Prof. Dr. Detlef Stern

Rückblick Wintersemester 2021/2

Das Wintersemester 2021/2 ist zwar noch nicht ganz vorbei, die Noten veröffentliche ich erst morgen und auch sonst ist in der Welt und besonders in Europa viel los. Der Krieg lässt manches als unwesentlicher erscheinen, lässt auch mich nicht unberührt. Sicher auch um auch anderen Gedanken Raum zu lassen, plane ich das kommende Sommersemester und dazu gehört ein Rückblick auf das vergehende Semester.

Nach den ersten zwei Wochen lief für mich das Semester einige Zeit tatsächlich noch in Ortspräsenz ab. Bis einige andere ihre Veranstaltungen dann doch auf einen Onlineunterricht umstellten. Manchmal mit nachvollziehbarer Begründung, manchmal aus frag-würdigen Motiven. Ich lehre nicht im einem Vakuum. Und so fanden auch bei mir ab November die Lehrveranstaltungen in Teilen online statt, ab Mitte Dezember waren es alle Fächer.

Ich kann es nachvollziehen, dass Studierende einen bitten, auf einen Onlineunterricht umzusteigen, wenn im Stundenplan das nächste oder das vorige Fach online gelehrt wird. Das ist eine Form der Bequemlichkeit. Es wird aber auch kaum praktikabel, wenn zugleich kommuniziert wird, dass Studierende die Hochschule nur für Präsenzunterricht nutzen dürfen. Wo soll man dann hingehen, um den Onlineunterricht wenigstens erleben zu können? Da wurde von den hauptberuflich Lehrenden, ich schließe mich da nicht aus, von den nebenberuflich Lehrenden, von den Studiengängen, von der Hochschule, vom Ministerium insgesamt keine gut nachvollziehbare Linie gefunden. Das ist nicht einfach, in diesen Zeiten der Veränderung, ist aber trotzdem passiert.

Aber gute Lehre ist nicht nur etwas, bei dem es auf ein gutes Angebot ankommt. Auch die Studierenden haben es sich häufig leicht gemacht. Wenn bei der letzten Veranstaltung vor der Klausurprüfung nur 9 (!) von ca. 70 Teilnehmenden anwesend sind, dann können Angebote so ausgefeilt sein, wie es nur gehen mag. Ein Angebot muss angenommen werden. Man muss verstehen, dass man nicht von anderen gelernt werden kann. Lernen ist ein aktiver Vorgang, man muss selbst lernen.

In wenigen Lehrveranstaltung hat eine relevante Anzahl von Studierenden mehr getan, als unbedingt nötig war. Meistens wurde erheblich weniger getan.

Nach Gesprächen mit einigen anderen Lehrenden ist mir klar, dass dies nicht unbedingt an meiner Art zu lehren liegt. Das scheint eher ein allgemeines Problem zu sein. Ob das nun daran liegt, dass nach einiges Semestern der Notfallonlinelehre Ermüdungserscheinungen sichtbarer werden? Oder weil erst spät klarwurde, dass eine hauptamtlich Lehrende das ganze Semester krankgeschrieben ist? Oder weil man nicht versteht, dass man sich bei einer Onlinelehre wesentlich mehr selbst organisieren muss. Oder, oder, oder.

Zu Beginn des Semesters waren manche Studierende, jetzt nicht falsch verstehen, auf eine bestimmte Weise „kuschelig“. Bis mir der Grund klar wurde: ich war der erste Professor, den sie in Präsenz erlebten. Manche habe die Schule mit Onlineunterricht beendet und im ersten Semester nur eine:n einzige:n Kolleg:in als hauptamtlich Lehrende:n online erlebt. Manche haben im gesamten Studienverlauf alle Lehrenden nur online erlebt. Bis dann vermutlich das ganze Hin und Her um Online- vs. Präenzunterricht einigen die Orientierung nahm.

Das könnte einiges erklären, wenn man sowieso eher passiv orientiert ist.

Dafür hat mich gefreut, dass die eher aktiven Studierenden ihr Studium ohne Verzögerung fortsetzen können.

