Prof. Dr. Detlef Stern

Agile Mythen

Mit einigen Kollegen aus anderen Hochschulen nehme ich an der von Michael Gröschel initiierten und organisierten Virtuellen Vorlesungsreihe Wirtschaftsinformatik teil. Wir möchten dort die Themenvielfalt der Wirtschaftsinformatik aufzeigen. Und nebenher ein wenig experimentieren, die eine Hochschule nach der Notfallonlinelehre aussehen könnte.

Der Terminkalender gab es vor, dass ich recht früh an der Reihe war. Am 26.11.20 präsentierte ich etwas unter dem Titel „Mythos und Wahrheit agiler Projekte“. Ein wenig habe ich vielleicht das Thema verfehlt, es ist dann doch eher eine kritisch konstruktive Sicht auf „agil“ geworden. Ein wenig habe ich mich von meinen eigenen Posts inspirieren lassen.

Das ganze lässt sich inzwischen auch unter https://www.youtube.com/watch?v=75KjkpUXlnc besichtigen.

Inhaltlich könnte ich das eine oder andere ergänzen. Dafür waren die eingeplanten 45 Minuten zu kurz. Aber für mich passt es auch nach dem ersten Ansehen.

Was habe ich noch gelernt?

Eine Präsentation, ein Vortrag ist keine Vorlesung. Aus mir im Nachhinein unerfindlichen Gründen habe ich mich auf eine Vorlesung vorbereitet. Man merkt das gut an meinen gesprochenen Füllworten. Hmm, uhm, ja.

Mir selbst gefällt die Aufnahme meiner Stimme. Normalerweise hört man sich selbst anders als andere und mag die aufgenommene Stimme nicht. Mit dem Mikrophon, das ich seit Vorlesungsbeginn verwende, ist das anders.

Aufgezeichnet wurde alles mittels WebEx-Events. Obwohl von meiner Seite genügend Bandbreite bereitgestellt wird, wurde der Ton ziemlich überkomprimiert und Dynamik weggebügelt. Vielleicht hätte es geholfen, wenn mein Mund näher am Mikrophon gewesen wäre.

Dazu kommt, dass ich nicht hören kann, wie das digitalisierte Signal zentral verarbeitet wird. Das merkt man zum Beispiel an den unterschiedlichen Lautstärken der Teilnehmer, die man dezentral bei sich selbst regeln kann.

Vielleicht sollte ich stärker darauf achten, etwas langsamer zu sprechen. Gegen Ende, als ich noch etwas viele „Folien“ übrig hatte, versuchte ich zunächst etwas schneller zu sprechen. Besser ist es wohl, noch langsamer zu sprechen und dafür Inhalte wegzulassen (wenn die Dauer begrenzt ist).

Aber warum heißen „Folien“ immer noch so? Sind doch schon länger keine mehr. Vielleicht besser Zettel?

Mir hat dieser Versuch Spaß gemacht. Ideen über weitere Experimente gibt es schon.