfahren, dass man sich vorher und schriftlich
Gedanken machen sollte, bevor man an zu bearbeitenden Problemen herumdenken
will. Danach gab es regelmäßig Mails mit Gedanken. Manche sogar in der Sprache,
in der die Prüfung stattzufinden hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Projektstudien bekommen langsam Fahrt. Besonders freut mich, dass eine
Absolventin diesmal die Rolle der Auftraggeberin übernimmt. Ja, genau die
Absolventin, die als Studentin bildlich mit zwei Kommilitonen gezeigt hat, das
Projektstudien viel Spaß machen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Kolloquium waren einige zunächst ganz wach, als ich am Ende fragte, ob die
Anwesenden besonders gerne darüber sprechen, wie sie sich gewaschen, Zähne
geputzt, angezogen haben. Ich fragte, weil in den Präsentationen diese
sterbenslangweiligen Dinge groß und breit präsentiert werden, die man einer
wissenschaftlichen Hygiene zuordnen würde. Also so etwas, mit welchen
Suchbegriffen man welche Datenbanken abgefragt hat, um eine Literaturrecherche
durchzuführen. Im Zweifelsfall sollte man das angeben können, aber dafür gibt
es Backupunterlagen. Dieses ganze, an den Formalien orientierte
Hygienegeschwafel verhindert eine inhaltliche Auseinandersetzung. Cargo Cult
Thesis. Es sei denn, man hat gar keine Inhalte zu präsentieren und sucht
Rettung in formalen Hygieneaspekten. Mal sehen, ob jemand zugehört hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann ist da noch meine Lieblingsveranstaltung, die Fakultätsratssitzung.
Das Wort allein sagt alles. Diesmal allerdings gewürzt mit den Geschehnissen um
meinen Termin letztens mit den Rektoratsmitgliedern. Und auch andere Dinge, die
dort besprochen wurden, zeigen, dass eine Hochschule nicht immer so etwas wie
eine Behörde ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und ja, auch ein Professor freut sich über Lob. Diesmal vom Vorsitzenden des
Prüfungsschausschusses, über meine so nachvollziehbare und perspektivenreiche
Anträge. Sind auch beide genehmigt worden. Einer mit einer kleinen Auflage, die
ich aber nicht schlecht finde. Hoppla, nicht dass diese mein
Bewerbungsschreiben für ein hochoffizielles Amt waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So langsam wird mir bewusst, dass sich der Termin der Zettelkastenrunde nähert.
Am 19.10.22 um 18&amp;nbsp;Uhr ist es soweit. Mal sehen, wer vorab einen
Teilnahmewunsch signalisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht bringe ich demnächst auch Version&amp;nbsp;0.8 des
&lt;a href="https://zettelstore.de"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; heraus. Viel Neues gibt es dort nicht,
eher werden einige alte Zöpfe angeschnitten. Hihi, alte Zöpfe. Gefühlt habe ich
den Zettelstore erst gestern begonnen. Dabei ist er für mich inzwischen zum
unverzichtbaren Werkzeug geworden. Für eine andere Person explizit auch. Und
gerade probiert ihn eine weitere Person.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schutz persönlicher Daten sei Dank. Ernsthaft. Ich erfahre nur durch
persönliche Nachrichten, wenn jemand diesen Post gelesen hat oder den
Zettelstore nutzt. Nichts wird heimlich aufgezeichnet. So muss ich auch nicht
irgendwelche Daten fragwürdiger Qualität analysieren, um zu frag-würdigen
Ergebnissen zu kommen. Haha, da könnte ich ja gleich ein Experteninterview mit
zwei Personen führen (kleiner Insider).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So spreche / schreibe ich lieber persönlich mit Nutzern der Software, auch um
Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken. Ich spreche / schreibe lieber
persönlich mit Lesern, auch um dann inhaltlich zu diskutieren. Nix mit
Verstecken in vermeintlich anonymen Daten in der Masse der Menschen.
Interaktion mit Menschen. Hmm, wo habe ich das bloß gelesen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn erst in 5376&amp;nbsp;Jahren der Zettelstore die Anzahl der Nutzer von
irgendwelcher anderer Zettelkastensoftware überholt, dann ist das nicht
schlimm. Wenn diese andere Software in knapp 10&amp;nbsp;Jahren vom Markt genommen
wird,dann werde ich nicht einmal Schadenfreude verspüren. Mir hilft der
Zettelstore mehr als andere Zettelkastensoftware und wenn er anderen hilft,
dann freut mich das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Version&amp;nbsp;0.8 fällt mir gerade nichts dringend zu implementieren ein. Es
gibt viele kleinere und größere Ideen (sind alle natürlich auf Zetteln), aber noch
nichts Kohärentes. Dann lieber die aktuellen Änderungen herausgeben, Feedback
einholen und mal länger nachdenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tiefe Stimme: Kontrolle, noch jemand ohne gültigen Zettelstore?&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 26.9.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_220926/" rel="alternate"></link><updated>2022-10-03T15:57:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:f6ba2f6d-1771-3365-bf1a-2986ee44d940</id><content type="html">&lt;p&gt;Beginn der Vorlesungszeit. Endlich. Aber auch leider, irgendwie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endlich, weil man sich wieder mit Kollegen, Mitarbeitern, Studierenden fachlich
austauschen kann und nicht nur alleine vor sich hin arbeitet. Was manche sich
alles für den Sommer an gemeinsamen Aktivitäten vorgenommen haben, nun, das
blieb meist ein Plan. Aber Urlaub muss ja auch mal sein, wenn auch jeder in
einem anderen Zeitintervall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider, weil alles wieder auf einen hereinstürzt. Dienstag, erste
Lehrveranstaltung. Ein Raum für 70&amp;nbsp;Studierende. 76&amp;nbsp;Plätze sind
besetzt. Und wenn man sich die Liste derjenigen ansieht, die in diesem Semester
die Prüfung absolvieren sollten, dann darf man noch 97 dazu addieren. Für diese
und andere Lehrveranstaltungen purzelten dann locker 80&amp;nbsp;Mails von
Studierenden herein, von Wünschen nach Prüfungseinsicht, Zugang zu
Onlinemagazinen, Thesisbetreuung, Kolloquiumsterminen, bis zur gewünschten,
aber verspäteten Teilnahme am &lt;a href="https://agiles-studieren.de/"&gt;Agilen Studieren&lt;/a&gt;.
Puh.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin war im Vorfeld klar, dass wir obige Lehrveranstaltung mit potentiell
173&amp;nbsp;Teilnehmern aufteilen. Nun muss noch ein Lehrbeauftragter gefunden
werden. Andere Kollegen aus der Hochschule, welche die Veranstaltung übernehmen
könnten, waren nicht zu finden. Dazu später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese erheblichen Zahlen an potentiellen Teilnehmern sind eine direkte
Konsequenz der pandemiebasierten Freischussregel, die seit letztem Semester
nicht mehr gilt. Nun hat das Nichtlernen eine Konsequenz. Betrifft auch viele
andere Veranstaltungen, nicht nur von mir. Selbst die Betreuung einer Thesis
wird nicht leichter, wenn sich das frühere durchschnittliche Zahlenverhältnis
von 1:4 auf 1:8 oder mehr verändert. Letztes Semester lag es bei mir noch bei
1:1.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die auf Basis des Agilen Studierens durchgeführte Veranstaltung
&amp;bdquo;Einführung in das Projektmanagement&amp;ldquo; war also gut besucht.
Trotzdem haben wir Anwesenden diese vernünftig starten können. Einige Gruppen
haben sogar schon mit dem Studieren begonnen. Unabhängig davon war die
kommunizierte Motivation groß, wie üblich traditionell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach am Dienstag das Seminar &amp;ldquo;IT-Systems&amp;ldquo;. Wieder mal auf
Englisch. Mit dem Thema &amp;bdquo;IT-Systems or Healthcare&amp;ldquo;. Einige wenige
haben schon schöne Probleme gefunden. Andere wenige haben wenigstens eine Mail
(siehe oben!) mit potentiellen Problemen formuliert, manche sogar rechtzeitig.
Viele warten wohl auf morgen. Die Studierenden sollen im ersten Schritt aus dem
Themenbereich zu bearbeitende Problemstellungen finden. Diese müssen auch
wissenschaftlich relevant sein. Hoffentlich kommen nicht zu viele Vorschläge
mit den Buzzwords Blockchain, NFT oder AI/KI. Buzzword-getriebene Probleme
lassen sich in einem Seminar so gut wie immer nur als extrem dünnes
Wissensbrettchen bohrend bearbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da mein Fahrrad noch inspiziert wurde, musste ich hiesige Busse für Rückfahrt
nehmen. Erkenntnis: nichts hat sich (für mich) seit 3&amp;nbsp;Jahren verbessert.
Pünktlichkeit ist Zufall, mithin auch die Möglichkeit zum zeitnahen Umsteigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittwoch. Softwaretechnik. Raum für 80&amp;nbsp;Studierende. Geschätzt mehr als 130
müssten in diesem Semester die Prüfung ablegen. 50 sind anwesend. Wie üblich in
der ersten Woche gibt es Übersichtveranstaltungen, inklusive Orga. Positiv kam
an, die Prüfung etwas weniger hart zu gestalten, als von der Studien- und
Prüfungsordnung vorgesehen. Aber das muss noch der Prüfungsausschuss
genehmigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach Projektstudie, 7.&amp;nbsp;Semester. Ein Team arbeitet schon seit einem
Monat daran, dessen Mitglieder wollte eher beginnen, um eher beenden zu können.
