Prof. Dr. Detlef Stern

Die lange Woche vom 4.3.24

Letzte Woche vor den Vorlesungen. Die Vorbereitungen sollten im Groben abgeschlossen sein. Konjunktiv. Zu viele Beteiligte möchten, dass sich die Hochschule als Dramaqueen verhält. Alles auf den letzten Drücker. Gut, waren alles auch mal Studierende.

Am Montag war die angekündigte Version 0.17 des Zettelstore auf dem Plan. Ist die Version, mit der „meine“ Studierenden im Semester (und einer in einer Abschlussarbeit) arbeiten können sollen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Änderungen beschreibt der Post Zettelstore 0.17.

Die HTML-Template vom Zettelstore und von Zettel Social sind Lisp-Ausdrücke. Bisher wurden diese von der (in Go geschriebenen) Software verwaltet. Als Experiment habe ich bei Zettel Social die Verwaltung in den Lisp-Code selbst integriert. Hat erst einmal nicht funktioniert. Aber dann doch, dank dynamischer Bindung. Nun gibt es neben der lexikalischen Bindung via defun auch eine dynamische mittels defdyn. Ist für mich viel klarer, als das (nachvollziehbare, weil historisch gewachsene) Herumgebastel anderer Lisp-Dialekte. Bestimmt habe ich dabei etwas übersehen.

Bei Zettel Social erlebe ich gerade The joy of incremental website improvements.

Mitte der Woche mit Heinrich Kümmerle alles Notwendige für sein Engagement als Lehrbeauftragter geklärt. Sogar die Kaffeemaschine scheint noch zu funktionieren. Account mit dankenswerter Hilfe reaktiviert. Vorlesungsraum besichtigt. Medientechnik ausprobiert. Leider fast natürlich funktioniert seine Mailweiterleitung noch nicht. Aber hey, alles noch Cyberanfall & Co.

Dabei habe ich die Botschaft erhalten, dass die Server für die Lehre evtl. während der Vorlesungszeit abgeklemmt werden. Was war noch mal die eine Kernaufgabe der Hochschule? Ich kann nachvollziehen, dass man alle Server, die potentiell mit dem Cyberanfall zu tun hatten, abklemmen will. Selbst wenn seit 16 Monaten es dafür keinen Hinweis gibt. Gut, man hätte Ersatzserver beschaffen und in Betrieb nehmen müssen. Bis heute passiert da wenig sichtbares, es werden gerade einmal mögliche Firewallregeln für den Zugriff diskutiert. Und nein, dass sind nicht irgendwelche Server. Das sind Server, mit denen die Studierenden arbeiten sollen. Mit denen sie lernen sollen, wie moderne Softwareentwicklung funktioniert. Bevor sie nach ihrem Studium in den Unternehmen die andere Art der Softwareentwicklung kennenlernen. Die Hochschule will eine Dramaqueen sein.

Es wird schon werden.

Habe ich schon geschrieben, dass ich noch immer nicht meine (virtuellen) Server nutzen kann, obwohl die Beschaffung im November 2023 beantragt wurde? #CeterumCenseo

Die für Donnerstag geplante Weiterbildung in der Videoproduktion wurde von einem ganztägigen Kurs zu einem zweistündigen Gespräch. Es hatte sich außer mir niemand angemeldet. Dankenswerterweise fiel der Termin nicht aus und ich konnte meine Fragen ungestört stellen und erfuhr einiges zu Thema. Und zu anderen Themen.

Am Freitag stand das Vorlesen in der Dammgrundschule auf dem Plan. Vorher nettes Cafégespräch mit Heinrich Kümmerle. Diesmal nicht nur über die Fehlentwicklungen in Heilbronn. Auch über Internettechnologien und andere Befindlichkeiten. Die Lütten waren wieder etwas lebhaft, aber wir haben uns einander gewöhnt. Das neue Buch, nach dem Wunderland: „Lügengeschichten aus dem Wilden Westen.“ Die Kinder müssen auf die Realität vorbereitet werden.

Mein Antrag zu Freiräume 2025 (siehe Lange Woche vom 19.2.24) wurde leider nicht ausgelost. Bei dem geringen Zeitaufwand dafür kann ich das verschmerzen. Und zum anderen habe ich nun eine nette Idee für zukünftige Ausschreibungen.

Die Runde vier der Six Nations waren für dieses Wochenende im Plan. Gestern liefen ITASCO und ENGIRE. Beides sehr schöne Spiele, kurzweilig spannend, enger Punktestand, vorurteilshaft unerwartete Ergebnisse. Heute kommt noch WALFRA.

Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: Facing reality, whether it’s about Apple or the EU, is a core requirement for good management. Auch ein Plädoyer für die EU, besonders für die Idee und die Vorteile unseres gemeinsamen Marktes.