Prof. Dr. Detlef Stern

Projektstudie Softwareentwicklung WS 2008/09: Lessons Learned

Gestern war Abschluss der Projektstudie "Softwareentwicklung". Wie es sich für ein Projekt gehört, gehört ein Projekt auch ordentlich beendet. Nicht nur mit Kuchen (danke an "*"!), Tee und Kaffee, sondern auch mit Feedback.

Zuerst auch dafür ein riesiges "Danke Schön!". Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, jemanden Feedback zu geben, der einen per Note bewerten soll. Danke auch für den Vortrag, bei dem Sie Ihre Erfahrungen an das nachfolgende Semester weiter gegeben haben.

Aber nun zu den einzelnen Punkten. Ich hatte mir aufgeschrieben (meine Antwort in kursiv):

Die parallele Veranstaltung "Projektmanagement 2″ vorziehen.

Dort werden viele Aspekte angesprochen, die auch für die Projektstudie benötigt werden. Zum Beispiel, wie man am besten mit dem Werkzeug zur Versionskontrolle arbeitet, oder wie der "Issue Tracker" einem helfen kann. Welche Vorgehensmodelle gibt es und welches sollte man verwenden, …

Absolut ein guter Punkt. Im nächsten Semester werden wir "Projektmanagement 2" vorziehen, indem wir die Präsenztermine der Projektstudie nutzen.

Externe Kunden.

Sobald eine (externe) Firma als Kunde auftritt, ist die Motivation wesentlich höher.

Ha!, reicht die Motivation mit der drohenden ungünstigen Note nicht? ;-) Nein, im Ernst, sehe ich auch so. Mit der einen oder anderen Firma bin ich schon in losen Gesprächen.

Falls hier jemand mitliest, der ein studentisches Projektteam sucht, bitte bei mir melden!

Direkt auf dem Lastenheft aufsetzen.

Nö, das Ermitteln der Anforderungen soll Teil der Projektstudie bleiben.

Mantis ist nicht nur ein Bug-Tracker

Mantis bezeichnet sich selbst als "Bug Tracker". Erst später wurde während der Arbeit erkannt, dass es sehr gut als Planungs- und Kommunikationsinstrument für manchmal dann doch verteilte Projektarbeit verwendet werden kann.

Ja, wird Teil des vorgezogenen "Projektmanagement 2″ sein.

Einarbeitung in automatische Tests wäre zu aufwendig gewesen

Deshalb wurden Tests nur via JUnit automatisiert und Akzeptanztests manuell durchgeführt.

Erst einmal ist die Nutzung von JUnit ein erster guter Schritt. Und traurigerweise wird in der beruflichen Praxis häufig nicht mehr gemacht. Insofern war Ihr Vorgehen durchaus praxisnah. Aber im Zuge des vorgezogenen "Projektmanagement 2" werden wir dies Thema eher und detaillierter angehen.


Mein Feedback möchte ich hier nicht unterschlagen: kommunizieren Sie mehr mit Ihren Stakeholdern.

Gut, da ich drei Rollen hatte (Prof., Kunde, Leiter einer hypothetischen Entwicklungsabteilung) und da Sie zu Anfang nicht so recht wussten, wie ich ticke, ist Ihr Verhalten nachvollziehbar.

Aber einem Kunden gegenüber müssen Sie kommunizieren, besonders wenn Sie Ihr Vorgehensmodell als eine Mischung von UP und XP charakterisieren. Auch und gerade, wenn Sie nicht wissen, wie er tickt ;-)

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