Die anderen zwei Gruppen starten nun. Endlich mal etwas Routine, die
Studierenden kennen sich, mich und den Studiengang ja schon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und so freute ich mich auf meine kleine Mittagspause. In dieser lernte ich
meine neue Kollegin, die auch meine Bürokollegin ist, kennen. In diesem Sinne:
Willkommen bei den WINnern, Julia Zielonka! Wir verquatschten uns und hätten
beinahe die Dienstbesprechung verpasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese war von 14&amp;nbsp;bis 16&amp;nbsp;Uhr geplant. Wir hatten viel zu besprechen.
Im Sommer ist einiges liegengeblieben. Siehe oben. Um 16.20&amp;nbsp;Uhr merkte ich
die leichte Überziehung an. Die &amp;bdquo;Familienfreundliche Hochschule&amp;ldquo;
endet wohl erst um 17&amp;nbsp;Uhr. Um 17.30&amp;nbsp;Uhr fragte ich nach, ob ich zur
Diskussion noch etwas beitragen könnte. Endlich konnte ich mein Fahrrad
abholen. Waren ja auch nur knapp 10&amp;nbsp;Stunden, in denen ich ohne wirkliche
Pause mental unterwegs war. Hoffentlich nur ein Einmaleffekt. Aber immerhin
konnten wir einiges so besprechen, dass wir es nicht mehr besprechen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Marathonsitzungen verstehe ich immer weniger. Besonders nicht, wenn sie
die geplante Zeit um 75% überschreiten. Mir sind die Schwierigkeiten der
Terminfindung klar. Um so wichtiger wäre dann, nun ja, ist ja alles bekannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Endlich kann ich wieder mit dem Fahrrad pendeln. Die Bewegung fehlte mir. Ist
ja so auch im Bus nicht gewünscht. Obwohl, beim Händler meines geringsten
Misstrauens fuhr ich ein eBike zur Probe. Eher eines für die Stadt als für
Überlandfahrten. Eigentlich überflüssig, für geübte Fahrer mit ausreichender
Gesundheit. Wenn man im Sommer am Arbeitsort etwas zum Duschen hätte. Wenn
überhaupt vorhanden, dann wurden am Bildungdisneyländcampus zwar Parkplätze
gebaut, irgendwohin auch Fahrradständer hindrapiert, aber den Gedanken der
nachhaltigen Mobilität nicht zu Ende gedacht. Hauptsache Schwarz. Und deshalb
trage ich mit dem Gedanken eines eBike. Lässt sich dank der riesigen
Lieferprobleme eh nicht zeitnah umsetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu Hause angekommen, standen riesige Kartons im Weg. Ah, das Ruderergometer
wurde geliefert. Ein alter Wunsch, man gönnt sich ja sonst nichts. Erster
Eindruck: weniger langweilig und viel sanfter als ein Fahrradergometer.
Displays wirken Wunder. Zur Entspannung gleich mal eine Runde in Berlin
gedreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerstag. Projektstudie, 4.&amp;nbsp;Semester. Immer etwas aufwändiger als die im 
7.&amp;nbsp;Semester. Die Studierenden glauben sich, mich und den Studiengang zu
kennen. Drei Themen stehen zur Auswahl, eines ist gesetzt. Ein Kollege aus dem
Nachbarstudiengang stellt sein Thema &amp;bdquo;Disjunktives Controlling&amp;ldquo;.
Mit Erfolg für ihn. Ich verbasel die Zeit. Die Projektstudie soll eine halbe
Stunde früher als üblich beginnen. Ich vergesse das, bin natürlich zu Beginn
pünktlich und vergesse rechtzeitig zu beenden. Die Studierenden auch, sie
stimmen nicht mit den Füßen ab. Ein gutes Zeichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittagspause fällt also so gut wie aus. Ich hetze mit der neuen Kollegin ins
gemeinsam veranstaltete Kolloquium. Der Raum ist mit 50&amp;nbsp;bis
60&amp;nbsp;Studierenden gut gefüllt. Mal sehen, wie das mit der Terminabgabe
funktioniert. Nicht dass alle einen Termin am Semesterende benötigen. Das wird
nicht klappen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank des vollen Raum sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich jedem Teilnehmer
die Regeln einzeln erklären muss. Interessant aber auch, wie freiwillige
Leistungen hingenommen werden, und wie groß die Augen werden, wenn man
mitteilt, was eigentlich die Anforderungen sind. Von den drei
Abschlusspräsentationen fiel eine wegen extrem kurzfristiger Krankheit aus. So
innerhalb von weniger als 90&amp;nbsp;Minuten. Aber wie heißt es so schön:
&amp;bdquo;Ich bin zwar Doktor, aber kein Arzt.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja und dann dachte ich, am Freitag hätte ich freie (sic!) Zeiteinteilung. Aber
nicht nur Studierende werden kurzfristigst krank, auch Professoren. Und so fand
ich mich Freitagvormittag in einer illustren Runde wieder, die im wesentlichen
aus dem fast vollständigen Rektorat bestand. Ich, der nicht wirklich nach
Ämtern strebt, vertrat in Personalunion eine Kommission (deren Mitglied ich
bin), die Studiengangsleitung und für eine knappe Stunde die Fakultät (bis der
Dekan kam; dazu gleich mehr). Aber alles lief gut. Zumindest in diesem Kreise
fühlte ich mich als Kollege. Auch die anschließende Unterhaltung mit dem Dekan
war kollegial. Nice.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum verspätete sich der Dekan? Ein Lehrbeauftragter für ein Planspiel war
krank. In der gesamten Hochschule fand sich niemand, der das übernehmen wollte.
Es lag mutmaßlich nicht am können, denn es gibt genügend geeignete Personen,
aka &amp;bdquo;Kollegen&amp;ldquo;. Siehe die dienstägliche aufgeteilt geplante
Lehrveranstaltung, zu der auch kein Kollege gefunden werden konnte.
Projektmanagement, Planspiel. Da gibt es wirklich niemanden sonst an der
Hochschule?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachgang bedankte sich der Kollege, der eigentlich an der illustren Runde
teilnehmen wollte (er liest hier wohl mit), recht intensiv für mein
kurzfristiges Einspringen. Für mich war das eine Selbstverständlichkeit, obwohl
ich wohl der letzte der Mohikaner war: zwei Kollegen auf einer wiss. Konferenz,
drei Kollegen krank. Meiner Antwort, das dies selbstverständlich sei,
entgegnete er, es gäbe recht wenige ich mit meiner Einstellung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie ist das für mich beinahe und leider verständlich. Wenn Altruismus
nicht explizit gefördert wird, dann machen das nur wenige (die es sich leisten
können oder wollen). Der große Rest verkommt zu Egoisten, ob gewollt oder
nicht. Dabei funktioniert das Leben nicht auf Basis von Zielvereinbarungen.
Erst Altruismus, ob rational geplant oder instinktiv, führt dazu, dass die
rauen Aspekte des Zusammenlebens weniger grob und rau sind. Altruismus als
Schmiermittel für eine sonst heißlaufende und dann blockierende Gesellschaft.
Für letzteres gibt es einige Staaten als negatives Vorbild.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich am Ende einer diesmal längeren langen Woche solche Gedanken habe, dann
war die Woche nicht zu schlimm. Damit kann ich wenigstens meinen eigenen
digitalen Zettelkasten befüllen oder an ihm herumprogrammieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächste Zettelkastenrunde findet am 19.10.22 um 18&amp;nbsp;Uhr statt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Komplexit ist so etwas wie Kryptonit? Jeder Zettelkasten enthält blöde
Kalauerzettel.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.7</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zettelstore_0_7/" rel="alternate"></link><updated>2022-09-18T16:31:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:36b1a453-653c-327d-8795-443b40c98715</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_7"&gt;Version&amp;nbsp;0.7&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was gibt es neues?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst habe ich die in &lt;a href="../zettelstore_0_6/"&gt;Version&amp;nbsp;0.6&lt;/a&gt; angekündigten
Abkündigungen umgesetzt. Das war einfach. Es gibt nun nur noch die textuelle
Angabe von Suchparametern, kein Gefrickel mit irgendwelchen URL-Parametern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entgegen meiner Ankündigung hat sich in diesem Bereich einiges geändert.