Projektmanagement (2. Semester)

Normalerweise schreibe ich etwas zu diesem Fach auf einer separaten Seite. Aber was ist heute schon normal?

Das Semester begann in diesem Fach ganz gut, wenn auch ab und an einmal besonders „kuschelig“. Wie üblich, war zu Beginn bei Einteilung der Studiengruppen die Motivation groß. Aber schon nach zwei Wochen war klar, dass mindestens zwei Gruppen ihre Motivation nicht in Aktionen umgesetzt hatten. In den nächsten zwei Wochen gab es noch etwas Aktivität, aber ab dann tendenziell nichts mehr. Ab der vierten Wochen haben sogar vier der neun Gruppen höchstens sporadisch gearbeitet und wollten das nicht ändern.

Meine Bitten zu einem Gespräch blieben abwesend unbeantwortet. Wer nicht will, der hat schon, sagte meine Oma manchmal.

Die anderen Gruppen arbeiteten bis Anfang Dezember einigermaßen gut mit, eine Gruppe besonders gut. Diese eine Gruppe arbeitete dann noch etwas, bis Anfang Januar. Die anderen hörten schon Mitte Dezember auf.

Diese Beobachtung mache ich fast jedes Jahr. Jenseits irgendeiner Konfession oder Nicht-Konfession scheint die Weihnachtszeit schon vor der Vorlesungspause eine gewisse, wattierte Befindlichkeit auszulösen, bei der nur noch selbst-diszipline Menschen produktiv sein wollen. Das ist ein Plädoyer für einen früheren Beginn beider Semester um zwei, drei Wochen, so dass diese Zeit nun rein zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden kann.

Mich wundert nicht besonders, dass die abschließende Klausurprüfung so ausgefallen ist, wie sie ausgefallen ist. Wenn zum letzten Termin nur die schon oben angesprochenen neun Teilnehmer erscheinen, wird manches erwartbar.

Die Klausur selbst war wieder eine Open-Book-Klausur. Diesmal mit physischen Büchern und Aufschrieben. Eine einzige Aufgabe war nicht ganz einfach. Alle anderen Aufgaben konnten gut gelöst werden, wenn man im Semester mitgearbeitet hatte. Hatte wohl nur eine Minderheit.

Besonders bezeichnend waren manche Lösungen zu einer Aufgabe, bei dem die Studierenden einfach nur das Wichtigste beschreiben sollten, was sie gelernt hatten, aber nicht in dieser Klausur abgefragt wurde. Mehr als 10% der Lösungen bestanden aus einem leeren, unbeschriebenem Blatt, bei einigen nicht das einzige. Etwa weitere 20% konnten nur einfache Dinge, wie Inhalte aus den von mir bereitgestellten Unterlagen abschreiben.

Wenn dann zu anderen Gelegenheiten wenig differenziert gesagt wird, die von mir entworfenen Prüfungsfragen seien zu schwer, dann kann ich das nur mit viel Mühe ernst nehmen.

Viel lieber würde ich mit denen, die so etwas subjektiv vielleicht sogar wirklich meinen oder mit denen, die bei obiger Aufgabe ein leeren Blatt abgaben, in den Dialog gehen. Wie wäre das?

Softwaretechnik (3. Semester)

Auch in diesem Fach waren die Ergebnisse nicht besonders gut. Obwohl über 60 Studierende an der Klausurprüfung teilnahmen, kamen meist weniger als 30 zum Präsenztermin, der ab Mitte Dezember zu einem Onlinetermin wurde. Am frühen Termin, Mittwoch um 8 Uhr, kann es weniger gelegen haben, denn selbst am letzten Termin vor der Prüfung waren auch nur knapp 30 online dabei. Das war in früheren Semestern anders.

Während der Präsenztermine wurde mir klar, wie viel besser man auf Bedürfnisse eingehen kann. Schnell etwas auf eine Tafel schreiben? Kein Problem. Bei WebEx geht so etwas nur sehr hakelig. Ich kann in Ortspräsenz von der Stimme her wesentlich flexibler kommunizieren, zusätzlich auch über meine Position im Raum. Hach, das tat gut, nach dieser Elektrolehre.

