Prof. Dr. Detlef Stern

Die lange Woche vom 29.1.24

Klausurwoche. Immer etwas anstrengend, auch für mich. Ab nun wird die Zeiteinteilung etwas freier.

Die erste Klausur fand in einem recht großen Raum statt. Softwaretechnik. Der eine oder die andere hat vielleicht bemerkt, dass es besser ist, wenn man auch mal die Hausaufgaben macht.

Die zweite und letzte Klausur dieser Saison war auf vier Räume verteilt. Projektmanagement. Am Ende des Tages freute sich der Schrittzähler.

In einer Klausur wollte jemand unbedingt das Mobiltelefon nutzen, obwohl diese ausgeschaltet werden müssen. Da half mir, im sechzehnten Jahr meines Prof-Daseins, meine Tätigkeit als Grundwehrdienstleistender in den 1980ern. Keine Sorge, alle Beteiligten sind unverletzt, bis auf die eine „Ehre“.

Für eine Klausur gab es sehr nettes, gut erläutertes Feedback im Nachgang. Sehr jenseits des üblichen Meckerns, bei dem im Nachgang dann doch leider klar wird, dass die/der Meckernde sich einfach nicht angemessen vorbereitet hat und einen Schuldigen jenseits der eigenen Person sucht. Über das gute Feedback, habe ich mich gefreut, DA.

Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und wieder abholen, obwohl die Schule fußläufig erreichbar ist.

Eltern, die den Schulranzen ihres Kindes tragen.

Gut gemeint ist zu häufig langfristig schädlich.

Viele können links und rechts nicht unterscheiden. Links ist da wo das Herz schlägt. Nicht politisch gemeint, sondern menschlich.

Wir leben in langweiligen Zeiten. Das Werfen von Suppe auf eine Glasscheibe ist es wert, in den knappen 15 Minuten der Tagesschau gezeigt zu werden.

Ich mag Bands mit zwei Schlagzeugen.

Irgendwie vermisse ich die Zettelkastenrunden.

Erstaunlich wie wenig Menschen mit Wahrscheinlichkeiten umgehen können. Liegt das an der Flatrategesellschaft?

Neues Dienst-iPad. Datenübertragung vom alten Dienst-iPad war erstaunlich einfach und fehlerfrei. Selbst die Cookies wurden übertragen und ich konnte mit dem Zettelstore problemlos und ohne Neuanmeldung auf dem neuen Gerät weiterarbeiten.

Auch Blog-Posts können ein Ablaufdatum haben, wie z.B. Posts auf Mastodon.

ResearchGate delegiert Arbeit an die User äh Melkkühe: „Did X author this publication?“ Der nächste Schritt auch dieser Plattform zur Enshittification?

Sx ist unbeabsichtigt recht ähnlich zu Elisp geworden. Merke ich, als ich diese Woche die Elisp-Doku durchlas.

Kaffeetrinken mit HK im Café. Nicht nur über die 100 Buga-, äh KI-Botschafter. Auch über die Planung für das neue Semester und seine Aufgaben als Lehrbeauftragter.

Die Jungsgruppe beim Vorlesen findet es jetzt cool, ganz außer der Reihe ganz leise in die Klasse zurückzukehren. Weil sie damit die Lehrerin überraschten?

Anweisung vom Ministerium: man darf in der heißen Phase des Wahlkampfs zur Europa- und Kommunalwahl keinen offiziellen Kontakt mit den Kandidaten pflegen. Zum einen spricht viel grundlegendes Misstrauen aus dem Text. Zum anderen bin ich ratlos, wie ich mich dann verhalten soll. Keine Selbstgespräche mehr? Sprechen dann die Kollegen nicht mehr mit mir? Darf/Soll/Muss ich den dienstlichen Sitzungen fernbleiben?

Kunst geht immer.

Sind Stoiker Individualisten, oder gerade keine?

Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: Tortoise And Hare algorithm. „Ick bün all hier!“ Den Algorithmus benötige ich für Sx. Der zweite Teil hat mich überrascht, der Beweis ist aber einleuchtend. Wer als (.+-)?Informatiker etwas auf sich hält, für den ist die umgebende Website sehr nützlich.