Offensichtlich ist eine Änderung der Syntax für Zettelmarkup. Will man eine
Suche angeben, so muss diese nicht mehr mit &lt;code&gt;search:&lt;/code&gt;, sondern mit &lt;code&gt;query:&lt;/code&gt;
beginnen. Diese Änderung wird jedem Nutzer, der dieses Feature seit
Version&amp;nbsp;0.6 verwendet, in der Zetteldarstellung sofort auffallen. Deshalb
musste ich den behutsamen (aber komplexeren) Weg der Abkündigung nicht wählen.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Abfragen (statt Suchen)&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die Änderung zu &lt;code&gt;query:&lt;/code&gt; lässt es ahnen, eine &lt;em&gt;Query&lt;/em&gt; ist mehr als eine
&lt;em&gt;Search&lt;/em&gt;. Nach einem Suchbegriff können nun sog. &lt;em&gt;Aktionen&lt;/em&gt; angegeben,
abgetrennt durch einen senkrechten Balken (&lt;code&gt;|&lt;/code&gt;). Aktionen können
&lt;em&gt;Aktionsparameter&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Aggregate&lt;/em&gt; sein. Ein mögliches Aggregat ist der Name
eines Metadatums vom Datentyp &amp;bdquo;TagSet&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Word&amp;ldquo; oder
&amp;bdquo;WordSet&amp;ldquo;. Wenn man sich z.B. die Schlagworte aller Zettel mit der
Rolle &amp;bdquo;blogpost&amp;ldquo; anzeigen lassen will, dann erreicht man dies durch
die Query &lt;code&gt;role:blogpost | tags&lt;/code&gt;. Damit werden übrigens die expliziten Listen
aller Schlagworte und aller Rollen überflüssig. Diese lassen sich nun als &lt;code&gt;|
tags&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;| role&lt;/code&gt; darstellen. Mit &lt;code&gt;| visibility&lt;/code&gt; werden die verwendeten Werte für
Sichtbarkeit angezeigt und man erhält so einen guten Überblick, ob es Zettel
gibt, die besser nicht für die Allgemeinheit bestimmt sind, wenn man seinen
Zettelstore öffentlich betreibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aktionsparameter sind &lt;code&gt;NUMERIC&lt;/code&gt; (bzw. alles, was mit &lt;code&gt;N&lt;/code&gt; beginnt), &lt;code&gt;MAXn&lt;/code&gt; und
&lt;code&gt;MINn&lt;/code&gt;, wobei &lt;code&gt;n&lt;/code&gt; eine positive Zahl ist. Mit &lt;code&gt;NUMERIC&lt;/code&gt; wird die ausgegebene
Liste zu einer Aufzählung. &lt;code&gt;MAXn&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;MINn&lt;/code&gt; geben an, dass ein Aggregatswert
nur dann ausgegeben werden soll, wenn die Anzahl der Zettel mit diesem Wert im
angegebenen Bereich liegt. Damit kann man gut in seiner Zettelsammlung
recherchieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach ja, und es gibt das Aggregat &lt;code&gt;RSS&lt;/code&gt;. Damit wird ein
&lt;a href="https://www.rssboard.org/rss-specification"&gt;RSS&amp;nbsp;2.0&lt;/a&gt;-konformer Feed
erstellt. Wozu benötigt man das? Wenn man seinen Zettelstore öffentlich
betreibt andere Änderungen automatisiert mitbekommen möchten. Es gibt nämlich
sog. &lt;em&gt;RSS-Reader&lt;/em&gt;, die genau solche RSS-Feeds abfragen. Häufiger
Anwendungsfall: Blogs (aka Weblog). Ein Blog ohne RSS-Feed ist kein Blog. Um
einen RSS-Feed für eigene Zettel mit der Rolle &amp;bdquo;blogpost&amp;ldquo; zu
erstellen, wobei diese nach Änderungsdatum sortiert sein sollen, aber nur für
die letzten 30&amp;nbsp;Änderungen, dann reicht ein &lt;code&gt;role:blogpost ORDER REVERSE
published LIMIT 30 | RSS&lt;/code&gt;. Optional kann nach dem &lt;code&gt;RSS&lt;/code&gt; noch ein &lt;code&gt;TITLE ...&lt;/code&gt;
angegeben werden. Alle Worte nach &lt;code&gt;TITLE&lt;/code&gt; werden zum Titel des RSS-Feeds:
&lt;code&gt;role:blogpost ORDER REVERSE published LIMIT 30 | RSS TITLE Implizite
Informationen&lt;/code&gt;. Wird kein &lt;code&gt;TITLE&lt;/code&gt; angegeben, dann wird der Name des
Zettelstores verwendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Suchbegriffe können nun mit einem logischen &amp;bdquo;oder&amp;ldquo; verknüpft
werden. Zum Beispiel liefert &lt;code&gt;Europa OR role:blogpost&lt;/code&gt; alle Zettel, die
entweder den Begriff &amp;bdquo;Europa&amp;ldquo; enthalten oder die Rolle
&amp;bdquo;blogpost&amp;ldquo; verwenden.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Zettelstore als Blog&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Nun kann der Zettelstore als Werkzeug für ein Blog verwendet werden, nicht nur
das des Aggregats &lt;code&gt;RSS&lt;/code&gt;. Bisher könnte der Zettelstore Inhalte nur dann
ausliefern, wenn diese als Zettel abgelegt waren. Das ist für große Dateien
nicht gut, denn der Zettelstore liest jeden Zettel vollständig in den
Hauptspeicher ein, bevor er dessen Daten verarbeitet. Für große
Präsentationsdateien, Bild-, Ton- oder Bewegtbilddateien kann das problematisch
werden. Viel einfacher ist es, wenn diese Dateien an einem separaten Ort
abgelegt werden. Dann lassen sich diese zwar nicht als Zettel verwendet, ist
aber auch so gut wie nie nötig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zettelstore lässt sich so konfigurieren, dass man diesen separaten Ort als
Dateiverzeichnis mittel &lt;code&gt;asset-dir&lt;/code&gt; angibt. Dann werden die Dateien an diesem
Ort vom Zettelstore unter Angabe des URL-Prefixes &lt;code&gt;/assets/&lt;/code&gt; ausgeliefert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nutze das für mein anderes Vorhaben, &lt;a href="https://agiles-studieren/"&gt;Agiles
Studieren&lt;/a&gt;, wenn es zum jetziges Zeitpunkt
(2002-09-18) auch noch nicht öffentlich ist. Diese Website wird mit dem
Zettelstore betrieben werden. Die meisten Posts habe ich schon in Zettel
konvertiert. Und die dort von mir zur Verfügung gestellten Präsentationen im
PDF-Format, wie auch manche Bilder, lieferte ich über &lt;code&gt;/assets/&lt;/code&gt; aus. Wenn
alles nach agilem Plan läuft, dann sollte spätestens Ende Oktober die Website
umgestellt sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer weiß, vielleicht einmal auch diese Website.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Diagramme&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Zettelstore lassen sich nun Diagramme als Zettel ablegen. Es gibt zwar
seit &lt;a href="../zettelstore_0_3/"&gt;Version&amp;nbsp;0.3&lt;/a&gt; die Möglichkeit, einfache
Graphiken zu erstellen. Bei etwas komplexeren Diagrammen war dies haben nicht
besonders hilfreich. Dies stellte sich für mich heraus, als ich meine
Vorlesungsunterlagen für eine Lehrveranstaltung aus dem Bereich der
Softwaretechnik auf den Zettelstore umstellte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich behalf mir, indem ich die Zettelstore-basierte Software &lt;a href="https://zettelstore.de/contrib/dir?ci=tip&amp;amp;name=presenter"&gt;Zettel
Presenter&lt;/a&gt; so
erweiterte, dass diese Zettel mit speziell vorgegeben Inhalten selbst
auswertete. Als Inhalt gab ich die textuelle Beschreibung nach
&lt;a href="https://mermaid-js.github.io/"&gt;Mermaid&lt;/a&gt; angab, die dann lokal als JavaScript
im Browser interpretiert wird. Allerdings interferiert diese immer wieder mit
der ebenfalls JavaScript-basierten Software für die eigentliche Präsentation
(&lt;a href="https://revealjs.com/"&gt;reveal.js&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offenbar bin ich nicht der einzige, bei dem JavaScript-basierte Diagramme nicht
so gut funktionieren. Und ich bin nicht der einzige, der für Graphiken
/ Diagramme &lt;a href="https://www.w3.org/Graphics/SVG/"&gt;SVG&lt;/a&gt; bevorzugt, &lt;em&gt;Scalable Vector
Graphics&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Entwickler der von mir verwendeten Software zur Versionskontrolle,
&lt;a href="../../2015/fossil/"&gt;Fossil&lt;/a&gt;, der auch die am häufigsten verwendete
Datenbanksoftware &lt;a href="https://sqlite.org/"&gt;SQLite&lt;/a&gt; erstellt hat, stand wohl vor
einem ähnlichen Problem. Deshalb entwickelte er mit
&lt;a href="https://pikchr.org/"&gt;Pikchr&lt;/a&gt; eine Software, mit dessen Hilfe Diagramme in
Textform beschrieben und zur graphischen Ausgabe nach SVG übersetzt werden.
Leider in der Programmiersprache C. Der Zettelstore ist in Go programmiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Glücklicherweise bin ich nicht der einzige, der eine Version in Go hätte. Da
alles &lt;a href="../free_open_source_software/"&gt;Open-Source&lt;/a&gt; ist, kein Problem. Bis auf
das Tun selbst, natürlich. Und so gibt es eine Portierung von Pikchr nach Go:
&lt;a href="https://github.com/gopikchr/gopikchr"&gt;gopikchr&lt;/a&gt;. Diese besitzt zum Glück keine
Abhängigkeiten zu anderer Software und konnte so in den Zettelstore integriert
werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Pikchr in einem Zettel nutzen zu können, ist es am einfachsten, als
Zettelsyntax den Wert &amp;bdquo;pikchr&amp;ldquo; anzugeben. Dieser Zettel lässt sich
dann in anderen Zettel transkludieren.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Abkündigungen&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Auch in dieser Version muss ich einige Merkmale des Zettelstore abkündigen.
Ab Version&amp;nbsp;0.8 sind diese nicht mehr verfügbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So sind Schlagworte im Inhaltsbereich eines Zettels dann nicht mehr möglich.