Manche der Anwesenden waren auch geistig anwesend und ich konnte viel besser auf Fragen eingehen. Zumal man sich jetzt auch sehen konnte, auch die Studierenden untereinander. Käme wohl etwas merk-würdig, wenn man mit Papiertüte auf dem Kopf in den Vorlesungsraum käme und bliebe, so wie es in den meisten Onlineveranstaltungen der Fall ist.

Bei aller Interaktivität haben aber nur wenige die Vorlesungen nachbereitet. Das wurde durch die Klausurprüfung offenkundig.

Auch hier gab es eine Open-Book-Klausur, auch hier war nur eine einzige Aufgabe im Unterricht nicht besprochen worden, bzw. nicht Teil einer Nachbereitungsaufgabe. Auch hier frage ich mich, warum nicht mitgearbeitet wurde, auch hier wundere ich mich über die Ergebnisse nicht. Zu schwer war die Klausur nicht, im Gegenteil.

Auch hier würde mich interessieren, worin die Schwierigkeiten bei denen lagen, die kaum eine Aufgabe auch nur halbwegs bearbeiten konnten. Auch hier: wie wäre es mit einem Dialog?

Projektstudie (4. Semester)

Wieder nahmen in diesem Semester Studierende teil, mit denen ich mich noch nie physisch getroffen hatte. Das hat sich geändert, denn bis Mitte Dezember fanden alle Termine in Präsenz statt. Für manche war das wohl ungewohnt, ich fand es gut. In diesem Semester war dies die Veranstaltung, die mir am meisten Spaß machte (natürlich machen mir alle Veranstaltung auf die eine oder andere Weise Spaß, sonst würde ich meinen Beruf wechseln).

Das lag auch daran, dass einige mehr als nur das Nötigste taten. Eine Gruppe entwickelte eine Android-App für den Zettelstore. Da konnte die Gruppe zeigen, ob sie im Sommersemester neben Design-Thinking auch das Programmieren einer App gelernt hatten. Die andere Gruppe entwickelte die schon seit vielen Semestern bestehende Web-Anwendung weiter. Auch hier gab es bei einigen sehr positive Überraschungen.

Als Gruppen waren die Teilnehmer vom eigenen Anspruch her weiter, als die meisten Teilnehmer der Projektstudie im 7. Semester. Ich hoffe, sie verlernen das nicht im Praxissemester.

Trotzdem gab es in diesem Semester auch in dieser Lehrveranstaltung wesentlich mehr Dann-doch-nicht-wirklich-Teilnehmer, umgangssprachlich Mitläufer. Ich finde es immer befremdlich, wenn man die eigene Zeit so wenig nutzt und die der anderen Gruppenmitglieder in Anspruch nimmt. Wir haben alle nur sehr endlich davon.

Seminar (6. Semester)

Wie üblich, mussten die Teilnehmer sich selbst zu bearbeitende Probleme suchen. Diesmal gab ich das Oberthema „Disconnected Systems“ vor, eine Idee von massiv verteilten Raspberry-Pi-ähnlichen Geräten, die mit Solarpanels mit Strom versorgt werden und die mittels WLAN kommunizieren. Wenn die Sonne untergeht, dann schalten sich die Geräte wieder ab.

Die Herausforderung besteht, wie schon in den letzten Semestern, aus der inhaltlichen Komfortzone herauszukommen und in einem relativ neuen Gebiet wissenschaftliche Problemstellungen zu identifizieren und initial zu bearbeiten. Damit dient das Seminar der unmittelbaren Vorbereitung für die Thesis.

Wer sich die Mühe machte, ein Problem zu identifizieren und wer die Zwischenpräsentation hielt, der hat eine einigermaßen vernünftige Arbeit abgegeben. Mehr aber auch nicht. Im Gegensatz zu früheren Semestern hat niemand mehr als das Nötigste getan. Lag es daran, dass auch die Präsenztermine in der Prüfungssprache Englisch stattfanden?

