Prof. Dr. Detlef Stern

Die lange Woche vom 22.1.24

Endlich wieder viel mehr freie Zeiteinteilung. Und schon verschwinden die Scheuklappen, Kreativität steigt.

Go erlaubt es, beliebige Dateien in das ausführbare Programm einzubetten. Der Zettelstore nutzt das zum Beispiel für die vordefinierten Zettel, wie die HTML-Templates. Das Einbetten erlaubt es auch, Programmcode einer in Go implementierten Programmiersprache in ein ausführbares Programm zu integrieren. So könnte man einen Generator schreiben, der zum Beispiel Sx-Code zusammen mit dem Sx-Interpreter als eigenes, selbständig ausführbares Programm erzeugt. Das Ganze wäre trivial zu distributieren und zu installieren, ein Executable.

Ich freue mich immer, wenn ich geballte IT-Kompetenz erleben darf. Planvoll, alles gut kommuniziert und wenn es funktioniert. So wie ein Kernsystem einer Hochschule, das zur Prüfungsverwaltung. Fünf Tage vor dem Prüfungszeitraum angeblich funktionierend, erhalte ich drei Tage später endlich die Zugangsberechtigung. Natürlich alles anders als beim Vorgängersystem, ein kleines PDF zur Anleitung. Zum Glück lasse ich meine Klausuren erst kommende Woche schreiben. Je nach Fach könnte man mal wieder von den Fehlern anderer lernen. Hmm, ich suche noch Klausuraufgaben.

Wunderbar auch die Idee, in dieser Woche die für die Klausuren benötigten Drucker in ein anderes Netzwerk mit anderem Authentifizierungssystem umzuziehen, obwohl alles bisher gut funktionierte. Dank an CP, den Umstellungsversuch in unserer Umgebung verhindert zu haben.

Immer noch keine Antwort auf meine Frage, wann das bestehende Netzwerk abgeschaltet werden soll. Frage für einige Lehr-relevante Server.

Da wundert es kaum, dass die Beschaffung der (virtuellen) Server zur Ablösung der Lehr-relevanten Server im Altnetz immer noch nicht weitergekommen ist.

Wie meinte ein Kollege vor ein paar Jahren? „Die meisten werden Professor, weil sie weder führen, noch geführt werden können.“ Gilt natürlich auch gegendert.

Zur Feier der vorlesungsfreien Zeit (und ein wenig aus Frust, siehe oben) am Zettelstore herumgebastelt. Hauptsächlich an der Übersetzung von Zettelmarkup in Sx-Code.

Sehr schöne Frage: What's the incentive to tell the truth on surveys?. Zu viele Umfragen dienen anscheindend nur dazu, die Vorurteile der Fragesteller zu bestätigen. Nicht nur bei Diversitätsumfragen.

Auch eine Antwort zu einer Frage der letztwöchigen AMA-Session: Trunk-Based Development.

Thank You for Unsubscribing ist nicht nur ein Plädoyer für RSS (pull) und gegen Newsletter (push). Sehr schön: Whether I have five loyal subscribers or five million makes no difference to me. I don’t know how many you are, and what’s more important, I don’t care. What I pay attention to is that my message comes out exactly the way I want it - I am not writing with an audience in mind, but for myself.

Diese Woche ist mir aufgefallen, wie sch...., äh, schlecht Suchmaschinen geworden sind. Das Halluzinieren von Bing-getriebenen Suchmaschinen hat schon vorher für Erheiterung gesorgt. Selbst jener Konzern, bei dem die Internetsuche mal das Wesentliche war, liefert inzwischen nur Bullshit ab. Jedes Wort einer Suchanfrage, das irgendwie etwas mit einem beworbenen Produkt zu tun haben könnte, führt zu angeblichen Treffern, bei denen tatsächlich nur etwas beworben wird. Wohl dem, der einen Zettelkasten aufbaut.

Vermutlich sind die Ergebnisse so schlecht, damit alle nach mehr Ey-Ei rufen, der Lösung aller Probleme, wenn man das eigene Denken einstellt.

In diesem Sinne sind diese schlechten Ergebnisse mutmaßlich die Vorboten einer gravierenden Veränderung. Bloß wohin?

Schönes „Vorlesepatentreffen“ mit HK im Café. Gutes Gespräch, aber nicht nur über frustrierende Erlebnisse des Alltags.

Das Vorlesen in der Klasse hat wunderbar funktioniert. Besonders die Jungsgruppe hat es mal geschafft, zuzuhören. Und dann haben sie gemerkt, was man alles mitbekommt, wenn man sich nicht ablenken lässt. Gilt auch für alle anderen Menschen.

Zum guten Schluss nach gutem Brauch der gute Link der Woche: Daft Social, „The Anti-Social Social Network for Minimalists.“ Posts werden den Betreffzeile der Mails genommen, die man an seine dort generierte Adresse sendet. Und es gibt einen RSS-Feed. Mehr braucht es nicht. Zusatztipp für Androiden: BlitzMail. Dank an HK für den Tipp.