Natürlich noch als Metadaten, aber nicht mehr im Fließtext. Diese Schlagworte
begannen, wie in vielen anderen Softwaresystemen, mit dem Zeichen &lt;code&gt;#&lt;/code&gt;. (Ja,
damit sind Hashtags gemeint.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Problematisch ist aber, dass das Zeichen &lt;code&gt;#&lt;/code&gt; auch in einigen anderen
Zusammenhängen verwendet werden. Zum Beispiel im Englischen als Kennzeichen für
eine Nummerierung (wie auch in Zettelmarkup). Das führte bei vielen Nutzern zu
unerwünschten Schlagworten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzlich war die interne Verarbeitung dieser Schlagworte etwas komplexer. Das
äußerte sich in automatisch berechneten Metadaten &lt;code&gt;content-tags&lt;/code&gt; und
&lt;code&gt;all-tags&lt;/code&gt;. Weg damit ab v0.8.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Programmierschnittstelle des Zettelstore (API) begannen die Namen
einiger Parameter mit einem Unterstrich (&lt;code&gt;_&lt;/code&gt;). Dies hatte seinen Ursprung in
der früheren parameterbasierten Suche. Weg damit ab v0.8.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dank der erweiterten Abfragemöglichkeiten ist der API-Aufruf mit dem
Endpunkt &lt;code&gt;/m&lt;/code&gt; (aber nicht &lt;code&gt;/m/ID&lt;/code&gt;) überflüssig. Kann also auch in v0.8 weg.&lt;/p&gt;
&lt;h1&gt;Ausblick&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;Die neue Version des Zettelstore ist seit einiger Zeit bei mir im produktiven
Einsatz. Die Recherchemöglichkeiten mittels Suche / Abfragen helfen mir
signifikant. Ebenso die erweiterten Möglichkeiten, Diagramme zu erstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Version&amp;nbsp;0.7 gehe ich in die aber übernächster Woche beginnende
Vorlesungszeit. Projektstudien auf Basis des Zettelstores werden diese Version
nutzen. Vorlesungsunterlagen werden mit dieser Version präsentiert, und sie
wird meinen Zweitblog neues Leben einhauchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was wird die Version&amp;nbsp;0.8 bringen? Ich weiß es (noch) nicht. Die
Abkündigungen sind in einer internen Fassung schon umgesetzt. Ansonsten gehe
ich mal meine Zettel durch. Vielleicht baue ich ein &lt;em&gt;Zettel Mail&lt;/em&gt;, mit dem man
sich Zettel per Mail senden kann. Mal sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Lange Wochen (im August / September)</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_wochen_220808/" rel="alternate"></link><updated>2022-09-10T17:07:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:4b8ea267-fcb0-3b65-998d-75d480eda264</id><content type="html">&lt;p&gt;Was tut so eine kleine Auszeit gut! Alle Prüfungen bewertet und die Noten ins
Hochschulesystem gepfriemelt. Das Hochschulleben mit seinen kleinen Aufregern
kommt zur Ruhe. Der Bildungsdisneylandcampus wird zum verlassenen Westerndorf.
Hier und da tröpfelt eine Mail herein, und zu deren Beantwortung kann man sich
Zeit lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel wichtiger ist mir aber: ich kann sich meine Termine selbst planen, muss
nicht externe Vorgaben umsetzen. Auf Neudeutsch nennt man das wohl
&lt;em&gt;Zeitsouveränität&lt;/em&gt;. Zwar habe ich auch zu Vorlesungszeiten einiges davon, aber
leider nicht tage- oder gar wochenweise. Dann will die Hochschulbürokratie
gefüttert werden. Die Inhaberinnen (und Inhaber) der ganzen Stabs- und
Sonderstellen müssen ihre Existenz rechtfertigen, böse formuliert. Die
Bürokratie rülpste und fiel in einen Urlaubsschlaf. Finally.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So konnte ich am &lt;a href="../zettelstore_0_6/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; arbeiten. Wobei, kann das
Arbeit sein?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Suchfunktionalität entwickelt sich auch nach dem Release der
Version&amp;nbsp;0.6 gut. Man kann auch Zettel selektieren, die bestimmte Metadaten
und abhängig vom Wert besitzen (oder nicht besitzen). In den letzten Tagen
schreibe ich an einer Erweiterung der Suchspezifikation, so dass man angeben
kann, was mit den Ergebnissen passieren soll. Natürlich sind das keine
Turing-vollständigen Anweisungen, eher ein Aggregieren auf Metadatenebene. War
bisher die Ausgabe der Schlagworte eine separate Funktion, so kann man nun über
eine Suche filtern und dann die enthaltenen Schlagworte ausgeben.
Entsprechendes galt für die Liste der verwendeten Rollen an Zettel. Mit dem
gleichen Mechanismus funktioniert aber zusätzlich eine Aggregation nach
verwendeter Zettelsyntax oder Sichtbarkeit von Zetteln. Natürlich kann man auch
diese Ergebnisse in einen anderen Zettel per Transklusion einbetten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über den gleichen Mechanismus wird man auch Daten als RSS (und vielleicht Atom)
ausgeben können. Damit wird der Zettelstore zu einer kleinen Bloggingsoftware.
Denn so wie ein Podcast, der nur auf Spotify, Apple &amp;amp; Co veröffentlicht wird,
kein Podcast ist, ist ein Blog ohne RSS kein Blog. Verwendet man für Blogpost
zum Beispiel Zettel mit der Rolle &amp;bdquo;blogpost&amp;ldquo;, dann erhält man die
letzten 10 Posts als RSS mit einem Befehl der Art &lt;code&gt;role:blogpost LIMIT 10
| RSS&lt;/code&gt;. Stay tuned.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon im letzten Post angekündigt, habe ich &lt;a href="https://pikchr.org"&gt;Pikchr&lt;/a&gt; in
den Zettelstore integriert. Damit lassen sich technische Graphiken erstellen.
Das habe ich gleich für einige Vorlesungsunterlagen ausprobiert. Da gibt es
noch die eine oder andere raue Stelle, aber das bekomme ich hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten bin ich ein wenig im südlichen Schwarzwald spaziert oder habe einen
Uferabschnitt am Ammersee genossen. Teilweise mit digitalem Minimalismus, d.h.
nur mit Mobiltelefon bewaffnet. Deshalb läuft der Zettelstore nun dort auch,
selbst Offline, synchronisiert die Zettel mit den anderen Geräten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor Aufbruch in die genossenen Gefilde habe ich zum ersten Mal in meinem Leben
eine automatische Abwesenheitsantwortmail eingerichtet. Klappte zunächst
natürlich nicht mit der hochschuleigenen Webschnittstelle, aber dann doch mit
dem Mailclient. Und weg war mein schlechtes Gewissen, nicht innerhalb meiner
&lt;a href="../../2019/antwortzeiten/"&gt;SLA&lt;/a&gt; meinen antworten zu müssen. In Zukunft werde
ich dies wohl in jeder vorlesungsfreien Zeit aktivieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich habe ich ab und an mal meine Mails abgerufen. Aber ich konnte für
mich freier entscheiden, ob ich zeitnah antworten will oder erst ab kommenden
Dienstag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn das neue Semester hat schon begonnen, wenn die Vorlesungszeit erst Ende
des Monats beginnen wird. Im Wintersemester veranstalte ich u.a. das
Bachelorkolloquium. Da einige Studierende im Wintersemester mit einem
Masterstudium beginnen wollen und deshalb die Note für das Kolloquium eher
benötigen, habe ich diese Veranstaltung schon mal in unserem
Lehrmanagementsystem eingerichtet, mitsamt Dokumentation notwendiger Daten
/ Aktionen. Bemerkenswert war die Lesekompetenz mancher, die ihre Ergebnisse
der Abschlussarbeit vorstellen wollen. Oder die eine Abschlussarbeit beginnen
wollen. Hoffentlich werden die Berichte nicht zu subjektiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wirft das Wintersemester seine ersten Schatten. (Hmm, dann muss da ja auch
irgendwo Licht sein.) Das Kolloquium veranstalte ich mit einer neuen Kollegin,
die zunächst als Kollege avisiert wurde und selbst intern gerade mal gestern in
einem Nebensatz einer WebEx-Nachricht erwähnt wurde. Aber wer sagt, dass an
einer Hochschule interne Kommunikation möglich ist. Bei den ganzen Fürst:inn:en
und dem notwendigen Flurfunk.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber immerhin kann ich die relative Ruhe der nächsten Woche hoffentlich etwas
geniessen, bevor dann der Hochschulbetrieb langsam hochgefahren wird.
Vielleicht wacht ja die Bürokratie nicht so schnell auf. Man wird ja noch
träumen dürfen, oder?&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Zettelstore 0.6</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/zettelstore_0_6/" rel="alternate"></link><updated>2022-08-14T15:19:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:3ce0a589-5ad0-3b67-bc56-5c1a8189b2d7</id><content type="html">&lt;p&gt;Die gute Nachricht für alle Nutzer des Zettelstore:
&lt;a href="https://zettelstore.de/home/doc/trunk/www/changes.wiki#0_6"&gt;Version&amp;nbsp;0.6&lt;/a&gt;
ist verfügbar. Dies gilt auch für die Bibliothek, um auf den Zettelstore
zuzugreifen (a.k.a &lt;a href="https://zettelstore.de/client/"&gt;Zettelstore Client&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Huch, seit dem &lt;a href="../zettelstore_0_5/"&gt;letzten Release&amp;nbsp;0.5&lt;/a&gt; ist kaum mehr
als ein halber Monat vergangen. Was ist passiert? Eine grandiose
Produktivitätssteigerung?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste neue Produktmerkmal gab den Ausschlag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon lange habe ich auf meiner Liste eine Verbesserung der Suchmöglichkeiten.