Man konnte dies auch gut bei den Ergebnissen des Peer-Reviews beobachten, das zu Beginn der zweiten Semesterhälfte stattfand. Bis auf zwei Teilnehmer haben alle anderen brav etwas aufgeschrieben und sich nur an die dokumentierten Bewertungskriterien gehalten. Umgesetzt wurde eher wenig. Manch einer hat statt dessen etwas Text des anderen für die eigene Arbeit verwendet. Gab dann Punktabzug, da dies im kleinen Rahmen blieb. Damit hat man sich um eine bessere Note gebracht, wie auch bei mancher Schwierigkeit fremde Texte als fremde Texte auszugeben.

Das Peer-Review werde ich im kommenden Semester nicht mehr machen. Auch in vergangenen Semestern waren die meisten zu unkritisch und das ändere ich offenbar damit nicht. Eher könnte es einen Pflichttermin geben, an dem man seine Arbeit inhaltlich stärker verteidigen muss. Die Zwischenpräsentation haben sich wieder bewährt und bleiben.

Projektstudie (7. Semester)

In dieser Projektstudie haben sich die Teilnehmer sehr frühzeitig für Onlinetermine eingesetzt. Rückblickend nicht zum eigenen Vorteil. War wohl mehr der Bequemlichkeit geschuldet. Die guten Termine fanden in Präsenz statt. Online war es eher ein Abnicken, kein Diskutieren.

Bis auf wenige Teilnehmer hakten hier alle ihre inneren Checklisten ab. Beinahe zum Glück gab es dann einmal einen schönen, groben Fehler in einem für alle sichtbaren System. Leider etwas spät, vielleicht wären dann alle über eine längere Phase im Semester aufmerksam.

Damit glich diese Projektstudie dann doch recht stark der vom Sommersemester. Ich bin mal gespannt, ob sich dieses Abhaken im kommenden Semester fortsetzen wird.

Projektstudie (Master, 1. Semester)

Gab es in den früheren Jahren einige Teilnehmer, die mich vertieft aus dem Bachelorstudium kannten, war es diesmal nur eine einzige Person. Diese war wieder sehr engagiert und hat den anderen Teilnehmern, wohl auch in den anderen Gruppen, geholfen. Aber auch bei den anderen Teilnehmern gab es einige, die mehr als das Nötigste taten. Botschaft an die anderen Lehrveranstaltungen: Engagement zahlt sich aus.

Auch diese Veranstaltung hat mir recht viel Spaß gemacht, besonders als es bei den meisten Teilnehmer „Klick“ gemacht hat und sie verstanden, worauf es ankommt. Da war es für mich weniger problematisch, dass mancher Teilnehmer das mit den Kriterien für eine Alternativenbewertung nicht ganz verstanden hat. Spätestens in der zweiten Hälfte des Semesters habe ich gemerkt, dass alle sich Mühe gaben, aus eigenem Antrieb.

Berufsbegleitender Master (1. Semester)

Die beiden Fächer fanden in Präsenz statt. Das tat uns allen gut, trotz Maske. Wir konnten ganz gut diskutieren.

Beinahe bezeichnender war, das der Betreiber des Bildungscampus noch nicht einmal banale Dinge wie die Beleuchtungssteuerung im Griff hatte. Wenn im Vorlesungsraum immer wieder nach 10 Minuten das Licht ausgeht (die Lehrveranstaltungen fanden Anfang Dezember statt), ist das höchstens die ersten drei Male lustig. Vermutlich waren die knapp zwei Jahre seit offizieller Fertigstellung zu wenig Zeit, um so einen Fehler beheben zu können. Da kann man nichts machen, ist Software!11!!

Sonstiges und Fazit

Wie eben subtil angedeutet: der Bildungscampus ist dazu da, damit sich eine ziemlich vermögende Person ein Denkmal schaffen kann. Es ist kein Ort, wo es Freude macht zu lehren und zu forschen. Das ist in diesem Geisterpräsenzsemester nicht besser geworden.

