Prof. Dr. Detlef Stern

Die lange Woche vom 18.3.24

So langsam steigt mal wieder die Verwaltungslast. Klar, Wünsche nach Prüfungseinsicht. Die sind legitim. Die meisten liefern sogar ohne Nachfrage alle notwendigen Informationen mit. Dann zu den Gruppeneinteilungen, die in den ersten zwei Wochen stattfinden. Wer in der ersten Vorlesungswoche aus Gründen nicht teilnehmen konnte, hatte diese Woche Gelegenheit. Nutzte aber nicht jeder. Schrieb statt dessen Mails. Seufz. Hielt sich nicht an die eigene Mail. Doppel-Seufz.

Manchmal erinnere ich mich an einen etwas fiesen Spruch eines Mitschülers zu einem anderen: „Wenn der Löffel verkehrt herum in der Suppe liegt, dann verhungerst du.“

Nein, es ist nicht diese nicht existierende Generation-Z, es ist die Generation Smart Phone. Doom Scrolling, FOMO, umfassende Empörungsbereitschaft, u.s.w. scheinen immer weiter den (gesunden?) Menschenverstand zu ersetzen, die Fähigkeit zum eigenen, selbstbestimmten Denken und Handeln.

Sehr lustig: eine Gruppe hatte angeblich keine Fragen, wollte nicht zur Lehrveranstaltung erscheinen und statt dessen (angeblich) gemeinsam online etwas für die Lehrveranstaltung arbeiten. Sind dann dank meines Hinweises doch (fast) alle erschienen. Dies ist aktuell die Gruppe mit dem größten Beratungsbedarf.

Um so mehr habe ich mich über die Diskussionen im Fach Softwaretechnik gefreut. Einige blicken dann doch einmal von Ihren Computern auf und fahren die eigene NI hoch.

Einige dieser Studierenden versuchen sich auch an einem kleinen Rätsel: warum ist der Standard-Port für den Zettelstore ausgerechnet 23123? Mal sehen, wer es löst.

Am Donnerstag war schon länger ein Termin vereinbart worden. Der wurde am Dienstag um eine halbe Stunde nach hinten verlegt. Wieder einmal ein gutes Beispiel, dass Nach 20 Minuten bin ich weg wunderbar funktioniert. Denn bei der halben Stunden blieb es wohl nicht. Zum Glück nutze ich meine Zeit dann anders.

Zum Beispiel für ein gutes Gespräch mit Heinrich Kümmerle. Während der Kaffeeautomat am Dienstag noch dringend zwangsgereinigt werden wollte und es dann mangels Reinigungstabletten nicht konnte (wie war das mit dem Löffel?), hatten wir am Freitag etwas mehr Zeit und Kaffee. Natürlich ging es über Lehre, Leben, Nerdiges, bis nach Bali.

Diese Woche habe ich Zettel Social das Konzept einer (internen) Sitemap anprogrammiert. Noch ist sie rein statisch, erlaubt es aber, die Navigationsleiste zu generieren und den aktuellen Pfad als „aktiv“ zu markieren. Ein weiterer Schritt, dieses statisch generierte Blog um einen dynamischen Oberbau zu erweitern.

Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: pgs.sh, „a zero-install static site hosting service for hackers.“