Über die Weboberfläche gibt es zwar ein Suchfeld, aber es werden dann immer nur
die Zettel aufgelistet, bei denen die Suchbegriffe irgendwie vorkamen. Bei
einem Suchbegriff wie &amp;bdquo;ettel&amp;ldquo; werden auch die Zettel mit den
Inhalten &amp;bdquo;Zettel&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Zettelkasten&amp;ldquo;,
&amp;bdquo;Zettelstore&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Zettelmarkup&amp;ldquo; aufgeführt. Das
Verhalten kamm man ändern, indem man eines der Zeichen &amp;bdquo;=&amp;ldquo;,
&amp;bdquo;&amp;gt;&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;&amp;lt;&amp;ldquo; voranstellt. Dann müssen alle Suchbegriffe
als Wort, als Präfix oder Suffix im jeweiligen Zettel vorkommen. Im
Zweifelsfall gibt es zu viele oder zu wenige Treffer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon länger als diese Volltextsuche kann man die Liste aller Zettel nach deren
Metadaten filtern. Ursprünglich für die Programmierschnittstelle (API) des
Zettelstore entworfen, kann man auch in der Weboberfläche durch geschickte
Anpassung der URL filtern. Man muss dazu sog. &lt;em&gt;Queryparameter&lt;/em&gt; in der URL im
Browser ergänzen. Hat bestimmt schon jeder mal gesehen, der sich eine URL im
entsprechenden Eingabefeld des Browser angesehen hat. Queryparameter beginnen
in der URL mit einem &amp;bdquo;?&amp;ldquo;. Dann folgt etwas nach dem Muster
&amp;bdquo;N=W&amp;ldquo; oder nur &amp;bdquo;N&amp;ldquo;. Mit einem &amp;bdquo;&amp;amp;&amp;ldquo; getrennt,
folgenden dann weitere Elemente dieser Muster. Das &amp;bdquo;K&amp;ldquo; nennt sich
&lt;em&gt;Name&lt;/em&gt;, das was dem &amp;bdquo;W&amp;ldquo; nennt sich &lt;em&gt;Wert&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zettelstore erlaubt es, als Name den eines Metadatums anzugeben und als
Wert den gewünschten Wert, den dieses Metadatum haben sollte. Um zum Beispiel
alle Zettel aufzulisten, die den Begriff &amp;bdquo;zettel&amp;ldquo; im Titel haben,
ändert man die URL zum Auflisten in der Weboberfläche von &lt;code&gt;/h&lt;/code&gt; auf
&lt;code&gt;/h?title=zettel&lt;/code&gt;. Möchte man sich auf Zettel beschränken, die im
Jahre&amp;nbsp;2022 geändert wurden, so wird daraus
&lt;code&gt;/h?title=zettel&amp;amp;published=2022&lt;/code&gt;. Möchte man statt dessen aus administrativen
Gründen eine Liste aller Zettel, die mindestens einen defekten Verweis auf
einen anderen Zettel enthalten, dann gibt man &lt;code&gt;/h?dead&lt;/code&gt; an. Diese Form es
Queryparameter fragt nur ab, ob das angegebene Metadatum im Zettel existiert.
(&amp;bdquo;dead&amp;ldquo; wird automatisch vom Zettelstore gesetzt.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beginnt der Name eines Queryparameters dagegen mit &amp;bdquo;_&amp;ldquo;, dann
behandelt Zettelstore diesen anders. Metadaten dürfen nicht mit diesem Zeichen
beginnen. Ein &amp;bdquo;_s&amp;ldquo; bezeichnet den eingegebenen Suchbegriff für die
Volltextsuche, &amp;bdquo;_sort&amp;ldquo; gibt an, nach welchem Kriterim die Liste
sortiert werden soll, &amp;bdquo;_limit&amp;ldquo; spezifiziert, wie viele Zettel
maximal ausgegeben werden sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So habe ich in meinem Zettelstore einen Zettel, mit einigen Links, die mir bei
der Administration helfen. &lt;code&gt;/?_sort=published&amp;amp;_limit=40&lt;/code&gt; gibt mir die letzten
40 geänderten Zettel an, &lt;code&gt;/?role=inbox&amp;amp;url&lt;/code&gt; alle noch zu integrierenden Zettel,
die selbst auf eine externe Webseite verweisen. Um mich zu überraschen, werden
mir mit &lt;code&gt;/h?_sort=_random&amp;amp;_limit=10&lt;/code&gt; zehn zufällige Zettel angezeigt. Und so
weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Problem?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das herumbasteln mit den Queryparametern ist nicht wirklich nutzerfreundlich.
Die so spezifizierten Suchen sind manchmal recht eingeschränkt. Und eine
Volltextsuche nach dem vollständigen Wort &amp;bdquo;Zettel&amp;ldquo; ist nicht
gleichzeitig mit der Suche nach dem Suffix &amp;bdquo;2022&amp;ldquo; möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Lösung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon länger habe ich vor, dass man eine Suche rein über eine Texteingabe
formulieren kann, gar nicht so unähnlich, wie das bei den üblichen
Suchmaschinen möglich ist. Und genau damit habe ich nach dem Release von
Version&amp;nbsp;0.5 begonnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Ergebnis kann man nun auch in der Suchmaske der Weboberfläche nach Metadaten
filtern, die Ergebnisliste sortieren und in der Länge beschränken. Man kann
gleichzeitig nach ganzen Worten oder nur Wortbestandteilen suchen. D.h. man
muss nicht mehr die Queryparameter manipulieren. Das ganze vereinfacht sich
auch dadurch, dass nun der eingegebene Suchbegriff bei Ausgabe der Liste in
einem eigenen Eingabefeld angezeigt wird und gleich geändert werden kann. Das
erleichtert die Recherche ungemein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es gibt noch mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit ich die Suchbegriffe leichter in Zetteln eintragen kann, gibt es eine
Erweiterung zur Spezifikation von Links in Zettelmarkup. Neben der Referenz
auf andere Zettel oder einer URL, kann nun dort auch eine Suchabfrage
eingetragen werden. Damit das leichter erkennbar ist, muss diese mit
&amp;bdquo;search:&amp;ldquo; beginnen. Für die Liste der geänderten Zettel gebe ich
nun &lt;code&gt;[[40 letzte Änderungen|search:SORT REVERSE published LIMIT 40]]&lt;/code&gt; an, oder
für die Liste der zu integrierenden Zettel mit URL &lt;code&gt;[[Inbox mit
URL|search:role:inbox url:]]&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man so will, sind das nichts weiter als gespeicherte Suchanfragen, die
einfach für ggf. weitergehende Recherchen verfeinert werden können. Sehr
nützlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt &lt;em&gt;noch&lt;/em&gt; mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit mehr als einem halben Jahr erlaubt es der Zettelstore, den Inhalt anderer
Zettel in einen Zettel zu integrieren. Das Stichwort dazu lautet
&amp;bdquo;&lt;a href="../zettelstore_0_3/"&gt;Transklusion&lt;/a&gt;&amp;ldquo;. Man gibt dazu die Identität
des einzufügenden Zettel geeignet an, zum Beispiel &lt;code&gt;{{{20220814151900}}}&lt;/code&gt;.
Damit wird der Zettel mit der Kennung 20220814151900 in den aktuellen Zettel
eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist es auch möglich, statt der Kennung / Identität eines Zettels dort eine
Suchabfrage einzugeben. Um mir in einem Übersichtszettel zum Beispiel die
letzten fünf geänderten Zettel anzuzeigen, gebe ich dort &lt;code&gt;{{{search:SORT
REVERSE published LIMIT 5}}}&lt;/code&gt; an. Diese erscheinen in dem Übersichtszettel in
einer Liste, als hätte sie jemand dort manuell eingegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer will, könnte nun auch zum Beispiel den Zettelstore nutzen, um einen
einfachen Blog zu realisieren. Auf der Startseite werden kann die letzten 15
Einträge angezeigt, die man per Klick im Detail lesen kann:
&lt;code&gt;{{{search:role:blogpost LIMIT 15}}}&lt;/code&gt;. Es gibt noch viele weitere Anwendungen
dieses Features.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und warum nun das frühe Release der Version&amp;nbsp;0.6?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Queryparameter werden nun für diesen Zwecke nicht mehr benötigt. Deren
Verarbeitung macht aber den Programmcode unnötig kompliziert. Daher habe ich
entschieden, dass der Zettelstore diese ab Version&amp;nbsp;0.7 nicht mehr
unterstützt. Falls es aber Nutzer geben sollte, die noch Queryparameter
verwenden, möchte ich denen etwas Zeit dafür geben. Daher das vorgezogene
Release.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich habe ich den unnötigen Programmcode schon in einer internen Version
entfernt. Vieles ist dadurch an Programmierung einfacher geworden. Dadurch
können Suchabfragen in Zukunft auch leistungsfähiger werden. Zusätzlich wird
auch der Programmcode zur Darstellung der Listen, ohne oder mit Transklusion,
vereinfacht. Damit könnte die Darstellung flexibler gestaltet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und sonst, was kommt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was in der nächsten Version fertiggestellt wird, muss ich mir noch überlegen.
Die übernommene Bibliothek für einfache Zeichnung enthält noch zu viele
kleinste Problemfälle. Im Normalfall reicht sie, aber nur für einfachste
Zeichnungen. Vielleicht ergänze ich sie um &lt;a href="https://pikchr.org/"&gt;Pikchr&lt;/a&gt;. Diese
scheint mir ausgereifter und besitzt eine Portierung nach Go. Das wäre mal zu
evaluieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie kam mir letztens die Idee von Zetteln mit einer Lebensdauer.
