Prof. Dr. Detlef Stern

Antwortzeiten

Vor einiger Zeit, huch, ist ja schon länger als 10 Jahre her, schrieb ich etwas über die zu erwartenden Antwortzeiten, wenn man mir eine Mail sendet. Einige Male habe ich die Regelung etwas angepasst. Inzwischen merke ich, dass sich offenbar in meinem Kontext einiges geändert hat.

Eine Antwort zum Ende des nächsten Werktages war vor 10 Jahren eher langsam. Dafür garantierte ich aber eine maximale Antwortzeit. Heutzutage bin ich mit dieser Regelung in meinem Kontext im Vergleich mit Kollegen, Studenten, wie auch mit externen Unternehmen fast schon sensationell schnell. Vielleicht gab es wirklich einen Bewusstseinswandel zur gemächlicheren Antwort. Oder die "sozialen Medien", Chat & Co haben die Funktion der schnelleren Kommunikation übernommen. Auf jeden Fall komme ich mir blöd vor, wenn ich innerhalb zweier Werktage antworte, während alle anderen sich gerne viel mehr Zeit lassen.

Also:

  • Während der Vorlesungszeit versuche ich arbeitstäglich (Mo-Fr) um 17 Uhr meine Mail abzurufen, aber das verspreche ich nicht. Mails, die mich später erreichen, ordne ich für den nächsten Arbeitstag ein.
  • Ich antworte während der Vorlesungszeit innerhalb der nächsten drei Arbeitstage, spätestens bis 23.59 Uhr.
  • Außerhalb der Vorlesungszeit habe ich freie Zeiteinteilung und möchte daher keine Antwortzeiten versprechen.
  • Mit Studenten, die ich für ein Thesisvorhaben betreue, vereinbare ich individuelle Antwortzeiten (Stichwort: "legendäre Betreuung").
  • Auf Mails, die mich via CC: oder BCC: erreichen antworte ich nicht, es sei denn, Sie formulieren die Erwartung einer Antwort explizit in der Mail.
  • Auf Chat-Nachrichten antworte ich während meiner Vorlesungstage. Mehr möchte ich nicht versprechen.

Selbst mit dieser Regelung antworte ich im Durchschnitt um einiges eher als mein professionelles Umfeld.