Böse formuliert, haben die verantwortlichen Personen zu wenig getan, um den Bildungscampus in Richtung Bildung zu entwickeln. Er hat sich in Richtung Kommerz entwickelt. Aber außer wenigen Personen scheint das wenig zu stören. So hat der Kandidat der Heilbronner Einheitspartei („die logistischen Schwarzen“) ein fast sozialistisches Wahlergebnis erzielt. Also alles gut. Ende Böse.

Ich habe es mehrfach ausprobiert. Im Unterschied zu den meisten Kollegen in den von mir betreuten Studiengängen war ich sehr häufig am Bildungscampus. Jenseits der Lehrveranstaltungen konnte ich dort nicht produktiv arbeiten. Und das liegt nicht am weniger guten Espresso, für den ich weiter laufen muss. Ich habe in ziemlich schrägen räumlichen Umgebungen gearbeitet, vom Zimmerchen neben dem Musikstudio bis hin zum Großraumbüro. Vielleicht liegt es am Alter, aber in diesem Disneyland finde ich keinen ruhigen Gedanken.

Vielleicht liegt es auch daran, das sich der eine oder die andere Kolleg:in wesentlich stärker als sonst eher unkollegial verhielt. Natürlich ist das Professorendasein meist ein Einzelkämpferdasein. Wie meinte ein (wirklicher) Kollege: Die meisten Professoren sind kleine Fürsten und sehen nur ihr Fürstentum.

Dabei lassen diese Fürsten außer acht, dass sie nicht im Vakuum tätig sind. Jeder Deputatsnachlass hat bei der immer vorhandenen knappen Personaldecke Auswirkungen auf andere. Dazu kommt die Tendenz, lieber höhere Semester zu unterrichten, am liebsten im Master. Auch das geschieht auf Kosten anderer, hauptsächlich der Studierenden. Wie meinte mal jemand vor einigen Semestern zu mir: „Schade, dass nicht alle bei dir die Projektstudie machen müssen. Da haben sie etwas gelernt. Nun muss ich das selbst machen.“

Was bleibt? Die Arbeit mit den Studierenden, die wirklich aktiv waren, hat mir sehr viel Freude gemacht. Die durchdachte Frage im 2. oder 3.  Semester, wie auch der kleine Running Gag zwischendurch. Die wirklich gut vorbereitete Codepräsentation eines Product Owners, die Extra-Meile nach dem Programmieren eines kleinen Mailsendeservers. Der Aha-Moment beim „Klick“.

All das möchte ich nicht missen.

Und für das andere finde ich Lösungen.

Ausblick

Das nächste Semester soll wieder in Präsenz stattfinden. Diesmal muss ich als Apfel-Birke-Nuss-Komplex-Allergiker dorthin, wo Birken und andere ortsfremde Bäume in bester Disney-Manier gepflanzt wurden. Bekomme ich hin.

Unter welchen Bedingungen ein Präsenzbetrieb stattfinden wird, ist noch ziemlich offen. Es gibt Hoffnungen. Man wird sehen.

Ich selbst werde nicht mehr 20 Stunden Lehre pro Semester anbieten. Meine Überstunden, mein Deputat lasse ich nicht mehr verfallen. Deshalb werde ich im Sommersemester keine Lehrveranstaltung im konsekutiven Master anbieten. Ebenso werde ich maximal zwei Abschlussarbeiten betreuen. First come, first served.

Weiterhin freue ich mich, dass Agiles Studieren immer noch ein guter Weg ist, um auch unter schwierigen Umständen eine vernünftige Lehre anzubieten. Das zeigt für mich der Unterschied der Ergebnisse der beiden Klausurprüfungen, trotz Gemeckers meinerseits.

Bei vielen anderen Dingen bleibt die Hoffnung. Hoffnung auf aktive Studierende. Hoffnung auf gutes Wetter. Hoffnung auf inspirierende, auch neue Kollegen, die wirklich Kollegen sind. Hoffnung auf wenig Birkenpollen. All das kann ich nicht beeinflussen, davon mache ich mein Glück nicht abhängig.

Mal sehen, was andere bewegen wollen.