Anwendungsbeispiel: Zettel über Personen oder nur temporär relevante
Ereignisse. Ach, es gibt in meinem Zettelstore viele Zettel mit Ideen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem Zettel Presenter soll es einen Zettel Blog geben, um Blogposts mit
Hilfe von Zetteln zu erstellen. Darüber hinaus denke ich über ein Zettel Mail
nach, mit dessen Hilfe eMails in Zettel verwandelt werden. Die Integration mit
Pandoc hatte ich schon angesprochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man so will, stabilisiert sich das Produkt Zettelstore. Damit rücken
weitere Anwendungen, die den Zettelstore so richtig nützlich machen, nach
vorne,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber vielleicht kommt noch eine Anregung aus dem Kreis der Nutzer oder
Interessierten dazu &amp;hellip;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Die lange Woche vom 1.8.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/lange_woche_220801/" rel="alternate"></link><updated>2022-08-06T16:37:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:723e4c2a-17cf-383d-a5a1-347da2c9bfd3</id><content type="html">&lt;p&gt;Ich bin froh, dass jetzt keine Vorlesungszeit ist. Bei Temperaturen um und
jenseits der 30&amp;nbsp;Grad macht mir Fahrradfahren keine Freude. Zumal am
Bildungsdisneylandcampus wohlweislich auf Duschen verzichtet wurde. Mental sind
nicht nur im öffentlichen Dienst viele noch auf dem Stand der 1980er oder
1990er. Wenn überhaupt. Das trifft besonders auf den schwarzen Konzern zu, der
die Region fest in der Hand hat. Selbst die Klimatisierung der Räume auf
21&amp;nbsp; bis 24&amp;nbsp;Grad (lässt sich nicht anders einstellen, Software) ist
wenig verführerisch, bedenkt man den Temperaturschock nach Ende der Arbeit.
Immerhin half diese, die Klausuren etwas erträglicher zu gestalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So erfreue ich mich meines Home-Offices, mitsamt Luftquirl und reichlich
erfrischenden Getränken. Hauptthema in dieser Woche war für mich die Bewertung
der Klausuren und anderer Prüfungen. Einige Onlinebesprechungstermine konnten
mich etwas ablenken, wie auch die Einrichtung eines
&lt;a href="../zettelstore_0_5/"&gt;Zettelstores&lt;/a&gt; bei Heinrich Kümmerle. Etwas Basteln an der
Software musste auch sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Bewertung angeht, so war meine Vorhersage gegen Ende der Vorlesungszeit
ziemlich korrekt. Und nein, ich bewerte nicht so, dass meine Vorhersagen
eintreten. Aber wenn ein Drittel bis ein Fünftel der Prüflinge während der
Vorlesungszeit an den Präsenzterminen (oder beim &lt;a href="https://agiles-studieren.de"&gt;Agilen
Studieren&lt;/a&gt;) teilnimmt, dann hat das auch in der
Vergangenheit mit den Ergebnissen korreliert. Und ich rede noch nicht einmal
von Noten (die gibt es frühestens nächste Woche), ich rede nur von der binären
Entscheidung der Prüfung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was für eine Verschwendung an Lebenszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In meinem &lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstore&lt;/a&gt; habe ich einige Ideen für
Blogposts vermerkt. Einer hat den Arbeitstitel &amp;bdquo;Nach 20&amp;nbsp;Minuten bin
ich weg&amp;ldquo;. Es geht grob darum, Verspätungen anderer als Signal für deren
Willen am Gespräch zu interpretieren. Hätte ich mich das eine oder andere mal
diese Woche selbst daran halten sollen und statt zu warten auf eine neue
Terminansetzung zu warten. Positiv gesehen: ich kann noch lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, die Klausuren. Die bewerte ich recht großzügig, wenn es die Aufgabe
hergibt. Ein &amp;bdquo;1+1=5&amp;ldquo; kann nicht die volle Punktzahl geben. In jeder
Klausur waren von 90&amp;nbsp;Punkten etwa 20&amp;nbsp;bis 30&amp;nbsp;Punkte für eine
Notendifferenzierung reserviert. Sprich: die Lösung lies sich nicht unmittelbar
aus den Unterlagen herleiten, etwas Denken war gefordert. Der Rest der Punkte
konnte mit etwas Vorbereitung erreicht werden, zum Beispiel durch die Teilnahme
am Gastvortrag und der anschließenden Besprechung (deren Inhalt dann natürlich
dokumentiert werden müssten). Ein reines Ausdrucken und Lesen der Unterlagen
reicht nicht, das ist klar. Es geht in meinen Klausuren nicht ums
Auswendiglernen. Die meisten Nutzen später sowieso die allwissende Müllhalde.
Es geht ums kritisches Denken. Um das, was man aus den Informationen macht.
Deshalb sind (und bleiben) es auch Open-Book-Klausuren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manche wollen das in der Schule trainierte Auswendiglernen wohl nicht missen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin scheint es so, dass diejenigen, die während der Vorlesungszeit aktiv
teilnahmen, weniger Probleme mit den Klausuren hatten. Was wieder zeigt, dass
Studieren ein aktiver Prozess ist, kein reiner Konsum von Ideen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für das Studieren könnte man einen digitalen Zettelkasten nutzen. Der hilft
selbst mir, nicht nur beim Erstellen von Klausuraufgaben. Muss ja nicht in
jedem Fall der Zettelstore sein. Gibt ja auch andere Software, mit anderen
Vor- und Nachteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heinrich Kümmerle hat lange auf das neue &lt;a href="../zettelstore_0_5/"&gt;Release&lt;/a&gt; des
Zettelstores gewartet und wollte diesen dann auch so installiert haben, dass er
aus dem Internet für ihn zugänglich ist. Mit der aktuellen Version&amp;nbsp;0.5
habe ich dafür keine Bedenken, der Zettelstore kann als persönlicher Service
auf einem Server betrieben werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Montagnachmittag war es soweit. Die Installation klappte fast problemlos.
Ein, zwei unbedeutende Aspekte muss ich noch prüfen. Diese hatten das Setup nur
leicht behindert, mit einfachem Workaround. Ich beobachte noch, ob es Probleme
mit dem Betrieb gibt. Aktuell sieht es nicht danach aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vorteil von bekannten Nutzern ist für mich, dass ich eine weitere
Perspektive auf die Software erhalte. So beim Betrieb seines Zettelstores, als
die ersten Suchmaschinenindizierer auftauchten. So gibt es einen kleinen Patch
auf Version&amp;nbsp;0.5.1, um den Zettelstore um ein kleines DSGVO-Problem zu
erleichtern. Aber auch Fragen helfen mir. So wird es in Zukunft wohl ein
kleines Tutorial, wenigstens eine Übersicht der Möglichkeiten von Zettelmarkup
geben. Und da Heinrich Kümmerle irgendwann seinen Zettelstore in Teilen auch
öffentlich zugänglich machen will, sollte es eine Möglichkeit geben, auch auf
der Startseite interne von externen Elementen zu trennen. Dafür habe ich schon
eine Lösung gebaut, auch um etwas Abstand zu den Prüfungsbewertungen zu
bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das mit der Ausrede des Abstands habe ich etwas ausgedehnt. Tat mir aber gut
und bekommt so auch den Bewertungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die kommende Version&amp;nbsp;0.6 habe ich begonnen, die Suche nach Inhalten
etwas komfortabler zu gestalten. Es gibt in der Web-Oberfläche zwar ein
Suchfeld, aber de facto wird der dort eingegebene Text genommen, um alle Zettel
nach diesem Text zu durchsuchen. Da können recht viele Ergebnisse herauskommen.
Über eine geschickte Wahl der URL kann man weiter filtern, etwa indem man
bestimmte Inhalte der Metadaten eines Zettels forciert. Technisch funktioniert
das recht gut, ist aber nicht besonders nutzerfreundlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ähnlich wie bei anderen Suchmaschinen wird man dieses Filtern über Metadaten
direkt im Suchfeld angeben können. So sucht &lt;code&gt;syntax&lt;/code&gt; überall nach dem Vorkommen
der Zeichen, dagegen &lt;code&gt;title:syntax&lt;/code&gt; nur in den Titeln der Zettel. Auch ist nun
die gemischte Suche, z.B. auf Enthaltensein eines Wortes und dem identischen
Vorkommen eines anderen Wortes möglich: &lt;code&gt;enthalten =identisch&lt;/code&gt;. Wie gesagt, das
ist schon jetzt alles über eine geschickte Wahl der URL, genauer der
Query-Parameter, möglich. Aber eben nicht besonders nutzerfreundlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses kleine, neue Feature (ich nenne es &amp;bdquo;search expressions&amp;nbsp;)
erlaubt weitere Features. So wird nun bei der Ausgabe einer Ergebnisliste
eben dieser Suchtext änderbar ausgegeben, so dass man die Suche einfach
verfeinern kann. Im Text von Zetteln werden sich Verweise auf Suchergebnisse
angeben lassen, etwa um alle Zettel aufzulisten, die Notizen zu Quellen
enthalten. Es wird wohl auch möglich sein, die Ergebnisliste direkt in den
jeweiligen Zettel einzublenden. So könnte man einfach eine Liste aller
Blogposts auf der Startseite darstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Version&amp;nbsp;0.7 werde ich die Möglichkeit abschalten, die
Suchergebnisse mittels weiterer Query-Parameter zu beeinflussen. Das betrifft
übrigens auch die API. Insgesamt bedeutet das auch eine Vereinfachung der
internen Struktur der Software. Auch deshalb wird die Version&amp;nbsp;0.6 bald
erscheinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was war noch?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe meinen Konsum an &amp;bdquo;Nachrichten&amp;ldquo; erheblich reduziert.
Motiviert durch &lt;a href="https://thomasjbevan.substack.com/p/all-news-is-bad-news"&gt;No News Is Good
News&lt;/a&gt; habe ich meinen
RSS-Reader um alle Nachrichtenquellen befreit. Und siehe da: mir geht es mental
besser. Selbst ein so staatstragendes Angebot wie die Tagesschau produziert
jeden Tag so viel mentalen Müll. Nicht nur auf Twitter wird alle Nas' lang
irgendein Vieh durchs digitale Dorf getrieben. Dort auch. Ein großer Teil der
&amp;bdquo;Berichterstattung&amp;ldquo; kommt bei mir als Betroffenheitsjournalismus
an, bei dem mit der Empathie der Leser:innen gespielt wird. Gerne auch übers
Spiel hinaus, hin zur gezielten Manipulation. Nur bin ich selbst fast nie
unmittelbar betroffen, kann mir für eine Reaktion Zeit lassen, fast immer viel
Zeit, sehr viel Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso motivierte es mich, mir wieder die bewusst zu machen, worauf ich
Einfluss habe. Nämlich primär nur auf mich selbst, und auch das nur in Teilen
(man denke an den eigenen Herzschlag). Meine unmittelbare Umgebung kann ich
mehr oder minder stark bitten, etwas zu ändern. Und ab dann wird es sehr
indirekt, beginnend mit der mittelbaren Umgebung. Spätestens auf die dritte
Ebene habe ich so viel Einfluss wie auf das Wetter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vieles, über das berichtet wird, mag interessant sein. Ist es auch relevant? In
diesem Moment gibt es auf der Startseite tagesschau.de knapp 50&amp;nbsp;Berichte,
aka &amp;bdquo;Nachrichten&amp;ldquo;. Davon waren zwei, drei für mich etwas
interessant, keiner davon war relevant. Auf so gut wie alle
&amp;bdquo;Nachrichten&amp;ldquo; haben wir so viel Einfluss, wie auf ein
Fussballspiel, das wir uns am Bildschirm ansehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je nach aktueller Lage reicht es aus, sich die Zusammenfassung des Tages, der
Woche, des Monats zu konsumieren. Die für einen wichtigen Informationen
erreichen einen sowieso.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Stephan List, dessen ToolBlog ich immer noch vermisse, ist heute
&lt;a href="https://interessantezeiten.de/erschlagen-von-den-nachrichten/"&gt;Erschlagen von den
Nachrichten&lt;/a&gt;.
Wir amüsieren uns nicht nur zu Tode, Herr Postman, sondern wir informieren auch
zu Tode. Viele scheinen so sehr nach Aufmerksamkeit zu gieren, wie ein kleines,
vernachlässigtes Kind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber trotzdem freue ich mich auf ein kleines Like, einen Repost / Retweet. Noch
mehr über eine konstruktive Mail. Bin aber nicht abhängig davon &lt;code&gt;;)&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>15 Jahre Twitter</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/15_jahre_twitter/" rel="alternate"></link><updated>2022-08-01T19:15:15Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:fc081432-b107-31b4-8010-08804aede2e9</id><content type="html">&lt;p&gt;Huch, nun bin ich schon 15&amp;nbsp;Jahre mit meinem Hauptaccount bei Twitter
angemeldet. Früher&amp;trade; war das mein alter Name
&lt;a href="../../2017/namensaenderung/"&gt;@dkreuz&lt;/a&gt;, seit mehr als 5&amp;nbsp;Jahren ist es
@t73fde. Zwischendurch war dieser Account mal von Twitter kaputt gemacht
worden, die nun schlummernde Alternative ist
&lt;a href="../../2014/alles_neu_macht_der_september/"&gt;@implizit&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damals, Anfang August&amp;nbsp;2007 wusste ich mit Twitter nicht viel anzufangen.
Es geisterte mehr oder minder durch diverse Blogs. Aber warum sollte man etwas
auf 140&amp;nbsp;Zeichen darstellen, wenn man doch Bloggingdienste nutzen konnte,
die keine solche Beschränkung aufwiesen? Social Media, das war noch social und
das waren Blogs. Das iPhone war damals nicht mal einen Monat lang in
Deutschland erhältlich. Es wurde noch auf den Smartphones getippt, Nokia und
so, nicht babyartig herumgewischt. Aber wer weiß, wozu man so einen Account mal
brauchen könnte. Jäger und Sammler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Später war mein erster echter Anwendungsfall für Twitter ein eher familiärer:
man konnte sich per SMS informieren lassen, wenn jemand einem eine
Direktnachricht gesendet hat. Nachdem ich von Wolfsburg nach Ludwigsburg
umgezogen bin, um mit meiner heutigen Frau zusammenzuleben, gab es etwas
familiären Stress. Dieser wurde nicht geringer, als ich meinen recht gut
bezahlten Beraterjob aufgab und Professor wurde. Dadurch war auch das
Verhältnis meiner Söhne zu ihrer Mutter nicht immer so gut. Falls einer der
beiden mit mir sprechen wollten, konnten diese so via Twitter-DM mir eine SMS
senden, auch mangels eigenem Mobiltelefon, und ich konnte z.B. nach der
Vorlesung zurückrufen. Twitter als SMS-Ersatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach meinem ersten, recht mühseligen Semester an der Hochschule begann ich
Twitter zu benutzen, um mich zu vernetzen. Zuerst in der Bildungsbubble, Lernen
durch Lehren und so. Dann lokal in Heilbronn. Das erste Twittertreffen. Das
zweite organisierte ich und kam in den
&lt;a href="../../2009/twitter_python_motivation/"&gt;Twitterknast&lt;/a&gt;. Also neuer Account und
gleich mal ein Programm geschrieben, dass mit einen Backup meiner Twitterdaten
macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich bot Twitter auch den Vorteil, dass man mit interessanten Menschen
zusammen kam, ohne besonders &lt;a href="../../2014/introvertiert/"&gt;extrovertiert&lt;/a&gt; zu
sein. So konnte ich mittels Twitter sogar einige sehr interessante Gastvorträge
organisieren. Sehr lustig, als an der Hochschule ein Vater zu seinem damals
noch eher kleinen Sohn meinte, ich wäre der Obertwitterer von Heilbronn. Dabei
war ich froh, an manchen Tagen einen halbwegs vernünftigen Tweet
herauszubekommen. Der Vater ist immer noch bei Twitter. Ebenso lustig, wie ein
Student, den ich wie manch andere animierte Twitter zu nutzen, einmal zu mir
meinte, er würde mir und Herrn Obama folgen und es sei recht amüsant wenn wir
abwechselnd twittern würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann animierte auch den einen oder anderen Kollegen, den Studiengang.
Selbst die Hochschule besaß einen Twitteraccount. Aber seitdem die Studentin,
die ihn als Hilfskraft bediente, dort nicht mehr tätig war, wird dieser seit
zig Jahren nicht mehr bespielt. Damit steht die Hochschule in gute lokaler
Tradition. Selbst der lokale Oberbürgermeister ist nur zu Wahlkampfzeiten
aktiv. Hat er wohl von Obama gelernt. Nach dem Wahlkampf zieht er, nicht Obama,
sich wieder ins Web-0.8-Ländle zurück, in die Region der Weltmarktführer, die
voll digitalisiert mit Faxgerät arbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All das ist lang her.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Freue ich mich auf die nächsten 15&amp;nbsp;Jahre Twitter? Nicht wirklich. Twitter
ist der Gemeinschaft derer, die miteinander im besten Sinne des Wortes
diskutierten, entwachsen. Twitter ist eine Betroffenheitsmaschine geworden,
eine Plattform der Besserwisser, des Shitstorms und der überwiegenden
Einwegkommunikation. Da wird gekreischt und gepiepst, wider besseres Wissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotzdem gibt es dein einen und anderen Account, dem ich gern folge. Die kleine
Morgenpoesie rund um den Kaffee auf dem Balkon. Gedanken von Menschen, die man
sonst auch mal trifft, aber online ganz anders rüberkommen. Alternative
Sichtweisen einiger aus der Geburtsstadt. Die Absolventin aus meinem ersten
Semester, andere Absolventen, die ihren Weg machen. Kollegen, von nah und fern.
Gut, eher von fern. Web-0.8-Ländle. Menschen aus der Region, denen ich noch
nicht begegnet bin, oder höchstens unbekannterweise per Zufall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ganze funktioniert für mich nur, weil ich konsequent Laberer, mit und ohne
eigener Meinung, nicht folge. Ein Account, dessen Inhaber:in im Durchschnitt
mehr als zehnmal pro Tag kommunizieren muss, ist für mich nicht interessant.
Diejenigen, die ab und an ihre eigene Meinung fundiert sagen, die sind für mich
interessant. Wer nur weiterleitet, was andere schreiben, hilft mir wenig. Lange
Threads lese ich nicht. Dafür gibt es Blogs. Manchen folge ich nicht, sondern
lese diese über eine kuratierte Liste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man sieht mein Engagement auf Twitter auch ganz gut an der Anzahl meiner
Blogposts pro Jahr. 2009 waren es recht viele, 2014 bis 2018 eher wenige.
Seitdem steigt die Anzahl. Entsprechend, wie ich weniger twittere. Nicht ohne
Grund schreibe ich demnächst an meinem &lt;a href="../zettelstore_0_5/"&gt;Zettel Blog&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber manchmal ist es ja ganz nett, Popcorn herauszuholen und sich eine
umfangreichere Timeline anzusehen.&lt;/p&gt;
</content></entry><entry><title>Drei lange Wochen vom 11.7.22, 18.7.22, 25.7.22</title><link href="https://t73f.de/blog/2022/drei_lange_wochen_220711/" rel="alternate"></link><updated>2022-07-31T15:53:00Z</updated><author><name></name></author><id>urn:uuid:7bf77fbd-d460-3cf8-b980-f40030e099b2</id><content type="html">&lt;p&gt;Pause. Keine Vorlesungen mehr. Prüfungszeit beendet. Die Spannung steigt, bei
den Studierenden. Denn noch ist Zeit, die Prüfungen zu bewerten. Das
akademische Leben nähert sich seinem schläfrigen Höhepunkt. Wie geschaffen für
eine lange Woche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, viel ist nicht passiert, in diesen drei Wochen. Zumindest nicht, was
berichtenswert sein könnte. Darunter eine Woche Fastauszeit. Aber das wiederum
könnte berichtenswert sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die Vorlesungszeit für uns alle einen wöchentlichen Rhythmus vorgibt,
werden aus dieser Taktung in der Prüfungszeit einige Ereignisse, die danach
auch langsam ausklingen. Langsam beginnt die Zeit, den eigenen Rhythmus zu
finden. Gemeinsames findet nicht mehr groß statt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rückblickend ist es am Ende eines jeden Sommersemester lustig traurig, wie dann
noch Pläne intensiv geschmiedet werden. Parolen wie &amp;bdquo;Wir müssen das zügig
angehen&amp;ldquo; sind spätestens vier Wochen nach Ende der Vorlesungszeit
vergessen. Sende ich dann etwas Feedback, so muss dessen Verarbeitung beim
Empfänger bis kurz vor dem Vorlesungsbeginn warten. Spätestens dann habe ich
die Gründe für mein Feedback vergessen. Um dann wieder keine Termine finden zu
können, denn dann ist ja wieder, hmm, Vorlesungszeit, jede:r mit anderen
Präsenzzeiten. Und alles beginnt von vorn, wenn nicht jemand die Nerven
verliert und einen Alleingang startet, dem die anderen mangels
Alternativalleingängen zustimmen. Nun ja.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine drei Wochen waren geprägt von der Vorbereitung auf eine Besprechung mit
den Auftraggebern unseres kleinen
&lt;a href="https://www.oepnv-transparenzregister.de/"&gt;Forschungsprojektes&lt;/a&gt;. Einer der
Kollegen hatte die glorreiche Idee, die dann zu präsentierenden neuen Daten
erst nach Ende der entsprechenden studentischen Projektstudie einzupflegen. Und
so wurde die Vorbereitung eigentlich zu einer Nachbereitung der Vorlesungszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ging dann damit los, dass eine Mitarbeiterin gar nicht berechtigt wurde, um
die neuen Daten einzupflegen. Dazu gesellten sich anschließen jede Menge
ähnlicher Fehler der gleichen Kategorie &amp;bdquo;war schon immer fehlerhaft,
hatte nur nie jemand getestet.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück gehöre ich zu den Professoren, die nicht immer schon Professor waren,
sondern vor diesem Amt auch tatsächlich eine Profession professionell ausübten.
In diesem Fall die Profession eines erfahrenden Softwareentwicklers. Als das
mit den neuen Daten angesprochen wurde, habe ich die Webanwendungen auf meinen
Rechnern zum Laufen gebracht und grob analysiert. Schon rein aus formalen
Gründen konnte ich an einem Nachmittag mehr als 2.500&amp;nbsp;Zeilen Programmcode
ohne weitere Auswirkungen (!) löschen. Das erleichterte das Einarbeiten und
dann doch einigermaßen zeitnahe Beheben der entdeckte Probleme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Besprechung mit dem Auftraggeber verlief dann diesen Dienstag ohne größere
Probleme, Bei der nächsten studentischen Projektgruppe wird wohl das Thema
Testen im Fokus stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Studierende. Es es fand noch eine Klausur statt, am angekündigt
heißesten Tag des Jahres. Immerhin funktioniert die Klimatisierung am
Bildungsdisneylandcampus. Ursprünglich hatten sich 142 dafür angemeldet.
Manchen schwante wohl, dass eine Klausur, auch in Projektmanagement, nicht so
einfach sein wird, wenn man sich nicht vorbereitet. So schrumpfte die Zahl der
angemeldeten auf 108 zusammen. Teilgenommen haben dann 97&amp;nbsp;Studierende. Die
Mehrheit davon war eher mutig, denn während der Vorlesungszeit nahmen höchstens
35&amp;nbsp;Studierende regelmäßig an den Präsenzterminen teil. Zumindest waren 35
physisch anwesend. Aber wir wissen ja: wenn man erfolgreich ist, dann war es
mutig, sonst nennt man das Verhalten leichtsinnig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf jeden Fall hat die Organisation der auf fünf Räume verteilten Klausur
einigermaßen funktioniert. Ursprünglich waren sieben Räume geplant. Jedes
Semester was neues, auch für mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die andere Klausur, die mit den 57&amp;nbsp;Teilnehmenden bei 70&amp;nbsp;Anmeldungen,
habe ich immerhin schon bewertet. Punkte sind noch nicht addiert, Noten noch
nicht ermittelt. So wie es aussieht, haben diejenigen, die aktiv während der
Vorlesungszeit studierten, einigermaßen erfolgreich abgeschnitten (falls hier
Prüflinge mitlesen: bitte warten Sie auf die Noten). Das freut mich. Dieses
stichprobenartige überschlägige Ermitteln der Gesamtpunktzahl förderte aber
auch zutage, dass viele eben nicht aktiv studierten, sondern höchstens physisch
an den Präsenzterminen teilnahmen. Aber das ist nur ein erster Eindruck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Freitag fand noch eine Art Nachholprüfung statt. Ein freiwilliges Angebot an
diejenigen Studenten (diesmal sieben), die es verbaselten, während der
Projektstudie ihren Programmcode / ihre User Stories zu präsentieren. Von den
sieben hatten fünf das verbaseln wiederholt, trotz meines eindeutigen Hinweises
pünktlich zu erscheinen. Einer hatte als Ausrede ein liegen gebliebenes
Fahrzeug zu beklagen. Das ließ ich gelten und er konnte seinen Programmcode
präsentieren. Einer wollte sich wohl erst am Freitag vorbereiten und bemerkte,
dass dies nicht mehr so möglich war. Einer meldete sich überhaupt nicht, zwei
konnten mir keinen Grund liefern, ihnen zum zweiten Mal entgegen zu kommen.
Denn schon die Nachholprüfung war ein Entgegenkommen. Entweder gilt, wer nicht
will der hat schon, oder manche lernen lieber auf die härtere Art. Dabei ginge
es doch viel einfacher auf die mittelhartweiche Art &lt;code&gt;;)&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin habe ich es geschafft, ein neues &lt;a href="../zettelstore_0_5/"&gt;Release&lt;/a&gt; des
&lt;a href="https://zettelstore.de/"&gt;Zettelstores&lt;/a&gt; herauszubringen. &lt;a href="https://kuemmerle.name/19-7-02022"&gt;Heinrich
Kümmerle&lt;/a&gt; freut sich ja schon länger darauf.
Nun habe ich auch keine Sorge, den Zettelstore nicht nur als Lesekopie auf
einem öffentlich sichtbaren Server zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesen drei Wochen konnte auch ein wenig über Erweiterungen des Zettelstore
nachdenken. Den &lt;a href="https://zettelstore.de/contrib/dir?ci=tip&amp;amp;name=presenter"&gt;Zettel
Presenter&lt;/a&gt; gibt es ja
schon. Mit diesem erstelle ich meine Vorlesungsunterlagen. Eine andere
studientische Projektstudiengruppe konnte mir eindrücklich zeigen, dass das
Erstellen einer App für Android nicht so einfach ist. Mit deren Hilfe sollte es
einfacher werden, Inhalte, erste Gedanken in den Zettelstore zu bekommen. Nun
überlege ich, statt dessen einen Mailadapter zu erstellen. So kann ich mir
selbst Mails senden, die dieser Adapter in erste Zettel umwandelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch eine Art Bloggingsoftware wandert schon länger in meinen Gedanken
herum. Aktuell bin ich in der prekären Situation, dass dieser Rechner, auf dem
ich gerade dieses schreibe, ein Lenovo&amp;nbsp;T61 von 2008, der einzige Rechner
ist, auf dem ich Blogposts erstellen kann, ohne dass dieses größere Arbeiten
nach nicht zieht. Das liegt auch an der Bloggingsoftware, genauer an den nicht
verfügbaren verbesserten Plugins. Natürlich könnte ich so ein Plugin selbst
basteln, aber wo bleibt dann der Spaß? Im Ernst, mit dem Mailadapter wäre ein
&lt;em&gt;Zettel Blog&lt;/em&gt; noch viel nützlicher. Und vielleicht wäre der Zettel Blog
kompatibel zum &lt;a href="../../2016/indieweb/"&gt;Indieweb&lt;/a&gt;, das ich nicht vergessen habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und immer noch suche ich nach einer guten Implementierung, wie man virtuelle
Zettel gut auf einem virtuellen Schreibtisch anordnen kann, idealerweise
web-basiert. Vielleicht hat einer der dies Lesenden eine Idee.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, die Ideen gehen nie aus, nicht nur die guten Ideen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wann es eine neue lange Woche gibt, lasse ich mal offen. Vielleicht gibt es
eher inhaltlich spezialisiertere Posts. Die Welt besteht ja (hoffentlich) nicht
nur aus Absurditäten der vermeintlich realen Welt.&lt;/p&gt;
</content></entry></feed>